Koalition
Nach Forderung der ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten - Unions-Vertreter beharren auf der Abschaffung der "Rente mit 63"

In der Union formiert sich weiterer Widerstand gegen die Forderung ostdeutscher Ministerpräsidenten von der CDU, an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren festzuhalten.

    Bundeskanzler Friedrich Merz neben Johannes Winkel, dem Vorsitzenden der Jungen Union
    Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel (rechts), hier auf einem Podium mit Bundeskanzler Friedrich Merz (picture alliance / Chris Emil Janßen / Chris Emil Janssen)
    SPD-Generalsekretär Klüssendorf hatte die Forderung im Deutschlandfunk begrüßt und als Annäherung an die Position seiner Partei bezeichnet. Der Vorsitzende der Jungen Union, Winkel, warnte den Koalitionspartner im Tagesspiegel nun vor einem "leichtfertigen Spiel".
    Zuvor hatte bereits Unionsfraktionschef Frei betont, den Vorschlag der Rentenreformkommission auch in diesem Punkt umsetzen zu wollen. Auch Frei verwies dabei auf Absprachen zwischen Union und SPD, das - so wörtlich - "Gesamtkunstwerk" in seinen Grundzügen umzusetzen.
    Die drei CDU-Ministerpräsidenten - Kretschmer aus Sachsen, Schulze aus Sachsen-Anhalt und Voigt aus Thüringen - hatten gefordert, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren doch zu erhalten. Sie begründeten dies mit der besonderen Bedeutung der gesetzlichen Rente für die Menschen in Ostdeutschland.
    Diese Nachricht wurde am 02.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.