Nach Wahlverlusten
Merz spricht von "Zäsur" - Führende CDU-Politiker stellen sich hinter den Bundeskanzler

Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Merz hat nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin von einer Zäsur gesprochen. Die Ergebnisse seien dramatisch für die CDU, die Konsequenzen würden die Partei noch lange beschäftigen, sagte Merz nach einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin.

    Eine Nahaufnahme von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) (Kay Nietfeld / dpa)
    Nach den Wahlverlusten haben sich führende CDU-Politiker hinter den Parteivorsitzenden und Bundeskanzler Merz gestellt. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Laumann sagte, den Kanzler auszutauschen sei keine Lösung. Man brauche Reformen und eine Regierung, die ihre Arbeit tue. Unionsfraktionsvize Krings lehnte eine Personaldebatte über Merz ebenfalls ab. Er sagte dem ARD-Fernsehen, es dürfe etwa bei der Trennung von Kanzlerschaft und Parteivorsitz keine Tabus geben. Allerdings sehe er nicht, wie die CDU mit einer ausufernden Diskussion über einen Wechsel des Kanzlers oder des Parteichefs nach vorne komme.
    Unterstützung für Merz äußerte auch die Geschäftsführerin der Unions-Fraktion, Dos Santos-Wintz. Der Bundeskanzler habe das Vertrauen der Fraktion, er führe das Land in außergewöhnlich schwierigen Zeiten. Änhlich äußerten sich der CDU-Politiker Laschet sowie CSU-Parteichef Söder.

    Auch Kritik an Merz

    Der frühere Vorsitzende der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, Rehberg, kritisierte dagegen die Politik der Bundesregierung und sprach von einer mangelnden Empathie des Bundeskanzlers. Die CDU war bei der Wahl dort erstmals an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.
    Hier geht es zu unserem Newsblog zu den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm:

    Nach-Wahl-Reaktionen der Union
    Diese Nachricht wurde am 21.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.