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StartseiteUmwelt und VerbraucherGespräche und SMS ins EU-Ausland werden billiger14.05.2019

MobilfunkgebührenGespräche und SMS ins EU-Ausland werden billiger

Gespräche und SMS von Deutschland ins europäische Ausland werden deutlich günstiger. Pro Minute fallen dann nur noch 19 Cent für Gespräche an und 6 Cent für SMS - ohne Mehrwertsteuer. Die ursprüngliche Forderung nach gleichen Preisen wie im Inland konnten Verbrauchervertreter aber nicht durchsetzen.

Susanne Blohm im Gespräch mit Georg Ehring

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Eine Frau mit gestreiftem T-Shirt hält ein Smartphone in den Händen, um den Hals trägt sie Kopfhörer. (imago images / Westend61 / Giorgio Magini)
Gespräche und SMS von Deutschland ins europäische Ausland werden deutlich günstiger (imago images / Westend61 / Giorgio Magini)
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Vor zwei Jahren wurden die Roaming-Gebühren abgeschafft, also die Kosten für das Nutzen ausländischer Mobilfunknetze. Wer von Deutschland aus ins EU-Ausland telefoniert oder Textnachrichten verschickt, tut dies aber über sein Heimatnetz, und das war von der Roaming-Regelung nicht abgedeckt.

Das wollte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ändern und forderte gleiche Preise für Verbindungen ins Inland wie ins Ausland. Das ist nicht gelungen, aber Telefonate kosten ab morgen statt bis zu 1,50 Euro pro Minute nur noch 19 Cent, ohne Mehrwertsteuer.

Das gilt für Tarife, bei denen einzelne Gespräche und SMS abgerechnet werden.

Ausländische SIM-Karte für den Urlaub?

Wer bis zu zwei Monate in den Ferien oder auf Geschäftsreise im EU-Ausland unterwegs ist, telefoniert oft günstiger mit einer ausländischen SIM-Karte, sagte Susanne Blohm vom vzbv im Deutschlandfunk.

"In Deutschland bekommt man immer noch im EU-Vergleich relativ wenig Datenvolumen für sein Geld. Das heißt, es kann sich durchaus lohnen, mal zu gucken nach Prepaid-Tarifen."

Wer diese SIM-Karte allerdings länger als zwei Monate durchgängig nutzt, zahlt drauf, weil in diesem Fall die die EU-Roaming-Regelung nicht greift.

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