
Ungarn werde in der EU weiter keine illegalen Migranten übernehmen, sagte Magyar der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dafür werde man auch keine Strafen zahlen. Über seinen Vorgänger Orbán sagte Magyar, man könne über ihn schimpfen, wie man wolle, er habe aber zu Beginn der Flüchtlingskrise 2015 recht gehabt. Die wichtigste Aufgabe der europäischen Politiker sei es, die Sicherheit der Menschen zu schützen.
Magyar kritisierte den Umgang mit extremen Parteien in Europa. Diese nur auszugrenzen oder hinter eine Brandmauer zu sperren, sei keine Lösung, sondern mache solche Kräfte nur noch stärker. In vielen Ländern seien diese Fehler schon erkannt worden, aber noch nicht überall.
Darüber hinaus wandte sich der ungarische Ministerpräsident dagegen, Mehrheitsentscheidungen anstelle der bisher nötigen Einstimmigkeit in der EU-Außenpolitik einzuführen. Stattdessen gehe es darum, zu verhandeln und Kompromisse zu finden, so Magyar.
Diese Nachricht wurde am 03.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
