Newsblog zum Krieg im Nahen Osten
Die Entwicklungen vom 22.-25. März

Wir halten Sie über den Krieg im Iran und in der Golf-Region auf dem Laufenden. In diesem Archiv finden Sie die Entwicklungen vom 22. bis 25. März 2026.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi, vor ihm ein Mikrofon; er fasst sich mit der linken Hand ans linke Ohr.
Irans Außenminister Araghtschi hat sich kritisch zu dem US-Plan geäußert. (Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa)
Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier.

Mittwoch, 25. März

+++ Der iranische Außenminister Araghtschi hat Verhandlungen mit den USA über eine Beendigung des Iran-Kriegs bestritten und Gespräche mit Washington abgelehnt.

"Wir haben nicht die Absicht zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden", sagte Araghtschi im Staatsfernsehen. Jetzt über Verhandlungen zu sprechen sei ein Eingeständnis der Niederlage. Derzeit sei es unsere Politik, weiter Widerstand zu leisten.

+++ Aus dem Iran kommen widersprüchliche Angaben zu einer Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf einen iranischen Beamten, der Vorschlag werde noch geprüft. Eine erste Reaktion sei negativ ausgefallen. Der iranische Staatssender "Press TV" meldete dagegen, Teheran habe den Plan der USA bereits abgelehnt. Der Sender berief sich auf einen iranischen Regierungsvertreter. Dem Bericht zufolge stellte Teheran eigene Bedingungen für ein Kriegsende auf, etwa einen Stopp der israelisch-amerikanischen Angriffe, Reparationen für Kriegsschäden, sowie Garantien für das Recht des Iran, seine Souveränität über die Straße von Hormus auszuüben.

+++ Der Iran droht damit, eine neue Front an der Meerenge Bab al-Mandab zu eröffnen, sollten weitere Angriffe auf iranisches Staatsgebiet oder seine Inseln erfolgen.

Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Militärvertreter. Die strategisch wichtige Wasserstraße verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Seehandel. Das östliche Ufer der Meerenge gehört zum Jemen. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat bereits mehrfach Frachter ‌und Tanker in den Gewässern angegriffen.

+++ Großbritannien und Frankreich wollen Berichten zufolge Gespräche zur Wiedereröffnung der durch den Iran blockierten Straße von Hormus ausrichten.

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer Satellitenaufnahme (undatiert).
Die Straße von Hormus (picture alliance / dpa / Nasa: The Visible Earth)
Ein Beamter des britischen Verteidigungsministeriums sagte der Nachrichtenagentur AFP, ein Treffen mit Vertretern aus rund 30 Ländern solle noch in dieser Woche stattfinden. Ein Sprecher des französischen Militärs teilte mit, es werde "in Kürze" eine Videokonferenz geben - das Treffen stehe in keinem Zusammenhang mit dem Vorgehen der USA. Unter anderem Großbritannien, Frankreich und Deutschland hatten sich in der vergangenen Woche bereiterklärt, mit geeigneten Maßnahmen eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten.

+++ Der Iran hat nach Angaben des staatlichen Fernsehens den US-Vorschlag für eine Waffenruhe abgelehnt.

Im staatlichen Sender Press TV heißt es, Teheran habe den 15 Punkte umfassenden Plan zurückgewiesen. Ein regierungsvertreter wird mit den Worten zitiert, "der Iran wird den Krieg beenden, wenn er dies beschließt und seine Bedingungen erfüllt sind". Teheran werde seine Angriffe im Nahen Osten fortsetzen.

+++ Der UNO-Menschenrechtsrat hat die Angriffe Irans auf seine Nachbarländer bei einer Dringlichkeitsdebatte in Genf verurteilt.

Der Iran lehnte die vorgelegte Resolution ab. Darin wurden als Geschädigte namentlich Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien genannt. Weil der Iran keine Abstimmung verlangte, wurde die Resolution im Konsens angenommen. In dem Text ging es nicht um die Angriffe der USA und Israels auf den Iran,

+++ Bundeskanzler Merz hat eingeräumt, dass die Bundesregierung gestiegene Energiepreise infolge des Iran-Kriegs nicht vollständig auffangen kann.

Kanzler Friedrich Merz bei der Regierungsbefragung im Bundestag. Er steht an seinem Platz hinter einem Mikrofon.
Kanzler Friedrich Merz im Bundestag (AP / Markus Schreiber)
Zwar könne man Maßnahmen ergreifen, aber nicht jede Preisentwicklung könne durch den Bundeshaushalt ausgeglichen werden, sagte Merz bei einer Regierungsbefragung im Bundestag. Er zeigte sich etwa offen für eine Erhöhung der Pendlerpauschale. Merz verwies auch auf die Ursache der Preissteigerungen. Das beste Mittel, um die Preise zu senken, sei eine Beendigung des Krieges in der Golfregion. Er betonte, seine Regierung tue alles dafür, um dies zu erreichen.

+++ Die arabischen Golfstaaten warnen vor einer existenziellen Bedrohung durch iranische Angriffe auf ihre Infrastruktur.

"Es besteht eine existenzielle Bedrohung für die internationale und regionale Sicherheit; dieses aggressive Vorgehen untergräbt das Völkerrecht und die Souveränität der Staaten", sagte Kuwaits Botschafter Naser Abdullah H. M. Alhayen vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf. Andere Golfstaaten erklärten, die Handlungen des Iran zielten darauf ab, Terror zu verbreiten. Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, Jamal Jama al Muscharach, verurteilt den "Versuch des Iran, die internationale Ordnung durch rücksichtsloses expansionistisches Vorgehen zu destabilisieren".

+++ Über mögliche Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges herrscht weiter Unklarheit.

Laut Medienberichten soll Washington der iranischen Führung einen 15-Punkte-Plan unterbreitet haben. Der US-Vorschlag für ein Ende der Kämpfe sei Teheran über die pakistanische Regierung übermittelt worden. Er sehe die Wiederöffnung der Straße von Hormus sowie strikte Beschränkungen für das iranische Atomprogramm vor. Nach Angaben des israelischen Senders Channel 12 sollen im Gegenzug die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden. Ein Regierungswechsel im Iran werde nicht gefordert. Der Iran dementierte, dass es Gespräche mit Washington gibt.

+++ Der ägyptische Außenminister Abdel-Atti hat mit Vertretern der Europäischen Union und der USA über den Konflikt rund um den Iran gesprochen.

Nach Angaben des Ministeriums tauschte er sich mit der EU-Außenbeauftragten Kallas über die Lage im Nahen Osten aus. Abdel-Atti forderte demnach die EU auf, sich bei der Suche nach einer diplomatischen Lösung im Iran-Krieg mit Ägypten abzusprechen.

+++ Das iranische Militär hat nach eigenen Angaben Raketen in Richtung des US-Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" abgefeuert.

Der US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln mit einem Begleitschiff auf hoher See, darüber fliegen mehrere Hubschrauber
Der US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln mit einem Begleitschiff (Archivbild) (AFP / JASON WAITE / US Navy Office of Information)
Der Flugzeugträger sei dadurch gezwungen worden, seine Position zu ändern, zitierte das Staatsfernsehen aus einer Erklärung des Militärs. Marinekommandant Irani drohte mit weiteren Angriffen, sollten sich feindliche Schiffe in Reichweite der iranischen Streitkräfte befinden. Die "USS Abraham Lincoln" operiert Medienberichten zufolge primär im nördlichen Teil der Arabischen See und dem Golf von Oman.

+++ Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im März wegen des Iran-Kriegs deutlich verschlechtert.

Das Ifo-Geschäftsklima fiel um zwei auf 86,4 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut mitteilte. Ifo-Präsident Fuest erklärte, der Krieg im Iran habe vorerst die Hoffnung auf einen Aufschwung beendet. Der Ifo-Index ist das Ergebnis einer monatlichen Umfrage unter 9.000 Unternehmen.

+++ Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, dringt auf eine Lösung des Kriegs ‌im Nahen Osten.

Volker Türk, UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, spricht in ein Mikrofon.
UNO-Menschenrechtskommissar Türk (Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa)
Dieser Konflikt habe eine beispiellose Kraft, Länder über Grenzen hinweg und auf der ganzen Welt darin zu verstricken, warnte Türk bei einer Dringlichkeitssitzung des UNO-Menschenrechtsrats in Genf. "Die komplexe Dynamik könnte jederzeit weitere nationale, regionale oder globale Krisen auslösen, mit verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung und die Menschen überall." Türk rief alle Länder mit Einfluss auf, auf die kriegführenden Parteien einzuwirken, um die Kämpfe zu beenden. 

+++ Der Iran hat die USA vor einem möglichen Einsatz von Bodentruppen gewarnt.

"Wir beobachten alle Bewegungen der USA in der Region genau, insbesondere Truppenverlegungen", schrieb Parlamentspräsident Ghalibaf im Onlinedienst X. "Stellt unsere Entschlossenheit, unser Land zu verteidigen, nicht auf die Probe, fügte der frühere General hinzu. Die US-Regierung hat Medienberichten zufolge die Verlegung Tausender Soldaten einer Luftlandedivision in die Region des Nahen Ostens angeordnet. Die Rede ist von einer möglichen Invasion der iranischen Insel Charg, dem wichtigsten Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf.
Zu sehen ist der iranische Funktionär Mohammad Bagher Ghalibaf. Er hebt den rechten Zeigefinger.
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf (Archivbild). (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Icana)

+++ Nach dem iranischen Militär widerspricht auch der ‌Botschafter der Islamischen Republik in Pakistan Darstellungen, wonach es Verhandlungen zur Beendigung des Nahost-Kriegs gibt.

Nach seinen Informationen hätten entgegen der Behauptung von US-Präsident Trump bislang keine direkten oder indirekten Verhandlungen zwischen den beiden Ländern stattgefunden, sagte Botschafter Moghadam. Er fügt allerdings hinzu, dass "befreundete Länder" sich bemühten, "die Voraussetzungen für einen Dialog zwischen Teheran und Washington zu schaffen, Der pakistanische Ministerpräsident Sharif hatte erklärt, seine Regierung sei bereit, mögliche Gespräche auszurichten.

+++ Der chinesische Reederei-Konzern Cosco will wieder die Gewässer um den Persischen Golf befahren.

Cosco teilte mit, Transportaufträge für Frachtcontainer mit Zielorten in mehreren Golfstaaten anzunehmen. Aufgrund der "instabilen Lage im Nahen Osten" könnten sich neue Buchungsvereinbarungen und die tatsächliche Beförderung allerdings ändern, fügte das Unternehmen hinzu. Zuvor hatte die UNO-Schifffahrtsorganisation (IMO) erklärt, dass der Iran die Passage der Straße von Hormus für "nicht-feindliche" Schiffe wieder freigeben werde.

+++ Bei einem Luftangriff im Nordwesten des Irans sind einem Bericht staatlicher Medien zufolge sieben Zivilisten ums Leben gekommen.

Demnach wurden in den frühen Morgenstunden in der Millionenmetropole Tabris Dienstwohnungen von Bahnmitarbeitern Ziel der israelisch-amerikanischen Angriffe. Unter den Trümmern suchten Helfer nach weiteren Opfern, heißt es. Bereits in der Nacht zu Dienstag wurde die Stadt bombardiert.

+++ Mehrere Golfstaaten haben neue Drohnenangriffe aus dem Iran auf ihre Territorien gemeldet.

Auf dem internationalen Flughafen von Kuwait wurde ein Treibstofftank getroffen, wie die Zivilluftfahrtbehörde mitteilte. Sie sprach von einem "begrenzten" Schaden, niemand sei verletzt worden. Bahrains Innenministerium erklärte, die Luftschutzsirenen seien aktiviert worden. Die jordanische Behörde für öffentliche Sicherheit meldete, in der Nähe der Hauptstadt Amman seien Trümmerteile niedergegangen. Saudi-Arabien erklärte unterdessen, mindestens vier Drohnen im Osten des Landes abgefangen zu haben.

+++ Die iranische Militärführung hat Berichte über Gespräche mit den USA zur Beendigung des Krieges zurückgewiesen.

Ein Sprecher sagte, Washington verhandele mit sich selbst. Man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren – weder jetzt noch jemals. Zuvor hatte Präsident Trump erklärt, die USA befänden sich in Gesprächen mit den richtigen Leuten auf iranischer Seite. Medienberichten zufolge hat Washington über pakistanische Vermittler einen 15-Punkte-Plan nach Teheran übermittelt.

+++ Die ‌Bundesregierung betont, ⁠dass sie noch keine abschließende Meinung darüber hat, ob der Angriff der USA und Israels auf den Iran völkerrechtswidrig ist.

Nachdem Bundespräsident Steinmeier erklärt hatte, dass der Krieg für ihn völkerrechtswidrig und "ein politisch verhängnisvoller Fehler" sei, sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage, man kommentiere Äußerungen anderer Verfassungsorgane nicht. "Grundsätzlich gilt: Die völkerrechtliche Prüfung obliegt der Bundesregierung und ist noch nicht abgeschlossen", fügt er hinzu. Die Prüfung finde vor dem Hintergrund "vielfältiger Verstöße Irans gegen völkerrechtliche Bestimmungen und ⁠internationale Abkommen und einer latenten Bedrohung der Existenz des Staates Israel" statt.

+++ Bundeswirtschaftsministerin Reiche hat im Fall eines längeren Iran-Kriegs vor Treibstoffknappheit gewarnt.

Die CDU-Politikerin sagte bei einem Besuch in den USA, wenn der Konflikt nicht schnell ende, könnte Benzin und Diesel ab Ende April oder Anfang Mai knapp werden. Schon jetzt seien die Preise durch den Konflikt in die Höhe geschnellt. Reiche bekräftigte zudem ihre Warnung vor Schäden für die deutsche Konjunktur. Sie verwies auf Schätzungen deutscher Wirtschaftsinstitute, wonach bei anhaltend hohen Energiekosten ein Verlust von etwa 40 Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft entstünde.

+++ Die israelische Armee hat erneut den benachbarten Libanon aus der Luft angegriffen.

Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte, wurden neun Menschen in den Provinzen Nabatije und Sidon getötet. Es gebe außerdem Dutzende Verletzte. Zuvor hatte die israelische Armee Angriffe gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz angekündigt und die Bewohner der südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen. Der israelische Verteidigungsminister Katz kündigte an, dass Israel die Kontrolle über große Teile des Südlibanons übernehmen wolle.

+++ Der Iran hat nach Angaben der UNO-Schifffahrtsorganisation (IMO) die bislang gesperrte Straße von Hormus für "nicht-feindliche" Schiffe geöffnet.

Frachter aus Ländern, die weder an "Aggressionshandlungen gegen den Iran teilnähmen noch diese unterstützten", dürften die Meerenge passieren, heißt es in einer von der IMO veröffentlichten Erklärung Teherans. Laut Medienberichten hat ein chinesisches Frachtschiff die Straße von Hormus bereits trotz Blockade passiert. Zuvor durften Frachtschiffe mit Verbindungen zu Indien und Pakistan die Meerenge ebenfalls durchfahren. Am Freitag läuft das neue Ultimatum von US-Präsident Trump an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus aus.
Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Go lf von Oman in einer Satellitenaufnahme (undatiert).
Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer Satellitenaufnahme (undatiert). (picture alliance / dpa / Nasa: The Visible Earth)

+++ Die Demokraten im US-Senat haben erneut eine Abstimmung zum Krieg im Nahen Osten erzwungen.

Die Positionen blieben jedoch unverändert. Wie schon bei zwei ähnlichen Vorstößen zuvor kam eine angestrebte Resolution zu den Kriegsbefugnissen nicht voran. Sie scheiterte mit 47 zu 53 Stimmen. Die Resolution hätte US-Präsident Trump verpflichtet, vor weiteren Angriffen auf den Iran die Zustimmung des Kongresses einzuholen. Eine Gruppe von Demokraten erzwingt wöchentliche Abstimmungen über den Krieg, um den Senat unter Druck zu setzen, öffentliche Anhörungen abzuhalten.

Dienstag, 24. März

+++ Ölpreis fällt nach Trump-Aussagen wieder unter 100 Dollar.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Mai lag nach den Trump-Äußerungen leicht darunter und gab damit innerhalb weniger Minuten um knapp vier Prozent nach. Während des seit mehreren Wochen andauernden Iran-Kriegs war der Preis bereits kurzzeitig fast auf 120 Dollar geklettert. Vor Beginn des Konflikts hatte er noch mehrere Monate lang zwischen 60 und 70 Dollar gelegen. Durch den Krieg verteuerten sich auch die Preise für Kraftstoffe wie Benzin und Diesel sowie für Heizöl deutlich.

+++ Das US-Verteidigungsministerium plant laut Medienberichten Fallschirmjäger Richtung Iran zu verlegen.

Unter anderen die "New York Times" meldet unter Berufung auf zwei Beamte im Pentagon, dass der Befehl für die Eliteeinheit kurz bevor stehe. Die Soldaten sind demnach darauf trainiert, in umkämpftem Gebiet abzuspringen, um beispielsweise Flugplätze zu sichern und Land zu erobern. Die Einheiten könnten laut den Berichten eingesetzt werden, um beispielsweise die Insel Kharg, Irans wichtigstes Ölexportzentrum, zu erobern. Eine Entscheidung über einen Bodeneinsatz sei aber noch nicht gefallen, hieß es unter Berufung auf die Pentagon-Beamten. Eine Besetzung der Insel Kharg wird als mögliche Option von US-Präsident Trump gesehen, um die Blockade der Straße von Hormus zu beenden. Wegen des Krieges hat der Iran die wichtige Schifffahrtsroute gesperrt und den Ölexport aus dem Mittleren Osten quasi lahmgelegt.

+++ Trump spricht erneut von laufenden Verhandlungen mit Teheran.

Daran seien sein Vize Vance, Außenminister Rubio und der Sondergesandte Witkoff beteiligt. Trump äußerte sich nicht dazu, mit wem genau verhandelt wird. Er sagte nur, es gebe eine neue Führungsgruppe in Teheran, die dringend ein Abkommen schließen wolle. Das iranische Regime hatte zuletzt bekräftigt, dass es keine Verhandlungen gebe. Medienberichten zufolge übermittelten die USA einen 15-Punkte-Plan an den Iran für ein Kriegsende. Darin werde unter anderem ein Ende der Uran-Anreicherung und die Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus gefordert.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach im Auswärtigen Amt, das vor 75 Jahren wiedereröffnet wurde.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seiner Rede im Auswärtigen Amt den Krieg gegen den Iran als völkerrechtswidrig bezeichnet. (picture alliance / photowerkstatt / Mike Schmidt)

+++ Bundespräsident Steinmeiers Äußerungen zu einer Völkerrechtswidrigkeit des Iran-Kriegs haben Kritik, aber auch Zuspruch ausgelöst.

Unionsfraktionschef Spahn betonte, die völkerrechtliche Prüfung obliege wie in anderen Fällen der Bundesregierung. Er erwarte von Amts- und Würdenträgern, dass sie diese abwarteten und auch respektierten. CSU-Landesgruppenchef Hoffmann erklärte, das Völkerrecht habe allerhöchste Priorität. Es dürfe "eben auch nicht zur Schutzklausel terroristischer Regime" werden. Der AfD-Co-Vorsitzende Chrupalla erklärte dagegen, Steinmeier habe Recht. Der Angriff auf den Iran sei ebenso völkerrechtswidrig wie der auf die Ukraine. Steinmeier hatte die Attacken als "verhängnisvollen Fehler" bezeichnet. Er fügte hinzu, die deutsche Außenpolitik werde nicht dadurch überzeugender, dass man einen Völkerrechtsbruch nicht als solchen benenne. Die Bundesregierung hat diesen Begriff im Zusammenhang mit den Angriffen auf den Iran bislang nicht verwendet.

+++ Als Reaktion auf den faktischen Stopp von Öl- und Gaslieferungen aus dem Iran hat der philippinische Präsident Marcos den nationalen Energie-Notstand ausgerufen.

Der Konflikt im Nahen Osten habe zu schwerwiegenden Störungen der Lieferketten geführt und stelle eine unmittelbare Bedrohung für die Sicherheit der Philippinen dar, heißt es in einem Erlass, über den die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Regierung wird damit ermächtigt, die erforderlichen Kraftstoffe und Erdölprodukte zu beschaffen, um die Versorgung sicherzustellen. Die Verordnung gilt für ein Jahr. Die philippinische Energieministerin Garin erklärte, das Land verfüge derzeit über Kraftstoffvorräte für etwa 45 Tage.

+++ Israel strebt nach Angaben von Verteidigungsminister Katz eine Besetzung des südlichen Libanons an.

Das Militär werde bis zum Fluss Litani die Kontrolle übernehmen, um eine Pufferzone zu schaffen, erklärte Katz. Die Hunderttausenden vertriebenen Bewohner könnten vorerst nicht zurückkehren. Betroffen ist etwa ein Zehntel des libanesischen Staatsgebiets. Die israelische Luftwaffe hatte in den vergangenen Tagen begonnen, Brücken über den Litani-Fluss zu zerstören. Begründet wurde dies unter anderem mit Waffentransporten der militant-islamistischen Hisbollah nach Süden in Richtung der Grenze zu Israel.

+++ Die Deutsche Industrie- und Handelskammer erwartet, dass die deutsche Wirtschaft noch länger unter den Folgen des Iran-Kriegs leidet.

"Selbst im Fall einer schnellen Beendigung des Iran-Kriegs wird es Wochen dauern, Experten sagen bis zu Monaten, dass es dann wieder richtig läuft", erklärte DIHK-Außenwirtschaftschef Treier in Berlin. Er verwies auf zerstörte Infrastruktur für die Suche nach und Förderung von Gas in der Region, Probleme beim Abtransport per Schiff und Produktionsausfälle in Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und im Irak. Mit Blick auf die Ölpreise sei es "nicht verwegen anzunehmen", dass es über einen längeren Zeitraum zu einem um 40 bis 50 Prozent höheren Niveau komme.

+++ Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in der Stadt Isfahan und anderen Teilen des Irans angegriffen.

In der Mitteilung des Militärs war die Rede von einer "großangelegten Angriffswelle in Isfahan". In anderen Gebieten seien Produktionsstätten des iranischen Machtapparats angegriffen worden, hieß es. In Israel gab es derweil Berichte über neue Raketenangriffe aus dem Iran, unter anderem in den Küstenstädten Eilat und Aschkelon.

+++ Der Iran hat nach dem Tod seines mächtigen Sicherheitschefs Laridschani einen Nachfolger ernannt.

Mohammad Bagher Solghadr solle künftig dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat vorstehen, meldet das Staatsfernsehen. Bei ihm handelt es sich um einen früheren Kommandeur der Revolutionsgarden und jahrelangen Vertrauten von Laridschani. Dieser war Anfang vergangener Woche bei einem israelischen Luftangriff getötet worden.

+++ Der Libanon hat dem iranischen Botschafter nach eigenen Angaben die Akkreditierung entzogen und ihn zur unerwünschten Person erklärt.

Der Diplomat müsse das Land bis Sonntag verlassen, teilte das Außenministerium mit. Zur Begründung verweist es auf Verstöße Teherans gegen diplomatische Normen und etablierte Gepflogenheiten zwischen den beiden Ländern. Zudem ruft das Ministerium seinen eigenen Botschafter im Iran zu Konsultationen in den Libanon zurück. Der Iran ist einer der wichtigsten Unterstützer der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz, gegen die Israel im Libanon Krieg führt. Israel hat die libanesische Regierung wiederholt aufgefordert, die Hisbollah zu entwaffnen.

+++ Der ägyptische Außenminister Abdelatti hat unter anderem mit dem US-Gesandten Witkoff über diplomatische Bemühungen für ein Ende des Iran-Krieges gesprochen.

In dem Telefonat mit Witkoff sei es um mögliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gegangen, teilte das ägyptische Außenministerium mit. Abdelatti sprach demnach zudem mit den Außenministern der Türkei, Pakistans, Omans, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Frankreichs und Zyperns.

+++ Im Iran wurden staatlichen Medien zufolge 466 Menschen wegen Online-Aktivitäten zur "Untergrabung der nationalen Sicherheit" festgenommen.

Die Polizei erklärte, die Festgenommenen ‌stünden mit "feindlichen" Netzwerken in Verbindung, die auf eine interne Destabilisierung abzielten. Den Berichten zufolge handelt es sich um eine der größten Sicherheitsaktionen seit Beginn des Krieges mit Israel und den USA.

+++ Der Krieg lässt die Preise im Iran explodieren.

Vor allem Lebensmittel und Zigaretten, die importiert werden müssen, haben sich nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur verteuert - teils um das Doppelte. Schon vor Beginn des israelisch-amerikanischen Kriegs befand sich der Iran in einer schweren Wirtschaftskrise. Der ökonomische Druck löste Ende Dezember neue Massenproteste aus, die Irans Sicherheitsapparat brutal niederschlug.

+++ Bei iranischen Raketenangriffen auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv sind laut Sicherheitskräften sechs Menschen verletzt worden.

Die Betroffenen hätten leichte Blessuren erlitten, sie seien an vier verschiedenen Orten der Stadt verletzt worden, erklärte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom. Er veröffentlichte zudem Videoaufnahmen einer teilweise zerstörten Immobilie und brennender Fahrzeuge. Das iranische Staatsfernsehen hatte zuvor einen erneuten Raketenangriff auf Israel bekanntgegeben. Außerdem nahm der Iran wieder Ziele in den Golfstaaten unter Beschuss, unter anderem in Kuwait, Bahrain und Saudi-Arabien.

+++ Bundespräsident Steinmeier hat den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als "völkerrechtswidrig" kritisiert.

"Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen", sagte Steinmeier in seiner Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts in Berlin. "Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig - daran gibt es wenig Zweifel." Damit schlug das Staatsoberhaupt einen anderen Ton an als die Bundesregierung, die bisher vermieden hat, den Krieg als völkerrechtswidrig einzustufen.

+++ Angesichts von den USA verkündeter Gespräche mit dem Iran hat sich Bundesaußenminister Wadephul vorsichtig optimistisch über eine Wende in dem Konflikt gezeigt.

"Wir haben aus meiner Sicht einen ersten Ansatzpunkt jetzt gefunden dafür, dass die beiden Konfliktparteien miteinander direkt sprechen und dass an Lösungen gearbeitet wird", sagte der CDU-Politiker dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Diese Gespräche seien "ein zartes Pflänzchen", bei dem sich alle bemühen sollten, "dass dieses gedeiht und wächst". US-Präsident Trump hatte zuvor ultimativ angedrohte Angriffe auf iranische Kraftwerke verschoben und dies als Ergebnis "sehr guter und produktiver Gespräche" bezeichnet. Die iranische Seite dementierte allerdings Verhandlungen.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) spricht auf einer Pressekonferenz.
Bundesaußenminister Johann Wadephul, CDU (Archivbild). (picture alliance / dpa / Markus Lenhardt)

+++ Südkoreas Präsident Jae-Myung ruft wegen der Risiken für die Öl- und ‌Gasversorgung durch den Iran-Krieg zum Energiesparen auf.

Die Bevölkerung wird gebeten, im Alltag mehrere Maßnahmen zu beherzigen - etwa kürzeres Duschen oder das Aufladen von Handys und E-Autos nur während des Tages. Das Wäschewaschen oder Staubsaugen soll auf das Wochenende gelegt werden. Öffentliche Einrichtungen sollen Dienstwagen weniger nutzen. Zudem werde die Regierung die 50 Unternehmen mit dem größten Ölverbrauch auffordern, ihren Verbrauch zu drosseln, hieß es von der Regierung in Seoul.

+++ Im Westen des Irak ist ein Stützpunkt der schiitischen Volksmobilisierungskräfte (PMF) angegriffen worden.

Bei den Luftangriffen ‌in ‌der Provinz Anbar wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters sechs Kämpfer getötet und ​15 weitere verletzt. Unter den Verletzten befindet sich demnach auch der PMF-Einsatzkommandeur für Anbar. Das berichten ‌Sicherheitskreise. Wer für die ‌Angriffe verantwortlich ist, blieb zunächst unklar.
Die Volksmobilisierungskräfte sind ein vom Iran unterstützter paramilitärischer Dachverband, der im Irak operiert . Formell und rechtlich sind sie Teil der irakischen Streitkräfte. In der Praxis werden sie aber von der iranischen Führung kontrolliert.

+++ EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat ein Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten gefordert.

"Es ist von größter Bedeutung, dass wir zu einer ausgehandelten Lösung kommen, die den Kampfhandlungen, die wir im Nahen Osten beobachten, ein Ende setzt", sagte von der Leyen während eines Besuchs in Canberra anlässlich der Unterzeichnung eines Handelsabkommens zwischen Australien und der EU. Sie verwies insbesondere auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges. "Wir alle spüren die Folgewirkungen auf die Gas- und Ölpreise in unseren Unternehmen und unseren Gesellschaften", betonte von der Leyen.

+++ Die iranischen Streitkräfte haben erneut eine Reihe von Raketen auf Israel abgefeuert.

Mehrere von ihnen hätten die israelische Flugabwehr überwunden, hieß es im iranischen Staatsfernsehen. Die israelische Armee bestätigte den Raketenangriff. Zuvor war bereits bei einer iranischen Attacke ein Gebäude im Norden Israels getroffen worden. Todesopfer gab es laut dem Rettungsdienst Magen David Adom keine.

+++ Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut den benachbarten Libanon aus der Luft angegriffen.

Die Streitkräfte gaben an, Ziele der militant-islamistischen Hisbollah in den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut attackiert zu haben. Auf Live-Aufnahmen im Internet waren über den Vierteln dichte Rauchwolken zu sehen. Libanesische Medien meldeten zudem weitere israelische Angriffe auf den Süden des Landes. Zuvor war bereits bei einer israelischen Attacke auf das überwiegend von Christen bewohnte Gebiet Hasmieh nahe Beirut mindestens ein Mensch getötet worden. Bei einem Bodeneinsatz im Südlibanon nahm die israelische Armee nach eigenen Angaben außerdem mehrere Hisbollah-Mitglieder fest. Die Hisbollah meldete ihrerseits zahlreiche Raketenangriffe auf Armeestützpunkte in Nordisrael und im Südlibanon.

+++ Die deutsche Ernährungsindustrie sieht keine Gefahr einer mangelnden Versorgung mit Lebensmitteln wegen des Iran-Kriegs.

Der Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Kölsch, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Lager der Hersteller seien gut gefüllt. Selbst wenn der Iran-Krieg länger andauere und Lieferketten beeinträchtige, ließen sich viele Rohstoffe aus dem Nahen Osten durch Importe aus anderen Regionen ersetzen. Der BVE-Geschäftsführer wies zugleich darauf hin, dass sich für die Hersteller die Einkaufspreise für zahlreiche Rohstoffe durch veränderte Handelswege und ein knapperes Angebot bereits erhöht hätten. Ob und in welchem Umfang sich dies in den Preisen für die Verbraucher niederschlage, entscheide letztlich der Handel.

Montag, 23. März

+++ Der ukrainische Präsident Selenskyj wirft Russland vor, den Iran-Krieg durch die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zu verlängern.

Es gebe weitere Belege dafür, dass Moskau der iranischen Führung weiterhin mit Geheimdienstinformationen helfe, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Er beruft sich auf den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Details nannte er nicht. Auch der Geheimdienst SBU erstattete Selenskyj demnach Bericht.

+++ Netanjahu kündigt nach Telefonat mit Trump Fortsetzung der Angriffe im Iran an.

Er habe am Montag mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Trump sei der Ansicht, dass es eine Chance gebe, die "enormen Erfolge" der israelischen und US-Armee zu nutzen, "um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen". Ein solches Abkommen werde "unsere vitalen Interessen sichern". "Gleichzeitig setzen wir unsere Angriffe sowohl im Iran als auch im Libanon fort", betonte Netanjahu. Israel werde seine Interessen "unter allen Umständen" verteidigen.

+++ Lufthansa-Airlines fliegen bis Herbst nicht nach Nahost.

Einzelne Flughäfen wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran sollen bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen werden, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilt. Es führt dafür Sicherheitsrisiken und betriebliche Gründe an. Eine kürzere Frist wählt in dieser Flughafen-Gruppe nur die Direktflugtochter Eurowings, die Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April ausgesetzt hat.  Die genannten Fristen gelten für die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv sollen sie bis zum 31. Mai nicht anfliegen. Frachtflüge der Lufthansa Cargo und Eurowings-Passagierflüge in Israels Metropole pausieren zunächst bis zum 30. April.

+++Zwei weitere indische Tanker passieren Straße von Hormus.

Die "Jag Vasant" und die "Pine Gas", die zusammen etwa 92.000 Tonnen Autogas (LPG) geladen haben, würden voraussichtlich zwischen Donnerstag und Samstag indische Häfen erreichen, erklärte das indische Schifffahrtsministerium. Zwei weitere indische Tanker hatten die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus bereits zuvor passiert. Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist der von den iranischen Revolutionsgarden kontrollierte Seeweg, über den rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, faktisch gesperrt.

+++ Irans Parlamentspräsident bestreitet Verhandlungen mit den USA.

Der iranische Parlamentspräsident Kalibaf hat Aussagen von US-Präsident Donald Trump über Gespräche zwischen beiden Staaten als Falschmeldung zurückgewiesen. "Es haben keine Verhandlungen mit den USA stattgefunden", schrieb Kalibaf im Kurznachrichtendienst X. "Es werden Fake News genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel feststecken." Das iranische Volk verlange eine "vollständige und reumütige Bestrafung der Aggressoren".
US-Präsident Trump sitzt am Schreibtisch im Oval Office und zieht eine Grimasse.
US-Präsident Trump (picture alliance / abaca / Pool )

+++ Die US-Streitkräfte werden nach Angaben von Präsident Trump vorerst keine iranischen Kraftwerke und andere Energieinfrastruktureinrichtungen des Landes angreifen.

Das gelte für fünf Tage, sagte Trump in Washington. In den beiden vergangenen Tagen ​habe es gute und produktive Gespräche mit dem Iran gegeben. Die Aussetzung sei weiter vom Erfolg ⁠laufender ⁠Gespräche abhängig. Die Führung in Teheran wertete die Ankündigung von Trump als Erfolg und sprach von einem Rückzieher. Der US-Präsident hatte dem Iran am Samstag ein Ultimatum zur Freigabe der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr gestellt. Ansonsten würden die USA Kraftwerke im Iran zerstören. Die Frist wäre in der kommenden Nacht abgelaufen. Teheran drohte im Gegenzug, dann sämtliche US-Energieanlagen in der Golfregion ins Visier zu nehmen.

+++US-Präsident Trump will mit dem Iran "einen Deal abschließen".

Trump teilte Reportern mit, sein Nahost-Sonderbeauftragter Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner hätten am Sonntag bis in den Abend hinein Gespräche geführt. Er sagte, die Gespräche würden heute fortgesetzt. Außerdem will Trump weiter einen Führer im Iran finden, ähnlöich wie er es in Venezuela gemacht habe. Und sollte es eine Einigung mit dem Iran geben, würden die USA Maßnahmen ergreifen, um das angereicherte Uran des Iran zu beschlagnahmen, das für dessen umstrittenes Atomprogramm von entscheidender Bedeutung ist.

+++ China hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Trump an den Iran zur Öffnung der wichtigen Straße von Hormus vor einer weiteren Eskalation gewarnt.

Ein Sprecher des Außenministeriums sagte in Peking, sollte sich der Krieg ausweiten, könnte die gesamte Region in eine unkontrollierbare Situation stürzen.

+++ Frankreichs Präsident Macron hat seine Sorgen um eine unkontrollierbare Eskalation im Nahen Osten geäußert.

Macron forderte alle Konfliktparteien auf, ein Moratorium für Attacken auf Energieanlagen und andere zivile Infrastrukturen einzuhalten. Zugleich drängte er den Iran, den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nicht länger zu blockieren. Im Streit um die für die Weltwirtschaft wichtige Meerenge hatte US-Präsident Trump der Regierung in Teheran zuvor ein Ultimatum gestellt. Sollte das Land die Meerenge nicht innerhalb von 48 Stunden freigeben, würden die USA Irans Kraftwerke zerstören. Der Iran drohte daraufhin mit Gegenschlägen. Staatlichen iranischen Medien zufolge veröffentlichte die Führung in Teheran eine Liste mit Kraftwerken im Nahen Osten, die Ziel von Angriffen werden könnten.

+++ Der Iran droht nach einem Ultimatum von US-Präsident Trump mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen.

Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge werde dann vollständig gesperrt und erst wieder geöffnet, wenn die zerstörten Kraftwerke wieder aufgebaut seien, teilten die iranischen Revolutionsgarden über den Staatssender Irib mit. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat seit Kriegsbeginn wiederholt Schiffe in der Straße von Hormus per Funk dazu aufgerufen, diese nicht zu passieren. Teheran griff in der Region seither wiederholt auch Schiffe an. Einzelne Schiffe passieren die Meerenge aber auch.

+++ Neben Saudi-Arabien werden auch aus den Vereinigten Arabischen Emiraten iranische Angriffe gemeldet.

Das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi erklärte, die Streitkräfte des Landes reagierten derzeit auf "eingehende Raketen- und Drohnenbedrohungen aus dem Iran". Wenige Stunden zuvor hatten die Behörden gemeldet, dass ein indischer Staatsbürger durch herabfallende Trümmer eines abgefangenen Marschflugkörpers verletzt worden sei.
In Bahrain waren derweil Luftschutzsirenen zu hören. Das bahrainische Innenministerium rief die Bürgerinnen und Bürger des Landes in Onlinediensten dazu auf, "Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben".

+++ Der Direktor der Internationalen Energieagentur IEA, Birol, hat vor massiven Folgen des Iran-Kriegs für die Weltwirtschaft gewarnt.

In Europa sei man sich der Konsequenzen noch nicht ausreichend bewusst, sagte Birol im australischen Sydney. Die Energiekrise sei schlimmer als die beiden Ölkrisen der 1970er Jahre zusammen. Birol forderte eine globale Kraftanstrengung, um die Folgen abzumindern. Die IEA sei mit Regierungen in Asien und Europa im Gespräch. Wenn nötig, müssten weitere Ölreserven freigegeben werden. Oberstes Ziel sei aber die Öffnung der Straße von Hormus.
IEA-Direktor Fatih Birol spricht in ein Mikrofon. Er trägt einen dunklen Anzug, ein weißes Hemd und eine Krawatte.
IEA-Direktor Fatih Birol (AP Photo / Michel Euler)

+++ Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter hat sich dafür ausgesprochen, die deutsche Position zum Iran-Krieg in den kommenden Wochen oder Monaten neu zu bewerten.

Die Lage habe sich in den vergangenen 14 Tagen erheblich geändert, sagte er im Deutschlandfunk. Der Iran besitze ballistische Raketen, die auch Europa erreichen könnten, das Nuklearprogramm sei sehr weit vorgeschritten gewesen und nun sei die Freiheit der Seewege gestört. Das sei ein Bruch des Völkerrechts. Insofern sei der Iran-Krieg inzwischen auch "unser Krieg" mitgeworden. Dies merkten die Bürger jeden Morgen an der Tankstelle. Das könne man nicht mehr abstreiten.

+++ EU-Verteidigungskommissar Kubilius hat Investitionen in die Luftverteidigung Europas gefordert.

"Wir müssen unsere Produktion zur Raketenabwehr massiv hochfahren", sagte Kubilius der "Augsburger Allgemeinen". Er sorge sich wegen des Iran-Krieges um die europäische Luftverteidigung, insbesondere die der Ukraine. Das Land brauche dringend Patriot-Systeme, die gerade aber in den Golfstaaten sehr gefragt seien. Es werde dauern, bis die entstandene Lücke geschlossen sei. Deshalb müssen man über europäische Raketenabwehr-Systeme nachdenken.
EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius steht im blauen Anzug mit Hemd und Krawatte vor mehreren Mikrofonen.
EU-Verteidigungskommissar Kubilius (picture alliance / dpa / Philipp von Ditfurth)

+++ Die israelische Armee hat erneut eine "groß angelegte" Angriffswelle auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet.

Die Angriffe zielten auf Infrastruktur des iranischen Terrorregimes ab, erklärte die israelische Armee im Onlinedienst Telegram. Iranische Medien berichteten derweil von Explosionen und Angriffen in Teheran. Auch aus der iranischen Stadt Urmia im Nordwesten des Landes wurde ein Luftangriff gemeldet.

+++ Auf die saudi-arabische Hauptstadt Riad sind zwei ballistische Raketen abgefeuert worden.

Eine sei abgefangen worden, die andere in einem unbewohnten Gebiet ‌niedergegangen, teilt das saudische Verteidigungsministerium mit.

+++ Der iranische Außenminister Araghtschi hat die USA für die Blockade der Straße von Hormus verantwortlich gemacht.

Grund für die Blockade sei der von den USA initiierte Krieg und nicht die Handlungen des Iran. Die Freiheit der Schifffahrt könne nicht ohne die Freiheit des Handels existieren, schrieb Araghtschi bei X und fügte hinzu: "Respektiert beides - oder erwartet keines von beiden".

Sonntag, 22. März

+++ Die Ölpreise sind weiter gestiegen.

Ein Barrel der Sorte Brent legte zwischenzeitlich um 1,7 Prozent auf über 113 Dollar zu, wenige Minuten nach Eröffnung des Handels an der Terminbörse in Chicago. Ein Barrel West Texas Intermediate, der amerikanische Referenzpreis, stieg um rund 1,8 Prozent auf 100,10 Dollar.

+++ Die israelische Armee hat eine Ausweitung ihrer Bodeneinsätze gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon angekündigt.

Armeechef Samir erklärte, die Aktionen gegen die Terrororganisation hätten gerade erst begonnen. Die Streitkräfte bereiteten sich nun auf gezielte Bodeneinsätze vor.
Der libanesische Präsident Aoun erklärte, die israelischen Angriffe auf Brücken seien eine gefährliche Eskalation und Vorboten einer Bodeninvasion.

+++ US-Finanzminister Bessent hat die Drohungen von Präsident Trump verteidigt, iranische Kraftwerke zu zerstören, wenn Teheran die Straße von Hormus nicht wieder öffnet.

Trump verwende "die einzige Sprache, die die Iraner verstehen", sagte Bessent dem Sender NBC mit Blick auf die Drohungen. Trump werde "alle notwendigen Schritte unternehmen", um seine Ziele im Krieg gegen den Iran zu erreichen. Bessent wurde auf eine Aussage von Trump vom Freitag angesprochen, wonach dieser darüber nachdenke, die Militäreinsätze zurückzufahren. Bessent wurde gefragt, ob Trump den Krieg mit den jüngsten Drohungen jetzt eskaliere. "Manchmal muss man eskalieren, um zu deeskalieren, sagte der Finanzminister.

+++ Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben vier Menschen getötet worden.

Ein Angriff habe einem Polizeifahrzeug im Lager Nuseirat gegolten, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Dabei seien drei Personen getötet und zehn weitere verletzt worden. Aus dem Umfeld von Sanitätern und ‌der Polizei hieß es, die drei Getöteten ⁠seien Mitglieder der von der Hamas ⁠geführten Polizei gewesen.
Bei einem zweiten Angriff im Norden das Gazastreifens sei eine weitere Person getötet worden. Dabei habe es sich um einen Anführer einer der bewaffneten Gruppen der Fatah gehandelt.

+++ Bundeskanzler Merz hat sich telefonisch mit US-Präsident Trump über die Lage in verschiedenen Kriegsgebieten ausgetauscht.

"Ich habe heute Nachmittag mit Donald Trump die Situation in Iran, Israel und in der Ukraine besprochen", schrieb Merz im Onlinedienst X. "Wir haben verabredet, weiter in engem Kontakt zu bleiben. Unser Austausch wird bald fortgesetzt", fügte er hinzu. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

+++ Israel hat eine neue Angriffswelle auf Ziele der mit dem Iran verbündeten Hibollah-Miliz im Süden des Libanon geflogen.

Die Luftangriffe seien gegen "terroristische Infrastruktur im Südlibanon" gerichtet, teilte die Armee am Sonntag mit. Nördlich der Stadt Tyros sei eine Brücke getroffen worden. So solle die Hisbollah daran gehindert werden, Verstärkung und Waffen zu transportieren. Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP sah nach der Attacke auf die Brücke von Kasmijeh Rauch aufsteigen. 
Der Übergang befindet sich an der Hauptküstenstraße, die die Region Tyros mit dem Rest des Landes verbindet. Der überquerte Fluss Litani soll eine Art natürliche Linie bilden, hinter welche die Hisbollah-Miliz aus dem Süden des Libanon von der israelischen Grenze weg zurückgedrängt werden soll.

+++ Die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtet von Luftangriffen in der Stadt Ahwas im Südwesten des Landes.

Dabei sei auch ein Krankenhaus beschädigt worden. Andere iranische Medien veröffentlichten Bilder von Rettungskräften, die Leichen aus den Trümmern zerstörter Gebäude in Täbris im Nordwesten des Landes bargen. Es war zunächst unklar, wann diese Luftangriffe stattgefunden hatten. Die Nachrichtenagentur AFP konnte die Angaben zu Schäden in Orten außerhalb der iranischen Hauptstadt Teheran nicht verifizieren. AFP-Reporter in Teheran berichteten aber von Schäden an zahlreichen Wohngebäuden und anderer ziviler Infrastruktur. 

+++ Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hat andere Länder zum Beitritt zum Krieg gegen den Iran aufgerufen.

"Israel und die Vereinigten Staaten arbeiten für die gesamte Welt zusammen", sagte Netanjahu in der südisraelischen Stadt Arad, die von einer iranischen Rakete getroffen wurde, zu Journalistinnen und Journalisten. "Es ist an der Zeit, dass sich die Staats- und Regierungschefs der restlichen Länder uns anschließen". Einige bewegten sich bereits langsam in diese Richtung», ergänzte er. Es müssten aber "noch mehr" werden.

+++ Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat mit dem iranischen Außenminister Araghtschi telefoniert.

Das bestätigte ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Worüber genau gesprochen wurde, blieb zunächst offen.

+++ Der israelische Verteidigungsminister Katz und Ministerpräsident Netanjahu haben das Militär angewiesen, die Zerstörung von Häusern in libanesischen Grenzdörfern zu beschleunigen.

Damit ‌sollten Bedrohungen für israelische Gemeinden ⁠beendet werden, teilte Katz mit. ⁠Zudem solle die Armee umgehend alle Brücken über den libanesischen Fluss Litani zerstören. Diese würden für "terroristische Aktivitäten" genutzt, beispielsweise für Waffentransporte durch die Hisbollah-Miliz.

+++ Bei dem iranischen Raketenangriff auf Tel Aviv sind 15 Menschen verletzt worden.

Diese Zahl nannten Rettungskräfte. Eines der Opfer wurde demnach schwer verletzt. Laut Polizeiangaben gab es mehrere Einschläge im Großraum der Stadt.  Ein Armeesprecher erklärte,, der Iran habe bei dem Angriff erneut Streumunition eingesetzt.

+++ Die Regierungen Deutschland und Großbritanniens haben sich zurückhaltend zur Drohung des US-Präsidenten gegen den Iran geäußert.

Bundesverteidigungsminister Pistorius (SPD) wollte Trumps Ultimatum nicht kommentieren, das die Blockade der Straße von Hormus beenden soll. "Ich würde sagen: abwarten", sagte er auf Nachfrage. "Wir werden sehen, was passiert." Der britische Wohnungsbauminister Reed betonte, der US-Präsident spreche für sich selbst. Man werde sich nicht in den Krieg hineinziehen lassen.

+++ Der iranische Parlamentssprecher, Ghalibaf, hat mit einer Drohung auf Trumps Ultimatum reagiert.

Sollten iranische Kraftwerke angegriffen werden, würden kritische Infrastruktur und Energie-Anlagen im Mittleren Osten zerstört, schrieb Ghalibaf auf der Online-Plattform X. Er drohte mit irreparablen Schäden. Der Parlamentssprecher reagierte damit auf ein Ultimatum von US-Präsident Trump. Dieser hatte dem Iran eine Zerstörung von Energie-Anlagen angedroht, falls das Regime die Straße von Hormus weiter blockiere.
Ghalibaf hebt in einem Raum den rechten Zeigefinger uns sagt etwas.
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Icana)

+++ Der Iran hat nach eigenen Angaben seine Raketenangriffe auf israelische Ziele fortgesetzt.

Im Großraum Tel Aviv heulten erneut die Warnsirenen, Menschen eilten in Schutzräume. Das iranische Militär teilte mit, es habe unter anderem den internationalen Flughafen Ben Gurion nahe Tel Aviv mit Drohnen angegriffen.

+++ In Israel ist ein Mensch offenbar bei einem Raketenangriff aus dem Libanon getötet worden.

Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf Rettungskräfte. Das Todesopfer wurde demnach in einem brennenden Auto im Norden des Landes nahe der Grenze zum Libanon entdeckt. Zuvor hatte es dem israelischen Militär zufolge Luftangriffe auf die Region gegeben. Die Raketen seien aus dem Libanon abgeschossen worden, hieß es. Die Armee bestätigte, dass es Schäden und Verletzte gab. Für Raketenangriffe aus dem Nachbarland Israels ist in der Regel die militant-islamistische Hisbollah verantwortlicb

+++ Jerusalem ist offenbar erneut vom Iran mit Raketen angegriffen worden

Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete von Detonationen. Zuvor hatte es Luftalarm gegeben. Angaben über mögliche Opfer oder Schäden gibt es noch nicht.

+++ Israel hat nach dem iranischen Raketenangriff auf den Süden des Landes mit neuen Luftangriffen auf Teheran reagiert.

Das teilte die israelische Armee mit. Über mögliche Opfer oder Schäden in der iranischen Hauptstadt ist noch nichts bekannnt.

+++ In Israel ist die Zahl der Verletzten nach dem jüngstem iranischen Raketenangriff auf mehr als 100 gestiegen.

Wie die Armee mitteilte, wurden bei den Raketeneinschlägen in den südlichen Wüstenstädten Dimona und Arad elf Personen schwer verletzt. Die Flugabwehr hatte der Zeitung "Times of Israel" zufolge mindestens zwei Raketen nicht abfangen können. Ministerpräsident Netanjahu sprach von einem "sehr schweren Abend in unserem Kampf um unsere Zukunft".
Auf einem Trümmerfeld vor einem zerstörten Haus in Dimona stehen zwei Rettungskräfte.
Zerstörungen in Dimona nach dem iranischen Raketenangriff. (dpa / ASSOCIATED PRESS / Ariel Schalit)

+++ US-Präsident Trump hat dem Iran ein Ultimatum zur Straße von Hormus gestellt.

Er drohte, die Energieanlagen des Landes zu zerstören, sollte das Land die Meerenge nicht freigeben. Die USA würden Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. US-Medienberichten zufolge bombardieren US-Kampfflugzeuge und Kampfhubschrauber verstärkt iranische Drohnen und Kriegsschiffe, um den wichtigen Schifffahrtsweg freizubekommen. Der Iran warnte in einer Reaktion auf Trumps Ultimatum, dass jeglicher Angriff auf seine Energieanlagen Gegenangriffe auf amerikanische und israelische Energie- und Infrastruktureinrichtungen in der Region nach sich ziehen werde.

+++ Die saudi-arabische Hauptstadt Riad ist mit Raketen beschossen worden.

Das Verteidigungsministerium des Königreichs teilte mit, es habe insgesamt drei auf Riad abgefeuerte Raketen gegeben. Eine davon wurde abgefangen, während die beiden anderen Raketen der Mitteilung zufolge in unbewohntem Gebiet einschlugen. Die Herkunft ist unklar.
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