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StartseiteCorso"Wir profitieren vom Zeitgeist"13.01.2020

Nachhaltige Mode auf der Berlin Fashion Week"Wir profitieren vom Zeitgeist"

Gemeinsam Mode verändern - unter diesem Motto versammelt die Plattform "Neonyt" Modemacher, die an einem nachhaltigen Wachstum ihrer Branche arbeiten. "Der konventionelle Handel spielt für uns eine große Rolle," sagte Show Director Thimo Schwenzfeier im Dlf zum Start der Fashion Week Berlin.

Thimo Schwenzfeier im Corsogespräch mit Sigrid Fischer

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Neonyt Models Fashion Week Berlin 2020 (Messe Frankfurt GmbH / DAWN)
Nachhaltigkeit kann ganz zeitgemäß aussehen - "Neonyt" zeigt aktuelle Mode (Messe Frankfurt GmbH / DAWN)
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Vor einem Jahr sind die Berliner Ökomodemessen – der "Greenshowroom" und die "Ethical Fashion Show" - fusioniert zur "Neonyt", einer Plattform, die Modemacher zu Kollaboration, dem Einsatz neuer Technologien und Nachhaltigkeit anregen will. Auf der Berlin Fashion Week wird morgen der Laufsteg für ein "Best-of" entsprechender Marken eröffnet.

Laser- und Ozoneinsatz

Man profitiere gerade sehr vom Zeitgeist, sagte Thimo Schwenzfeier, der Show Director "Neonyt" bei der Messe Frankfurt. Ganz konkret gehe es zum Beispiel um Produktionsbedingungen, Transparenz in der Lieferkette, neue Wirtschaftskreisläufe und um neue Materialien wie Bio-Baumwolle. Im Fall von Denim als größter Umweltsünde, vor allem mit dem gewünschten Vintage-Effekt, seien inzwischen neue Technologien wie Laser- oder Ozon im Einsatz, wie man auch auf der Fashion Week sehen könne.

Wir haben noch länger mit Thimo Schwenzfeier gesprochen - hören Sie hier die Langfassung des Corsogesprächs

Der konventionelle Handel spiele ein große Rolle, so Schwenzfeier, und gewisse Marken seien schon eingebunden in den Prozess. Allerdings müsse man sich etwas anstrengen, nachhaltige Mode zu kaufen, weil die Sichtbarkeit noch nicht gegeben sei. Die Marken, die Neonyt auf der Fashion Week präsentiert, seien kuratiert und auf Nachhaltigkeitskriterien hin geprüft, sagt Schwenzfeier. Wobei der Begriff "Nachhaltigkeit" nicht per se definiert sei. Jeder könne sich heute einen nachhaltigen Anstrich geben. Oft verrate aber der Preis, dass das nicht stimme.

Immer noch ein Nischenbereich

Nachhaltige Mode sei immer noch ein Nischenbereich, so Schwenzfeier, wie es der Lebensmittelbiobereich vor 15 Jahren auch noch war. Das Bewusstsein der Konsumenten spiele auch eine Rolle, wobei man das Konsumieren und Shoppen nicht verdammen wolle, aber doch gerne zu etwas bewussterem Einkaufen anregen würde.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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