Sonntag, 04. Dezember 2022

NATO-Gipfel
USA wollen Bündnis zum Kampf gegen IS

Auf dem NATO-Gipfel in Newport hat US-Außenminister John Kerry zur Bildung eines Bündnisses gegen die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) aufgerufen. Kerry sieht auch Deutschland als Teilnehmer im Kampf gegen IS. Einstimmig verurteilten die Staats- und Regierungschefs der NATO die Verbrechen der Terrorgruppe.

05.09.2014

    Unterstützer der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) mit Fahne.
    Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) (AFP / TAUSEEF MUSTAFA)
    Die USA wollen die Extremistenmiliz Islamischer Staat stoppen und suchen dafür Verbündete. US-Außenminister John Kerry appellierte am Freitag an zehn NATO-Partner, darunter Deutschland, als Mitglieder einer "Kernkoalition" am Kampf gegen den weiteren Vormarsch der Islamisten mitzuwirken. "Wir müssen sie (IS) in einer Art angreifen, dass sie nicht weiter vorstoßen können", sagte Kerry nach Gesprächen mit den Außen- und Verteidigungsministern der anderen Staaten am Rande des NATO-Gipfels in Wales. An dem Treffen hätten Minister aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Dänemark, der Türkei, Polen, Kanada und Australien teilgenommen.
    Barbarische und verabscheuungswürdige Taten
    Der US-Außenminister warb dafür, bis zur UN-Vollversammlung in New York später im September einen Plan für das gemeinsame Vorgehen gegen IS vorzulegen. Zugleich müssten die irakischen Sicherheitskräfte gestärkt werden. Der Einsatz von Bodentruppen sei jedoch ausgeschlossen, darin seien sich die Alliierten einig.
    Einstimmig verurteilten die Staats- und Regierungschefs des Verteidigungsbündnisses die Verbrechen der Terrorgruppe. Der britische Premierminister David Cameron sagte, die Dschihadisten begingen "barbarische und verabscheuungswürdige" Taten. Ihre Drohungen würden jedoch nur dazu führen, dass die NATO-Mitglieder ihre Werte noch entschlossener verteidigten, sagte der Gipfel-Gastgeber.
    Die Islamisten beherrschen nach einem rasanten Vormarsch weite Landstriche im Irak und in Syrien. Etliche Staaten, darunter auch Deutschland, unterstützen die Kurden im Nordirak in ihrem Kampf gegen IS. Die USA fliegen bereits seit einigen Wochen Luftangriffe auf IS-Stellungen im Nordirak und erwägen, ihre Attacken auch auf Syrien auszudehnen.
    (pg/swe)