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StartseiteEssay und DiskursKölner Kongress 2019 - Radio-Kulturen im medialen Wandel24.03.2019, 09:30 Uhr

MedienforschungKölner Kongress 2019 - Radio-Kulturen im medialen Wandel

Welche Rolle spielt Radio-Kultur in Deutschland? Einst verklärt als einflussreiche Kulturmaschine oder betrauert als Relikt: Unter dem Wandel von medialen und gesellschaftlichen Bedingungen wird die Rolle neu definiert. Eine Standortbestimmung.

Von Hans-Ulrich Wagner

Ein Radio mit Digitalempfang steht am 09.05.2016 auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig (Sachsen). (picture alliance / dpa / Jan Woitas)
Ein DAB-Radio-Empfänger (picture alliance / dpa / Jan Woitas)

Einflussreiche Kulturmaschine oder Relikt einer Verfallsgeschichte am Ende der bürgerlichen Öffentlichkeit? Dieses Spektrum bietet die Untersuchung der Radiokulturen in den vergangenen Jahrzehnten. Welche Ansprüche und Erwartungen prägen Radio-Kulturen heute, im rasanten Wandel der Medien und der gesellschaftlichen Bedingungen?

Der Essay fragt nach den Konsequenzen des Wandels für das, was gegenwärtig als Radio-Kulturen in Deutschland zu beobachten ist. Dazu nutzt er das Modell einer kommunikativen Figuration, um weder in vorschnelle Resignation zu verfallen noch um unangebrachte Euphorie zu verbreiten. Aus mehreren Perspektiven werden also die Standortbestimmungen angegangen, die jedoch immer wieder um die eine Grundfrage kreisen: "Was hält das Ganze zusammen?"

Hans-Ulrich Wagner, geboren 1962, ist Leiter der Forschungsstelle Mediengeschichte am Leibniz-Institut für Medienforschung/Hans-Bredow-Institut, Hamburg. Er studierte in Bamberg und Münster und promovierte 1996 mit einer Arbeit über das Hörspielprogramm der unmittelbaren Nachkriegszeit 1945-1949. Forschung: unter anderem zum Radioschaffen von Günter Eich, Kurator der Ausstellung "Remigranten und Rundfunk 1945-1955", Mitglied verschiedener Jurys, darunter "Hörspielpreis der Kriegsblinden - Preis für Radiokunst".

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