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Montag, 5. Januar 2026
Der gefangen genommene Nicolas Maduro soll im Laufe des Tages einem Bundesgericht in New York vorgeführt werden.
Maduro und seine ebenfalls festgenommene Ehefrau Cilia Flores sollen um 18.00 Uhr deutscher Zeit vor einem Bundesgericht in Manhattan erscheinen. Dem 63-jährigen Maduro wird von US-Anklägern vorgeworfen, ein Kokain-Handelsnetzwerk geleitet zu haben.
Mehrere CDU-Politiker warnen vor einem Streit mit den USA wegen deren Vorgehen gegen Venezuela.
"Wir tun uns alle keinen Gefallen, wenn wir jetzt ein vorschnelles Urteil treffen und damit in Streit mit dem US-Präsidenten geraten, den wir ja gewinnen wollen", sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hardt, im Bayerischen Rundfunk. Er räumte ein, es gebe bei dem Vorgehen der USA "völkerrechtlich eine ganze Reihe von Fragezeichen". Im Vordergrund müsse für Deutschland aber stehen, Einfluss zu nehmen auf die US-Politik in Fragen, "wo sie uns unmittelbar angeht". Zur Vorsicht riet auch der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Laschet. Er fragte rhetorisch: "Wäre es klug, wenn sich die Europäer jetzt zu einer einseitigen Anklage gegen US-Präsident Donald Trump entschließen würden?". Das Ergebnis wäre voraussichtlich ein Einflussverlust in der Ukraine-Politik.
+++ Kolumbiens Präsident Petro hat scharf auf jüngste Drohungen von US-Präsident Trump reagiert.
Die Äußerungen seien eine "illegitime Drohung", schrieb Petro auf X. Sollte nach dem US-Einsatz in Venezuela auch gegen auch ihn selbst vorgegangen werden, werde dies den "Volksjaguar entfesseln". Damit dürfte Petro den Zorn des Volkes meinen. Trump hatte Petro zuvor ebenso wie schon Maduro Drogenhandel vorgeworfen und einen Militäreinsatz in Kolumbien indirekt nicht ausgeschlossen.
+++ Die Bundesregierung will vor einer abschließenden Bewertung des US-Militäreinsatzes in Venezuela zunächst die Begründung Washingtons abwarten.
"Der Bundeskanzler hat unterstrichen, dass alle, auch die USA, das Völkerrecht achten müssen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Hille. "Dies gilt ausdrücklich für staatliche Souveränität und territoriale Integrität." Die Regierung sehe aber, dass es um eine komplexe Lage handele. Ähnlich hatte sich zuvor bereits Bundesaußenminister Wadephul geäußert.
+++ Der Iran fordert die Freilassung von Staatschef Maduros und nennt Beziehungen zu Venezuela unverändert.
Der Iran als enger Verbündeter Venezuelas hat nach der US-Militärintervention die Freilassung von Staatschef Maduro gefordert. "Der Präsident eines Landes und seine Ehefrau sind entführt worden. Das ist ein illegaler Akt", sagte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums. Die Beziehungen des Iran zu Venezuela blieben unverändert, sagte der Sprecher weiter. Die Regierung in Teheran stehe in Kontakt mit den venezolanischen Behörden.
+++ Die USA müssen nach Ansicht von Bundesaußenminister Wadephul die rechtliche Grundlage für den Einsatz in Venezuela darlegen.
Die Regierung in Washington müsse vor der Weltöffentlichkeit präzise darlegen, auf welcher rechtlichen Grundlage die Intervention in Venezuela erfolgt sei, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Gleichzeitig sei die Lage hoch komplex. Maduro habe ein Unrechtsregime angeführt, 8 Millionen Menschen seien aus dem Land geflohen. Zudem liefen mehrere Verfahren vor dem internationalen Strafgerichtshof gegen Venezuela und Maduro. All dies müsse bei der rechtlichen Bewertung berücksichtigt werden, erklärte Wadephul.

+++ Die Linke hat eine Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses wegen des US-Militäreinsatzes in Venezuela beantragt.
"In dieser Sitzung bitten wir um eine Unterrichtung der Bundesregierung, insbesondere zur völkerrechtlichen Bewertung der US-Maßnahmen sowie zu den diplomatischen Schritten Deutschlands auf europäischer und internationaler Ebene", heißt es in einem Brief der Parlamentarischen Geschäftsführerin Latendorf an Bundestagspräsidentin Klöckner (CDU). Sollten sich die Angaben zu der US-Aktion bestätigen, läge ein schwerwiegender Verstoß gegen das in der UNO-Charta verankerte Gewaltverbot vor, schreibt Latendorf.
+++ Der Politologe Münkler und der Rechtswissenschaftler Schiffbauer halten den US-Einsatz in Venezuela für völkerrechtswidrig.
Der Politologe Münkler wertet den US-Angriff auf Venezuela als völkerrechtswidrig. Es gehe US-Präsident Trump dabei um Machtpolitik, sagte Münkler im Deutschlandfunk (Audiolink). Trump werde auch in anderen Staaten wie Grönland versuchen, "Einflusszonen" einzurichten. Rechtlich gibt es nach Einschätzung des Juristen Schiffbauer keinen Rechtfertigungsgrund für das Vorgehen Trumps. Für eine US-Intervention in Venezuela müsse es entweder ein Mandat des UNO-Sicherheitsrates geben oder es müsse sich um Selbstverteidigung handeln, sagte Schiffbauer ebenfalls im DLF.
+++ Bei dem US-Einsatz in Venezuela sind nach Angaben der kubanischen Regierung auch 32 Kubaner getötet worden.
Bei den Toten handelt es sich demnach um Angehörige der kubanischen Streitkräfte und des Innenministeriums, die auf Bitten der venezolanischen Behörden nach Caracas entsandt worden seien. Die kommunistische Führung Kubas ordnete für den 5. und 6. Januar eine zweitägige Staatstrauer an. Sicherheitskräfte aus dem verbündeten Kuba sind Experten zufolge seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Unter anderem sollen kubanische Geheimdienstagenten dabei helfen, Soldaten der Streitkräfte auf Linie zu halten.
+++ Venezuelas Interimsstaatschefin Rodríguez hat eine Kommission ins Leben gerufen, die sich für die Freilassung von Maduro und dessen Frau einsetzen soll.
Rodríguez ernannte ihren Bruder Jorge Rodríguez, der Präsident der Nationalversammlung ist, sowie Außenminister Gil zu Vorsitzenden des neu geschaffenen Gremiums. Auch Informationsminister Ñáñez soll demnach der Kommission angehören.
+++ Das bundesweite Netzwerk "Alemania con Venezuela" (Deutschland mit Venezuela) hofft auf einen friedlichen Übergang zur Demokratie.
Die Sprecherin des Netzwerks, Ramirez, sagte dem Evangelischen Pressedienst, die meisten der Venezolaner im Exil seien erleichtert, dass Staatschef Maduro weg sei. Ramirez war selbst vor zehn Jahren aus Venezuela nach Deutschland emigriert. Die Politologin betonte, sie verstehe, dass der Militärschlag der USA und die Festnahme Maduros von vielen in Deutschland kritisch und als völkerrechtswidrig gesehen würden. Aber man dürfe nicht vergessen, dass fast neun Millionen Menschen vor dem Regime geflohen seien und autoritäre Staaten wie Russland und der Iran Nicolás Maduro unterstützt hätten.
+++ Venezuela hat die Bereitschaft signalisiert, mit den USA zu kooperieren.
"Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt", hieß es in einer von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf Instagram veröffentlichten Mitteilung. Rodríguez hatte sich zuvor noch unbeugsam gezeigt. "Unsere Völker und unsere Region verdienen Frieden und Dialog, keinen Krieg", schrieb sie nun an US-Präsident Donald Trump gerichtet. Sie forderte eine von Respekt geprägte Beziehung zwischen den USA und Venezuela, die auf souveräner Gleichheit und Nichteinmischung basiert.
+++ US-Präsident Trump hat Venezuela mit einem weiteren Militärschlag gedroht.
Sollten die verbliebenen Mitglieder der Führung in Caracas seine Bemühungen nicht unterstützen, das Land zu stabilisieren, sei dies eine Option, erklärte Trump an Bord der Air Force One. US-Heimatschutzministerin Noem sagte dem TV-Sender Fox News, Interims-Staatschefin Rodríguez könne ihr Land "führen oder Platz machen".
+++ Venezuelas Außenminister pocht darauf, dass Maduro Präsident bleibe.
"In Venezuela gibt es einen verfassungsmäßigen Präsidenten, Nicolás Maduro Moros, der zwar derzeit illegal festgehalten wird, aber weiterhin das Staatsoberhaupt in voller Ausübung seines Mandats ist", sagte Außenminister Gil auf einer Krisensitzung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) laut dem regierungsnahen Sender Telesur. Trotz des Angriffs herrsche in Venezuela heute "Frieden und Ruhe", die Institutionen funktionierten "uneingeschränkt".
+++ China hat das Vorgehen der USA erneut kritisiert.
"Wir akzeptieren nicht, dass eine Nation beanspruchen kann, der Weltrichter zu sein", erklärte Außenminister Wang Yi. China glaube zudem nicht, dass ein Land als "Weltpolizei" agieren könne. Die Souveränität aller Länder müsse nach internationalem Recht geschützt werden.
+++ Der bisherige venezolanische Präsident Maduro soll heute einem Richter vorgeführt werden.
Wie das zuständige Bundesgericht im New Yorker Stadtteil Manhattan mitteilte, werden dem 63-Jährigen um 12 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) die gegen ihn erhobenen Anklagepunkte eröffnet. Dort werde Maduro und seiner Frau unter anderem wegen einer "Verschwörung zum Drogenterrorismus" der Prozess gemacht. Er soll sein aus Sicht Washingtons illegal erlangtes Amt dafür genutzt haben, dass Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert worden seien. Maduro habe für sich selbst daraus Vorteile gezogen und sich dafür auch mit Drogenhändlern verbündet.
+++ Der UNO-Sicherheitsrat befasst sich heute mit dem US-Militäreinsatz.
Beantragt hatte die Dringlichkeitssitzung, die gegen 16 Uhr MEZ beginnen soll, die Führung in Caracas. Die Attacke stelle einen Verstoß gegen die UNO-Charta dar und gefährde den Frieden in der Region und der ganzen Welt, hieß es in einem Schreiben des Außenministeriums an den ständigen Vertreter Somalias bei den Vereinten Nationen, der im Januar dem Sicherheitsrat vorsteht. Das mächtigste UNO-Gremium solle die Aggression verurteilen und die Einstellung der Angriffe fordern. Venezuela erhielt für seinen Antrag die Unterstützung Russlands und Chinas.
Sonntag, 4. Januar 2026
+++ Maduro-Gegner und Exilpolitiker Gonzalez Urrutia ruft zu Freilassung politischer Gefangener auf
Der frühere Diplomat Gonzalez Urrutia, der im Exil lebt, wird von vielen als der legitime Gewinner der letztjährigen Präsidentenwahl betrachtet. In einem Videostatement hat er zur sofortigen und bedingungslosen Freilassung der politischen Gefangenen in Venezuela aufgerufen. Es handle sich um einen historischen Moment. Er rief dazu auf, Venezuela gemeinsam wieder aufzubauen.
+++ Rubio: Kongress nicht zu befragen war rechtens
US-Außenminister Rubio hat die US-Regierung gegen Kritik verteidigt, dass der Kongress vor dem Angriff auf Venezuela hätte befragt werden müssen. Rubio sagte dem Sender CBS, man habe kein Land besetzt. Es habe sich um eine Festnahme gehandelt. Rubio betonte zudem, dass die Vereinigten Staaten Venezuela nicht regieren wollen würden, sondern lediglich die bestehende „Öl-Quarantäne“ gegen das Land durchsetzen wollten. US-Präsident Trump hatte gestern angekündigt, dass die USA Venezuela nach dem Sturz von Staatschef Maduro regieren würden.
+++ Nach dem Sturz von Staatschef Maduro haben 26 EU-Staaten eine Erklärung unterzeichnet
Darin haben sie dazu aufgerufen, die Demokratie in Venezuela wieder herzustellen und den Willen des Volkes zu respektieren. Dies sei der einzige Weg, um die jetzige Krise friedlich zu lösen, heißt es in der gemeinsamen Erklärung, die von allen EU-Mitgliedern außer Ungarn unterzeichnet wurde. Die EU rufe alle Akteure zur Zurückhaltung auf, um eine weitere Eskalation zu vermeiden, heißt es in dem Text. Die Achtung des Willens des venezolanischen Volkes sei der einzige Weg, in dem Land die Demokratie wiederherzustellen.
+++ Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat es in mehreren deutschen Städten Proteste gegen die Attacke der USA gegeben
In München versammelten sich schätzungsweise 400 Menschen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Demonstranten zogen durch die Straßen, es blieb den Aussagen zufolge friedlich. In Nürnberg versammelten sich einer ersten Einschätzung zufolge rund 120 Teilnehmer zu einer Kundgebung, in Düsseldorf protestierten rund 240 Menschen gegen den Angriff der USA auf Venezuela. Auch in anderen deutschen Städten waren für Sonntag Proteste angekündigt, unter anderem in Hamburg, wo am Abend ein Demonstrationszug an den Landungsbrücken am Hafen entlangzog.
+++ Militär in Venezuela stellt sich hinter Interimspräsidentin Rodríguez
Das teilte Verteidigungsminister Padrino in einer Erklärung im Fernsehen mit. Die Streitkräfte seien landesweit aktiviert worden, um die Souveränität des Landes zu garantieren. Zugleich kritisierte Padrino, ein großer Teil des Sicherheitsteams von Maduro sei bei dem US-Militäreinsatz getötet worden. Die Bevölkerung rief er dazu auf, alle Aktivitäten wieder aufzunehmen und nicht der "Angst" nachzugeben, die man dem Land aufzwingen wolle.
US-Präsident Trump warnte Übergangspräsidentin Rodriguez, "sie werde einen höheren Preis als Maduro bezahlen, wenn sie nicht tue, was notwendig sei". Zuvor hatte Rodriguez Führungsansprüche der USA über Venezuela zurückgewiesen und eine Zusammenarbeit mit Washington abgelehnt.
+++ Rubio: USA zur Zusammenarbeit mit Führung in Venezuela bereit
US-Außenminister Rubio hat erklärt, dass Washington bereit sei, mit der derzeitigen Führung in Venezuela zusammenzuarbeiten. Er sagte dem Fernsehsender CBS News, man werde diese anhand ihrer Taten beurteilen. Wenn sie nicht die richtigen Entscheidungen treffe, verfüge die US-Regierung über mehrere Einflussmöglichkeiten.
+++ Europarat besorgt über Normalisierung von Gewalt
Generalsekretär Berset sagte in Straßburg, der Europarat wisse aus seinem Engagement in der Ukraine, wie fragil das Völkerrecht werde, sobald die Anwendung von Gewalt normalisiert werde. Es bestehe die Gefahr einer Polarisierung - zwischen denen, die einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht verurteilen und denen, die das Vorgehen für gerechtfertigt halten.
+++ Grüne kritisieren Reaktion des Kanzlers
Grünen-Fraktionschefin Dröge sagte, die Reaktion von Bundeskanzler Merz sei unzureichend gewesen. Der Einsatz der USA sei völkerrechtswidrig. Was hindere Merz daran, dies klar zu benennen. "Abzutauchen" sei eine fatale Strategie.
+++ Papst Leo hat dazu aufgerufen, die Unabhängigkeit Venezuelas zu wahren und die Menschenrechte zu achten.
Er verfolge die Lage nach dem Sturz von Präsident Maduro durch die USA mit großer Sorge, sagte das Oberhaupt der katholische Kirche in Rom. Es gelte, die Gewalt zu überwinden und Wege der Gerechtigkeit und des Friedens einzuschlagen.
+++ Viele Exil-Venezolaner feiern die Festsetzung des venezolanischen Machthabers Maduro.
Korrespondenten berichten aus verschiedenen Ländern von Jubelstimmung bei spontanen Versammlungen auf der Straße, etwa in den USA, Spanien, Chile und Argentinien. So hätten zahlreiche Venezolaner die Hoffnung geäußert, nach dem US-Militäreinsatz in Caracas und der Gefangennahme des autoritär regierenden Präsidenten Maduro ihre Heimat wiederzusehen.
+++ SPD-Chef Klingbeil hat das Vorgehen der USA in Venezuela als "sehr bedenklich" bezeichnet.
Präsident Maduro habe zwar ein autoritäres Regime angeführt, das sich mit Gewalt und Unterdrückung an die Macht geklammert habe. Das könne aber keine Rechtfertigung dafür sein, internationales Recht zu missachten, sagte Klingbeil. Jetzt müsse es darum gehen, jegliche weitere Eskalation zu verhindern und den Pfad zu einem friedlichen Übergang zur Demokratie zu finden. Die venezolanische Bevölkerung müsse selbst über ihre Zukunft entscheiden können.
+++ Der Politikwissenschaftler Günther Maihold nimmt eine große Verunsicherung innerhalb der venezolanischen Bevölkerung wahr.
Maihold sagte im Deutschlandfunk, viele Menschen stellten sich die Frage, wie es den USA gelingen könne, das Land übergangsweise zu führen. Gleichzeitig gebe es hohe Erwartungen an schnelle Verbesserungen, beispielsweise bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten. Viele Menschen hätten Sorge vor einer angedrohten zweiten Angriffswelle der USA auf Venezuela.
Das vollständige Interview mit dem Professor am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin hören Sie hier:
+++ Das chinesische Außenministerium hat die sofortige Freilassung des venezolanischen Staatschefs Maduro gefordert.
Das Außenministerium in Peking erklärte in einer Stellungnahme, Washington solle die persönliche Sicherheit Maduros und seiner Frau gewährleisten. Das Vorgehen der US-Regierung verstoße gegen internationales Recht.
+++ Mexiko und Brasilien haben den US-Angriff auf Venezuela scharf verurteilt.
"Wir verurteilen diese Intervention in Venezuela", erklärte die mexikanische Präsidentin Sheinbaum. Das Außenministerium der linksgerichteten Regierung betonte, jede Form militärischer Aktion gefährde ernsthaft die regionale Stabilität. Sheinbaum hatte zuvor angeboten, bei der Suche nach einer friedlichen Lösung im Konflikt zwischen den USA und Venezuela zu vermitteln.
Der linksgerichtete brasilianische Präsident Lula da Silva sprach von einer ernsthaften Verletzung der Souveränität Venezuelas, die die "Grenzen des Akzeptablen" überschreite. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf der Plattform X zu einer "energischen" Reaktion auf.
+++ Nach seiner Festnahme ist der venezolanische Präsident Maduro in einer Haftanstalt in New York angekommen.
Ein auf der Plattform X verbreitetes Video zeigt, wie Maduro in Handschellen und umrahmt von Beamten der US-Drogenpolizei DEA in einem Gang des Gebäudes abgeführt wird. Medienberichten zufolge soll er für die Zeit seiner Untersuchungshaft im Metropolitan Detention Center im Stadtteil Brooklyn untergebracht werden.
+++ Die Verfassungskammer des Obersten Gerichtshofs von Venezuela hat nach der Gefangennahme von Machthaber Maduro Vizepräsidentin Rodríguez zur Interimspräsidentin ernannt.
Rodríguez solle das Amt übernehmen, um die "Kontinuität der Verwaltung und die umfassende Verteidigung der Nation" zu gewährleisten, hieß es in der Gerichtsentscheidung. Das Gericht kündigte zudem an, über die "rechtlichen Grundlagen" zu beraten, um die staatliche Kontinuität nach der Gefangennahme des Präsidenten zu sichern.
+++ Es gibt weiterhin Zweifel, ob die USA in der Lage sind, Venezuela unter ihre Verwaltung zu stellen.
In einer Analyse der Washington Post heißt es: "Wenn wir in den vergangenen Jahrzehnten eines gelernt haben, dann ist es viel einfacher, Tyrannen zu stürzen, als danach stabile und sichere Gesellschaften aufzubauen. Durch die Gefangennahme von Machthaber Maduro ist kein Regimewechsel erreicht. Sein Unterdrückungsapparat aus Armee, Nationalgarde und Geheimdienst ist noch intakt. Und es gibt - trotz anderslautender Behauptungen von Präsident Trump - keine Hinweise darauf, dass sich US-Truppen darauf vorbereiten, Venezuela zu besetzen. Wenn eine solche Operation versucht würde, könnte sie leicht in ein Debakel münden. Trump versprach zudem, dass weitere US-Ölkonzerne nach Venezuela zurückkehren würden. Doch das Problem ist, dass jedes neue venezolanische Regime schnell seine Legitimität verlieren würde, wenn es zuließe, dass seine natürlichen Ressourcen von den Vereinigten Staaten geplündert würden. Die USA haben trotz Trumps Aussagen nur begrenzten Einfluss, um über das Schicksal Venezuelas zu entscheiden."
+++ Die Beschränkungen für den Luftraum über der Karibik sind laut US-Verkehrsminister Duffy ausgelaufen.
Der Flugverkehr könne wieder aufgenommen werden, schrieb Duffy auf der Online-Plattform X. Die Fluggesellschaften seien informiert und würden ihre Flugpläne zügig aktualisieren. Am Samstag hatte nach Angaben des Flugverfolgungsdiensts FlightRadar24.com keine einzige Maschine das venezolanische Gebiet überflogen. Große Airlines sagten Hunderte von Flügen in der östlichen Karibik ab.
+++ Mindestens 40 Menschen sind offenbar bei dem US-Angriff auf Venezuela getötet worden.
Das teilte ein hochrangiger venezolanischer Beamter der "New York Times" mit. Unter den Todesopfern seien Militärangehörige und Zivilisten. Offizielle Angaben gibt es bislang nicht.
+++ Die chinesische Regierung hat den Militäreinsatz der Vereinigten Staaten kritisiert.
Man sei zutiefst schockiert über die eklatante Verwendung von Gewalt durch die USA gegen einen souveränen Staat und dessen Präsidenten und verurteile dies aufs Schärfste, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua einen Sprecher des Außenministeriums in Peking. Solche hegemonialen Handlungen der USA verstießen schwerwiegend gegen das Völkerrecht und die Souveränität Venezuelas und bedrohten Frieden und Sicherheit in Lateinamerika und der Karibik, hieß es weiter.
+++ Der neue New Yorker Bürgermeister Mamdani hat den Militäreinsatz in Venezuela als Rechtsverstoß bezeichnet.
"Ein einseitiger Angriff auf einen souveränen Staat ist ein kriegerischer Akt und verstößt gegen Bundes- und internationales Recht", schrieb der linke Demokrat auf der Plattform X.

Wie sich Trump die US-Verwaltung Venezuelas vorstellt und welche Fragen offen bleiben - hier ein Überblick über die wichtigsten Aussagen des US-Präsidenten zur Zukunft Venezuelas.
Samstag, 3. Januar 2026
+++ Der gefangen genommene Staatschef Maduro ist in New York eingetroffen.
Er und seine Frau wurden Medienberichten zufolge am Stewart-Flughafen nördlich von New York von FBI-Agenten aus einem Flugzeug der US-Regierung eskortiert. Von dort aus wurde er mit einem Hubschrauber nach Manhattan geflogen, wo ihn zahlreiche Sicherheitskräfte erwarteten. Maduro soll zunächst in die Büros der US-Antidrogenbehörde DEA gebracht und im Anschluss in die berüchtigte Haftanstalt Metropolitan Detention Center im New Yorker Stadtteil Brooklyn eingeliefert werden.

Zuvor hatte US-Präsident Trump ein Foto veröffentlicht, das Maduro an Bord des US-Kriegsschiffs Iwo Jima zeigte.

+++ Während viele Exil-Venezolaner jubeln, gibt es auch Proteste gegen das Vorgehen der US-Regierung.
In Washington, aber auch in Hamburg, Berlin und vielen Ländern Lateinamerikas gingen Menschen auf die Straße und warfen US-Präsident Trump vor, das Völkerrecht zu missachten.

+++ Venezuelas Ölexporte sind vollständig blockiert.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wird das Auslaufen beladener Schiffe in venezolanischen Häfen nicht mehr genehmigt. Mehrere für die USA und Asien bestimmte Tanker seien nicht ausgelaufen, während andere, die auf eine Beladung warteten, die Häfen leer verlassen hätten.
+++ Frankreichs Präsident Macron wünscht sich, dass der Oppositionspolitiker González Urrutia die Verantwortung in Venezuela übernimmt.
Macron schrieb auf der Plattform X, der bevorstehende Übergang müsse friedlich, demokratisch und unter Achtung des Willens des venezolanischen Volkes erfolgen. "Wir wünschen uns, dass der 2024 gewählte Präsident Edmundo González Urrutia diesen Übergang rasch sicherstellen kann." González Urrutia hatte nach den Präsidentschaftswahlen 2024 den Sieg für sich reklamiert. Maduro ließ sich trotzdem für eine dritte Amtszeit vereidigen. Daraufhin verließ González Urrutia das Land.
Macron erklärte weiter, das venezolanische Volk könne sich freuen, von der Diktatur Maduros befreit worden zu sein. Dieser habe die Würde seines eigenen Volkes schwer verletzt. US-Präsident Trump verbreitete Macrons Stellungnahme auf seiner eigenen Plattform Truth Social weiter.
+++ In der venezolanischen Hauptstadt Caracas herrscht gespenstische Ruhe.
Ein Video des Senders ntn24 zeigt fast menschenleere Straßen.
+++ Der ukrainische Präsident Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela gelobt.
Die Festnahme des gestürzten Staatschefs Maduro sei wegweisend für den Umgang mit "Diktatoren", sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten und weiter: Die Vereinigten Staaten von Amerika wüssten nun, was sie als Nächstes tun müssen. Selenskyj hat den russischen Staatschef Putin wiederholt als Diktator bezeichnet und hält ihn für keinen legitimen Präsidenten.
Auf einer Pressekonferenz mit US-Präsident Trump in Florida hatte zuvor Außenminister Rubio erklärt, dass die Operation gegen Maduro eine Warnung auch für andere in der Welt sei, dass Amerika ernstzunehmen sei.
+++ Der UNO-Sicherheitsrat in New York hat eine Sondersitzung angekündigt.
Sie sei von Kolumbien beantragt worden und finde am Montag statt. Venezuela hatte in einer öffentlichen Erklärung von einer „eklatanten Verletzung der Charta der Vereinten Nationen“ gesprochen.
+++ Die US-Demokraten sehen sich von Präsident Trump belogen.
Senatorin Shaheen sagte, Trumps Regierung habe in Gesprächen mit Kongressabgeordneten wiederholt bestritten, einen Regimewechsel in Venezuela anzustreben. Der Abgeordnete Beyer aus Virginia erklärte, "die Regierung hat den Kongress belogen und einen illegalen Krieg für einen Regimewechsel und Öl vom Zaun gebrochen".
Der Parlametarier Moulton aus Massachusetts sagt dem Sender CNN: "Als wir über Venezuela unterrichtet wurden, fragten wir: 'Werden Sie in das Land einmarschieren?' Uns wurde Nein gesagt. 'Planen Sie, Bodentruppen zu entsenden?' Uns wurde Nein gesagt. 'Beabsichtigen Sie einen Regimewechsel in Venezuela?' Uns wurde Nein gesagt.
+++ Trump hat den US-Anspruch auf Vorherrschaft unterstrichen.
"Die amerikanische Dominanz in der westlichen Hemisphäre wird niemals wieder infrage gestellt", sagte Trump. Washington habe die im 19. Jahrhundert geprägte Monroe-Doktrin vernachlässigt. Die Monroe-Doktrin geht auf Präsident James Monroe zurück, der die USA von 1817 bis 1825 regierte. Darin steht, die USA duldeten in der Neuen Welt keinen Einfluss europäischer Mächte mehr und würden den gesamten amerikanischen Doppelkontinent geopolitisch dominieren.

+++ Die venezolanische Vizepräsidentin Rodríguez hat Ansprüche der USA auf die Kontrolle Venezuelas zurückgewiesen.
Rodríguez erklärte im staatlichen Fernsehen, Venezuela werde niemals die Kolonie einer anderen Nation sein. Maduro sei der einzige Präsident des Landes. Zuvor hatte US-Präsident Trump gesagt, sie sei als Staatschefin vereidigt worden, nachdem Maduro gefangen genommen worden war.
Rodríguez sprach zusammen mit ihrem Bruder, dem Vorsitzenden der Nationalversammlung Jorge Rodríguez, sowie den Innen-, Außen- und Verteidigungsministern. Sie nannte die Gefangennahme Maduros eine "Entführung" und forderte die sofortige Freilassung des Präsidenten und seiner Frau. Die Menschen in Venezuela rief Rodríguez zur Ruhe und Einheit auf, um das Land zu verteidigen.
+++ Bundeskanzler Merz hofft auf eine Wahl und eine neue Regierung in Venezuela.
Merz äußerte sich am Abend im Netzwerk X. Er sagte, Maduro habe sein Land "ins Verderben" geführt. Die Einordnung der rechtlichen Umstände des US-Einsatzes in Venezuela benötige Zeit. Maßstab bleibe das Völkerrecht. Ziel für Venezuela sollte nach den Worten des Kanzlers ein geordneter Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung sein.
+++ US-Präsident Trump hält die venezolanische Oppositionsführerin Machado für nicht geeignet, das Land zu führen.
Trump sagte, die Friedensnobelpreisträgerin habe nicht "die Unterstützung oder den Respekt" für diese Aufgabe. Die venezolanische Vizepräsidentin Rodríguez habe sich jedoch zur Kooperation bereit erklärt: "Sie ist prinzipiell bereit zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder großartig zu machen", sagte Trump.
Machado hatte zuvor gefordert, den Oppositionspolitiker und früheren Präsidentschaftskandidaten Gonzáles Urrutia als Staatschef einzusetzen. Gonzáles Urrutia selbst sprach von "entscheidenden Stunden" für das Land.

+++ An der US-Militäraktion in Venezuela waren nach Angaben der Armee 150 Flugzeuge und Hubschrauber beteiligt.
Der Vorsitzende des Vereinigten US-Generalstabs, Caine, sagte vor der Presse in Washington, die Operation sei monatelang durch die Geheimdienste vorbereitet worden. Man habe den Tagesablauf von Maduro gekannt, was er esse, wo er sich bewege, was seine Haustiere seien. Man habe mit Geduld auf den richtigen Zeitpunkt gewartet, um das Überraschungsmoment zu nutzen und zivile Schäden so gering wie möglich zu halten. Auch das Wetter sei entscheidend gewesen.
US-Präsident Trump habe den Angriff um 22.46 Uhr US-Ostküsten-Zeit angeordnet. Bei der Operation seien die US-Helikopter beschossen worden. Einer sei getroffen worden, aber flugtauglich geblieben. Das US-Militär habe das Feuer erwidert. Die Operation sei erfolgreich beendet worden, aber die Streitkräfte in der Region blieben in Alarmbereitschaft.
+++ Die Situation in Venezuela ist unübersichtlich.
Eine Producerin des britischen Senders BBC berichtet von einer angespannten Lage. In einigen Stadtvierteln sei der Strom ausgefallen. Vor Geschäften bildeten sich Schlangen. In der Innenstadt protestierten Anhänger von Maduro gegen den US-Angriff.

Venezuelas Regierung hat den Ausnahmezustand verhängt. Regierungskritische Äußerungen sind verboten. Wer einen militärischen Angriff einer ausländischen Macht gutheißt, kann mit bis zu 30 Jahren Gefängnis bestraft werden. Polizisten auf Motorrädern patrouillieren in den Straßen.

+++ Venezuelas Regierung spricht von mehreren Toten.
Bei dem US-Angriff in Venezuela kamen nach Angaben aus Caracas sowohl Soldaten als auch Zivilisten ums Leben. Venezuelas Vizepräsidentin Rodríguez sagte im Staatsfernsehen: "Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat."
+++ Nach dem Militäreinsatz in Venezuela hat US-Präsident Trump erklärt, die USA würden bis zu einem Übergang selbst die Kontrolle über das Land übernehmen.
Trump sagte in einer Pressekonferenz in Florida, es gebe große US-Ölunternehmen, die in das Land wechseln könnten. Zugleich bleibe das Embargo gegen die Ausfuhr venezolanischen Öls in Kraft.
+++ Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado hat ihre Landsleute zur Mobilisierung aufgerufen.
In einer Erklärung der Friedensnobelpreisträgerin heißt es, die Stunde der Freiheit sei gekommen: "Heute sind wir bereit, unser Mandat durchzusetzen und die Macht zu übernehmen. Bleiben wir wachsam, aktiv und organisiert, bis der demokratische Übergang vollzogen ist." Ein Übergang, der uns alle braucht. Venezuela wird frei sein!"
+++ US-Präsident Trump hat die mexikanische Regierung aufgefordert, stärker gegen Drogenkartelle in ihrem Land vorzugehen.
Trump sagte, die Operation in Venezuela sei keine Botschaft an Mexiko gewesen, aber er habe der mexikanischen Präsidentin Sheinbaum bereits vorgeschlagen, dass die USA etwas gegen die Kartelle unternehmen könnten. Nicht Sheinbaum, sondern die Kartelle seien es, die Mexiko regierten. Dagegen müsse etwas getan werden.
+++ Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado hat Edmundo Gonzalez als neuen Präsidenten des Landes vorgeschlagen.
Maduro sei abgesetzt worden, weil er sich Verhandlungen verweigert habe, erklärte die jüngst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Machado. Sie beansprucht mit ihrer Opposition den Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2024. Der Diplomat Gonzalez war dabei Spitzenkandidat des Oppositionsbündnisses, nachdem Machado das passive Wahlrecht entzogen worden war.
+++ China hat die Absetzung des venezolanischen Präsidenten Maduro durch die USA verurteilt.
Das Außenministerium in Peking erklärte, "China ist zutiefst erschüttert und lehnt ein solches hegemoniales Verhalten der USA entschieden ab, das in schwerwiegender Weise gegen das Völkerrecht verstößt, die Souveränität Venezuelas verletzt und den Frieden und die Sicherheit in Lateinamerika und der Karibik bedroht." Die chinesische Regierung forderte die USA auf, sich an das Völkerrecht sowie die Ziele und Grundsätze der UNO-Charta zu halten.
+++ Die französische Regierung kritisiert den US-Militäreinsatz in Venezuela als völkerrechtswidrig.
Die Aktion, die zur Gefangennahme von Präsident Nicolas Maduro geführt habe, verstoße gegen die Grundsätze des internationalen Rechts, teilte das Außenministerium in Paris mit. Keine dauerhafte politische Lösung könne von außen aufgezwungen werden. Nur das souveräne Volk einer Nation könne über deren Zukunft bestimmen.
+++ Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für ganz Venezuela ausgesprochen.
Eine Sprecherin sagte, der Krisenstab der Bundesregierung sei im Auswärtigen Amt zusammengetreten. Deutsche Staatsangehörige im Land seien aufgerufen, an einem sicheren Ort zu bleiben. Die Bundesregierung betrachte die Lage "weiter mit Sorge, fortlaufend und sehr genau", heißt es.
Eine klare Einschätzung zu der Festsetzung des venezolanischen Präsidenten Maduro durch das US-Militär gibt es weiter nicht. Man stimme sich mit Partnern ab. "Wir rufen alle Beteiligten auf, nichts zu tun, was zu einer Zuspitzung der Lage führen könnte und Wege zu einer politischen Beilegung zu suchen. Völkerrechtliche Normen sind einzuhalten." Die Venezolanerinnen und Venezolaner verdienten "eine friedliche und demokratische Zukunft".
+++ An vielen Orten weltweit feiern Exil-Venezolaner die Festnahme von Präsident Maduro.
Unter anderem in Madrid, Florida, Peru und Chile gingen Tausende Menschen auf die Straße und jubelten.

+++ US-Präsident Trump hat die Festnahme von Venezuelas Präsident Maduro nach eigenen Angaben in Echtzeit verfolgt.
In einem Telefoninterview mit dem US-Fernsehsender Fox News sagte Trump, er habe den Einsatz gemeinsam mit ranghohen Militärs in einem Raum seines Anwesens Mar-a-Lago beobachtet – es sei gewesen "wie eine Fernsehsendung zu schauen". Der venezolanische Staatschef sei in einem stark bewachten, festungsartigen Gebäude gefangen genommen worden. Bei dem Militäreinsatz sei kein US-Bürger getötet worden, was "erstaunlich" sei. "Ein Paar Männer wurden getroffen, aber sie sind zurückgekommen und offenbar in ziemlich guter Verfassung."

Trump sprach von einem sehr komplexen Manöver und lobte die beteiligten Einheiten: "Wenn Sie die Geschwindigkeit und die Gewalt gesehen hätten - es war unglaublich." Nach seinen Worten durchbrachen US-Soldaten unter anderem speziell gesicherte Stahltüren; zudem habe eine große Zahl von Flugzeugen, Hubschraubern und Kampfjets bereitgestanden.
+++ Venezuelas Präsident Maduro und seine Frau werden nach Angaben von US-Präsident Trump nach New York gebracht.
Trump sagte dem Sender Fox News, beide seien auf ein Schiff gebracht worden. Nach Trumps Angaben gab es bei dem US-Militäreinsatz in Venezuela auf amerikanischer Seite keine Toten, aber mehrere Verletzte.
+++ UNO-Generalsekretär Antonio Guterres zeigt sich zutiefst beunruhigt und spricht von einer Eskalation in Venezuela.
Der US-Militäreinsatz habe potenziell besorgniserregende Auswirkungen auf die Region, heißt es in einer Erklärung: "Diese Entwicklungen stellen einen gefährlichen Präzedenzfall dar."
+++ Der russische Außenminister Lawrow hat der venezolanischen Vizepräsidentin Rodríguez die Solidarität seines Landes zugesichert.
Das Außenministerium in Moskau erklärte, in einem Telefonat hätten sich beide Seiten dafür ausgesprochen, eine weitere Eskalation zu verhindern und durch einen Dialog einen Ausweg aus der Situation zu finden. Berichte, wonach sich Rodríguez in Russland aufhalte, weist das Ministerium als falsch zurück.
+++ Die Reaktionen aus Südamerika zu dem US-Angriff sind unterschiedlich.
Der argentinische Präsident Milei begrüßte die Gefangennahme von Staatschef Maduro als einen "Sieg der Freiheit". Brasiliens Präsident Lula da Silva sprach hingegen von einem "gefährlichen Präzedenzfall" auf dem Weg zu einer Welt, "in der das Recht des Stärkeren herrsche". Die Militäraktion erinnere an die "schlimmsten Momente der Einmischung" in die Politik lateinamerikanischer Länder.
+++ Der Deutschlandfunk berichtet um 16.30 Uhr in einer Sonderausgabe des Podcasts "Der Tag" über die Geschehnisse in Venezuela.
Der Podcast mit einer Länge von 30 Minuten ist anschließend auch in der Deutschlandfunk-App abrufbar.
+++ Die AfD äußert sich zurückhaltend zum US-amerikanischen Eingreifen in Venezuela.
Der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Markus Frohnmaier, sagte dem Dlf, grundsätzlich halte seine Partei am Prinzip der Nichteinmischung fest. Zugleich sei festzuhalten, dass die Wahlergebnisse in Venezuela international nicht anerkannt seien. Oppositionsparteien würden von Wahlen ausgeschlossen und das Land gelte als zentraler Urheber des Kokain-Schmuggels nach Europa. Für eine abschließende Bewertung wolle man die Begründung der USA abwarten.
+++ US-Justizministerin Bondi hat angekündigt, dass Maduro in den USA vor Gericht gestellt werden soll.
Bondi teilte mit, Maduro und seine Frau Cilia Flores müssten sich schon bald "vor amerikanischen Gerichten auf amerikanischem Boden der vollen Härte der amerikanischen Justiz stellen". Dabei geht es vor allem um den Vorwurf von Verbrechen im Zusammenhang mit Drogenhandel. Eine Anklage gegen Maduro liegt in den USA bereits seit 2020 vor. Damals wurde er unter anderem wegen Verschwörung zum Drogenterrorismus angeklagt. Dass nun auch seine Frau vor Gericht gestellt werden soll, war bislang unklar.
+++ Auch in Deutschland gibt es weitere Kritik an dem US-Vorgehen.
SPD-Fraktionsvize Siemtje Möller sagte dem Deutschlandfunk: Ich verurteile die militärische Operation der USA in Venezuela sowie die Gefangennahme von Präsident Maduro mit aller Deutlichkeit. Dieses Vorgehen ist inakzeptabel und stellt einen gravierenden Bruch des Völkerrechts dar. Es ist zutiefst besorgniserregend, dass die Vereinigten Staaten damit offenkundig internationale Regeln missachten."
Grünen-Chefin Franziska Brantner sagte ebenfalls dem DLF: "Der militärische Eingriff stellt einen Bruch des Völkerrechts dar und untergräbt die internationale Ordnung. Die Bundesregierung muss dies unmissverständlich benennen. Das gilt unabhängig davon, dass Maduro selbst schwere Menschenrechtsverstöße begeht."
+++ Nach dem Angriff der USA auf Venezuela haben mehrere US-Parlamentarier Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens geäußert.
Der demokratische Senator von Arizona, Gallego schrieb bei X: "Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschämend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben". Auch ein Parteifreund von Präsident Trump, der republikanische Senator Lee aus Utah, meldete Zweifel an: "Ich bin gespannt darauf zu erfahren, was – falls überhaupt etwas – diese Handlung verfassungsrechtlich rechtfertigen könnte, angesichts des Fehlens einer Kriegserklärung oder einer Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt."
+++ Aus Sicht der Lateinamerika-Expertin Sabine Kurtenbach zeigt der Konflikt, dass Multilateralismus und internationale Beziehungen den reinen Machtverhältnissen geopfert würden.
Kurtenbach sagte im Deutschlandfunk, übergeordnete Werte würden immer nur dann hochgehalten, wenn sie ins eigene Kalkül passten. Sie betonte zugleich, dass Maduro für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sei und das Ergebnis einer Wahl ignoriert habe. Das Vorgehen der USA wiederum sei nicht gedeckt vom Völkerrecht. Kurtenbach leitet derzeit auch als Interimspräsidentin das Hamburger Forschungsinstitut GIGA.
Interview mit Sabine Kurtenbach, Leiterin German Institute for Global and Area Studies
+++ Auch von der EU-Außenbeauftragten Kallas liegt nun ein Statement vor.
""Ich habe mit Außenminister Marco Rubio und unserem Botschafter in Caracas gesprochen. Die EU beobachtet die Lage in Venezuela aufmerksam. Die EU hat wiederholt erklärt, dass Herrn Maduro die Legitimität fehlt, und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen. Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf. Die Sicherheit der EU-Bürger in diesem Land hat für uns oberste Priorität."
+++ Die Nachrichtenagenturen schicken aktuelle Fotos aus Chile.
Die Bilder zeigen hunderte dort lebende Venezolaner, die den Sturz von Maduro feiern.

+++ Kolumbien bereitet sich nach Angaben von Präsident Petro nach dem US-Angriff auf Venezuela auf einen potenziellen "massiven Zustrom von Flüchtlingen" aus dem Nachbarland vor.
Petro teilte mit, seine Regierung habe noch vor der Morgendämmerung ein Treffen zur nationalen Sicherheit einberufen und Sicherheitskräfte an die Grenze geschickt. Petro gilt als scharfer Kritiker von US-Präsident Trump. Er wolle, so Petro, den UNO-Sicherheitsrat auffordern, sich mit der "Aggression gegen die Souveränität Venezuelas und Lateinamerikas" zu befassen.
+++ Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter hat das Vorgehen der USA als "Putsch" verurteilt.
Er sagte der "Bild", die USA verließen mit Präsident Trump endgültig die regelbasierte Ordnung, die die Welt seit 1945 geprägt habe: "Venezuela ist zwar ein Unrechtsstaat, aber kein Iran, der Nachbarländer wie Israel in der Existenz bedroht." Washington kehre zur US-Doktrin von vor 1940 zurück - "ein Denken in Einflusszonen in denen das Recht des Stärkeren gilt und nicht internationales Völkerrecht", sagte Kiesewetter.
+++ Inzwischen gibt es auch erste Analysen und Einschätzungen zum Geschehen in Venezuela.
Der britische "Economist" etwa spricht von einem "extraordinary act of regime change", also in etwa von einem außergewöhnlichen Akt des Regimewechsels. Fünf Monate lang hätten die USA geduldig eine Armada in der Karibik aufgebaut - immerhin die größte Präsenz an Seestreitkräften seit der Kubakrise. Zum Einsatz selbst listet der "Economist" die verschiedenen Ziele auf, die getroffen wurden, darunter vor allem Militärbasen. Aber, so heißt es, einige der Angriffe könnten auch als Ablenkung gedient haben - um Präsident Maduro zu ergreifen.
+++ Der US-Sender CNN hat nach eigenen Angaben Videoaufnahmen von den Explosionen in Caracas verifiziert.
+++ Der festgenommene venezolanische Präsident Maduro soll nach Angaben von US-Vize-Außenminister Landau für seine "Verbrechen" zur Rechenschaft gezogen werden.
"Der Tyrann ist gestürzt", schrieb Landau auf X. Maduro war in den USA schon 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Zudem setzte die US-Regierung eine Art Kopfgeld auf ihn aus.
+++ Der US-Militäreinsatz gegen Venezuela soll nach Angaben eines US-Senators inzwischen beendet sein.
Der republikanische Senator Mike Lee erklärte, dies habe ihm US-Außenminister Rubio in einem Telefonat mitgeteilt. Rubio erwarte nach der Gefangennahme Maduros "kein weiteres Vorgehen in Venezuela".
+++ Es treffen immer mehr Reaktionen auf den US-Militäreinsatz ein. Russland etwa kritisiert den Angriff deutlich.
Das Außenministerium teilte mit, das Vorgehen sei "zutiefst beunruhigend und verwerflich". Es gebe keine Rechtfertigung für diese "bewaffnete Aggression". "Ideologische Feindseligkeit habe über sachlichen Pragmatismus gesiegt", hieß es weiter.
+++ Bei dem US-Angriff soll es nach venezolanischen Angaben Tote gegeben haben. Unabhängig bestätigen lassen sich diese Angaben nicht.
Die venezolanische Vizepräsidentin Rodríguez sagte im Fernsehen: "Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamte, Soldaten, Unschuldige und Zivilisten das Leben gekostet hat."

+++ Im Auswärtigen Amt wird heute der Krisenstab der Bundesregierung zusammentreten.
Aus dem Ministerium heißt es, man beobachte die Lage in Venezuela sehr aufmerksam und verfolge die aktuellen Meldungen mit größter Sorge. Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der deutschen Botschaft in Caracas. Die Lage sei derzeit "in Teilen noch unübersichtlich". Die Bundesregierung stimme sich eng mit den Partnern ab.
+++ Der Iran hat die US-Angriffe auf Venezuela in aller Form verurteilt.
Das Außenministerium teilte mit, die militärische Intervention gegen einen unabhängigen Staat und ein Mitglied der Vereinten Nationen stelle einen klaren Verstoß gegen die Prinzipien der UN-Charta sowie gegen grundlegende Regeln des Völkerrechts dar.

+++ Venezuela kündigte inzwischen einen "massiven Einsatz" mit all seinen militärischen Mitteln an.
Verteidigungsminister Padrino erklärte, das betreffe alle Land-, Luft- und Marinestreitkräfte. Zitat: "Die Truppen der Invasoren (...) haben unseren Boden entweiht". Die US-Armee habe sogar Wohngebiete angegriffen. Derzeit würden Informationen über "Verletzte und Tote" zusammengetragen.
+++ Präsident Trump hat einen US-Angriff auf Ziele in Venezuela bestätigt.
Trump teilte mit, dabei seien Präsident Maduro und seine Frau festgenommen und außer Landes gebracht worden. In einem Post auf seinem Netzwerk "Truth Social" teilte Trump mit, es habe sich um einen großangelegten Einsatz gehandelt. Dieser sei in Zusammenarbeit mit den US-Strafverfolgungsbehörden erfolgt. Trump kündigte für 17 Uhr deutscher Zeit eine Pressekonferenz an.
+++ Venezuela hat nach den USA mehreren Explosionen in der Hauptstadt Caracas einen "schweren militärischen Angriff" vorgeworfen.
In einer Mitteilung der Regierung heißt es, Staatschef Maduro habe den Notstand ausgerufen. Auch mehrere Medien berichten unter Berufung auf amerikanische Vertreter, die USA hätten Venezuela angegriffen. Nach Informationen des Senders CBS hat Präsident Trump die Aktion genehmigt.

+++ Aus der venezolanischen Hauptstadt Caracas werden Explosionen gemeldet.
In ersten Agenturberichten ist zudem die Rede von tieffliegenden Flugzeugen und aufsteigenden Rauchwolken. Im südlichen Teil von Caracas, unweit einer großen Militärbasis, fiel laut Reuters die Stromversorgung aus.










