
Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier.
Mittwoch, 6. Mai
+++ Israels Ministerpräsident Netanjahu hat betont, oberstes Ziel bleibe die vollständige Entfernung des hoch angereicherten Urans aus dem Iran sowie der Abbau seiner Anreicherungskapazitäten.
Dabei handele es sich um ein gemeinsames Ziel Israels und der USA, sagte Netanjahu zum Auftakt einer Sitzung des sogenannten Sicherheitskabinetts.
+++ Ein US-Kampfjet hat im Golf von Oman auf einen unter iranischer Flagge fahrenden Öltanker gefeuert, der die Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen versucht haben soll.
Dabei sei das Ruder des Schiffs weggeschossen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom in den sozialen Medien mit. Die US-Streitkräfte hätten zuvor mehrere Warnungen ausgesprochen und das Schiff darüber informiert, dass es gegen die US-Blockade iranischer Häfen verstoße.
+++ Die von US-Präsident Trump forcierten Friedensverhandlungen zwischen Israel und dem Libanon kommen nicht voran.
Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam lehnte am Mittwoch ein baldiges Spitzentreffen von Vertretern beider Staaten ab. Dafür sei es noch zu früh, sagte Salam nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur NNA. Zunächst müsse die am 16. April vereinbarte Waffenruhe eingehalten werden, sagte er vor dem Hintergrund anhaltender Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz.
+++ Frankreich und seine Partner sind nach Angaben des Präsidialamtes in der Lage, die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten.
Die Regierung in Paris wolle zudem, dass das Thema getrennt von den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran behandelt werde, teilt der Élysée-Palast mit. Frankreich gab zuvor die Verlegung des Kampfverbandes um den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" in Richtung des Golfs von Aden bekannt.
+++ Die Führung in Teheran prüft nach eigenen Angaben einen US-Vorschlag zur Beendigung des mehr als zweimonatigen Krieges.
Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte der iranischen Nachrichtenagentur Isna, nach Prüfung des Vorschlages werde der Iran seine Position dazu an den Vermittlerstaat Pakistan übermitteln. Über Inhalte des Vorschlages machte Baghai demnach keine Angaben. Indes wies Baghai einen US-Medienbericht der Nachrichtenwebseite "Axios" über einen möglicherweise bevorstehendes Abkommen zwischen den Kriegsparteien als überzogen zurück.

+++ Die USA und der Iran kommen pakistanischen Vermittlerkreisen zufolge einer Vereinbarung für ein Kriegsende näher.
Eine Einigung auf ein Memorandum zur Beendigung des Krieges könne bald erzielt werden, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen pakistanischer Insider aus dem Umfeld der Vermittlungen. "Wir stehen kurz vor einem Abschluss", heißt es. Ähnliches hatte zuvor das US-Nachrichtenportal Axios berichtet.
Axios zufolge liegt ein 14 Punkte umfassendes Memorandum auf dem Tisch. Der US-Gesandte Witkoff und Trumps Schwiegersohn Kushner verhandelten darüber mit iranischen Offiziellen - sowohl direkt als auch über Vermittler. Während 30-tägiger Verhandlungen solle die Straße von Hormus und die US-Blockade iranischer Häfen schrittweise aufgehoben werden. Zudem soll der Iran einem Moratorium bei der Urananreicherung zustimmen, während die USA Sanktionen aufheben und eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freigeben. Axios beruft sich in seinem Bericht auf US-Regierungsvertreter. Der Sender CNBC berichtete unter Berufung auf einen Sprecher des iranischen Außenministeriums, die Führung in Teheran prüfe einen 14-Punkte-Plan der USA.
+++ Ein Schiff der französischen Reederei CMA CGM ist in der Straße von Hormus angegriffen worden.
Wie das Unternehmen mit Sitz in Marseille mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits gestern, als der Frachter versuchte, die Meerenge zu durchfahren. Mitglieder der Crew seien verletzt und in Sicherheit gebracht worden. Die "San Antonio" fährt unter maltesischer Flagge und wurde den Angaben zufolge beschädigt. Wer das Schiff angegriffen hat, teilte die Reederei nicht mit.
+++ Der iranische Außenminister Araghtschi hat in Peking mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi über den Iran-Krieg gesprochen.
Araghtschi betonte anschließend, Teheran strebe nach einem "fairen und umfassenden" Abkommen mit den USA. Wang Yi forderte den Iran und die USA auf, ihre Feindseligkeiten umgehend einzustellen und zu verhandeln. China unterstütze den Iran bei der Wahrung seiner nationalen Sicherheit und Souveränität. Die Führung in Peking pflegt enge wirtschaftliche und politische Beziehungen zu Teheran. US-Außenminister Rubio hatte deshalb in Washington die Hoffnung geäußert, Peking werde Teheran dazu drängen, seine Blockade der Straße von Hormus zu lockern.
+++ Die USA schlagen ihren Partnern den Aufbau einer multinationalen Marinekoalition für den Nahen Osten vor.
Das Bündnis mit dem Namen "Maritime Freedom Construct" (MFC) soll einen Sicherheitsrahmen für die Zeit nach einem Ende des Konflikts schaffen und die Durchfahrt durch die Straße von Hormus wieder ermöglichen, sobald sich die Lage stabilisiert. So steht es in einem Entwurf der US-Regierung, aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitiert.
Das MFC soll mit einer separaten französisch-britischen Marinemission zusammenarbeiten, an der rund 30 Länder beteiligt sind. Einigen Staaten fordern vor einer Entsendung militärischer Einheiten ein Mandat der Vereinten Nationen.
+++ US-Präsident Trump setzt die Geleitschutz-Mission für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus wieder aus.
Trump teilte mit, die Pause solle zeigen, ob ein Abkommen mit dem iranischen Regime unterzeichnet werden könne. Gleichzeitig betonte er, die US-Blockade iranischer Häfen bleibe in vollem Umfang in Kraft. Die Geleitschutz-Mission "Project Freedom" hatte am Montag begonnen. Bislang haben zwei Frachter die Meerenge passiert.
+++ Israels Ministerpräsident Netanjahu und weitere Regierungschefs der Region haben die jüngsten iranischen Angriffe verurteilt.
Das gehe aus gemeinsamen Telefonaten mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, hervor, meldet die staatliche Nachrichtenagentur WAM. Die Politiker bekunden demnach ihre Solidarität mit den Vereinigten Arabischen Emiraten angesichts der Attacken auf die Zivilbevölkerung und zivile Einrichtungen. Zudem unterstützen sie die bisherigen Maßnahmen zur Wahrung der Sicherheit.
Dienstag, 5. Mai
+++ Ein Frachtschiff in der Straße von Hormus ist von einem Geschoss getroffen worden.
Das teilte die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO mit. Weitere Details wurden nicht genannt.
+++ Das iranische Zentralkommando Chatam al-Anbija weist Vorwürfe zurück, in den vergangenen Tagen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verübt zu haben.
Zugleich warnt es vor einer "vernichtenden Reaktion", sollten die VAE gegen den Iran vorgehen. Die Regierung in Abu Dhabi meldete dagegen den zweiten Tag in Folge Raketen- und Drohnenbeschuss aus dem Iran.
+++ Bundeskanzler Merz hat den Iran aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
"Er muss aufhören, auf Zeit zu spielen", sagte Merz bei einem Termin mit dem portugiesischen Ministerpräsidenten. Der Iran müsse sein Atomwaffenprogramm einstellen. Es dürfe auch keine Angriffe mehr auf Israel und Golf-Staaten geben. Deutschland setze sich für freie Seewege ein. Dies solle auch militärisch erfolgen, sobald dafür die Voraussetzungen erfüllt seien. Ein erstes deutsches Schiff sei bereits unterwegs in das östliche Mittelmeer, wo es "vorstationiert" werde.
+++ Der israelische Außenminister Saar hat erklärt, der Militäreinsatz im Libanon sei befristet angelegt.
"Israel hat keine territorialen Ambitionen im Libanon", sagt Saar bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Wadephul in Berlin. Einziges Ziel der militärischen Präsenz sei der Schutz der Bevölkerung Israels. Daher sei es erforderlich, die radikal-islamische Hisbollah zu zerschlagen.

+++ Bundesaußenminister Wadephul (CDU) hat den Iran aufgefordert, seine "Politik der Brandstiftung" zu beenden.
"Iran muss sein ballistisches Raketenprogramm aufgeben. Und Iran muss seine Politik der Brandstiftung in der Region aufgeben", sagte Wadephul nach einem Treffen mit dem israelischen Außenminister Saar in Berlin. "Und diese Sicherheitsinteressen teilen Deutschland und Israel vollständig. Es wird jeden Tag dringlicher, dass Iran das Angebot zu Verhandlungen jetzt annimmt", sagte der Außenminister.
+++ Der Iran-Krieg machen einer Umfrage zufolge auch den deutschen Unternehmen im Ausland zu schaffen.
Wie die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) mitteilte, rutschten die Konjunkturerwartungen der befragten Firmen deutlich ins Minus. Zugleich wird die eigene Geschäftslage von den Unternehmen im Schnitt sogar leicht besser bewertet als im Herbst - allerdings mit regionalen Unterschieden. Während Unternehmen in China, den USA und den südamerikanischen Mercosur-Staaten aktuell "vergleichsweise optimistisch auf die kommenden Monate blicken, überwiegt in Asien und dem Nahen Osten die Skepsis", erklärte die DIHK. Steigende Einergiepreise, zunehmende Störungen in den Lieferketten und anhaltende Versorgungsrisiken belasteten die Aussichten.
Die Erhebung basiert auf den Rückmeldungen von mehr als 4500 deutschen Unternehmen, die in den Netzwerken der deutschen Auslandshandelskammern weltweit befragt wurden.
+++ Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate nach Angaben aus dem Golfstaat erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen.
Laute Geräusche in Teilen des Staatsgebiets seien auf das Abfangen von ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen zurückzuführen, teilte das Verteidigungsministerium der Emirate auf X mit. Das Land gehört zu den engsten Verbündeten der USA in der Golfregion.
+++ Die USA haben dem Iran bei weiteren Angriffen in der Straße von Hormus mit einer massiven Antwort gedroht.
Verteidigungsminister Hegseth sagte in Washington, die USA suchten nicht den Konflikt. Wenn der Iran aber US-Streitkräfte oder weitere Handelsschiffe angreife, werde er "mit der überwältigenden und vernichtenden Feuerkraft der USA konfrontiert". Derzeit aber gelte weiterhin die vereinbarte, sagte Hegseth auf Nachfrage von Journalisten zu der allerdings brüchigen Feuerpause, die seit fast einem Monat gilt. Der Iran hatte den USA zuvor mit weiteren Angriffen in der Straße von Hormus gedroht.
+++ Die Welt ist nach Einschätzung des Energiekommissars der Europäischen Union, Jørgensen, mit der "wohl schwersten Energiekrise aller Zeiten" konfrontiert.
Seit Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten haben die EU-Mitgliedstaaten demnach bereits über 30 Milliarden Euro mehr für Importe fossiler Brennstoffe ausgegeben – ohne dafür zusätzliche Lieferungen zu erhalten.
Etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und Flüssigerdgases wird normalerweise durch die Straße von Hormus transportiert. Seit Beginn des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge praktisch zum Erliegen gekommen.

+++ Nach Gefechten zwischen dem Iran und den USA in der Straße von Hormus hat Pakistan beide Seiten zu Zurückhaltung aufgerufen.
Premierminister Sharif erklärte auf X, es sei absolut essenziell, dass die Waffenruhe respektiert und gewahrt werde. Pakistan vermittelt zwischen dem Iran und den USA und versucht eine Fortführung der Verhandlungen über ein Kriegsende zu erreichen.
+++ Irans Außenminister Araghtschi reist heute nach China.
Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim mitteilte, will er mit seinem chinesischen Amtskollegen über Entwicklungen in der Region sprechen.
China gilt als Hauptabnehmer der iranischen Öl- und Gasproduktion. Die Volksrepublik hatte auch die gegen iranische Häfen gerichtete US-Seeblockade in der Straße von Hormus kritisiert. Zuletzt war Araghtschi zu Gesprächen mit Russlands Präsident Putin in St. Petersburg.
+++ Der britische Premierminister Starmer hat nach Angriffen des Irans auf die Vereinigten Arabischen Emirate zur Deeskalation aufgerufen.
Der Iran müsse sich ernsthaft an Verhandlungen beteiligen, um sicherzustellen, dass die Waffenruhe im Nahen Osten Bestand habe und eine langfristige diplomatische Lösung erreicht werde, erklärte Starmer. Auch das saudische Außenministerium äußerte sich besorgt.
Hintergrund der Äußerungen sind die jüngsten Drohnen- und Raketenangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate.
+++ In Kalifornien ist der vorerst letzte Tanker mit einer Erdöl-Lieferung aus dem Persischen Golf eingetroffen.
Wie mehrere Medien melden, bezieht der US-Bundesstaat etwa 30 Prozent seiner Öl-Importe aus der Region. Aufgrund der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus sind die Treibstoffpreise in Kalifornien bereits auf einen neuen Höchststand gestiegen. - Die USA sind der weltweit größte Produzent von Öl. Die Auswirkungen des Kriegs mit dem Iran sind in dem Land dennoch zu spüren. Die steigenden Treibstoffkosten erhöhen den innenpolitischen Druck auf Präsident Trump.
+++ Ein Containerschiff der dänischen Reederei Maersk hat nach Unternehmensangaben die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus passiert.
Das unter US-Flagge fahrende Handelsschiff "Alliance Fairfax" habe gestern den Persischen Golf über die Straße von Hormus verlassen, hieß es in einer Erklärung der Reederei. Demnach wurde das Schiff bei seiner Durchfahrt vom US-Militär geschützt.
+++ Indien hat den mutmaßlich iranischen Luftangriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate verurteilt.
Dieser Angriff, bei dem drei indische Staatsbürger verletzt worden seien, sei "inakzeptabel", erklärte das Außenministerium auf dem Online-Dienst X. Indien fordere die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten sowie der Angriffe auf zivile Infrastruktur und unschuldige Zivilisten.
Montag, 4. Mai
+++ US-Präsident Trump hat dem Iran für den Fall von Angriffen auf US-Schiffe mit Vernichtung gedroht.
Der Iran werde "von der Erde gefegt", sollte er Schiffe angreifen, die im Rahmen der neuen US-Initiative zur Öffnung der Straße von Hormus im Einsatz seien, zitierte der Sender Fox News Trump nach einem Interview.
+++ In der Straße von Hormus ist es zu Gefechten zwischen den USA und dem Iran gekommen.
US-Hubschrauber hätten sechs iranische Boote versenkt, nachdem diese in der Meerenge zivile Schiffe angegriffen hätten, teilte der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs (Centcom) mit. Beobachter gingen davon aus, dass die iranischen Angriffe eine Reaktion auf den Plan von US-Präsident Trump waren, in der Straße von Hormus festsitzende Schiffe durch die Meerenge zu leiten.
+++ Oman meldet Angriff nahe der Straße von Hormus.
Die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency berichtete, dass die Region um Buch getroffen worden sei. Dabei handelt es sich um einer vom übrigen Staatsgebiet getrennte Exklave an der Straße von Hormus. Zunächst war nicht klar, von wem der Angriff ausging.
+++ In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Behördenangaben zufolge nach einem iranischen Drohnenangriff ein Großbrand ausgebrochen.
Betroffen ist eine Industriezone der Hafenstadt Fudschaira, wie das Medienbüro der Küstenstadt berichtete. Zivilschutzkräfte seien im Einsatz, um den Brand einzudämmen. Zudem habe der Iran vier Marschflugkörper auf die Emirate abgefeuert worden, wovon drei abgefangen worden seien und einer ins Meer gestürzt sei, teilte das Verteidigungsministerium mit. Eine Stellungnahme der Regierung in Teheran liegt noch nicht vor.
+++ Südkorea prüft Berichte, wonach ein unter südkoreanischer Flagge fahrendes Schiff in der Straße von Hormus angegriffen wurde.
Ein Sprecher der südkoreanischen Reederei HMM teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass im Maschinenraum eines ihrer Frachter ein Brand ausgebrochen sei. Die Ursache des Brandes werde noch untersucht.
+++ Die Vereinigten Arabischen Emirate haben erstmals seit Beginn der Waffenruhe im Iran-Krieg vorübergehend einen Raketenalarm ausgelöst.
Einwohner seien aufgefordert, umgehend Schutz zu suchen, mahnten die Behörden. Die Notfallwarnung wurde kurz nach einer Mitteilung des US-Militärs herausgegeben, wonach zwei Handelsschiffe die Straße von Hormus passiert hätten.
+++ Zwei unter US-Flagge fahrende Handelsschiffe haben die Straße von Hormus erfolgreich durchquert.
Das erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom. Lenkwaffenzerstörer der US-Marine seien am Persischen Golf im Einsatz. Man unterstütze damit die Bemühungen zur Wiederherstellung des Handelsschiffsverkehrs in der Region.
+++ Das Minenjagdboot "Fulda" der deutschen Marine ist vom Stützpunkt in Kiel in Richtung Mittelmeer ausgelaufen.
Laut Bundesverteidigungsministerium geht es um eine sogenannte Vorausstationierung für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus. Die Bundesregierung hatte angeboten, dass Deutschland sich an der Sicherung der Schifffahrt dort beteiligen könnte. Dies setze jedoch ein Ende der Kampfhandlungen sowie ein Mandat des Bundestags voraus, hieß es.
+++ Frankreich hat zurückhaltend auf den US-Vorstoß reagiert.
Der französische Präsident Macron begrüßte das Vorhaben, Schiffen in der Straße von Hormus Geleitschutz zu geben, zwar grundsätzlich. Zugleich bemängelte er dass zu wenig Einzelheiten bekannt seien. Er betonte am Rande eines Treffens der Europäischen Politischen Gemeinschaft in der armenischen Hauptstadt Eriwan, Frankreich werde sich nicht an irgendwelchen gewaltsamen Operationen beteiligen.
+++ Iranische Medien melden Raketenangriff auf ein US-Militärschiff, die USA dementieren.
Das US-Regionalkommando Centcom teilte auf der Plattform X mit, Berichte, dass ein Schiff von zwei Raketen getroffen worden sei, seien falsch. Zuvor hatten mehrere iranische Nachrichtenagenturen über eine solche Attacke berichtet. Die iranische Marine gab zudem an, US-Verbände daran gehindert zu haben, in die Straße von Hormus einzufahren.
+++ Die Crew eines von US-Streitkräften festgesetzten iranischen Containerschiffs ist in Pakistan angekommen.
In einer Stellungnahme des südasiatischen Landes heißt es, die 22 Crewmitglieder sollten an diesem Montag den iranischen Behörden übergeben werden. Pakistan hatte zuletzt zwischen den USA und dem Iran vermittelt. Die "Touska" war vor gut zwei Wochen von US-Streitkräften im Rahmen der Seeblockade festgesetzt worden. In der Zwischenzeit wurde die Crew nach pakistanischen Angaben auf dem Frachter festgehalten. Das Schiff werde nach nötigen Reparaturen in pakistanische Hoheitsgewässer geleitet, um es den ursprünglichen Eigentümern zurückzugeben.
+++ Der führende Demokrat im Streitkräfteausschuss des US-Senats, Reed, hält eine mögliche Wiederaufnahme von Luftangriffen im Iran für nicht zielführend.
Er glaube nicht, dass das die Entschlossenheit der Iraner brechen würde, weiter durchzuhalten, sagte Reed dem Sender ABC News. Ein Grund dafür sei, "dass es für sie um ihre Existenz geht". Er gehe davon aus, dass die Iraner nach den Angriffen auf ihre Führung und den scharfen Drohungen des US-Präsidenten Trump für sich nur die Option sähen, weiterzukämpfen. Vor diesem Hintergrund solten die Vereinigten Staaten "Verhandlungen ernsthaft angehen". Er glaube nicht, dass der Präsident einen Plan habe, sondern dass er impulsiv handele und von Tag zu Tag entscheide, je nachdem, wie er sich gerade fühle, kritisierte Reed Trumps Vorgehen im Iran.
+++ Der Iran hat die USA vor Aktionen in der Straße von Hormus gewarnt.
Jede amerikanische Einmischung in der Meerenge werde als Verstoß gegen die Waffenruhe betrachtet, schrieb der Leiter der Sicherheitskommission im Parlament, Ebrahim Azizi, auf der Plattform X.
+++ Das Minenjagdboot "Fulda" der deutschen Marine läuft am Nachmittag vom Marinestützpunkt in Kiel in Richtung Mittelmeer aus.
Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums dient die Verlegung der sogenannten Vorausstationierung für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus. Dieser setzt jedoch ein Mandat des Bundestags voraus. Sollten die Parlamentarier dafür stimmen, wären das Boot und die Besatzung schon näher am Einsatzgebiet. Die Bundesregierung hatte angeboten, dass Deutschland sich an einem internationalen Militäreinsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligen könnte. Neben dem Bundestagsmandat gilt ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen als weitere Voraussetzung.

+++ In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden.
Ein Tanker sei von unbekannten Projektilen getroffen worden, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) auf der Plattform X mit.
Der Vorfall ereignete sich demnach am Sonntagabend, rund 145 Kilometer nördlich von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Besatzung sei in Sicherheit und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden. Seit Beginn des Iran-Kriegs ist es in der Straße von Hormus wiederholt zu Angriffen auf Schiffe gekommen.
Sonntag, 3. Mai
+++ US-Präsident Trump hat angekündigt, dass zeitnah damit begonnen werden soll, Schiffe aus der Straße von Hormus zu eskortieren.
In einem Beitrag auf seiner Online-Plattform "Truth Social" schrieb Trump zur Begründung, mehrere Staaten hätten um Hilfe gebeten. Diese seien nicht in den Iran-Krieg verwickelt. Trump betonte, man habe den betroffenen Ländern mitgeteilt, dass man ihre Schiffe sicher aus den blockierten Wasserstraßen herausführen werde.
Damit werde Montagmorgen Ortszeit begonnen. Wie genau, führte er nicht aus. Der US-Präsident fügte allerdings hinzu, jegliche Störung würde energisch bekämpft.
+++ Das iranische Außenministerium prüft derzeit eine US-Antwort auf den iranischen Friedensplan.
Wie es aus dem Ministerium hieß, hätten die USA über den Vermittler Pakistan eine Antwort auf den 14-Punkte-Vorschlag des Iran übermittelt. In dem Plan werde das Atomprogramm nicht angesprochen, teilte das Außenministerium mit. Das Thema ist einer der zentralen Streitpunkte in den Spannungen mit den USA. Laut staatlichen iranischen Medien sieht der Vorschlag des Iran unter anderem die Aufhebung der gegenseitigen Seeblockaden und ein Ende des Krieges binnen 30 Tagen vor. US-Präsident Trump hatte sich zuvor skeptisch geäußert. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Vorschlag aus Teheran akzeptabel sei, teilte er mit.
+++ Ungeachtet der vereinbarten Feuerpause für den Libanon hat die israelische Armee erneut Ziele im Süden des Landes angegriffen.
Nach Angaben der libanesischen Regierung wurde in der Stadt Arabsalim ein Mensch getötet; es gab zudem drei Verletzte. Im nahegelegenen Srifa wurden demnach fünf Personen verletzt. Nach israelischen Angaben richteten sich die Attacken gegen die militant-islamistische Hisbollah-Miliz. Die Armee hatte zuvor die Einwohner von mehr als zehn Ortschaften nördlich des Flusses Litani aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und sich mindestens einen Kilometer in offenenes Gelände zurückzuziehen. Die Feuerpause gilt seit Mitte April. Israel und die Hisbollah werfen sich gegenseitig vor, dagegen zu verstoßen.
+++ Bundeskanzler Merz sieht im angekündigten Abzug von US-Soldaten aus Deutschland keinen direkten Zusammenhang mit seiner Kritik an der Politik von US-Präsident Trump.
Das Thema Truppenrückzug sei nicht neu, es werde aber ein bisschen zugespitzt, sagte der CDU-Vorsitzende im ARD-Fernsehen. Es handele sich um ein Kontingent, das die vorherige US-Regierung auf Zeit stationiert habe und über dessen Abzug seit längerer Zeit gesprochen worden sei. Merz bekräftigte zugleich seine Kritik an der Iran-Strategie Washingtons und verteidigte auch seinen Satz, wonach der Iran die USA "gedemütigt" habe. Er müsse akzeptieren, dass der US-Präsident dazu eine andere Meinung habe. Das ändere aber nichts daran, dass die Vereinigten Staaten für Deutschland der wichtigste NATO-Partner seien.
+++ In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden.
Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt teilte auf der Plattform X mit, der Kapitän eines nordwärts fahrenden Massengutfrachters habe einen Angriff mehrere kleiner Boote gemeldet. Zu dem Vorfall kam es demnach elf Seemeilen westlich der iranischen Stadt Sirik. Alle Besatzungsmitglieder seien wohlauf, und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden, hieß es weiter. Zunächst reklamierte niemand den Angriff für sich.
+++ Bundesaußenminister Wadephul hat bei einem Telefonat mit dem iranischen Außenminister Araghtschi die sofortige Öffnung der Straße von Hormus verlangt.
Außerdem forderte er einen Verzicht des Iran auf Atomwaffen. Als enger Verbündeter der Vereinigten Staaten teile man das gleiche Ziel, erklärte Wadephul. Die Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs kommen seit Inkrafttreten der Waffenruhe Anfang April nicht voran. US-Präsident Trump hatte mit Blick auf einen weiteren Verhandlungsvorschlag aus Teheran erklärt, er könne sich nicht vorstellen, dass dieser annehmbar wäre. Eine Wiederaufnahme des Kriegs bezeichnete er als Option.
+++ Trotz stark dezimierter Militärkraft hat der Iran dem US-Militär offenbar mehr Schaden zugefügt, als bisher bekannt war.
Wie der US-Sender CNN anhand von Satellitenaufnahmen zeigt, hat das iranische Militär im Rahmen seiner Vergeltungsschläge mindestens 16 amerikanische Einrichtungen in acht Ländern getroffen und teils stark beschädigt. Das Ausmaß der Schäden sei beispiellos, heißt es. Hauptziele waren demnach Flugzeuge, Radar- und Kommunikationssysteme. Im Camp Arifjan in Kuwait zeigen Satellitenfotos beispielsweise, dass der Iran bis auf eine Ausnahme alle sogenannten Ray-Domes - also Schutzhüllen für Satellitensysteme - zerstört hat.
+++ Israel hat einen Plan zum Kauf von zwei neuen Kampfstaffeln moderner F-35- und F-15IA-Kampfjets von Lockheed Martin und Boeing endgültig gebilligt.
Das Geschäft habe einen Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Entscheidung des Ministerausschusses für Beschaffung sei ein erster Schritt in einem 350 Milliarden Schekel (rund 120 Milliarden Dollar) schweren Programm zum Ausbau der Streitkräfte. Die neuen Staffeln sollten ein Eckpfeiler der langfristigen Fähigkeiten des Militärs werden und Israels strategische Luftüberlegenheit sichern, erklärte das Ministerium.

+++ Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im Süden des Libanon ein Gebäude auf einem "religiösen Gelände" beschädigt.
Eine französische Hilfsorganisation gab an, dass es sich um ein christliches Kloster handele. Der israelischen Armee zufolge wurde auf dem Gelände "terroristische Infrastruktur" zerstört. Religiöse Erkennungsmerkmale seien nicht zu sehen gewesen. Das israelische Außenministerium wies die Vorwürfe dagegen zurück. Die Stätte sei nicht zerstört worden, hieß es auf X, sondern "unversehrt und sicher". Dazu wurde das Bild eines zweistöckigen Gebäudes veröffentlicht.
+++ Eine Karikatur, die den Hisbollah-Chef Kassem als "Angry Bird" aus einem Videospiel zeigt, führt im Libanon zu Aufruhr.
Das Video war von einem libanesische Fernsehsender ausgetrahlt worden. Die schiitische Miliz bezeichnete es als bleidigend. Hisbollah-Anhänger posteten als Reaktion zahlreiche Beleidigungen gegen den christlichen Patriarchen im Libanon. der Fernsehsender war in den 80er Jahren von einer christlichen Partei gegründet worden. Regierungschef Salam warnte vor einer "Atmosphäre verheerender Konflikte".
+++ US-Präsident Trump will die US-Truppenpräsenz in Deutschland über die bereits angekündigte Zahl hinaus herunterfahren.
Man werde die Zahl noch deutlich stärker reduzieren, und zwar um weit mehr als 5.000 Soldaten, sagte Trump vor Journalisten im Bundesstaat Florida. Am Freitag hatte das Verteidigungsministerium einen Teilabzug von Truppen aus Deutschland angeordnet.

+++ Das US-Außenministerium hat wegen des Iran-Kriegs Waffenlieferungen in Milliardenhöhe an die Golfstaaten genehmigt.
Ein Sprecher bestätigte, dass Außenminister Rubio die Exporte an Bahrain, Israel, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate per Notfallbeschluss bewilligt hat. So bedarf die Bewilligung keiner Zustimmung des Kongresses. Die Dringlichkeit der Genehmigung begründete das US-Ministerium damit, dass die verbündeten Staaten derzeit angegriffen würden. Die Lieferungen hätten einen Umfang von umgerechnet rund 21 Milliarden Euro.
+++ US-Präsident Trump hat erklärt, einen vom Iran übermittelten Plan für ein Ende des Kriegs prüfen zu wollen.
Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass dieser Plan akzeptabel sein werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran habe "noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt, was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat", begründete er seine Prognose. Am Freitag war bekannt geworden, dass der Iran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hatte.
+++ Israel hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden etwa 50 Luftangriffe auf Ziele im Libanon geflogen.
Eine Militärsprecherin teilte mit, im Süden des Landes seien sowohl Infrastruktur als auch Mitglieder der militant-islamistischen Hisbollah ins Visier genommen worden. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete sieben Todesopfer.
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