
Montag, 20. April
+++ Der Iran hat seine Teilnahme an einer für heute geplanten neuen Runde von Friedensgesprächen mit den USA abgesagt.
Das meldete die Nachrichtenagentur IRNA, ohne Details zu nennen. Das Regime in Teheran wirft der US-Regierung ständige politische Kurswechsel und widersprüchliche Aussagen vor. Zudem wertet es die von USA aufrecht erhaltene Blockade iranischer Häfen als Bruch des Waffenstillstands. Die USA hatten gestern Abend zudem erstmals gewaltsam ein Frachtschiff unter iranischer Flagge gestoppt und unter ihre Kontrolle gebracht.
Sonntag, 19. April
+++ Kurz vor möglichen weiteren Verhandlungen mit den USA herrscht Unklarheit über die Teilnahme des Iran.
Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA meldet, man lehne die Gespräche ab, weil es keinerlei Aussichten auf einen fruchtbaren Ausgang gebe. Das liege an den unrealistischen Erwartungen der USA, an deren ständig wechselnden Positionen und an der anhaltenden Seeblockade der Vereinigten Staaten an der Straße von Hormus. Andere iranische Medien berichten dagegen, über eine Teilnahme an den Beratungen in Pakistan sei noch keine Entscheidung gefallen.
+++ US-Präsident Trump hat eine neue Gesprächsrunde über ein mögliches Ende des Iran-Kriegs in Pakistan angekündigt.
Die amerikanischen Unterhändler seien morgen in Islamabad, um zu verhandeln, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Die USA böten eine sehr faire und vernünftige Vereinbarung an. Sollte der Iran diese nicht annehmen, würden die Vereinigten Staaten jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke in dem Land zerstören, erklärt Trump.
+++ Die deutsche Marine bereitet sich laut Verteidigungsminister Pistorius auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vor.
Man habe bereits mit den konkreten Planungen dafür begonnen, sagte Pistorius im ARD-Fernsehen. Deutschland sei vor allem bei den Kompetenzen für die Minenräumung innerhalb der Nato führend. Deshalb könne man bei dieser Aufgabe eine wichtige Rolle spielen. Zudem sei eine Beteiligung mit Flugzeugen bei der Seeaufklärung denkbar, erklärte der SPD-Politiker. Die Voraussetzungen für einen solchen Einsatz seien allerdings ein dauerhafter Waffenstillstand in der Region, ein internationales Mandat sowie ein Beschluss des Bundestags. Mehr dazu hier.

+++ Bundeskanzler Merz will angesichts der Debatte um die Energieversorgung in Deutschland den Nationalen Sicherheitsrat einberufen.
Der CDU-Vorsitzende sagte bei der Eröffnung der Hannover Messe, dies werde sehr zeitnah geschehen. Die deutsche Wirtschaft und die Bürger müssten sich darauf verlassen können, dass die Versorung mit zentralen Produkten wie Diesel, Benzin und Flugbenzin gesichert bleibe. Mehr zum Thema.
+++ Die iranischen Streitkräfte haben nach einem Medienbericht zwei Tanker an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus gehindert.
Die unter den Flaggen von Botswana und Angola fahrenden Schiffe seien nach Warnungen zur Kursänderung gezwungen worden, meldete die Nachrichtenagentur Tasnim. Als Grund für das Vorgehen wird die anhaltende Seeblockade der USA gegen den Iran genannt.

+++ Die Türkei fordert eine Verlängerung der am Dienstag ablaufenden Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran.
Beide Seiten hätten den Willen, die Gespräche zur Beendigung des Krieges fortzusetzen, sagte der türkische Außenminister Fidan. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran seien zwar weitgehend abgeschlossen, es gebe jedoch noch einige Meinungsverschiedenheiten. Deshalb müsse die Waffenruhe verlängert werden.

+++ In Israel gibt es Widerstand gegen die von den USA ausgerufene Waffenruhe im Libanon.
In Kiriat Schmona an der Nordgrenze Israels traten Einwohner in den Streik. Die Stadtverwaltung und Bildungseinrichtungen blieben geschlossen, wie der staatliche Sender Kan berichtete. Auch in Jerusalem waren Proteste von Repräsentanten der Stadt geplant. Die Einwohner von Kiriat Schmona verlangen eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah und besseren Raketenschutz, vor allem für Schulen und Kindergärten. Die Stadt ist während des jüngsten Krieges immer wieder von der Hisbollah beschossen worden.
+++ Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat mit neuen Angriffen auf Handelsschiffe gedroht.
Der ranghohe Huthi-Vertreter al-Essi sprach dabei auch von einer möglichen Schließung der Meerenge Bab al-Mandab, die den Suezkanal und Europa vom Indischen Ozean und Asien trennt. US-Präsident Trump rief er auf, den "Frieden in der Region" nicht weiter zu behindern.
+++ Irans Parlamentspräsident Ghalibaf hat Fortschritte bei den Verhandlungen mit den USA bestätigt.
Es gebe jedoch weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, sagte er im iranischen Staatsfernsehen. Man sei noch weit von einer endgültigen Einigung entfernt. Mit Blick auf den Kriegsverlauf sprach Ghalibaf von einem Sieg des Iran. Die USA hätten ihre Kriegsziele nicht erreicht und der Iran kontrolliere die strategisch wichtige Straße von Hormus. Auch US-Präsident Trump sprach erneut von guten Gesprächen mit dem Iran.

+++ Die iranischen Revolutionsgarden haben mit Angriffen auf alle Schiffe in der Straße von Hormus gedroht.
Auf mindestens ein Schiff wurde bereits geschossen. Der Kapitän eines Tankers berichtete nach Angaben britischer Behörden von einem Angriff durch zwei Patrouillenboote der Revolutionsgarden nordöstlich von Oman. Das Schiff und seine Besatzung befänden sich in Sicherheit. Das private maritime Sicherheitsunternehmen Vanguard Tech meldete, die Revolutionsgarden hätten ein ohne Passagiere fahrendes Kreuzfahrtschiff der TUI beim Durchqueren der Meeresenge bedroht. Nahe des Schiffes sei ein Einschlag gemeldet worden, Schäden habe es keine gegeben.
+++ Die Bundesregierung hat den tödlichen Angriff auf die Blauhelm-Mission im Libanon verurteilt.
Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, forderte das Auswärtige Amt in einer Mitteilung. UNO-Generalsekretär Guterres sagte, solche Angriffe stellten schwerwiegende Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht dar und könnten Kriegsverbrechen gleichkommen. Er forderte alle Parteien auf, die Feindseligkeiten einzustellen und den Waffenstillstand im Libanon zu respektieren.
Samstag, 18. April
+++ Teheran prüft neue Vorschläge der USA über eine Einigung im Iran-Krieg.
Der Oberste Nationale Sicherheitsrat teilte mit, Pakistans Armeechef habe die Vorschläge bei seinem Besuch präsentiert. Die Sichtung sei noch nicht abgeschlossen. Zu dem Inhalt der Vorschläge machte das Gremium zunächst keine Angaben, erklärte aber, die Voraussetzung weiterer Gespräche sei, dass Washington von "exzessiven Forderungen" abrücke und seine Vorstellungen der Realität anpasse. Bis zu einer vollständigen Beendigung des Krieges und der Vereinbarung eines dauerhaften Friedens in der Region werde der Iran die volle Kontrolle über die Straße von Hormus behalten.
+++ Irans Vize-Außenminister: Noch kein Datum für nächste Verhandlungsrunde mit den USA
"Bis wir uns nicht auf ein Rahmenwerk geeinigt haben, können wir kein Datum festlegen", sagte der iranische Vize-Außenminister Chatibsadeh. "Wir hoffen, dass wir zum nächsten Schritt übergehen können, sobald wir das abgeschlossen haben." "Wir wollen nicht in eine Verhandlung oder ein Treffen gehen, das zum Scheitern verurteilt ist und einen Vorwand für eine weitere Eskalationsrunde bieten könnte", sagte Chatibsadeh weiter. Er betonte zugleich, der Iran sehe sich der Diplomatie verpflichtet.
+++ Irans oberster Führer Chamenei droht US-Streitkräften mit "neuen Niederlagen".
Der oberste iranische Führer Modschtaba Chamenei hat in einer ihm zugeschriebenen schriftlichen Botschaft der US-Armee mit einem vernichtenden Schlag gedroht. Die "tapfere iranische Marine" sei bereit, ihren Feinden "neue Niederlagen" zuzufügen, erklärte Chamenei am Samstag im Onlinedienst Telegram. Kurz zuvor hatten iranische Kanonenboote nach Angaben einer britischen Behörde auf einen Tanker in der Straße von Hormus geschossen.
+++ Indische Schiffe drehen in Straße von Hormus wieder ab.
Nach Berichten über einen Angriff der iranischen Revolutionsgarde auf einen Tanker in der Straße von Hormus haben mindestens zwei indische Schiffe ihren Kurs geändert. Nach Angaben der Schiffsbeobachtungsseite TankerTrackers.com handelte es sich bei einem der Schiffe um einen Öltanker unter indischer Flagge, der zwei Millionen Barrel Öl aus dem Irak geladen hat.
+++ Französischer Blauhelmsoldat bei Angriff im Süden des Libanon getötet.
Einen Tag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel ist ein französischer Blauhelmsoldat bei einem Angriff im Süden des Libanon getötet worden. Drei weitere französische Blauhelmsoldaten seien bei dem Angriff am Samstag verletzt worden, teilte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X mit. Es deute alles darauf hin, dass die pro-iranische Hisbollah "für diesen Angriff verantwortlich ist".

+++ In der Straße von Hormus ist offenbar ein Tanker angegriffen worden.
Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO meldete, sie habe entsprechende Berichte erhalten. Der Vorfall habe sich 20 Seemeilen nordöstlich von Oman ereignet. Der Beschuss sei von zwei Kanonenbooten ausgegangen, die in Bezug zu den iranischen Revolutionsgarden stehen sollen. Dem Kapitän des Tankers zufolge sei das Feuer ohne vorherige Warnung über Funk eröffnet worden. Das Schiff und seine Besatzung befänden sich aber in Sicherheit.
Der Iran hatte heute die Straße von Hormus wieder geschlossen, nachdem sie gestern kurzzeitig geöffnet worden war. Als Grund für die neuerliche Schließung gab Teheran die andauernde US-Blockade iranischer Häfen an.
+++ Pakistan ist trotz der Wiedereinführung iranischer Beschränkungen in der Straße von Hormus zuversichtlich, dass es zu einer Einigung zwischen Teheran und Washington kommen kann.
Pakistanische Behördenvertreter erklärten, es werde weiterhin auf eine Vereinbarung hingearbeitet. Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran endet nach derzeitigem Stand am 22. April. Neben der Lage in der Straße von Hormus könnte auch der Verlauf der Waffenruhe im Libanon Einfluss darauf haben, ob neue Gespräche zum Erfolg führten.
+++ Die libanesische Staatsführung hat sich über mögliche Verhandlungen mit Israel ausgetauscht.
Das teilte das Präsidialbüro in Beirut mit. Es habe ein Treffen zwischen Staatschef Aoun und Regierungschef Salam gegeben. Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben. Am Dienstag war es im Beisein von US-Außenminister Rubio zum ersten hochrangigen Treffen beider Seiten in Washington gekommen. Seit der Nacht zum Freitag gilt eine vorläufige Waffenruhe im Libanon.
+++ Ägypten bemüht sich nach Angaben von Außenminister Abdelatty zusammen mit Pakistan, der Türkei und Saudi-Arabien um einen dauerhaften Frieden zwischen den USA und dem Iran.
Abdelatty sagte, man wolle die Anstrengungen zur Beilegung des Konflikts regional breiter aufstellen. Ziel sei es, eine neuerliche Eskalation zu verhindern und eine Grundlage zu schaffen für Sicherheitsvereinbarungen nach dem Krieg. Energiemärkte, Lieferketten und Lebensmittelsicherheit müssten gewährleistet werden.
+++ Der Iran macht die gestern angekündigte Öffnung der Straße von Hormus rückgängig.
Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die iranische Armeeführung. Zur Begründung wurde darauf verwiesen, dass die USA die Blockade iranischer Häfen aufrechterhalten. Solange dies so bleibe, werde die Straße von Hormus erneut "streng kontrolliert". Zuvor es Meldungen gegeben, dass mehrere Öltanker die Meerenge passiert hätten. Schiffsverfolgungsdaten bestätigten die Angaben.
+++ Die Lage in der Straße von Hormus ist trotz der gestern angekündigten Öffnung durch den Iran unklar.
Gestern Abend stoppte eine Gruppe von rund 20 Frachtern und Tankern aus ungeklärten Gründen die Durchfahrt. Dagegen passierte ein in Dubai gestrandetes Kreuzfahrtschiff die Meerenge in Richtung Indischer Ozean. Inzwischen verließ auch ein Konvoi von Tankern den Golf, um die Straße von Hormus zu durchfahren, wie aus Schiffsverfolgungsdaten hervorgeht.
Der Iran drohte wieder mit der Schließung des Seewegs. Grund dafür ist die Ankündigung von US-Präsident Trump, die US-Blockade iranischer Häfen aufrechtzuerhalten. Diese bleibe bis zum Abschluss einer Vereinbarung mit dem Iran bestehen, erklärte Trump. Über das Wochenende werde verhandelt.
+++ Der im Iran-Krieg um Vermittlung bemühte pakistanische Armeechef Munir hat einen mehrtägigen Besuch in der iranischen Hauptstadt Teheran beendet.
Munir habe während seines Aufenthalts mehrere hochrangige iranische Politiker getroffen, darunter Außenminister Araghtschi und Parlamentspräsident Ghalibaf, teilte ein Armee-Sprecher in Islamabad mit. Einzelheiten nannte er nicht. Die USA und der Iran hatten sich vor Kurzem auf eine zweiwöchige Feuerpause verständigt. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden. Am vergangenen Wochenende war eine erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran in Islamabad ohne Ergebnis geblieben. Nach Angaben von US-Präsident Trump könnte es bald weitere Gespräche geben. Er zeigte sich zuversichtlich, dass eine Vereinbarung mit Teheran möglich sei.
+++ Der CDU-Verteidigungspolitiker Theis hat das gestrige Treffen in Paris über eine mögliche multinationale Mission zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus positiv bewertet.
Es sei gut, dass Europa aus der Beobachterposition herauskomme und seine Rolle im Iran-Krieg definiere, sagte Theis im Deutschlandfunk. Die europäischen Staaten dürften nicht länger kommentierend an der Seitenlinie stehen, sondern müssten unabhängig von den USA handeln. Die Öffnung der Meerenge von Hormus liege im weltweiten Interesse und sei für die globale Wirtschaft von zentraler Bedeutung.
Großbritannien und Frankreich wollen gemeinsam mit Deutschland und Italien eine Mission zum Schutz der Straße von Hormus anführen. Der Einsatz soll vom Charakter strikt friedlich und defensiv sein, um die Minenräumung zu unterstützen.
+++ Bundesfinanzminister Klingbeil fordert Maßnahmen gegen einen von der Internationalen Energieagentur prognostizierten möglichen Kerosinmangel.
Man müsse die Warnungen ernst nehmen, sagte der SPD-Chef dem "Spiegel". Es gelte, nicht nur das Preisproblem im Blick zu haben, sondern auch die Versorgungssicherheit. Die Auswirkungen durch den Iran-Krieg könnten noch längere Zeit anhalten. Dagegen meinte Bundeswirtschaftsministerin Reiche, Kerosin werde auch in deutschen Raffinerien produziert. Man sei nicht nur von Importen abhängig. Die IEA hatte gestern mitgeteilt, Kerosin könnte in den kommenden Wochen knapp werden. Nach Angaben des Luftverkehrsverbands in Berlin wird sich die Lage selbst bei einem kurzfristigen Ende des Iran-Kriegs auf den Energiemärkten nur langsam entspannen.
+++ Mehrere große Tanker und Frachtschiffe haben den Versuch abgebrochen, die Straße von Hormus zu durchqueren.
Das zeigen Bewegungsdaten. Die Gründe dafür sind unklar. Zuvor hatten sich mehrere Reedereien zurückhaltend zur angekündigten Freigabe geäußert. Das US-Militär in der Region hatte jedoch mitgeteilt, dass viele Schiffe eine Durchfahrt vorbereiteten.
+++ Der Iran droht mit einer erneuten Blockade der Straße von Hormus, falls die USA die iranischen Häfen nicht freigeben.
Das teilte Parlamentspräsident Ghalibaf mit. In iranischen Staatsmedien wurden zudem Zweifel an der Legitimität der Freigabe der Meerenge geäußert. In der Nachrichtenagentur Mehr hieß es etwa, die Entscheidung bedürfe einer Klärung des Obersten Sicherheitsrates, dem höchsten Gremium des Regimes. Die Freigabe der Straße von Hormus war von Außenminister Araghtschi bekanntgegeben worden.

+++ Nach der angekündigten Freigabe der Straße von Hormus durch den Iran hat US-Präsident Trump die Absicht bekräftigt, zeitnah ein Abkommen mit Teheran abzuschließen.
Der Verhandlungen liefen weiter gut, sagte Trump bei einem Auftritt in Phoenix. Details nannte er nicht. Nach iranischen Angaben soll am Montag eine neue Gesprächsrunde in Pakistan stattfinden. Ein erstes Treffen am vergangenen Wochenende hatte kein Ergebnis gebracht.
Freitag, 17. April
+++ Nach Bekanntgabe der Öffnung der Straße von Hormus zeigt sich das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs zuversichtlich.
Schiffe würden sich bereits durch die Meerenge bewegen, sagte Centcom-Kommandeur Cooper. Nähere Angaben machte er nicht. Cooper bestätigte Aussagen von Präsident Trump, wonach das US-Militär daran arbeiten werde, die Straße von Hormus von Minen zu räumen.
+++ Der Iran hat eine angebliche Bereitschaft zur Übergabe seines angereicherten Urans im Rahmen der Verhandlungen mit den USA dementiert.
Dies teilte das iranische Außenministerium dem Staatsfernsehen mit. US-Präsident Trump hatte Reuters gesagt, die USA arbeiteten mit dem Iran daran, das angereichterte Uran zu bergen und es in die USA zu bringen. Das sei Teil der geplanten Abmachungen.
+++ Der libanesische Präsident Aoun fordert, die Waffenruhe in ein dauerhaftes Abkommen" umzuwandeln.
In seiner ersten Fernsehansprache nach der von den USA vermittelten Feuerpause lässt er jedoch offen, ob er damit ein Friedensabkommen mit Israel meint. Der Libanon verhandle nun für sich selbst und sei nicht länger der Spielball anderer oder ein Schauplatz für fremde Kriege, sagte Aoun. Aus dem Libanon hatte zuletzt die Hisbollah-Miliz immer wieder Israel angegriffen. US-Präsident Trump will direkte Gespräche zwischen Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu.
+++ Bundeskanzler Merz will die USA bei einer militärischen Absicherung der Straße von Hormus mit einbeziehen.
Die Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges dürften nicht zu einem "transatlantischen Stresstest" werden und die Beziehungen zu den USA belasten, sagte Merz nach Beratungen über einen möglichen Militäreinsatz in der Meerenge. Zuvor hatte der französische Präsident Macron von einer "neutralen Mission" gesprochen, die sich von den Kriegsparteien abgrenze.
+++ Erste Reedereien haben auf die vom Iran angekündigte Öffnung der Straße von Hormus reagiert.
Die dänische Reederei Maerks erklärte, man habe die Ankündigung zur Kenntnis genommen. Das Unternehmen betonte: "Jede Entscheidung über die Durchfahrt durch die Meerenge wird auf der Grundlage von Risikobewertungen und einer genauen Beobachtung der Sicherheitslage getroffen." Bei der Hamburger Reederei Hapag Lloyd berät derzeit ein Krisenstab. "Sofern alle offenen Fragen geklärt sind, würden wir es vorziehen, die Meerenge so bald wie möglich zu passieren", hieß es.
+++ Die Ankündigung einer teilweisen Öffnung der Straße von Hormus lässt den Ölpreis sinken.
Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI kosteten erstmals seit fünf Wochen wieder weniger als 90 Dollar das Fass, was die Inflationssorgen linderte. An den Aktienmärkten kam es zu Kursgewinnen. An den Geldmärkten sehen Anleger nun wieder mehr Chancen für sinkende Zinsen, wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt.
+++ Iran droht wieder mit Blockade der Straße von Hormus.
Sollte die Seeblockade der USA andauern, werde der Iran dies als Verletzung der Waffenruhe betrachten und die Straße von Hormus schließen. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Regierungsvertreter.
+++ Großbritannien und Frankreich wollen gemeinsam mit Deutschland und Italien eine multinationale Mission zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus anführen.
Das teilten die Regierungschefs der vier Länder auf einer Konferenz in Paris mit. Der britische Premierminister Starmer betonte, der Einsatz solle strikt friedlich und defensiv sein, um die Minenräumung zu unterstützen. Frankreichs Staatschef Macron sagte, Details zur Umsetzung der Mission sollen kommende Woche bei einer Konferenz in London festgelegt werden. Bundeskanzler Merz erklärte, Deutschland könne bei der Minenräumung und Seeaufklärung helfen. Bedingung für einen solchen Einsatz sei aber zunächst ein Ende des Kriegs. Notwendig seien zudem eine sichere Rechtsgrundlage, ein Beschluss der Bundesregierung und des Bundestags.

+++ Israel wird nach Angaben von US-Präsident Trump den Libanon nicht mehr angreifen.
Das sei ihnen von den Vereinigten Staaten verboten worden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Gestern hatte Trump eine zehntägige Waffenruhe im Libanon verkündet, nachdem sich in dem Land die proiranische schiitische Hisbollah-Miliz sechs Wochen lang Gefechte mit der israelischen Armee geliefert hatte.
+++ Der Iran hebt die Blockade der Straße von Hormus für die Zeit der mit dem Libanon geltenden Waffenruhe auf.
Das teilte der iranische Außenminister Araghtschi auf der Plattform X mit. Alle Handelsschiffe könnten den Seeweg wieder passieren. Die Waffenruhe für den Libanon trat in der vergangenen Nacht in Kraft und soll zehn Tage gelten. Der Iran hatte seit Beginn der US-israelischen Angriffe am 28. Februar die strategisch wichtige Meerenge faktisch blockiert. Durch die Straße von Hormus wird etwa ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert. Dies hat die Energiepreise in den vergangenen Woche drastisch verteuert. In Paris beraten zahlreiche Staats- und Regierungschefs, wie die Route militärisch gesichert werden könnte.
+++ Libanons Präsident Aoun hat die Menschen dazu aufgerufen, die Waffenruhe mit Israel als Chance für das Land wahrzunehmen.
Es gelte, die Gelegenheit zu nutzen, um Stabilität und Wiederaufbau voranzubringen, sagte Aoun vor Abgeordneten in Beirut. Oberste Priorität sei die Festigung der Waffenruhe. Dazu gehöre unter anderem der vollständige Rückzug israelischer Truppen aus Gebieten im Süden. Ziel sei es auch, dass es keine bewaffneten Kräfte außerhalb der regulären Armee und der legitimen Sicherheitsorgane gebe. Die Waffenruhe mit Israel trat in der vergangenen Nacht in Kraft. Damit sollen die Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und der israelischen Armee beendet werden. Vorgesehen ist auch eine Entwaffnung der Hisbollah-Kämpfer.
+++ Auch nach Inkrafttreten der Waffenruhe mit dem Libanon dringt Israel auf eine Entwaffnung der dort aktiven Hisbollah-Miliz.
Verteidigungsminister Katz machte in einer Videobotschaft deutlich, dass dies mit politischen, aber auch mit militärischen Mitteln erreicht werden solle. Einen Rückzug der israelischen Soldaten aus den von ihnen eroberten Gebieten im Süden des Nachbarlandes schloss er aus. Ministerpräsident Netanjahu hatte gestern erklärt, er wolle an einer rund zehn Kilometer breiten Sicherheitszone festhalten, um Angriffe der vom Iran unterstützten Miliz zu verhindern. Die Hisbollah warnte, dass sie für den Fall einer Verletzung der Waffenruhe durch die israelische Armee kampfbereit bleibe. Trotz der weiter angespannten Lage machten sich inzwischen tausende Menschen im Libanon auf den Weg zurück in ihre Heimatorte. Die Waffenruhe war um Mitternacht in Kraft getreten, nach mehr als sechs Wochen Krieg. Mehr als eine Million Menschen waren vertrieben worden.
+++ Nach Inkrafttreten einer Waffenruhe im Libanon haben sich seit den frühen Morgenstunden tausende Menschen auf den Weg zurück in ihre Heimatorte gemacht.
Auf den Straßen in Richtung Süden bildeten sich Augenzeugen zufolge lange Staus. Einige Menschen schwenkten Hisbollah-Fahnen aus dem Fenster. Die libanesische Armee erklärte am Morgen, an der Wiedereröffnung einer wichtigen zerstörten Brücke in Richtung Süden zu arbeiten. Israels Armee hatte kurz nach Inkrafttreten der Feuerpause die Bewohner im Libanon dazu aufgerufen, sich nicht südlich des Litani-Flusses - etwa 30 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt - zu begeben. Auch die libanesische Armee warnte Flüchtlinge vor einer Rückkehr in den Süden des Landes. In der Region gebe es weiterhin zahlreiche israelische Aggressionen.
+++ Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA zielen offenbar zunächst auf eine vorläufige Vereinbarung.
Erst werde eine Absichtserklärung unterzeichnet, hieß es aus pakistanischen Verhandlerkreisen. Im Anschluss solle binnen 60 Tagen ein umfassendes Abkommen ausgehandelt werden. Beide Seiten seien sich grundsätzlich einig, technische Details würden später geklärt. Pakistan vermittelt zwischen den USA und dem Iran. ---
+++ Der Nahost-Experte Simon Wolfgang Fuchs sieht durch die Waffenruhe im Libanon die Hisbollah-Miliz gestärkt.
Insgesamt sei die Feuerpause ein Gewinn für den libanesischen Präsidenten Aoun, aber auch für die Hisbollah, sagte Fuchs im Deutschlandfunk. Für die Hisbollah sei nun mit einem ähnlichen Szenario wie bei der Hamas im Gazastreifen zu rechnen. In Gaza sei die Hamas noch da, die Frage nach einer Entwaffnung sei in den Hintergrund getreten.
Libanon-Waffenruhe - Interview Simon Wolfgang Fuchs, Hebräische Uni Jerusalem
+++ Die SPD-Bundestagsfraktion stellt Bedingungen für eine Entsendung deutscher Soldaten in die Straße von Hormus.
Dazu zähle ein verlässlicher Waffenstillstand, sagte ihr außenpolitischer Sprecher, Ahmetovic, den Sendern RTL und ntv. Die SPD sei nicht bereit, die Soldaten in ein Himmelfahrtskommando zu schicken.
+++ Vertreter von rund 30 Staaten wollen heute über eine mögliche gemeinsame Mission in der Straße von Hormus beraten.
Gastgeber der Konferenz in Paris sind Frankreichs Präsident Macron sowie Großbritanniens Premierminister Starmer. Erwartet wird, dass Bundeskanzler Merz ein konkretes deutsches Angebot für eine Beteiligung übermittelt. Laut Medienberichten wird nach dem Ende der Kampfhandlungen ein Einsatz der Bundeswehr im Rahmen einer internationalen Mission erwogen. Eine Beteiligung soll demnach zum Beispiel Minenräumung oder Seeaufklärung umfassen. Grundlagen hierfür seien ein Mandat des Deutschen Bundestags und ein tragfähiges militärisches Konzept.
+++ Der Wirtschaftsweise Felbermayr rechnet durch die Schließung der Straße von Hormus mit langfristig höheren Energiepreisen.
Selbst wenn das Problem morgen gelöst würde, müsse man davon ausgehen, dass die Preise das ganze Jahr über und auch noch 2027 höher blieben, sagte Felbermayr im Deutschlandfunk. Weil die Lager in der Region voll seien, werde weniger Öl produziert. Diese Produktion könne nicht nachgeholt werden. Hinzu kämen kriegsbedingte Zerstörungen und die maritime Lage. Man müsse deshalb mit Engpässen beim Kerosin und Diesel rechnen.
Frühjahrstagung von IWF und Weltbank - Interview Gabriel Felbermayr, Ökonom
+++ Der Libanon hat Israel einen Bruch der Waffenruhe vorgeworfen.
Die libanesische Armee teilte mit, seit Inkrafttreten der Feuerpause habe es zeitweiligen Beschuss durch Israel auf südlibanesische Dörfer gegeben. Die Bürger seien aufgerufen worden, ihre Rückkehr in die Ortschaften vorerst zu verschieben.
+++ Erstmals seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran sind wieder Telefonate aus dem Ausland in das iranische Festnetz möglich.
Anrufe aus dem Ausland auf Mobiltelefone sind jedoch weiter gesperrt. Auch der Zugang zum Internet wurde laut Medienberichten in begrenztem Umfang wieder freigeschaltet, Dienste wie Google laufen aber demnach noch nicht stabil. Die iranische Regierung hatte am 28. Februar den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Zugelassen waren lediglich staatlich genehmigte Webseiten.
+++ Im Libanon gab es Freudenfeiern zum Beginn der Waffenruhe.
In der Hauptstadt Beirut schossen Menschen aus Freude in die Luft. In den während des Krieges von Israels Armee schwer getroffenen südlichen Beiruter Vororten feierten Menschen auf den Straßen, wie Augenzeugen berichteten. Lokalen Medienberichten zufolge machten sich zahlreiche Menschen bereits auf in Richtung Süden des Landes - mehr als eine Million Menschen waren durch den Krieg vertrieben worden.

+++ UNO-Generalsekretär Guterres ruft Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz auf, die von US-Präsident Trump verkündete Waffenruhe uneingeschränkt zu respektieren.
Das teilte sein Sprecher in New York mit. Guterres hoffe, dass diese Waffenruhe den Weg für Verhandlungen und die vollständige Umsetzung der Resolution 1701 des Sicherheitsrats ebnen werde, um eine langfristige Lösung des Konflikts zu erreichen. Die Resolution wurde im August 2006 nach dem Libanonkrieg zwischen Israel und der Hisbollah verabschiedet. Sie fordert unter anderem die Entwaffnung aller bewaffneten Gruppen im Libanon und den Rückzug der Hisbollah nördlich des Litani-Flusses.
+++ Die Waffenruhe-Vereinbarung für den Libanon ist in Europa begrüßt worden.
Bundesaußenminister Wadephul begrüßte die Einigung und forderte eine effektive Entwaffnung der Hisbollah. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen bezeichnete die Waffenruhe als Erleichterung, der nun ein Pfad zu dauerhaftem Frieden folgen müsse.
+++ Zwischen dem Libanon und Israel ist die zehntägige Waffenruhe in Kraft getreten.
Sie schließt auch die pro-iranische Hisbollah-Miliz ein. Die Feuerpause, die unter Vermittlung von US-Präsident Trump zustande kam, begann um Mitternacht Ortszeit (23.00 Uhr MESZ).
Donnerstag, 16. April
+++ Israels Premierminister Netanjahu hat die geplante zehntägige Waffenruhe mit dem Libanon bestätigt.
Er erklärte in einer Videobotschaft, Israel wolle Gesprächen über ein Friedensabkommen mit dem Libanon eine Chance geben. Eine zentrale Forderung dafür sei die Entwaffnung der militant-islamistischen Hisbollah, betonte Netanjahu. Während der Waffenruhe werde die israelische Armee im Südlibanon bleiben.

+++ US-Präsident Trump hat ein weiteres Treffen zwischen den USA und dem Iran in Aussicht gestellt.
Trump sagte in Washington, ein solches Treffen finde möglicherweise am Wochenende statt. Er sei sich zudem nicht sicher, ob die Waffenruhe verlängert werden müsse. Für den Fall einer Einigung könnte er persönlich zu einer Unterzeichnung nach Islamabad reisen. Trump erklärte, der Iran habe einem Verzicht auf Nuklearwaffen zugestimmt und wolle den USA auch radioaktives Material aushändigen. Nach der ergebnislos beendeten Gesprächsrunde am vergangenen Wochenende hatten die USA noch beklagt, das Regime in Teheran habe keine diesbezügliche Zusage treffen wollen.
+++ US-Präsident Trump will den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu und den libanesischen Präsidenten Aoun ins Weiße Haus einladen.
Das kündigte Trump in Washington an. Ziel seien bedeutungsvolle Gespräche zwischen den Nachbarstaaten.
+++ Mehr als sechs Wochen nach Beginn der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz hat US-Präsident Trump eine Waffenruhe im Libanon verkündet.
Die zehntägige Feuerpause solle um Mitternacht Ortszeit beginnen, schrieb er nach Gesprächen mit dem libanesischen Staatspräsidenten Aoun und mit Israels Regierungschef Netanjahu auf seiner Plattform Truth Social. Es ist unklar, was die Vereinbarung für die Kämpfe Israels mit der militant-islamistischen Hisbollah bedeutet.
+++ Libanons Präsident Aoun ist offenbar vorerst nicht bereit zu einem direkten Telefongespräch mit Israels Ministerpräsident Netanjahu.
Aoun habe in einem Gespräch mit US-Außenminister Rubio zwar über die Möglichkeit eines solchenTelefonats gesprochen, lehne es bisher aber ab, melden mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend und berufen sich auf libanesische Regierungskreise. Aoun hatte zuvor betont, wie wichtig ein Waffenstillstand mit Israel vor Verhandlungen sei. Ein Telefonat zwischen Aoun und Netanjahu wäre das erste Gespräch dieser Art seit Jahrzehnten. Die Nachbarstaaten sind verfeindet und befinden sich offiziell im Kriegszustand.

+++ Das israelische Militär hat eine weitere strategisch wichtige Brücke im Südlibanon zerstört.
Das teilte ein hochrangiger libanesischer Sicherheitsvertreter mit. Die Brücke verbindet demzufolge den Süden mit dem Rest des Landes. Die Hisbollah-Miliz habe über sie Waffen geschmuggelt, hieß es. Den Angaben zufolge wurden in den vergangenen Wochen sieben Brücken zerstört.
+++ US-Verteidigungsminister Hegseth fordert den Iran nachdrücklich auf, einem Friedensabkommen zuzustimmen.
Sollte dies nicht geschehen, stünden die US-Streitkräfte im Nahen Osten bereit, Kampfeinsätze wiederaufzunehmen, sagte Hegseth während eines Briefings im Pentagon. Der Iran könne sich "für eine blühende Zukunft entscheiden, für eine goldene Brücke", und die USA hofften, dass er dies für seine Bevölkerung tun werde. Sollte das Land sich jedoch falsch entscheiden, werde es eine Blockade geben und Bomben werden auf die Infrastruktur, auf Strom- und Energieanlagen fallen.

+++ Der israelische Regierungschef Netanjahu wird heute mit dem libanesischen Staatspräsidenten Aoun telefonieren.
Dies sagte die israelische Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Technologie, Gamliel, dem Armeesender in Jerusalem. Kurz zuvor hatte US-Präsident Trump Kontakte zwischen den Führungen beider Länder angekündigt.
+++ Nach dem Scheitern einer ersten Runde von Friedensgesprächen verdichten sich die Anzeichen für eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran.
Es gebe Diskussionen darüber, sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses in Washington. Zuvor war gemeldet worden, dass sich pakistanische Vermittler in Teheran aufhalten, um eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA in die Wege zu leiten.
+++ US-Präsident Trump hat Kontakte auf höchster Ebene zwischen Israel und dem Libanon angekündigt.
Spitzenvertreter beider Länder würden heute miteinander sprechen, hieß es in einer Erklärung. Gesandte aus Israel und dem Libanon waren bereits vor zwei Tagen in Washington erstmals seit Jahrzehnten zu direkten Unterredungen auf politischer Ebene zusammengekommen. Zu Ergebnissen wurden keine Angaben gemacht. Der Libanon fordert eine Feuerpause, während Israel die Entwaffung der Terrorgruppen zum Ziel hat.
+++ Israel will den Einsatz im Südlibanon fortsetzen.
Das kündigte Ministerpräsident Netanjahu während einer Sitzung des Sicherheitskabinetts an. In einem Video erklärte er, er habe das Militär angewiesen, die Sicherheitszone im Süden des Nachbarlandes auszubauen. Gleichzeitig wolle man mit dem Libanon verhandeln. Dabei stünden zwei zentrale Ziele im Vordergrund: die Entwaffnung der Hisbollah und ein nachhaltiger Frieden.

+++ Pakistanische Vermittler sind laut einem Bericht in Teheran eingetroffen, um eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA in die Wege zu leiten
Die Konfliktparteien tauschen dem Bericht der "New York Times" zufolge weiter Botschaften über den Vermittler Pakistan aus - eine zweite direkte Verhandlungsrunde sei aber noch nicht vereinbart. Das Weiße Haus zeigte sich optimistisch: Man sei zuversichtlich, was die Aussichten auf eine Einigung angehe. Die Waffenruhe endet nächste Woche.
Mittwoch, 15. April
+++ Die Vereinten Nationen stellen Notfallhilfe für die vom Krieg betroffene Bevölkerung im Iran bereit.
Er habe umgerechnet gut zehn Millionen Euro aus dem Globalen Notfallfonds der UNO zugeteilt, erklärte Nothilfekoordinator Fletcher. Tausende Zivilisten seien getötet, Infrastruktur zerstört und lebenswichtige Dienste unterbrochen worden. "Diese Finanzierung wird unseren Partnern helfen, lebensrettende Hilfe im großen Maßstab zu leisten", so Fletcher.
+++ Der Iran hat angesichts der US-Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus mit einer Wiederaufnahme von Angriffen gedroht.
Sollte die Sicherheit von iranischen Handelsschiffen und Öltankern bedroht sein, werde man einen Bruch der Waffenruhe einleiten, heißt es in einer Mitteilung der Militärführung. Sie nannte als mögliche Konsequenzen auch eine Blockade im Roten Meer, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete.
+++ Bundeskanzler Merz reist am Freitag zu Beratungen über einen möglichen internationalen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus nach Paris.
Das melden übereinstimmend mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin. Zu den Gesprächen haben Frankreichs Präsident Macron und der britische Premierminister Starmer eingeladen. Die Bundesregierung hatte im Vorfeld ihre Bereitschaft zur Teilnahme an einem Hormus-Einsatz nach einem Ende des Iran-Kriegs bekundet. Nach Angaben des französischen Präsidialamtes geht es um eine multilaterale und rein defensive Mission. Ziel sei es, die freie Schifffahrt durch die Meerenge wiederherzustellen, sobald die Sicherheitsbedingungen dies erlaubten.

+++ Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in den ersten zwei Tagen seiner Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus neun Schiffe abgefangen.
Die Schiffe hätten den Befehlen der US-Kräfte Folge geleistet, umzudrehen und zu einem iranischen Hafen oder Küstengebiet zurückzukehren, erklärte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Central Command (Centcom). Kein Schiff sei an den US-Kräften vorbeigekommen. Allerdings scheint dies im Widerspruch zu Schifffahrts-Trackingdaten zu stehen. Demnach durchfuhren gestern mindestens drei aus iranischen Häfen ausgelaufene Schiffe die Straße von Hormus. Laut dem Schifffahrts-Analyseunternehmen Kpler passierten mindestens sieben in Verbindung zum Iran stehende Schiffe die Meerenge, seit die Blockade am Montag in Kraft getreten ist.
+++ Bundesfinanzminister Klingbeil rechnet mit länger andauernden wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs.
Am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank sagte Klingbeil, alle Rückmeldungen wiesen darauf hin, dass man sich auf einen längeren Energiepreisschock einstellen müsse. Der SPD-Bundesvorsitzende stellte für diesen Fall weitere Reaktionen der Bundesregierung in Aussicht.
+++ Die Türkei setzt sich nach den Worten von Präsident Erdogan für eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ein.
Ankara arbeite daran, die Spannungen abzubauen und die Fortsetzung von Gesprächen zu sichern, sagte Erdogan vor Abgeordneten in Ankara. Die Angriffe Israels auf den Libanon schadeten den Friedenshoffnungen. Das durch die Waffenruhe geschaffene Zeitfenster müsse genutzt werden.
+++ Neue Gespräche mit dem Iran könnten nach den Worten von US-Präsident Trump schon diese Woche stattfinden.
Er sagte der New York Post, Verhandlungen seien in den nächsten zwei Tagen in Pakistan möglich. Dem Sender ABC sagte Trump, dass er den Waffenstillstand, der kommende Woche ausläuft, nicht verlängern wolle. Er ziehe ein Abkommen vor. Vizepräsident Vance hatte zuvor erklärt, bei den vorausgegangenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran seien bereits enorme Fortschritte erzielt worden. Eine Einigung sei nur nicht zustande gekommen, weil der Präsident ein Abkommen bevorzuge, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitze.
+++ Nach der deutlichen Vortagserholung fehlte dem Dax am Mittwochmorgen zunächst die Kraft für weitere klare Gewinne.
Die Anleger dürften abwarten, ob es in den kommenden Tagen tatsächlich eine weitere Gesprächsrunde zwischen dem Iran und den USA geben wird, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete. In den ersten Handelsminuten schaffte der deutsche Leitindex ein Plus von 0,05 Prozent auf 24.055 Punkte. Die Börsen in Ostasien stiegen im Zuge fallender Ölpreise und Hoffnung auf eine Einigung im Iran-Krieg den zweiten Tag in Folge. Auch an der Wall Street wurden zuletzt steigende Kurse verzeichnet.
+++ Die Unsicherheit unter den Firmen in Deutschland hat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen und ist so groß wie seit über zwei Jahren nicht mehr.
Im März fiel es 78,6 Prozent der Firmen schwer oder eher schwer, ihre zukünftige Geschäftsentwicklung einzuschätzen, wie aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Münchner Ifo-Instituts hervorgeht. Im Februar waren es noch 75,4 Prozent. Damit erreichte der Indikator für wirtschaftliche Unsicherheit den höchsten Wert seit Februar 2024.
+++ Das US-Militär hat nach eigenen Angaben alle iranischen Häfen und den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus abgeriegelt.
Die Blockade der Häfen sei vollständig ausgeführt worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Online-Plattform X mit. In weniger als 36 Stunden hätten US-Streitkräfte den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hieß es weiter. Zuvor hatten die US-Streitkräfte bereits mitgeteilt, in der Straße von Hormus habe seit Inkrafttreten der Blockade kein Schiff diese mehr durchbrochen.
+++ US-Vizepräsident Vance schätzt die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen den Iran als stabil ein.
Derzeit halte die Waffenruhe, sagte der Republikaner bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Präsident Trump wolle ein großes Abkommen erreichen, fügte der Vize hinzu. Seinen Worten zufolge wurden bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan am vergangenen Wochenende enorme Fortschritte erzielt. Allerdings waren die Unterredungen am Ende gescheitert. Pakistan und auch andere Staaten bemühen sich nach Agenturberichten um eine baldige Fortsetzung der Gespräche.

Dienstag, 14. April
+++ Das US-Außenministerium hat die Gespräche mit Botschaftern des Libanon und Israels als historischen Meilenstein bezeichnet.
In einer Erklärung verweist das Außenministerium darauf, dass beide Seiten erstmals seit 1993 diplomatische Gespräche in diesem Format geführt hätten. Alle Seiten hätten sich darauf geeinigt, weitere Gespräche zu führen. Details zu Termin und Ort sowie Ergebnisse des Treffens zwischen den Vertretern beider Länder und US-Außenminister Rubio wurden nicht genannt.
Die Positionen lagen zuletzt weit auseinander: Israel forderte eine Sicherheitszone im Südlibanon und die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz. Der Libanon strebte eine Waffenruhe und den Abzug israelischer Soldaten aus dem Süden des Landes an.
Im Südlibanon war es nach libanesischen Angaben in der von Israels Armee umstellten Stadt Bint Dschubail zu Gefechten zwischen israelischen Soldaten und Kämpfern der Hisbollah gekommen. Das israelische Militär erklärte, zehn eigene Soldaten seien bei einem Angriff der Miliz verletzt worden.
+++ Das direkte Gespräch zwischen der libanesischen Botschafterin in den USA und dem israelischen Vertreter in Washington ist beendet.
Das Treffen zwischen Nada Hamadeh Moawad und Jechiel Leiter habe rund zwei Stunden gedauert, meldeten mehrere israelische und libanesische Medien übereinstimmend. Die libanesische Zeitung L'Orient-Le Jour verweist auf eine gemeinsame Erklärung, wonach sich alle Parteien darauf verständigt hätten, weitere direkte Gespräche zu führen. Das bisherige Treffen sei produktiv gewesen, hieß es. Offiziell bestätigt ist die gemeinsame Erklärung noch nicht.
+++ Kanada setzt nach Angaben von Premierminister Carney die Kraftstoffsteuer des Bundes auf Benzin und Diesel bis zum 7. September aus.
Dies sei eine Maßnahme, welche die Betriebskosten für Lastwagenfahrer sowie für Unternehmen aus der Lebensmittel- und Agrarbranche, dem Bauwesen und für Lieferdienste senken werde, sagte Carney. Der Schritt dürfte den Preis für Normalbenzin um zehn kanadische Cent und für Diesel um vier kanadische Cent pro Liter reduzieren, fügte er hinzu. In Kanada erheben der Bund und die Provinzen jeweils eigene Steuern auf Treibstoff.
+++ Die USA haben nach eigenen Angaben den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus komplett unter Kontrolle.
Seit Inkrafttreten der Blockade am gestrigen Nachmittag habe kein Schiff diese durchbrochen, teilte das US-Zentralkommando mit. Sechs Handelsschiffe seien auf Anweisung der US-Streitkräfte in einen iranischen Hafen zurückgekehrt. Laut dem Schifffahrts-Analyseunternehmen Kpler passierten hingegen mindestens zwei aus iranischen Häfen kommende Schiffe die Meerenge.
Der französische Präsident Macron rief die USA und den Iran auf, ihre Gespräche zur Beendigung des Krieges fortzusetzen. Die Straße von Hormus müsse ohne Bedingungen und so schnell wie möglich wieder geöffnet werden, betonte Macron. Er kündigte eine von Frankreich und Großbritannien anberaumte internationale Videokonferenz für Freitag an. Auf dieser soll über eine multinationale Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge beraten werden.

+++ In Washington sollen zur Stunde erstmals seit Jahrzehnten wieder direkte Gespräche auf politischer Ebene zwischen den Regierungen des Libanon und Israels geführt werden.
Das Treffen der Botschafter findet in Anwesenheit von US-Außenminister Rubio statt. Der israelische Ressortchef Saar warb kurz vor Beginn für Frieden und eine Normalisierung der Beziehungen mit dem Libanon. Israel will im Südlibanon eine Sicherheitszone einrichten und fordert die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, die die Verhandlungen ablehnt. Die Regierung in Beirut will nach eigener Darstellung zunächst eine Waffenruhe erreichen sowie den Abzug israelischer Soldaten aus dem Süden des Landes. Der Libanon und Israel befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand und unterhalten bisher keine diplomatischen Beziehungen.
+++ In den Verhandlungen um ein Ende des Iran-Krieges sieht US-Vizepräsident JD Vance Teheran am Zug.
Vance sagt, er glaube, "dass der Ball im Feld der Iraner liegt, weil wir sehr viel auf den Tisch gelegt haben". US-Berichten zufolge fordern die USA eine 20-jährige Pause der iranischen Urananreicherung, während Teheran vorschlägt, seine nuklearen Aktivitäten für fünf Jahre auszusetzen.
+++ China hat die teilweise Blockade der Straße von Hormus durch die USA scharf kritisiert.
Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, das sei "gefährlich und unverantwortlich". In einer Lage, in der die beteiligten Seiten bereits eine vorläufige Waffenruhe erreicht hätten, würden die verstärkte Militärpräsenz der USA und gezielte Blockademaßnahmen Konflikte verschärfen, Spannungen erhöhen, die fragile Waffenruhe untergraben und die Sicherheit der Passage durch die Meerenge zusätzlich beeinträchtigen. China ist der wichtigste Abnehmer von iranischem Öl, das von der Sperre direkt betroffen ist. Diese gilt für Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder von dort auslaufen.

+++ Die Koalition aus Union und SPD will die vorübergehende Senkung der Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel möglichst zum 1. Mai in Kraft setzen.
Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Bilger, sagte, mit der SPD sei vereinbart, dass der Gesetzentwurf diese Woche in erster Lesung in den Bundestag gehe. Die abschließende Lesung solle dann kommende Woche stattfinden. Damit die Maßnahme bis zum 1. Mai umgesetzt werden könne, sei aber auch eine Sondersitzung des Bundesrats am 24. April nötig. Nach seiner Wahrnehmung seien jedenfalls die unionsregierten Länder bereit, die Sondersitzung anzusetzen, betonte Bilger.
+++ Der französische Präsident Macron und der britische Premierminister Starmer leiten am kommenden Freitag von Paris aus eine Videokonferenz zur Lage in der Straße von Hormus.
Das Präsidialamt in Paris teilte mit, daran sollten Länder teilnehmen, die sich an einer defensiven multilateralen Mission zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit beteiligen wollten - und zwar sobald die Sicherheitsbedingungen dies zuließen. Zuvor halten hochrangige Regierungsvertreter am Mittwoch eine Videoschalte ab, sagen zwei europäische Diplomaten.
+++ Neben CNN berichten nun auch mehrere Nachrichtenagenturen über Planungen für ein mögliches nächstes Treffen zwischen den USA und dem Iran.
So schreibt etwa die Deutsche Presse-Agentur, dass der Vermittler Pakisten an einer weiteren Verhandlungsrunde arbeitet. Demnach sollen die Gespräche so bald wie möglich stattfinden. Reuters meldet unter Berufung auf mehrere Insider, dass die Verhandlungsteams beider Seiten noch in dieser Woche zu Gesprächen nach Islamabad zurückkehren könnten. In der pakistanischen Hauptstadt hatte auch die erste Runde der Beratungen stattgefunden, die aber ergebnislos blieb. Inzwischen sprach US-Vizepräsident Vance von echten Fortschritten gesprochen. Am Wochenende waren die Gespräche in Islamabad. Zu den Streitpunkten gehören das iranische Atomprogramm, die internationalen Sanktionen gegen Teheran sowie die Straße von Hormus.
+++ Der US-Sender CNN hat Informationen, nach denen in der Trump-Regierung über eine zweite Runde von Gesprächen zwischen den USA und dem Iran nachgedacht wird.
+++ Der frühere Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Heusgen, hält eine UNO-Mission zur Sicherung der Straße von Hormus nach einem Ende des Iran-Kriegs für möglich.
Würde es im Sicherheitsrat zu einer entsprechenden Resolution kommen, könne er sich nicht vorstellen, dass sich Staaten dem verweigern würden,
sagte der ehemalige deutsche Botschafter bei den Vereinten Nationen im Deutschlandfunk
. Zurzeit könne man jedoch nicht absehen, wie sich die Lage im Nahen Osten entwickeln werde. Trumps Blockade der Straße von Hormus zeige, dass die USA kein wirkliches Konzept verfolgten. Die Kriegsführung des Präsidenten sei von Ad-hoc-Entscheidungen geprägt. Zudem seien im Iran noch brutalere Machthaber am Zug als der getötete Ajatollah Chamenei. Das Regime kämpfe ums Überleben und sei zu allem fähig, erklärte Heusgen.

+++ Die Welthungerhilfe warnt vor einer Verschärfung der Ernährungskrisen in Afrika und Asien.
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran bedrohe weltweit Existenzen, sagte die Ernährungsexpertin der Organisation, Wiemers, im Deutschlandfunk. Durch die Blockade der Straße von Hormus seien neben den Energiepreisen auch die Preise für Düngemittel explodiert. In Ländern wie Kenia, Indien oder Äthiopien könnten Landwirte Felder nicht bestellen. Zudem drohten wegen des Klimawandels Ernteausfälle.
+++ Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die von der Bundesregierung geplanten Entlastungen für Bürger wegen der hohen Kraftstoff- und Energiepreise grundsätzlich begrüßt.
DGB-Chefin Fahimi sagte im Deutschlandfunk, allerdings müsse die Dauer von zwei Monate verlängert werden. Es sei ohnehin klar, dass es ein Jahr dauern werde, bis sich der Energiemarkt wieder normalisiert habe. Die Entlastungen seien aber ein richtiges Zeichen. Man müsse jetzt nur sehen, ob die Senkung der Mineralölsteuer auf Diesel und Benzin um etwa 17 Cent brutto pro Liter auch von den Konzernen an die Verbraucher weitergegeben werde.
+++ Ein chinesischer Tanker, der mit US-Sanktionen belegt ist, hat Schiffsdaten zufolge trotz einer US-Blockade die Straße von Hormus durchquert.
Laut den Daten der Anbieter LSEG, MarineTraffic und Kpler ist es das erste Schiff, dem die Durchfahrt aus dem Persischen Golf seit Beginn der US-Blockade gelungen ist. Der Tanker mittlerer Größe hat den Angaben zufolge rund 250.000 Barrel Methanol an Bord, die er im Hafen von Hamrija in den Vereinigten Arabischen Emiraten geladen habe. Das Schiff und seine Eignergesellschaft Shanghai Xuanrun Shipping wurden von den USA wegen Geschäften mit dem Iran auf eine Sanktionsliste gesetzt.
+++ Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wollen Israel und der Libanon heute in Washington direkte Gespräche führen.
Sie finden auf Ebene der Botschafter statt. Zuletzt hatte der Krieg gegen den Iran zu einer Eskalation zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah im Libanon geführt. Israel strebt ein dauerhaftes Friedensabkommen an, macht dafür aber eine Entwaffnung der vom Iran unterstützten Miliz zur Bedingung. Der Libanon will nach eigener Darstellung zunächst eine Waffenruhe erreichen sowie den Abzug israelischer Soldaten aus dem Süden des Landes.
+++ Die Linken-Abgeordnete Wissler sieht die geplante Senkung der Mineralölsteuer für Diesel und Benzin kritisch.
Sie sagte im Deutschlandfunk, sie befürchte, dass die Entlastung bei den Menschen nicht ankomme. Auch trage die Maßnahme nicht dazu bei, zu verhindern, dass Mineralölkonzerne sich weiter bereicherten. Eine Übergewinnsteuer etwa könne den Konzernen den Anreiz nehmen, die Preise weiter in die Höhe zu treiben. Die jetzt beschlossene Steuersenkung aber sei teuer, und aus den Erfahrungen mit dem Tankrabatt von 2022 wisse man, dass die Entlastung auch nicht voll bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankomme.
+++ Der iranische Präsident Peseschkian hat erneut die US-Seite für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den beiden Kriegsparteien in Islamabad verantwortlich gemacht.
Übertriebene Forderungen und der "mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter" hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Macron. Die USA und der Iran hatten am Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Verhandlungen unter Vermittlung Pakistans geführt. Die Friedensgespräche waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.
+++ UNO-Generalsekretär Guterres ruft nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA zu einer konstruktiven Fortsetzung auf.
Er teilte in New York mit, auch wenn es keine Einigung gegeben habe, so hätten die Gespräche doch die Ernsthaftigkeit des Engagements betont und stellten einen bedeutenden Schritt hin zu einem neuen Dialog dar. Angesichts tief verwurzelter Differenzen habe eine Einigung nicht über Nacht erzielt werden können.
+++ Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und steigender Unsicherheit im Welthandel hat Chinas Exportwachstum an Tempo verloren.
Im März stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat nur noch um 2,5 Prozent, wie aus Daten der chinesischen Zollbehörde hervorgeht. Damit fiel das Exportwachstum schwächer aus als erwartet. In den ersten beiden Monaten des Jahres hatten Chinas Exporte noch deutlich stärker zugelegt. Überraschend kräftig legten dagegen im März die Importe um fast 28 Prozent zu.
+++ Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben nach der Darstellung von US-Vizepräsident Vance zu echten Fortschritten geführt.
Trotz bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox New. Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - nämlich deren Atomprogramm. Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran außer Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. "Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt", so der Vizepräsident.

+++ Russlands Außenminister Lawrow hat es als wichtig bezeichnet, eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen im Nahen Osten zu verhindern.
Das Außenministerium in Moskau teilte mit, Lawrow habe in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Araghtschi Russlands Bereitschaft bekräftigt, bei einer Lösung der Krise zu helfen. Für diesen gebe es "keine militärische Lösung". Araghtschi informiert Lawrow seinerseits den Angaben zufolge über die am Wochenende vorerst gescheiterten amerikanisch-iranischen Gespräche in Pakistan.
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