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Mandolinist David "Dawg" Grisman Hot Dawg

Jazz auf der Mandoline? Der Amerikaner David "Dawg" Grisman hat sich damit eine einzigartige Nische geschaffen. Zu seinen musikalischen Partnern zählten so unterschiedliche Größen wie Stephane Grappelli und Jerry Garcia.

Am Mikrofon: Karl Lippegaus

Ein Mann mit langen grauen Haaren und Bart spielt Mandoline. (imago stock&people)
Er adaptierte sogar John Coltrane für die Mandoline: David "Dawg" Grisman (imago stock&people)
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Das Folk-Revival der 60er-Jahre half dem Mandolinisten David Grisman in die Steigbügel. Sein größtes Idol wurde der Bluegrass-Vater Bill Monroe. Mit seinem rock-unüblichen Instrument tourte er in Psychedelic Bands, bis er in San Francisco landete und sich mit Jerry Garcia anfreundete, dem Spiritus Rector der Grateful Dead. Gemeinsam hoben sie die Band Old & In The Way aus der Taufe.

Garcia taufte den Zauberkünstler an der acht-saitigen Mandoline "Dawg", nach einem streunenden Hund. Fortan wurde alles, was Grisman aus seiner Mandoline schüttelte, "Dawg Music". Eines seiner Alben heißt gar "Dawganova". Früh war Grisman auf Django Reinhardts Gypsy Jazz der 30er-Jahre gestoßen. Mit dessen Geiger Stephane Grappelli begann er eine Zusammenarbeit, die dem Franzosen zu einer späten Karriere in den USA verhalf. Gemeinsam mit dem Instrumentalkollegen Andy Statman machte Grisman die bahnbrechende Platte "Mandolin Abstractions". In späteren Jahren wurde sein Sound zunehmend jazzorientiert. Durch seine Mandoline spricht ein improvisierender Visionär zur Welt.

Die Sendung thematisiert Grismans wichtige Alben "Hot Dawg" (1978), "Quintet 80" (1980) und "Mandolin Abstractions" (1982).

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