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Dienstag, 12. Mai
+++ Bundesbank-Präsident Nagel sieht die EZB auf Zinserhöhungen zusteuern.
"Wir können die hohen Energiepreise nicht ausblenden", sagte er dem "Handelsblatt". Zinserhöhungen würden immer wahrscheinlicher, wenn sich das Inflationsbild nicht grundsätzlich ändere. Der deutsche Notenbankchef verwies auf gestiegene Inflationserwartungen: Selbst bei einem baldigen Kriegsende könne die Inflationsrate deutlich länger erhöht bleiben, als noch vor einigen Wochen gedacht. Steigende Ölpreise infolge des Iran-Kriegs haben die deutsche Inflation im April bereits auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren getrieben. Waren und Dienstleistungen kosteten 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
+++ Wegen der gestiegenen Energiepreise seit Beginn des Iran-Kriegs ist die Inflation in den USA auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen.
Wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte, legten die Verbraucherpreise im April um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. US-Präsident Donald Trump beschwichtigte: Der Anstieg sei nur "von kurzer Dauer", sagte er. Die US-Inflation stieg im April auf den höchsten Stand seit Mai 2023 und lag noch einmal 0,6 Prozentpunkte höher als im März. Hauptgrund sind die infolge des Iran-Kriegs massiv gestiegenen Öl- und Gaspreise.
+++ Die EU-Außenbeauftragte Kallas hält eine Ausweitung der EU-Marinemission Aspides auf die Straße von Hormus nach dem Ende des Iran-Kriegs für möglich.
Dafür müssten die Mitgliedstaaten den Auftrag der Mission ändern, sagte Kallas nach einem Treffen der Verteidigungsminister der EU-Staaten. Aspides leiste bereits einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer. Bei ihrem Treffen im März hatten sich die Verteidigungsminister noch gegen eine Ausweitung von Aspides ausgesprochen.
+++ Nach Angaben der US-Regierung haben die USA bisher 29 Milliarden Dollar (umgerechnet 24,7 Milliarden Euro) für den Iran-Krieg ausgegeben.
Das sagte ein Finanzmitarbeiter des Pentagon in einer Anhörung des Kongresses. Der Anstieg seit seiner letzten Schätzung von 25 Milliarden Dollar vor fast zwei Wochen sei auf aktualisierte Ausgaben für Reparaturen und den Ersatz von Ausrüstung zurückzuführen, aber auch auf allgemeine Einsatzkosten, hieß es.

+++ Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat Satellitenbilder des Pentagon veröffentlicht, wonach die amerikanischen Streitkräfte schwere Verluste im Krieg mit dem Iran erlitten haben.
Offenbar hätten die USA den Krieg nicht ausreichend vorbereitet, hieß es. Die Fotos zeigen - so "Der Spiegel", dass die Iraner besonders Truppenansammlungen ins Visier nahmen. "Dazu gehören etwa Kasernen der Amerikaner in Bahrain, wo die fünfte Flotte der Marine getroffen wurde, sowie Camp Buehring und Camp Arifjan in Kuwait", schreibt das Magazin. Das Pentagon hatte die Veröffentlichung der Fotos zunächst verhindert. Experten vermuten, dass militärische Probleme kaschiert werden sollten.
+++Die iranischen Revolutionsgarden haben in der Hauptstadt Teheran Militärübungen ausgeführt.
Wie das iranische Staatsfernsehen meldet, waren neben den Revolutionsgarden auch die Bassidsch-Milizen beteiligt. Die Übungen seien erfolgreich gewesen. Derzeit gilt eine Waffenruhe mit den USA.
+++ In Kuwait sind vier Eindringlinge festgenommen worden, die in Verbindung mit den iranischen Revolutionsgarden stehen sollen.
Wie die Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Innenministerium berichtet, sollen sie versucht haben, auf dem Seeweg nach Kuwait zu gelangen. Ein Angehöriger der kuwaitischen Streitkräfte sei bei Zusammenstößen mit den Eindringlingen verletzt worden.
+++ Norwegen rechnet durch die infolge des Irankriegs gestiegenen Energiepreise mit Mehreinnahmen in Milliardenhöhe.
Wie die Regierung in Oslo mitteilte, werden für dieses Jahr Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft von umgerechnet rund 70 Milliarden Euro erwartet. Das sind etwa 30 Prozent mehr als bislang veranschlagt. Die Zusatzeinnahmen sollen jedoch nicht ausgegeben, sondern dem norwegischen Staatsfonds zugeführt werden. Dieser ist mit derzeit über 1,9 Billionen Euro der größte der Welt. Auch andere Energieexporteure wie etwa Russland erzielen durch die gestiegenen Preise deutliche Mehreinnahmen. Der Grund dafür ist die faktische Sperrung der Straße von Hormus.
+++ Die Vereinigten Arabischen Emirate sollen laut einem Bericht des "Wall Street Journal" im Iran-Krieg im April den Iran angegriffen haben.
Die Angriffe hätten sich gegen eine Raffinerie auf der iranischen Insel Lawan gerichtet, berichtete die US-Zeitung. Die Zeitung nannte kein genaues Datum für die angebliche Attacke. Bisher waren Angriffe der VAE auf den Iran in dem Krieg nicht bekannt. Der iranische Sender Irib hatte am 8. April berichtet, Raketen- und Drohnenangriffe unter anderem auf die Emirate seien "wenige Stunden nach dem Angriff auf die Ölanlagen der Insel Lawan" ausgeführt worden. Die Emirate gehören zu den engsten Verbündeten der USA in der Golfregion.
Nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar war das Land stark von iranischen Angriffen betroffen. Dabei wurden nicht nur Einrichtungen mit Verbindungen zu den USA beschossen, sondern auch auf zivile Infrastruktur, Energieanlagen und Wahrzeichen.
+++ Verteidigungsminister von rund 40 Staaten beraten heute in einer Videokonferenz über einen möglichen internationalen Einsatz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus.
Im Vorfeld wurde stets betont, dass solch ein Einsatz erst nach einem Ende von Kampfhandlungen beginnen könnte. Initiiert wurde das virtuelle Treffen von Großbritannien und Frankreich. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte die Teilnahme Deutschlands und hatte Bereitschaft zur Entsendung eines Minenjagdbootes erklärt.
Die Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar von Teherans Revolutionsgarden weitgehend abgeriegelt. In der Folge schossen die Energiepreise weltweit in die Höhe, auch andere Lieferketten wurden unterbrochen. Die US-Armee wiederum blockiert ihrerseits die iranischen Häfen an der Schifffahrtsstraße.
Montag, 11. Mai
+++ USA verhängen neue Sanktionen wegen iranischen Ölexporten nach China.
Die neuen Maßnahmen richten sich gegen drei iranische Verantwortliche und neun Unternehmen mit Sitz in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie das Finanzministerium in Washington mitteilte. Vermögenswerte der Betroffenen in den USA werden demnach eingefrorenen, zudem werden ihnen Geschäfte mit US-Bürgern und Unternehmen untersagt. Die US-Regierung warf den iranischen Revolutionsgarden vor, Ölexporte nach China über "Scheinfirmen" zu verschleiern und die Einnahmen an die Führung in Teheran umzuleiten.
+++ US-Präsident Trump hat angekündigt, die Bundessteuern auf Benzin zu senken.
Damit sollten die Auswirkungen der steigenden Preise durch den Iran-Krieg abgemildert werden. Trump fügte hinzu, die Maßnahme solle so lange dauern, wie es angemessen sei. Die Preise für Öl und Benzin würden wieder fallen, sobald die Feindseligkeiten beendet seien.
+++ Die Außenminister der EU-Staaten haben sich auf neue Sanktionen gegen gewaltbereite israelische Siedler im besetzten Westjordanland verständigt.
Das bestätigte die EU-Außenbeauftragte Kallas. Zugleich habe man sich auf weitere Strafmaßnahmen gegen führende Hamas-Vertreter geeinigt, teilte Kallas mit. Extremismus und Gewalt müssten Konsequenzen haben. Im Westjordanland leben neben rund drei Millionen Palästinensern mehr als 500.000 Israelis.
Seit dem Terroranschlag der Hamas auf Israel 2023 und den darauf folgenden Kriegen in Gaza, im Iran und im Süd-Libanon hat auch die Gewalt im Westjordanland zugenommen. Israels Außenminister Saar verurteilte das Vorgehen der Europäischen Union. Die EU habe ohne jegliche Grundlage aus politischen Gründen Sanktionen gegen israelische Bürger verhängt, teilte Saar mit.

+++ Der Iran hat seinen von US-Präsident Trump abgelehnten Verhandlungsvorschlag verteidigt.
Man habe keinerlei Zugeständnisse verlangt, sagte Außenministeriumssprecher Ismail Baghai. "Das Einzige, was wir verlangt haben, sind die legitimen Rechte des Iran." Der Iran hat nach Angaben des Staatsfernsehens Kriegsentschädigungen der USA, die uneingeschränkte iranische Souveränität über die Straße von Hormus, die Aufhebung der Sanktionen sowie die Freigabe seiner im Ausland beschlagnahmten Vermögenswerte verlangt.
Über seine Uranbestände wollte er erst später verhandeln. Er bot jedoch an, einen Teil seines hochangereicherten Urans zu verdünnen und den Rest in ein Drittland zu transportieren, wie zwei Regierungsvertreter aus der Region der Nachrichtenagentur AP mitteilten. Einzelheiten sollten in 30-tägigen Verhandlungen geklärt werden.
+++ China verurteilt die US-Sanktionen gegen drei chinesische Unternehmen und bezeichnet die Maßnahmen als illegal und einseitig.
Die Regierung in Washington wirft den Firmen vor, militärische Einsätze des Iran zu unterstützen. Man fordere die heimischen Unternehmen stets auf, sich an Gesetze und Vorschriften zu halten, teilt die Regierung in Peking auf einer regulären Pressekonferenz mit. Man werde deren legitime Rechte und Interessen entschlossen verteidigen. Oberste Priorität sei es, ein Wiederaufflammen der Kämpfe unter allen Umständen zu verhindern.
+++ Der Iran hat einen Mann wegen angeblicher Spionage für die USA und Israel hingerichtet.
Das Justizportal Misan meldet, er habe in einer wissenschaftlichen Einrichtung für Satellitentechnik gearbeitet und geheime Informationen an ausländische Geheimdienste weitergegeben. Der Organisation Iran Human Rights Society zufolge ist der 29-jährige Raumfahrt-Ingenieur 2025 festgenommen und zu einem Geständnis gezwungen worden.
+++ Der französische Präsident Macron hat angesichts iranischer Drohungen bestritten, dass die Regierungen in Paris und London einen Militäreinsatz in der Straße von Hormus planen.
Macron sagte während einer Auslandsreise in Kenias Hauptstadt Nairobi, von einem französischen oder französisch-britischen Einsatz sei nie die Rede gewesen. Er habe Anweisungen erteilt, den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" und Begleitschiffe näher an die Straße von Hormus zu verlegen, um für einen möglichen internationalen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt durch die Meeresenge bereit zu sein. Eine solche werde aber nur in Absprache mit dem Iran erfolgen.
Zuvor hatte der stellvertretende iranische Außenminister Gharibabadi Frankreich und Großbritannien auf X davor gewarnt, Schiffe in der Straße von Hormus "zur Kooperation mit Maßnahmen der USA" zu positionieren. Das würden die iranischen Streitkräfte entschlossen beantworten. Iran habe als Küstenanrainer ein Recht, Souveränität in der Meerenge auszuüben, schrieb Gharibabadi.
+++ Der Iran hat Einzelheiten aus seiner Antwort auf einen Vorschlag der USA für eine Beendigung des Krieges mitgeteilt.
Demnach fordert die Führung in Teheran ein Ende der Kämpfe in der gesamten Region und eine Freigabe seiner im Ausland eingefrorenen Vermögenswerte. Außenamtssprecher Bakaei erklärte auf einer Pressekonferenz in Teheran, dies seien "legitime Rechte" des Iran. Der Vermittler Pakistan hatte die Antwort aus Teheran an Washington übermittelt. US-Präsident Trump nannte sie "vollkommen inakzeptabel".
+++ Die deutschen Exporte in den Nahen Osten sind nach Ausbruch des Iran-Kriegs eingebrochen.
Eine Auswertung von Daten des Statistischen Bundesamtes durch die Nachrichtenagentur Reuters ergab, dass die Lieferungen in die Islamische Republik Iran im März um 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken sind - auf knapp 25 Millionen Euro. Auch die Ausfuhren in die benachbarten Länder Katar, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Oman und Bahrain gingen zum Teil um mehr als die Hälfte zurück. Insgesamt summierten sich die deutschen Exporte in die genannten acht Länder im März auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Das waren 757 Millionen Euro weniger als ein Jahr zuvor.
+++ US-Präsident Trump hat die Antwort des Iran auf den Vorschlag der Vereinigten Staaten zur Beendigung des Krieges zurückgewiesen.
Trump schrieb in seinem Onlinedienst, die Reaktion aus Teheran sei völlig inakzeptabel. Eine Begründung für seine Einschätzung nannte er nicht. Zugleich warf er der iranischen Führung eine bereits seit Jahrzehnten anhaltende Verzögerungstaktik vor. An die Regimevertreter gerichtet fügte er hinzu: "Die werden nicht mehr lange lachen."
Der Vermittler Pakistan hatte das iranische Schreiben an die US-Regierung weitergeleitet. Einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge wurden darin unter anderem ein Ende des Kriegs an allen Fronten, die Aufhebung der Sanktionen gegen Teheran und ein Stopp der Blockade iranischer Häfen genannt.
Als Reaktion auf Trumps Ablehnung sind die Ölpreise erneut gestiegen.
+++ Der israelische Ministerpräsident Netanjahu will sein Land mittelfristig unabhängig von der finanziellen Militärhilfe der USA machen.
"Ich möchte die amerikanische Finanzhilfe, den finanziellen Teil unserer militärischen Zusammenarbeit, auf null reduzieren", sagte Netanjahu in einem Interview des US-Senders CBS. Vor dem Hintergrund der angestrebten engeren Beziehungen zu den Golfstaaten sei jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Neuordnung der finanziellen Beziehungen zu den USA. Israel erhält derzeit jährlich etwa 3,8 Milliarden Dollar an US-Militärhilfe. Für den Zeitraum von 2018 bis 2028 hat Washington insgesamt 38 Milliarden Dollar zugesagt.
Netanjahu betonte, er wolle umgehend mit der Umsetzung seiner Pläne beginnen. Ziel sei, sich innerhalb eines Jahrzehnts finanziell unabhängig von Washington zu machen.
+++ US-Senator Kelly hat es als "schockierend" bezeichnet, in welchem Ausmaß das US-Militär seine Vorräte an Munition und Raketen verbraucht.
Der Politiker der Demokratischen Partei sagte in der CBS-Sendung "Face The Nation", es werde Jahre dauern, um die Bestände wieder aufzubauen. Kelly ist Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses. In dieser Funktion erhält der Senator vom Pentagon Informationen über bestimmte Munitionsarten - nach Kellys Aussage unter anderem über Raketen der Typen Tomahawk, ATACMS, SM-3 oder für Patriots. Kelly warnte, dass die USA im Falle eines längeren Angriffs nicht in der Lage sein könnten, ihr Land zu verteidigen.
Sonntag, 10. Mai
+++ Der Iran hat eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges an Pakistan weitergegeben, das in dem Konflikt vermittelt.
Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Pakistan bestätigte den Erhalt der Antwort. Zum Inhalt wurde zunächst nichts mitgeteilt. Bei dem US-Vorschlag handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.
+++ Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate sind trotz einer geltenden Waffenruhe im Irankrieg mit Drohnen angegriffen worden.
Der Generalstab der kuwaitischen Armee teilte mit, die Streitkräfte hätten am frühen Morgen mehrere feindliche Drohnen entdeckt und darauf reagiert. Weitere Details wurden nicht genannt. Auch das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete neuen Beschuss. Die Flugabwehr habe zwei iranische Drohnen erfolgreich abgewehrt. Opfer habe es nicht gegeben. Seit Beginn des Irankriegs hatte Teheran als Vergeltung für Luftangriffe der USA und Israels auch mehrere Golfstaaten attackiert. Dort liegen unter anderem wichtige US-Militärstutzpunkte.
+++ Bei israelischen Angriffen im Südlibanon sind nach Angaben der libanesischen Regierung zwei Menschen getötet worden.
Es soll sich demnach um Sanitäter handeln, die der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz nahestanden. Die israelische Armee hatte den Angaben zufolge Stützpunkte eines zur Miliz gehörenden Komitees beschossen.
+++ Katar hat den Iran davor gewarnt, die Straße von Hormus als Druckmittel in den laufenden Verhandlungen mit den USA zu nutzen.
Die Krise werde sich nur verschärfen, wenn Teheran die Meerenge als Druckmittel einsetze, sagte Katars Ministerpräsident bin Abdulrahman dem iranischen Außenminister Araghtschi in einem Telefonat. Die Freiheit der Schifffahrt sei als Prinzip nicht verhandelbar.

+++ Die britische Behörde für Sicherheit in der Handelsschifffahrt UKMTO hat Schiffe im persischen Golf zu besonderer Vorsicht aufgerufen.
Hintergrund sind die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Wie UKMTO bekanntgab, wurde ein Frachter vor der Küste Katars von einem Geschoss getroffen. Wer dafür verantwortlich ist, werde noch geprüft. Der Frachter sei nur leicht beschädigt worden.
+++ Der Iran hat die USA vor Angriffen auf seine Öltanker gewarnt und mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht.
Die Revolutionsgarden erklärten nach Angaben von Staatsmedien, jeder Angriff auf Tanker und weitere Handelsschiffe werde eine harte Reaktion auf US-Einrichtungen in der Region nach sich ziehen. Die USA hatten am Freitag zwei iranische Schiffe im Golf von Oman beschossen. Wie aus Washington verlautete, hatten sie versucht, die US-Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen.
+++ Der Deutsche Landkreistag hat sich für weitere Entlastungen der Bürgerinnen und Bürger angesichts hoher Energiepreise durch den Iran-Krieg ausgesprochen.
Die angespannte geopolitische Lage sei noch nicht durchgestanden und werde voraussichtlich auch nach Auslaufen des Tankrabatts Ende Juni noch bestehen, sagte Verbandspräsident Brötel der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Ob die Energiesteuersenkung verlängert, die Pendlerpauschale angehoben oder ein anderes Instrument gewählt werde, sei zweitrangig. Die Koalition müsse jedoch schon jetzt interne Gespräche über weitere Maßnahmen führen, betonte Brötel.
Samstag, 9. Mai
+++ Bei israelischen Drohnenangriffen sind laut libanesischem Gesundheitsministerium mindestens neun Menschen getötet worden.
Die Attacken konzentrierten sich demnach auf den Südlibanon. Die Nachrichtenagentur AP vermeldet unter Berufung auf das Gesundheitsministerium außerdem weitere Tote in anderen Landesteilen. Eigentlich gilt zwischen Israel und dem Libanon seit dem 17. April eine Waffenruhe. Beide Seiten melden aber weiterhin Angriffe.
+++ Großbritannien hat einen Zerstörer für einen möglichen Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus entsandt.
Die "HMS Dragon" werde in Position gebracht, um an einer von Großbritannien und Frankreich geführten Mission teilzunehmen, sobald die Feindseligkeiten zwischen dem Iran und israelisch-amerikanischen Streitkräften enden, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums in London. Das Schiff war zuletzt im östlichen Mittelmeer im Einsatz, nachdem ein britischer Luftwaffenstützpunkt in Zypern von einer Drohne iranischer Bauart getroffen worden war.
+++ Israel hat nach eigenen Angaben 85 Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen.
Dazu gehörten Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur, hieß es in einer Mitteilung. Die Armee begründete den Einsatz mit der Abwehr von Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten. Die Einwohner von neun Dörfern im Südlibanon wurden zur Evakuierung aufgefordert. Ein Armeesprecher erklärte, die Menschen müssten ihre Häuser zu Ihrer eigenen Sicherheit verlassen und sich in offenes Gelände begeben. Demnach bestehe Lebensgefahr für Personen, die sich in der Nähe von Kämpfern, Stützpunkten und Waffenlagern der Hisbollah-Miliz aufhalten. Die israelische Armee begründete ihren Einsatz mit Verletzungen einer geltenden Waffenstillstandsvereinbarung durch die pro-iranische Hisbollah.

+++ Bahrain hat nach eigenen Angaben mehr als 40 Personen festgenommen, die mit den iranischen Revolutionsgarden in Verbindung stehen sollen.
Wie die staatliche Nachrichtenagentur des Inselstaates im Persischen Golf unter Berufung auf das Innenministerium berichtet, deckten die Sicherheitsbehörden eine entsprechende Gruppierung auf. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft umfassten zudem Fälle von Sympathiebekundungen für iranische Angriffe. Der Iran hatte im Zuge des Kriegs mit den USA Ziele in Bahrain und anderen arabischen Golfstaaten angegriffen, in denen die Vereinigten Staaten Militärstützpunkte unterhalten.
+++ Die USA haben Sanktionen gegen Unternehmen aus mehreren Ländern verhängt, denen eine Zusammenarbeit mit dem Iran vorgeworfen wird.
Nach Angaben des US-Finanzministeriums sind davon unter anderem chinesische Raffinerien betroffen, die aus dem Iran geliefertes Öl verarbeiten. Andere betroffene Unternehmen hätten eine Rolle bei der Beschaffung von Waffen und Bauteilen für iranische Drohnen und Raketen gespielt. Sanktioniert wurden auch Unternehmen aus Belarus und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
US-Präsident Trump reist in der kommenden Woche nach Peking, um sich mit dem chinesischen Staatschef Xi zu treffen. Der Iran-Konflikt dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen. China gilt als Partner Teherans und ist der Hauptabnehmer von iranischem Öl.

+++ Im Persischen Golf ist vor der iranischen Öl-Insel Charg ein Ölteppich entdeckt worden.
Dieser war auf Satellitenbildern zu erkennen, die von der britischen Organisation "Conflict and Environment Observatory" veröffentlicht wurden. Demnach handelt es sich um einen der größten Ölteppiche, die seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar im Golf entdeckt wurden. Die Ursache der Ölpest sei unbekannt. Die "New York Times" berichtete unter Verweis auf Analysen der Satellitenaufnahmen durch das Unternehmen "Orbital EOS", dass sich der Ölteppich am Donnerstag auf mehr als 50 Quadratkilometer erstreckte. Die im Norden des Persischen Golfs gelegene Insel Charg ist der wichtigste iranische Ölterminal. Ende März hatte US-Präsident Trump gedroht, die Insel zu "vernichten", sollte der Iran die Straße von Hormus nicht wieder für den Schiffsverkehr freigeben.
+++ Katar hat die USA und Iran zu neuen Verhandlungen aufgerufen.
Das habe Ministerpräsident Al Thani bei einem Treffen mit US-Vizepräsident Vance in Washington betont, teilte das katarische Außenministerium auf der Plattform X mit. Die Verhandlungen könnten zu einem umfassenden Abkommen für dauerhaften Frieden in der Region führen, hieß es weiter.
+++ Der Iran kann einer Seeblockade nach Einschätzung des US-Geheimdienstes CIA noch vier Monate standhalten.
Zudem hätten die von US-Präsident Trump als Erfolg gefeierten Bombardements die iranische Führung nicht zum Einlenken gezwungen, berichtet die Zeitung "Washington Post" unter Berufung auf einen Insider. Der Konflikt dürfte der Analyse zufolge trotz Trumps Bemühungen um ein rasches Ende vorerst andauern.
Nach Eskalation in der Straße von Hormus - Iran beschuldigt USA
+++ Angesichts drohender Lücken in der Versorgung mit Kerosin in Folge des Iran-Kriegs warnt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen vor möglichen Flugstreichungen und Preiserhöhungen.
"Es ist zu befürchten, dass vor allem bei Low-Cost-Airlines und touristisch weniger bedeutsamen Destinationen weitere Flüge gestrichen werden", sagte der Hauptgeschäftsführer der Verband, Beisel, in der "Welt am Sonntag". Im Worst-Case-Szenario drohe an manchen Flughäfen ein Kapazitätseinbruch von zehn Prozent. Hochgerechnet auf alle Flughäfen wären 20 Millionen Fluggäste betroffen, so Beisel. Einige Ziele würden dann gar nicht mehr angeflogen, andere seltener und zu höheren Preisen.
Freitag, 8. Mai
+++ Das iranische Militär hat die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet erklärt.
"Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle. Von amerikanischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme vor.
+++ Der libanesische Präsident Aoun hat die Europäische Union aufgefordert, Israel zur Einhaltung einer Waffenruhe im Libanon zu verpflichten.
Zudem solle man die israelische Seite davon abhalten, Häuser in besetzten Dörfern im Südlibanon zu sprengen oder abzureißen, sagte Aoun nach Angaben seines Büros bei einem Treffen mit einer EU-Delegation in Beirut. Die europäische Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Lahbib, erklärte, Israel und die proiranische Hisbollah-Miliz nähmen den Libanon in ihrem Kampf als Geisel.
Im Libanon gilt seit drei Wochen eine Waffenruhe, doch sowohl Israel als auch die Hisbollah greifen sich seitdem immer wieder gegenseitig an.
+++ Die USA haben wirtschaftliche Folgen ihrer Blockade iranischer Häfen beziffert.
Am Freitag seien mehr als 70 Tanker an der Ein- und Ausfahrt gehindert worden, teilt das US-Zentralkommando Centcom auf der Online-Plattform X mit. Die Handelsschiffe hätten die Kapazität, mehr als 166 Millionen Barrel iranischen Öls zu transportieren. Dies sei schätzungsweise mehr als 13 Milliarden Dollar wert, erklärte Centcom.
+++ Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut unter iranischer Flagge fahrende unbeladene Öltanker angegriffen.
Das zuständige Regionalkommando Centcom teilte auf X mit, die zwei Schiffe hätten trotz der US-Seeblockade versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen. Von einem US-Kampfflugzeug seien deswegen Schüsse auf sie abgefeuert worden.
+++ Die Feuerpause zwischen den USA und dem Iran bleibt offenbar instabil.
Nach Gefechten am Persischen Golf in der Nacht zu Freitag meldeten iranische Medien erneut Explosionen an der Südküste des Landes. Demnach waren nahe der Stadt Sirik laute Knallgeräusche zu hören.
+++ Nach der jüngsten Eskalation im Persischen Golf erhebt der Iran Vorwürfe gegen die USA.
Außenminister Araghtschi erklärte: "Jedes Mal, wenn eine diplomatische Lösung auf dem Tisch liegt, entscheiden sich die USA für ein rücksichtsloses Militärabenteuer". Zuletzt war es im Golf zu Gefechten zwischen iranischen und US-Streitkräften gekommen. Über die Auslöser gibt es widersprüchliche Angaben aus Teheran und Washington. US-Präsident Trump betont, die Waffenruhe habe noch Bestand. Der Iran wirft den USA dagegen vor, die am 7. April ausgerufene Feuerpause gebrochen zu haben.
+++ Die USA erwarten in Kürze eine Antwort des Iran auf einen Vorschlag zu einer möglichen Beendigung des Krieges.
Außenminister Rubio erklärte vor Journalisten: "Wir werden sehen, was die Antwort beinhaltet." Die Hoffnung sei, dass sie so ausfalle, das sie beide Seiten zu einem "ernsthaften Verhandlungsprozess" führe.
+++ Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat angesichts drohender Engpässe den Weg für die Verwendung von Kerosin aus den USA geebnet.
"Eine mögliche Einführung von Jet A in Europa oder anderen Teilen der Welt würde keine Sicherheitsbedenken aufwerfen, sofern die Einführung ordnungsgemäß abgewickelt wird", erklärte die EASA. Der Flugzeugtreibstoff Jet A wird in den USA produziert und ist in Europa bisher nicht zugelassen. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hatte bereits Mitte April eine kurzfristige Zulassung der Kerosinkategorie Jet A zusätzlich zum EU-Standard Jet A1 gefordert. Die seit Wochen anhaltende Blockade der Straße von Hormus hat zu einer Verknappung des Kerosinangebots geführt.
+++ Die USA fordern den Iran auf, die schwer erkrankte Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi sofort aus dem Gefängnis freizulassen.
Mohammadi müsse die nötige Behandlung bekommen, die Welt schaue zu, schrieb der im US-Außenministerium für Menschenrechte zuständige Spitzenbeamte Riley Barnes auf der Plattform X. Zuletzt hatten Unterstützer der 54-Jährigen mitgeteilt, sie schwebe "zwischen Leben und Tod". Mohammadi ist im Zentralgefängnis der Stadt Sandschan inhaftiert und wird zurzeit in einem Krankenhaus behandelt. Nach Angaben aus ihrem Umfeld wurde Mohammadi wegen akuter Herzprobleme auf eine Intensivstation verlegt. Die Aktivistin war 2023 unter anderem für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen im Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

+++ Die deutschen Exporte sind im März trotz der Unsicherheiten wegen des Irankriegs gestiegen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts legten sie gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent zu. Verantwortlich dafür waren höhere Ausfuhren in andere EU-Länder und nach Großbritannien. Deutlich mehr als die Hälfte aller deutschen Exporte gingen dorthin. Die Ausfuhren in die USA sanken dagegen um knapp 8 Prozent. Zuvor hatten die Statistiker ein überraschend starkes Auftragsplus für die deutsche Industrie vermeldet, vor allem aus dem Ausland.
+++ Der frühere deutsche Spitzendiplomat Hans-Dieter Lucas fordert eine Wiederaufnahme direkter Verhandlungen zwischen den USA und Iran.
Dazu müsse zuerst der Waffenstillstand stabilisiert werden, sagte Lucas im Deutschlandfunk. Dies sei entscheidend. Dann könne in Vorgesprächen auf Expertenebene ein Rahmen erarbeitet werden, welche konkreten Ziele in detaillierten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran erreicht werden sollen. Dies sei wichtig, um eine Vertrauensbasis herzustellen, betonte der frühere Diplomat. Lucas war einst für Deutschland an den Verhandlungen über das iranische Atomabkommen beteiligt.
+++ Das US-Justizministerium prüft Medienberichten zufolge mehrere Fälle von möglichem Insiderhandel im Iran-Krieg.
Es handle sich um eine Reihe von verdächtigen Transaktionen auf dem Ölmarkt, die kurz vor Ankündigungen von Präsident Donald Trump und anderen Regierungsvertretern getätigt wurden, berichten die US-Sender ABC News und NBC News. Dabei gehe es um mindestens vier Geschäfte, bei denen Händler während des Iran-Kriegs rund 2,2 Mrd Euro auf fallende Ölpreise gesetzt hätten. Die Ermittlungen des Justizministeriums befinden sich demnach noch in einem frühen Stadium. Bislang gebe es noch keine Beweise für strafbares Fehlverhalten, hieß es.
+++ Die Luftverteidigung der Vereinigten Arabischen Emirate hat am frühen Morgen iranische Raketen und Drohnen abgefangen.
Die Luftverteidigung wehre derzeit Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran ab, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Katastrophenschutzbehörde rief die Bevölkerung dazu auf, an einem sicheren Ort zu bleiben und auf offiziellen Warnungen zu achten. Zu den Zielen der iranischen Angriffe gab es zunächst keine Informationen.
+++ Die USA und der Iran führen trotz neuer Gefechte in der Straße von Hormus weiterhin Verhandlungen.
Die Waffenruhe dauere an, teilte US-Präsident Trump mit. Er drohte dem Iran allerdings mit neuen Angriffen, falls nicht zeitnah ein Abkommen geschlossen werde. Teheran prüft nach eigenen Angaben weiterhin einen neuen Vorschlag für ein dauerhaftes Kriegsende. Drei Kriegsschiffe der US-Armee waren bei der Durchfahrt der Straße von Hormus nach Angaben des zuständigen Zentralkommandos mit Raketen, Drohnen und von Booten aus beschossen worden. Keines der Schiffe sei getroffen worden. Als Reaktion darauf habe das US-Militär iranische Militäreinrichtungen angegriffen. Der Iran warf den USA vor, einen Öltanker attackiert zu haben. Inzwischen habe sich die Lage in der Straße von Hormus aber wieder beruhigt, hieß es in Staatsmedien.
+++ Beide Seiten bemühen sich offenbar um Deeskalation.
Im iranischen Staatsfernsehen hieß es, die Lage auf den Inseln und entlang der Küste habe sich wieder beruhigt. Dort hatte es laut Medienberichten mehrere Explosionen infolge der Gefechte gegeben. US-Präsident Trump erklärte, die Waffenruhe gelte weiterhin. Die drei beschossenen Kriegsschiffe seien unversehrt geblieben.
+++ Die USA und der Iran haben jeweils bestätigt, dass es in der Straße von Hormus neue Gefechte gegeben hat.
Das zuständige Zentralkommando der US-Armee teilte mit, es sei zu "Selbstverteidigungsschlägen" nach iranischen Angriffen auf Kriegsschiffe gekommen. Der Iran warf den USA wiederum einen Bruch der Waffenruhe vor. Weitere Informationen liegen derzeit nicht vor.
+++ Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens zwölf Menschen getötet worden.
Elf Menschen, darunter zwei Kinder, seien bei Bombenangriffen auf drei Ortschaften in der Region Nabatijah getötet worden, erklärte das Ministerium. Bei einem Angriff in der Region Maradschajun wurde demnach ein Mitarbeiter eines der pro-iranischen Hisbollah-Miliz nahestehenden Rettungsdiensts getötet. Seit dem 17. April gilt eine Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon. Dessen ungeachtet setzten Israel und die Hisbollah ihre gegenseitigen Angriffe fort.
Donnerstag, 7. Mai
+++ US-Außenminister Rubio hat im Vatikan mit Papst Leo XIV. und Kardinalstaatssekretär Parolin über die Lage im Nahen Osten gesprochen.
Dabei sei die Notwendigkeit betont worden, unermüdlich für Frieden einzutreten, heißt es in einer Erklärung des Vatikan. Zudem habe man bei dem Treffen das gemeinsame Engagement für die Förderung guter bilateraler Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und den USA bekräftigt. - Leo hatte mehrfach die Politik von Präsident Trump etwa bezüglich des Iran kritisiert und Vertretern Washingtons vorgeworfen, die christliche Botschaft zur Rechtfertigung ihres Vorgehens zu missbrauchen. Trump hatte dem Papst daraufhin mangelnde politische Kompetenz vorgehalten.

+++ Saudi-Arabien und Kuwait heben die Beschränkungen für das US-Militär aufgehoben.
Dies meldet die Zeitung "Wall Street Journal" unter Berufung auf Vertreter der USA und Saudi-Arabiens. Eine offizielle Bestätigung liegt noch nicht vor.
+++ Die USA haben neue Sanktionen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg verhängt.
Das teilte das Finanzministerium in Washington mit. Demnach richten sich die Strafmaßnahmen gegen den stellvertretenden irakischen Ölminister Al-Bahadly und Anführer mehrerer Milizen wegen der Unterstützung des Iran. Dabei gehe es um die Umleitung und den Verkauf iranischen Erdöls. Den Angaben zufolge werden die US-Vermögenswerte der Betroffenen eingeforen; amerikanischen Staatsbürgern ist es untersagt, Geschäfte mit ihnen zu machen.
+++ Israel und der Libanon führen am 14. und 15. Mai Gespräche in Washington.
Das kündigte ein Vertreter des US-Außenministeriums an. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt, etwa auf welcher Ebene die Gespräche stattfinden sollen. Der libanesische Ministerpräsident Salam hatte gestern ein baldiges Spitzentreffen von Vertretern beider Seiten abgelehnt. Er forderte vor weiteren Schritten zunächst die Einhaltung der Waffenruhe. US-Präsident Trump dringt auf ein Friedensabkommen der beiden Staaten noch in diesem Jahr.
+++ Das deutsche Minenjagdboot "Fulda" befindet sich noch nicht auf dem Weg ins Mittelmeer.
Das bestätigte ein Marinesprecher auf Anfrage des Deutschlandfunks. Nach Daten mehrerer Ortungsdienste befindet sich das Minenjagdboot derzeit im Nord-Ostsee-Kanal. Laut der Marine werden derzeit übliche, einsatzvorbereitende Maßnahmen durchgeführt. Man gehe davon aus, dass die "Fulda" in den nächsten Tagen den Ärmelkanal durchfahren und in rund zweieinhalb Wochen im Mittelmeer ankommen werde.
+++ Die deutsche Industrie hat im ersten Monat nach Beginn des Irankriegs ein überraschend starkes Auftragsplus verzeichnet.
Das Neugeschäft wuchs im März um 5 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Anstieg kommt dem größten seit mehr als drei Jahren nahe. Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 1 Prozent gerechnet, nachdem es im Februar einen Zuwachs von 1,4 Prozent gegeben hatte. Die positive Entwicklung verteilt sich auf fast alle Wirtschaftsbereiche.

+++ Der Iran hat eine Beteiligung an einem Angriff auf ein südkoreanisches Schiff in der Straße von Hormus dementiert.
Die iranische Botschaft in Südkorea erklärte, sie weise alle Behauptungen über eine Beteiligung der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran an dem Vorfall am Montag zurück. Zugleich betonte die Botschaft, eine sichere Passage durch die Meerenge setze "die vollständige Einhaltung der geltenden Vorschriften voraus". Jede Missachtung dieser Anforderungen könne "zu unbeabsichtigten Zwischenfällen führen".
Die Explosion und ein dadurch ausgelöstes Feuer hatten sich am Montag auf der unter panamaischer Flagge fahrenden "HMM Namu" ereignet, einem Frachtschiff mit 24 Besatzungsmitgliedern. US-Präsident Donald Trump warf den iranischen Streitkräften vor, sie hätten "einige Schüsse" auf das Schiff abgegeben.
+++ US-Außenminister Rubio wird heute im Vatikan erwartet.
Die Audienz bei Papst Leo XIV. erfolgt in diplomatisch unruhigen Zeiten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Heiligen Stuhl. Zuletzt hatte US-Präsident Trump den ersten gebürtigen US-Amerikaner im Papstamt wiederholt angegriffen. Dagegen erklärte Rubio bei einer Pressekonferenz in Washington, die Visite habe nichts mit dem Wortgefecht zwischen Trump und Leo XIV. über den Iran-Krieg zu tun, sondern sei schon länger geplant gewesen. Es solle vor allem um die Themen Religionsfreiheit und Christenverfolgung gehen, so Trumps Chefdiplomat.
+++ Erstmals seit Beginn der Waffenruhe vor drei Wochen hat die israelische Luftwaffe wieder in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen.
Ziel sei ein Kommandeur der Hisbollah-Miliz gewesen, hieß es in einer Mitteilung der israelischen Regierung. Bei dem Einsatz am Abend seien rund zehn schwere Bomben abgeworfen worden. Im Norden Israels gab es wenige Stunden später Luftalarm. Nach Angaben der israelischen Armee konnte eine aus dem Libanon kommende Rakete abgefangen werden.

+++ Der Iran hat nach Darstellung von US-Präsident Trump zugesichert, auf den Besitz von Atomwaffen zu verzichten.
Der Iran dürfe keine Atomwaffe haben und die Führung des Landes habe dem zugestimmt, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Teheran habe zudem auch bei anderen Punkten eingewilligt. Welche das sein sollen, ließ er offen. Trump bezeichnete die jüngsten Gespräche mit dem Iran als sehr gut. Eine Vereinbarung sei wahrscheinlich. Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump dem Iran mit neuen Angriffen gedroht, sollte dieser die Straße von Hormus nicht wieder öffnen.
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