
Die Machthaber in Teheran stützten ihre Herrschaft auf Unterdrückung und Gewalt. Ausdrücklich kritisierte Trump auch den religiösen Führer der Islamischen Republik, Ayatollah Chamenei. Trump warf Chamenei vor, für die Zerstörung des Landes und für Gewalt in einem noch nie dagewesenen Ausmaß verantwortlich zu sein. Bei Führung gehe es um Respekt - nicht um Angst und Tod.
Chamenei macht Trump für Massenproteste verantwortlich
Chamenei hatte den US-Präsidenten zuvor seinerseits für die landesweiten Massenproteste verantwortlich gemacht. Vor Anhängern in Teheran sagte er, Trump habe persönlich in die Unruhen eingegriffen und die -Zitat- Aufständischen ermutigt, weiterzumachen und keine Angst zu haben. Chamenei räumte ein, dass es Tausende Tote während der Proteste gegeben habe. Nach Angaben der in den USA ansässigen Menschenrechtsorganisation HRANA wurden mehr als 3.000 Demonstranten von den Einsatzkräften des Regimes getötet.
Islamwissenschaftlerin Amirpur: "Da braucht es dann nur den nächsten Funken"
Iran-Experten diskutieren seit Wochen über die Stabilität des iranischen Regimes. Die Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur sagte tagesschau.de, das Regime sei innen- und außenpolitisch inzwischen so geschwächt, dass die Hoffnung auf ein Ende "durchaus begründet" sein könne. Der Protest sei jetzt zwar erst einmal niedergeschlagen, aber das Protestpotenzial sei noch einmal gewachsen: "Da braucht es dann nur den nächsten Funken".
Proteste im Iran - Der unerwartete Ruf nach dem Sohn des Schahs
Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
