Newsblog zum Krieg im Nahen Osten
Die Entwicklungen vom 1. und 2. April

Wir halten Sie über den Krieg im Iran und in der Golf-Region auf dem Laufenden. In diesem Archiv finden Sie die Entwicklungen vom 1. und 2. April 2026.

    Irans Außenminister Abbas Araghtschi, vor ihm ein Mikrofon; er fasst sich mit der linken Hand ans linke Ohr.
    Irans Außenminister Araghtschi bei eine Statement (Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa)
    Die aktuellen Entwicklungen lesen Sie hier.

    Donnerstag, 2. April

    +++ Mehrere arabische Golfstaaten haben sich hinter einen Resolutionsentwurf zum Schiffsverkehr in der Straße von Hormus gestellt.

    Bei einem Treffen des UNO-Sicherheitsrats sagte der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats, Albudaiwi, der Iran habe mit seinen Vergeltungsangriffen auf Nachbarstaaten "alle roten Linien" überschritten. Die Resolution sieht notfalls eine robuste Gewährleistung des Schiffsverkehrs vor. Sie soll am Freitag im Sicherheitsrat zur Abstimmung gebracht werden. Allerdings haben Russland und China Bedenken angemeldet.

    +++ Acht Opec-Staaten wollen offenbar am Sonntag über ihre Reaktion auf den Iran-Krieg beraten.

    Die Mitglieder der Ölallianz werden über eine weitere Ausweitung der Förderquoten sprechen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Mit diesem Schritt könnte das Angebot schnell erhöht werden, sobald die Straße von Hormus für Tanker wieder passierbar ist.
    Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer Satellitenaufnahme
    Die Straße von Hormus (picture alliance / dpa / Nasa: The Visible Earth)

    +++ Der außenpolitische Berater des Bundeskanzlers hat sich mit dem US-Außenminister über den Iran-Krieg ausgetauscht.

    Sautter und Rubio haben sie am Mittwoch in Washington getroffen, wie eine Sprecherin der Bundesregierung bestätigte. Es sei ein "sehr positives Gespräch" gewesen. In den vergangenen Wochen hatte sich US-Präsident Trump wiederholt verärgert über Deutschland und andere NATO-Staaten geäußert. Diese hatten seine Forderung abgelehnt, die Straße von Hormus wieder befahrbar zu machen.

    +++ Die Huthi-Rebellen haben nach eigenen Angaben mehrere ballistische Raketen auf Tel Aviv abgefeuert.

    Es seien feindliche Ziele attackiert worden, sagte ein Sprecher der islamistischen Miliz. Das israelische Militär hatte zuvor erklärt, eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete identifiziert zu haben. Abfangsysteme seien im Einsatz. Es ist der vierte Angriff der Huthi auf Israel seit Beginn des Iran-Kriegs. Die Miliz ist Teil der iranischen "Achse des Widerstands" gegen Israel.
    In einem Innenhof liegt ein zerstörter mannsgroßer Teddybär neben umgestürzten Gerät.
    Zerstörungen in einer Schule in Naharya in Israel nach einem Raketenangriff aus dem Libanon am 2.4.2026. (picture alliance / Anadolu / Samir Abdalhade)

    +++ Der iranische Außenminister Araghtschi hat die Bombardierung einer Autobahnbrücke durch das US-Militär scharf kritisiert.

    Angriffe auf zivile Strukturen, einschließlich unfertiger Brücken, würden die Iraner nicht zur Kapitulation zwingen, schrieb Araghtschi im Onlinedienst X. Derartige Angriffe seien Ausdruck eines moralischen Zusammenbruchs. Das Ansehen der USA werde sich niemals davon erholen. US-Präsident Trump erklärte auf seiner Online-Plattform Truth Social, die größte Brücke im Iran sei eingestürzt und werde nie wieder genutzt werden. Der Iran solle sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei, meinte Trump.

    +++ Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen weiteren ranghohen iranischen Kommandeur getötet.

    Bei dem Angriff in der iranischen Hauptstadt Teheran sei Dschamschid Eshaghi in dieser Woche ums Leben gekommen, hieß es. Er sei Kommandeur des "Öl-Hauptquartiers" der iranischen Streitkräfte gewesen, hieß es weiter in der Mitteilung. Dieses ermögliche dem iranischen Machtapparat die Fortsetzung seiner Aktivitäten und seines militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen. Eshaghi sei auch für die Bereitstellung finanzieller Mittel für Verbündete des Irans in der Region verantwortlich gewesen.

    +++ Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen.

    Nach Angaben aus Teheran zielten die Angriffe auf Tel Aviv. Dort und auch in Jerusalem gab es Raketenalarm. Nach ersten Berichten israelischer Rettungskräfte wurde niemand verletzt. Der Iran setzte zudem seine Angriffe auf Länder in der Golfregion fort, die aber größtenteils abgewehrt werden konnten.

    +++ Nach der Bombardierung einer wichtigen Autobahnbrücke bei Teheran hat US-Präsident Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht.

    "Die größte Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!", schrieb er auf der Online-Plattform Truth Social. Dazu postete er ein kurzes Video, das die zerstörte Brücke zeigen soll.

    +++ Der saudi-arabische Prinz Salman und der russische Präsident Putin haben sich über die Lage im Nahen Osten ausgetauscht.

    Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Saudi-Arabiens diskutierten Salman und Putin über die regionale militärische Eskalation und über Risiken für die maritime Sicherheit. Über mögliche Ergebnisse wurde nichts mitgeteilt.

    +++ Der chinesische Außenminister hat die Angriffe Israels und der USA laut Staatsmedien als völkerrechtswidrig bezeichnet.

    Es handle sich um eine klare Verletzung des Völkerrechts, sagte Wang im Staatsfernsehen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen müsse eine Eskalation des Kriegs verhindern. China ist eins von fünf ständigen Mitgliedern des Uno-Gremiums. Auch eine Sprecherin des Außenministeriums hatte zu einem Waffenstillstand aufgerufen.
    Der chinesische Außenminister Wang Yi sitzt auf einem Stuhl und schaut ernst.
    Chinas Außenminister Wang (Pavel Bednyakov / Pool AP / AP / dpa / Pavel Bednyakov)

    +++ Die iranische Armee hat mit Drohungen auf die Rede des US-Präsidenten reagiert.

    Das zentrale Einsatzkommando der Streitkräfte kündigte nach Trumps Ansprache "noch vernichtendere, umfassendere und zerstörerischere Maßnahmen" an. Zuvor hatte US-Präsident Trump in einer Rede neue massive Angriffe in Aussicht gestellt.

    +++ Westlich der iranischen Hauptstadt Teheran ist eine wichtige Autobahnbrücke erneut bombardiert worden.

    Das Bauwerk wurde bei einem Luftangriff getroffen, wie unter anderem die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet. Auf Videos in den sozialen Medien, die die Brücke zeigen sollen, sind zusammenstürzende Bauteile zu sehen. Das israelische Militär teilte mit, nicht für den Angriff verantwortlich zu sein. Die mehr als 130 Meter hohe Brücke war erst im vergangenen Sommer fertiggestellt worden.

    +++ Nach mehreren Angriffswellen sind die beiden größten iranischen Stahlwerke schwer beschädigt und außer Betrieb genommen worden.

    Es werde bis zu einem Jahr dauern, die Produktion wiederaufzunehmen, hieß es in iranischen Medien. Die beiden Werke in den Provinzen Chusestan und Isfahan wurden bereits Ende der vergangenen Woche beschädigt und waren seither wiederholt Ziele US-israelischer Angriffe. Stahl ist für die Produktion zahlreicher industrieller und militärischer Güter unverzichtbar, etwa für Raketen, Drohnen oder Schiffe. 

    +++ Zum Beginn der virtuellen Konferenz zur Blockade der Straße von Hormus hat die britische Außenministerin Cooper dem Iran Rücksichtslosigkeit vorgeworfen.

    Sie sagte, Teheran nutze die Blockade der internationalen Schifffahrtsroute, um die Weltwirtschaft als Geisel zu nehmen. Ziel der Gespräche seien diplomatische Maßnahmen, um die für den Ölhandel entscheidende Meerenge wieder nutzbar zu machen.
    Die britische Außenministerin Yvette Cooper sitzt neben mehreren Personen an einem Schreibtisch.
    Außenministerin Cooper bei der Konferenz zur Straße von Hormus (picture alliance/empics/Leon Neal)

    +++ Auf Einladung der britischen Regierung beraten Vertreter zahlreicher Länder in London über eine Öffnung der weitgehend blockierten Straße von Hormus.

    Premierminister Starmer erklärte, die Teilnehmer des virtuellen Treffens wollten diplomatische und politische Maßnahmen prüfen, um die Freiheit der Schifffahrt in der Meerenge wiederherzustellen. Die USA nehmen nicht teil.

    +++ Der französische Präsident Macron hält es für unrealistisch, die Straße von Hormus gewaltsam zu öffnen.

    "Manche vertreten die Idee, die Straße von Hormus mit Gewalt durch eine Militäroperation zu befreien – eine Position, die manchmal von den Vereinigten Staaten vertreten wird, auch wenn sie schwankt“, sagte Macron gegenüber Reportern während einer Reise nach Südkorea. „Das war nie die Option, die wir unterstützt haben, weil sie unrealistisch ist“, fügte er hinzu. „Es würde ewig dauern und alle, die die Meerenge passieren, den Gefahren durch die Revolutionsgarden, aber auch durch ballistische Raketen aussetzen“, sagte er.

    +++ Der Dieselpreis ist in Deutschland so hoch wie nie zuvor.

    Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter am Mittwoch 2,327 Euro und übertraf damit den alten Rekord aus dem März 2022 um 0,6 Cent, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Die Zahl ist nicht inflationsbereinigt.

    +++ Die US-Botschaft in Bagdad hat vor Angriffen pro-iranischer Gruppen im Irak in den kommenden Tagen gewarnt.

    "Mit Iran verbündete irakische Terrormilizen könnten in den nächsten 24 bis 48 Stunden im Zentrum Bagdads Attacken verüben", erklärte die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt bei X. Sie rief US-Bürger auf, das Land sofort zu verlassen.

    +++ Die von Iran unterstützte Hisbollah im Libanon hat nach eigenen Angaben erneut Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert.

    Sie habe israelische Soldaten im Grenzgebiet mit Raketen angegriffen, teilte die Miliz mit. Zudem habe sie eine israelische Ortschaft mit Drohnen attackiert, hieß es in einer separaten Hisbollah-Erklärung. Nach Angaben des israelischen Heimatfrontkommandos wurde im Norden Israels Luftalarm ausgelöst.

    +++ NATO-Generalsekretär Mark Rutte wird voraussichtlich nächste Woche zu US-Präsident Donald Trump nach Washington reisen.

    Das bestätigte ein Vertreter des Weißen Hauses der Nachrichtenagentur AP. Trump zeigte sich zuletzt zunehmend verärgert über die NATO-Bündnispartner, insbesondere über Großbritannien und Frankreich. Die Dynamik sorgt für Besorgnis über die Zukunft der Allianz, deren Wert Trump schon lange infrage stellt.
    Das Bild zeigt NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
    NATO-Generalsekretär Rutte (Archivbild von der Münchner Sicherheitskonferenz) (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Michael Probst)

    +++ Der Iran ‌hat angekündigt, ⁠den Krieg im ⁠Nahen Osten so lange fortzusetzen, bis die USA und Israel aufgeben.

    Die Islamische Republik werde den Kampf weiterführen, bis ihre Gegner ihre "Reue und Kapitulation" erklärten, sagt Militär-Sprecher Ebrahim Solfakari laut der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim.

    +++ Der Ölpreis hat in den letzten zwei Tagen erneut einen deutlichen Sprung gemacht und liegt nun aktuell bei 107 US-Dollar pro Barrel.

    Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Anstieg von über 15 Prozent. 

    +++ Der Dax notierte zur Eröffnung am letzten Handelstag vor Ostern rund 1,5 Prozent tiefer bei 22.935,23 Punkten.

    Gestern hatte der Dax fast drei Prozent zugelegt, nachdem US-Präsident Trump gesagt hatte, die USA ‌würden den Krieg recht schnell beenden.

    +++ Die asiatischen Börsen sind ins Straucheln geraten.

    In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fast unverändert bei 53.708,04 Punkten und der breiter gefasste Topix notierte 0,2 Prozent niedriger bei 3.642,56 Zählern. Die Börse Shanghai verlor 0,6 Prozent auf 3.909,16 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,5 Prozent auf 4.516,10 Punkte. In Südkorea gab der ⁠Kospi um 1,2 Prozent nach.

    +++ Die US-Demokraten haben die Ansprache Trumps als zusammenhangslos kritisiert.

    Er habe kaum Antworten auf die grundlegendsten Fragen der amerikanischen Bevölkerung geliefert, hieß es in den Erklärungen zweier Senatoren. Senator Chris Murphy aus Connecticut erklärte, die Rede habe "auf einer Realität basiert, die nur im Kopf von Donald Trump existiert". Murphy fügte hinzu, dass "nach dieser Rede niemand in Amerika weiß, ob wir eskalieren oder deeskalieren". Senator Mark Warner aus Virginia erklärte, Trump schulde den Amerikanern mehr Antworten zu einem Konflikt, der die Benzinpreise in die Höhe getrieben habe - "zusammen mit steigenden Preisen für Diesel, Dünger, Aluminium und anderen wichtigen Gütern". Dies ziehe Folgen nach sich, die noch lange durch die Wirtschaft nachwirken werden, meinte Warner.

    +++ Der Linken-Politiker Bartsch sagte im Deutschlandfunk, die Ziele Trumps im Iran seien nach wie vor unklar.

    Die US-Bombardierung werde das Problem des iranischen Atomprogramms nicht lösen - seine Aussagen seien "martialische Sprüche". Bartsch ergänzte, der US-Präsident sei ein "alter Mann", der offenbar nicht mehr genau wisse, was er mache. Zudem habe Trump offenbar Sorge, was die Midterm-Wahlen angehe.

    +++ US-Präsident Trump hat in einer Ansprache an die Nation militärische Erfolge im Iran-Krieg betont, allerdings keinen konkreten Zeitplan für ein Ende der Kämpfe genannt.

    Trump sagte im Weißen Haus, die USA seien ihren strategischen Zielen sehr nahe gekommen. Unter anderem seien die iranische Marine und Luftwaffe zerstört worden, erklärte der Republikaner. Er werde nie erlauben, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelange. Der US-Präsident kündigte an, das Land werde innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen hart getroffen werden. Länder, die von den aktuellen Engpässen beim Öl betroffen sind, sollten dieses nun aus den USA beziehen, ergänzte der US-Präsident.
    Zudem erklärte er, dass er die USA nicht in der Hauptverantwortung sehe, die für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Transport wichtige Straße von Hormus zu sichern. Der Iran hatte zuvor Trumps Äußerungen widersprochen, Teheran habe um eine Waffenruhe gebeten. Dies sei falsch und unbegründet, zitierte das staatliche Fernsehen einen Sprecher des iranischen Außenministeriums.

    +++ Trotz des Iran-Krieges sieht Bundeswirtschaftsministerin Reiche keine Gefahr für die Energieversorgung in Deutschland.

    Die CDU-Politikerin sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus", dass die Versorgung mit Sprit und Gas gesichert sei. Weniger als acht Prozent des europäischen Imports vom Flüssig-Erdgas LNG kämen aus dem Persischen Golf, beim Öl seien es nur rund fünf Prozent. Auch Kerosin und Diesel ‌stünden ausreichend zur Verfügung. Asien dagegen hänge erheblich von der Golfregion ab, erklärte die CDU-Politikerin. Deshalb gebe Deutschland gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft einen Teil der Energie-Reserven frei. Ziel sei, die Knappheit im asiatischen Raum und damit die internationalen Rohölpreise zu dämpfen.

    +++ Die israelische Armee hat in der Nacht drei Angriffswellen mit Raketen aus dem Iran gemeldet.

    Die dritte Angriffswelle erfolgte kurz nachdem US-Präsident Trump in Washington seine Ansprache an die Nation gehalten hatte. Israelische Medien berichteten von mehreren leicht verletzten Menschen. Nach dem ersten Angriff teilte die israelische Polizei mit, Einsatzkräfte seien zu "mehreren" Einschlagsorten im Zentrum Israels gerufen worden.

    +++ Das US-Militär hat in dem seit mehr als einem Monat andauernden Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben mehr als 12.300 Ziele in dem Land angegriffen.

    Darunter befänden sich auch 155 iranische Schiffe, die beschädigt oder zerstört worden seien, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit. 

    Mittwoch, 1. April

    +++ Wenige Stunden vor der Rede an die Nation von US-Präsident Trump stimmen sich Bundeskanzler Merz und der britische Premierminister Starmer telefonisch über die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine ab.

    Die britische Regierung teilt mit, beide Regierungschefs hätten die Notwendigkeit betont, die ‌sichere Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Zudem müsse der Sanktionsdruck auf Russland aufrecht erhalten werden.
    Trump hat einem Medienbericht zufolge gedroht, die Hilfen für die Ukraine einzustellen, falls die Europäer nicht bei der Öffnung der Straße von Hormus helfen.

    +++ Der iranische Präsident Peseschkian versichert dem amerikanischen Volk in einem Brief, dass sein Land keine Feindschaft gegen einfache US-Bürger hegt.

    Den Iran als Bedrohung darzustellen, stimme "weder mit der historischen Realität noch mit den heute beobachtbaren Fakten überein", zitiert der staatliche Sender Press ‌TV aus dem Schreiben. Hingegen richteten sich Angriffe auf die Infrastruktur des Iran gegen das iranische Volk und hätten Folgen, die weit über die Grenzen des Landes hinausreichen würden, warnt er laut Press TV.

    +++ Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben der Armee Dutzende Militäreinrichtungen in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen.

    In der Nacht auf Mittwoch seien auf Grundlage von Geheimdienstinformationen allein 15 Waffenproduktionsstätten im Herzen Teherans angegriffen worden, teilte die israelische Armee auf Telegram mit. Darunter befinde sich ein zentraler Komplex des iranischen Verteidigungsministeriums mit Produktionsstätten für Raketen, die gegen Flugzeuge und ferngesteuerte Fluggeräte eingesetzt werden sollten.

    +++ Die britische Regierung hat für morgen ein internationales Treffen zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus angekündigt.

    Großbritannien habe 35 Länder hinter seiner Initiative zur maritimen Sicherheit in der Golfregion vereint, sagte Premierminister Starmer in London. Außenministerin Cooper werde das Treffen leiten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP soll der Termin virtuell stattfinden.

    +++ Die französische Marine hat keine Hinweise darauf, dass die Straße von Hormus vermint worden ist.

    Das sagte ihr Admiral Nicolas Vaujour auf einer Sicherheitskonferenz in Paris. Zudem forderte er, China müsse ‌sich stärker für eine Öffnung der Meerenge einsetzen. China und der Iran gelten als befreundete Staaten.

    +++ Der Iran hat Israel kurz vor Beginn des Pessach-Festes offenbar massiv mit Raketen angegriffen.

    Allein in Tel Aviv gab es nach Angaben von Augenzeugen sechsmal Raketenalarm innerhalb einer Stunde. Die "Times of Israel" berichtete unter Berufung auf die Armee, dass es sich um den größten iranischen Raketenangriff auf Israel seit Beginn des Krieges gehandelt habe. Etwa zehn ballistische Raketen seien auf Zentralisrael abgefeuert worden. Über mögliche Opfer und Schäden lagen bislang keine bestätigten Informationen vor. Die israelische Armee teilte mit, dass sie Angriffe auf Dutzende «Terrorziele» im Zentrum Teherans gestartet habe. 

    +++ Das israelische Militär hat einen ranghohen Hisbollah-Kommandeur getötet.

    Der Befehlshaber der Südfront der Miliz, Haschem, sei durch einen Angriff der Marine ums Leben gekommen, teilte ein Armeesprecher mit. Die Hisbollah bestätigte den Tod.

    +++ Der Iran weist die Äußerung von US-Präsident Trump zurück, wonach das Land die USA um eine Waffenruhe gebeten haben soll.

    Die Äußerung ‌sei falsch und unbegründet, berichtet das staatliche iranische Fernsehen unter Berufung auf einen Sprecher des Außenministeriums.

    +++ Der Iran hat die USA nach Angaben von Präsident Trump um eine Waffenruhe gebeten.

    "Wir werden das in Betracht ziehen, wenn die Straße von Hormus offen, frei und sicher ist", schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Bis diese Bedingung erfüllt sei, würden die USA den Iran "zurück in die Steinzeit" bomben, drohte der Präsident.

    +++ Wegen des Krieges ist nach Einschätzung der UNO in vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens die Meinungsfreiheit in Gefahr.

    Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, berichtete von rund 3.000 Festnahmen seit Kriegsbeginn. In der gesamten Region verschärften Regierungen Sicherheitsmaßnahmen und schränkten die Rede- und Versammlungsfreiheit ein, kritisierte Türk.

    +++ US-Präsident Donald Trump zieht einen ‌Austritt der USA aus der NATO nach eigenen Worten ernsthaft in Erwägung.

    Das sagte er in einem Interview mit der britischen Zeitung "Daily Telegraph". Das Bündnis sei ein "Papiertiger". Auf die Frage, ob er die US-Mitgliedschaft überdenke, sagte ‌Trump dem Blatt: "Oh ja, ich würde sagen, das geht ​über eine reine Überlegung hinaus." Er habe schon lange Zweifel an der Glaubwürdigkeit der NATO. In den vergangenen Wochen hatte sich Trump wiederholt verärgert über die NATO-Staaten geäußert. Diese hatten seine Aufforderung abgelehnt, bei der Öffnung der Straße von Hormus zu helfen. Schon zuvor hatte er den Nutzen des Militärbündnisses öffentlich infrage gestellt.

    +++ Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben Israel wieder mit Raketen angegriffen.

    Es habe sich um einen gemeinsamen Einsatz mit dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz gehandelt, teilte die vom Iran unterstützte Islamisten-Gruppe mit. Nach israelischen Angaben wurden 14 Menschen verletzt. Die Huthis hatten am Samstag ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen und waren damit in den Iran-Krieg eingetreten.
    Kämpfer der Huthi-Miliz marschieren während einer Kundgebung zur Unterstützung der Palästinenser im Gazastreifen.
    Kämpfer der Huthi-Miliz (Archivbild). (Uncredited / AP / dpa / Uncredited)

    +++ Katar ist nach ‌eigenen Angaben vom Iran erneut mit Raketen angegriffen worden.

    Zwei Geschosse seien abgefangen worden, teilt das Verteidigungsministerium in Doha mit. Eine dritte Rakete habe einen Öltanker getroffen. Dem Staatskonzern Qatar Energy zufolge wurde der Tanker in den frühen Morgenstunden getroffen. Alle Besatzungsmitglieder seien unverletzt. Es bestehe keine Gefahr für die Umwelt, erklärte das Unternehmen.

    +++ Als Reaktion auf die Aussagen von US-Präsident Trump ist der Ölpreis deutlich gesunken.

    Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai sank von 113 auf unter 105 Dollar. Die Börsen - vor allem in Asien - legten deutlich zu. Insbesondere die ostasiatischen Volkswirtschaften sind stark von Öllieferungen über die derzeit nahezu geschlossene Straße von Hormus abhängig. Am Dienstag hatte Peking jedoch die Durchfahrt von drei chinesischen Schiffen durch die Straße von Hormus bestätigt.

    +++ Die USA werden ihre Angriffe im Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in zwei bis drei Wochen beendet haben.

    Trump sagte weiter, für ein Ende des US-Militäreinsatzes müsse es keinen Deal mit dem Iran geben. Das sei "irrelevant", da man dafür sorge, dass der Iran keine Atomwaffen bauen könnte. Andererseits könne es auch vor dem von ihm anberaumten Zeitraum eine Einigung geben. Außerdem kündigte Trump für heute eine Rede zum Stand des Kriegs an.

    +++ Angesichts der Energiekrise hat sich die Ökonomin Monika Schnitzer gegen staatliche Eingriffe wie eine Preisobergrenzen für Benzin und Diesel ausgesprochen.

    Sie halte einen solchen gesetzlichen Preisdeckel "nicht für sinnvoll", sagte Schnitzer im ZDF. Die Menschen müssten sich überlegen, wo es wirklich wichtig sei, zu fahren.  Im Jahr 2022, als es schon einmal einen Tankrabatt gegeben habe, habe sich gezeigt, dass die Menschen sich zu wenig angepasst hätten. Die Vorsitzende des Rats der sogenannten Wirtschaftsweisen sagte, man müsse Energie sparen, das gelte beim Tanken und auch bei Energie insgesamt. Die energiepoltische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Scheer, forderte im Deutschlandfunk, sie jetzt mehr um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu kümmern.
    Scheer (SPD): Gerade angesichts des Iran-Kriegs brauchen wir mehr erneuerbare Energie

    +++ Der Iran hat laut Außenminister Araghtschi noch keine Entscheidung über Verhandlungen mit den USA getroffen.

    Araghtschi sagte dem arabischen Sender Al Jazeera, es fehle Vertrauen, dass Verhandlungen zu Ergebnissen führen. Außerdem nannte er als Vorbedingung, dass auch Angriffe auf die libanesische Hisbollah eingestellt werden müssten. Der Außenminister äußerte sich auch erstmals zur Kommunikation mit der US-Regierung. Demnach steht er im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Witkoff. Nachrichten würden über das iranische Außenministerium übermittelt oder dort empfangen.

    +++ Das iranische Staatsfernsehen hat Angriffe in weiten Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran gemeldet.

    Im Norden, Osten und im Zentrum der Stadt seien Explosionen zu hören gewesen, berichtete der Sender Irib und sprach von "Angriffen auf Teheran". Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

    +++ Papst Leo XIV. hofft auf ein Ende des Iran-Krieges noch vor Ostern.

    Der Papst sagte, er hoffe, dass US-Präsident Trump nach einem Weg suche, die Gewalt und die Bombardierungen zu verringern. Der aus den USA stammende Papst appellierte erneut an die Staats- und Regierungschefs der Welt, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und miteinander zu sprechen.
    Papst Leo XIV erhebt den Arm zum Gruß.

    +++ Iranische Drohnenangriffe sollen einen Brand am Flughafen von Kuwait ausgelöst haben.

    Ein Sprecher der Luftfahrtbehörde sagte, die "unverhohlenen Angriffe" des Iran und der "von ihm unterstützten bewaffneten Gruppen" hätten Treibstofftanks in Brand gesetzt. Berichte über Verletzte gabe es nicht. Auch in anderen Golfstaaten kam es erneut zu Angriffen. Das Innenministerium Bahrains teilte mit, bei einer "iranischen Aggression" sei ein Feuer ausgebrochen. Das saudiarabische Verteidigungsministerium gab bekannt, mehrere Drohnen seien abgefangen und zerstört worden.

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