Proteste gegen Regime
Menschenrechtler sprechen von bislang 2.600 Toten im Iran - erste Hinrichtungen befürchtet

Im Iran ‌ist die Zahl der bei Protesten getöteten Personen nach Angaben ​von Menschenrechtlern weiter gestiegen. ⁠Wie die in den USA ansässige Menschenrechtsgruppe HRANA mitteilte, kamen bislang rund 2.600 Menschen ums Leben. Darunter befänden sich hauptsächlich Demonstranten und weitaus weniger regierungsnahe Personen.

    Menschen im Iran protestieren auf der Straße.
    Menschen im Iran protestieren auf der Straße (picture alliance / SIPA | MAHSA/MEI)
    Ein ‍iranischer ​Regierungsvertreter hatte gestern von ​etwa 2.000 Getöteten gesprochen. Der regimekritische Exilsender Iran International mit Sitz in London spricht sogar von mindestens 12.000 Toten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International befürchtet, dass heute ein erstes Todesurteil gegen einen Demonstranten vollstreckt werden könnte. US-Präsident Trump warnte das Regime in Teheran vor diesem Schritt und drohte mit einer harten Reaktion, ohne Details zu nennen. Der Protestbewegung sicherte er die Unterstützung der Vereinigten Staaten zu.

    Grünen-Europaabgeordnete fordert Ausweisung iranischer Diplomaten

    Angesicht der anhaltenden Gewalt gegen regimekritische Demonstranten im Iran fordert die Grünen-Europapolitikerin Neumann die Ausweisung von iranischen Diplomaten aus der EU. Diese würden ganz gezielt ihre Privilegien missbrauchen, um Iraner in der Diaspora unter Druck zu setzen und einzuschüchtern, sagte Neumann im Deutschlandfunk.
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    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.