
Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier.
Samstag, 23. Mai
+++ US-Präsident Trump zufolge nähern sich die Unterhändler der USA und des Iran einem Abkommen zur Beendigung ihres Krieges.
Ein solches Abkommen solle verhindern, dass der Iran in den Besitz einer Atomwaffe gelange, und eine zufriedenstellende Handhabung des vom Iran angereicherten Urans gewährleisten, sagt Trump dem Sender CBS: "Ich werde nur ein Abkommen unterzeichnen, bei dem wir alles bekommen, was wir wollen." Dem Nachrichtenportal Axios sagt Trump, er werde den jüngsten Entwurf mit seinen Beratern besprechen und möglicherweise bis morgen entscheiden, ob er den Krieg fortsetze. "Entweder wir erreichen einen guten Deal, oder ich jage sie in tausend Höllen", sagt Trump.
+++ Der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf hat den USA mit einer "vernichtenden" Reaktion gedroht, sollte US-Präsident Trump die Wiederaufnahme von Angriffen auf den Iran anordnen.
Das iranische Militär habe sich während des sechswöchigen Waffenstillstands neu aufgestellt, weshalb neue kriegerische Auseinandersetzungen für die USA noch "niederschmetternder und bitterer" ausfallen würden als bisher, erklärte Ghalibaf in Onlinediensten. Ghalibaf, der auch der iranische Verhandlungsführer in den Gesprächen mit den USA ist, veröffentlichte die Warnung nach einem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Munir in Teheran. Pakistan tritt im Iran-Krieg als Vermittler zwischen den USA und dem Iran auf. Munir war am Freitag im Iran eingetroffen und hatte Gespräche mit mehreren Regierungsvertretern geführt.

+++ US-Außenminister Rubio hat sich mit Blick auf eine mögliche Einigung mit dem Iran zuversichtlich geäußert.
Es bestehe die Möglichkeit, dass "wir entweder heute, morgen oder in ein paar Tagen etwas bekannt zu geben haben", sagte Rubio vor Reportern im indischen Neu-Delhi. Er hoffe auf gute Nachrichten, fügte er hinzu.
+++ Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere Stellungen der libanesischen Hisbollah-Miliz angegriffen und zerstört.
Wie das Militär auf der Plattform X mitteilte, wurde dabei eine unterirdische Anlage der Hisbollah im Gebiet der Bekaa-Ebene getroffen. Diese sei zur Herstellung von Waffen genutzt worden, die gegen israelische Zivilisten und Soldaten eingesetzt werden sollten. Zudem griff die Armee Standorte der Hisbollah in der südlibanesischen Küstenstadt Tyros an, die rund 20 Kilometer nördlich der Grenze zu Israel liegt. Hisbollah-Kämpfer hätten von dort aus Angriffe gegen Soldaten geplant und ausgeführt, hieß es.
+++ Die USA bereiten Berichten zufolge mögliche neue Angriffe auf den Iran vor.
Das Nachrichtenportal "Axios" meldet, Präsident Trump habe eine Sitzung mit seinen engsten Beratern abgehalten und erwäge ernsthaft neue Attacken, sollte es bei Verhandlungen mit Teheran keinen Durchbruch geben. Auch der Fernsehsender CBS berichtet von möglichen neuen Angriffen. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen worden.
Trump selbst hatte gestern auf seiner Onlineplattform erklärt, er könne wegen nicht näher erläuterten "Umständen" wohl nicht an der bevorstehenden Hochzeit seines ältesten Sohnes teilnehmen.
+++ Bei israelischen Angriffen im Südlibanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden sechs Sanitäter getötet worden.
Das Ministerium verurteilte die Vorfälle als Verletzung des Völkerrechts. Das israelische Militär teilte mit, in einem Fall habe man Infrastruktur der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz angegriffen. An einem anderen Ort hätten Soldaten zwei Hisbollah-Kämpfer auf Motorrädern identifiziert und attackiert. In beiden Fällen prüfe man Berichte, wonach Unbeteiligte zu Schaden gekommen seien.
Freitag, 22. Mai
+++ Pakistans Armeechef Munir ist zu Verhandlungen in Teheran eingetroffen.
Aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß es es, es seien Gespräche über einen Entwurf für eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran geplant. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters trafen auch Verhandler aus Katar in der iranischen Hauptstadt ein.
+++ US-Außenminister Rubio hat für einen einen "Plan B" zur Öffnung der Straße von Hormus geworben.
Alle würden ein Abkommen mit dem Iran begrüßen, das die Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt zentralen Meerenge beinhalte, sagte Rubio beim NATO-Außenministertreffen im schwedischen Helsingborg. Falls sich der Iran aber weigere, die Meerenge zu öffnen, brauche man einen "Plan B". Rubio betonte, er wisse nicht, ob das unbedingt eine NATO-Mission sein müsse, "aber es wären sicherlich NATO-Länder, die dazu beitragen könnten".

+++ Die Bundesregierung hat mit Frankreich, Großbritannien und Italien die israelische Regierung für ihre Siedlungspolitik ermahnt.
In einer gemeinsamen Erklärung warnten die Länder vor einer Ausweitung der israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland. Zugleich verurteilten sie die Gewalt an Palästinensern durch israelische Siedler. Die Lage habe sich in den vergangenen Monaten erheblich verschlechtert. Die Politik der israelischen Regierung untergrabe die Stabilität und die Aussichten auf eine Zwei-Staaten-Lösung. Die vier Länder warnten zudem Unternehmen vor einer Beteiligung an Bauausschreibungen.
+++ Angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs sieht eine Fachgruppe der Regierungskoalition beim Kerosin eine "stabile Versorgungslage" in Deutschland.
Der Co-Vorsitzende der Gruppe, Müller, erklärte in Berlin, der Sommerurlaub sei sicher. Ähnlich wie der CDU-Politiker äußerte sich auch der Co-Vorsitzende Zorn von der SPD. Es gebe derzeit kein Problem mit der Versorgung. Die Parlamentariergruppe hatte sich zuvor mit Vertretern aus Logistik, Chemie und Luftfahrt ausgetauscht. Zorn sagte zum Ergebnis, es sei eine Sache des Kerosin-Preises, nicht der -Menge. Die Lage sei allerdings sehr dynamisch. Über eine Verlängerung des Tankrabatts, der Ende kommenden Monats ausläuft, sei noch keine Entscheidung in dem Gremium getroffen worden.
+++ Acht deutsche Mitglieder der Gaza-Hilfsflotte sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes teilweise mit Verletzungen in Istanbul eingetroffen.
Wie ein Außenamtssprecher am Freitag in Berlin sagte, werden sie in Istanbul medizinisch versorgt. Hinsichtlich der Verletzungen erwarte Deutschland "natürlich Aufklärung" von Israel. Vertreter des deutschen Generalkonsulats in Istanbul seien bei der Ankunft am Flughafen am Donnerstagabend vor Ort gewesen und hätten "kurzzeitig" mit sieben der deutschen Aktivisten gesprochen, fügte der Außenamtssprecher hinzu. Die achte Person sei mutmaßlich direkt in ein Krankenhaus eingeliefert worden.
+++ Bundesaußenminister Wadephul hat sich zurückhaltend zu einer möglichen NATO-Mission in der vom Iran blockierten Straße von Hormus geäußert.
Deutschland habe immer gesagt, dass man bereit sei, für eine freie Passage dort zu sorgen und bereite sich unter Führung von Großbritannien und Frankreich auf diese Einsätze vor, sagte der CDU-Politiker beim Treffen der Außenminister des Verteidigungsbündnisses in Helsingborg. Er sehe aber keine unmittelbare NATO-Mission im klassischen Sinne in der Straße von Hormus. Zugleich betonte er: "Wir stehen zum transatlantischen Bündnis. Und die Vereinigten Staaten können wissen, dass sie sich jederzeit auf uns verlassen können."
+++ Pakistan bemüht sich weiter um Vermittlung im Krieg zwischen dem Iran und den USA.
Innenminister Naqvi traf sich heute in Teheran zu einer weiteren Gesprächsrunde mit dem iranischen Außenminister Araghtschi, wie halbamtliche Nachrichtenagenturen meldeten. Es gehe um die Erarbeitung eines Rahmenwerks zur Beilegung der Differenzen. Vor zwei Tagen habe Naqvi der iranischen Seite die jüngste Botschaft der US-Regierung überbracht. Strittige Themen sind weiterhin die Urananreicherung im Iran sowie die Kontrolle über die Straße von Hormus.
+++ Israel hat in der Nacht nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA eine Einrichtung des Islamischen Gesundheitsdiensts angegriffen.
Dabei wurden demnach vier Mitarbeiter getötet. Zwei Sanitäter seien verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zu dem Angriff zunächst nicht. Der Gesundheitsdienst steht der Hisbollah nahe. Israel greift im Libanon immer wieder auch Gesundheitseinrichtungen und medizinische Teams an. Es wirft der vom Iran unterstützten Hisbollah vor, diese als Tarnung zu missbrauchen, um Waffen und Kämpfer zu verstecken. Die libanesische Regierung, die keine Konfliktpartei im aktuellen Krieg ist, weist das zurück.
+++ Die USA haben wegen des Iran-Krieges Waffenlieferungen an Taiwan ausgesetzt.
Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass eine geplante Rüstungslieferung im Umfang von 14 Milliarden US-Dollar zunächst nicht erfolgen werde. So solle sichergestellt werden, dass das eigene Militär genug Munition für den Krieg gegen den Iran habe. Die Waffenverkäufe würden fortgesetzt, sobald die Regierung es für notwendig halte, hieß es. Ein Gesetz in den USA verpflichtet Washington, Taiwan Waffen zur Verteidigung bereitzustellen.
+++ US-Außenminister Rubio hat die NATO-Mitgliedschaft einiger Länder hinterfragt.
Rubio sagte vor seiner Abreise zum Außenministertreffen der Allianz in Schweden, US-Präsident Trump sei "sehr enttäuscht" von NATO-Verbündeten, die den Vereinigten Staaten die Nutzung von Stützpunkten auf ihrem Territorium für den Iran-Krieg verweigert hätten. "Es gibt Länder wie Spanien, die uns die Nutzung dieser Stützpunkte verweigern – warum sind sie dann in der NATO? Das ist eine sehr berechtigte Frage", betonte Rubio vor Journalisten in Miami. Vertreter der Allianz hatten zuvor erklärt, die USA hätten die Mitglieder des Bündnisses nicht um eine Teilnahme am Iran-Krieg gebeten. Viele Verbündete hätten jedoch ihre Zusagen eingehalten, den US-Streitkräften die Nutzung ihres Luftraums und ihrer Stützpunkte zu gestatten.

+++ Zwischen dem Iran und den USA gibt es einem hochrangigen Insider zufolge bisher weiter keine Einigung.
Jedoch hätten sich die Differenzen verringert, sagt die mit der Angelegenheit vertraute iranische Person der Nachrichtenagentur Reuters. Zu den Konfliktpunkten zählten weiterhin die iranische Urananreicherung sowie die Kontrolle über die Straße von Hormus.
Donnerstag, 21. Mai
+++ Israel hat nach eigenen Angaben alle inhaftierten Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte abgeschoben.
Das teilte das Außenministerium in Jerusalem mit. Israel werde keinen Verstoß gegen die rechtmäßige Seeblockade des Gazastreifens dulden, hieß es. Die aus rund 50 Schiffen bestehende Gaza-Hilfsflotte, die Hilfsgüter für die Palästinenser in den Gazastreifen bringen wollte, war in der vergangenen Woche von der Türkei aus gestartet und am Montag von israelischen Streitkräften in internationalen Gewässern vor Zypern gestoppt worden Sie wurden nach Israel gebracht und dort bis zu ihrer Abschiebung festgesetzt.
+++ Italien fordert die EU-Außenminister auf, bei ihrem nächsten Treffen über Sanktionen gegen den israelischen Polizeiminister Ben-Gvir zu beraten.
Er habe eine entsprechende formelle Anfrage an die EU-Außenbeauftragte Kallas gerichtet, teilte Außenminister Tajani auf der Online-Plattform X mit. Zur Begründung verwies er auf das "inakzeptable Vorgehen" des rechtsextremen Ministers gegen Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte.
+++ Die Außenminister von 18 europäischen Staaten haben Israel und die Hisbollah-Miliz im Libanon aufgerufen, die Kämpfe zu beenden.
"Der israelische Militäreinsatz im Libanon und die Angriffe der Hisbollah müssen eingestellt werden", forderten sie in einer gemeinsamen Erklärung. Zu den Unterzeichnern gehörten etwa Italien, Spanien und Polen. Man fordere Israel auf, die Souveränität und territoriale Integrität des Libanon vollends zu respektieren und rufen beide Parteien - die Hisbollah und Israel - auf, die Kämpfe einzustellen. Deutschland gehört nicht zu den Unterzeichnern.
+++ Ein pakistanischer Vermittler wird laut iranischer Nachrichtenagentur heute in Teheran erwartet.
Armeechef Munir werde "Gespräche und Konsultationen" mit den iranischen Behörden fortsetzen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna. Nähere Details zum Inhalt der Treffen gibt es nicht.
+++ Der Iran prüft nach eigenen Angaben die jüngsten Vorschläge der USA zur Beendigung des Krieges.
Man habe die Antworten der USA erhalten und werten sie nun aus, sagte der Sprecher des Außenministeriums Baghaei laut staatlicher Nachrichtenagentur. Pakistan vermittle weiter zwischen dem Iran und den USA.
+++ Bundespräsident Steinmeier hat den Angriff der USA und Israels auf den Iran als einen "unnötigen Krieg" bewertet.
Viele seien der Meinung gewesen, Trump habe ihn mangels diplomatischer Alternativen an der Seite Israels führen müssen, sagte er in einem Podcast des Nachrichtenportals t-online. Diese Ansicht habe ihn am meisten enttäuscht und fast wütend gemacht. Steinmeier verwies auf das 2015 geschlossene Atomabkommen mit dem islamistischen Regime in Teheran, das US-Präsident Trump in seiner ersten Amtszeit aufgekündigt hatte. Es wäre gut gewesen, man hätte diese Vereinbarung beibehalten, führte der Bundespräsident aus. Steinmeier hatte das Atomabkommen damals als Außenminister Deutschlands mitverhandelt.
+++ US-Präsident Trump und Israels Premierminister Netanjahu sind Medienberichten zufolge über das weitere Vorgehen im Irankrieg in Streit geraten.
Es habe eine Auseinandersetzung am Telefon gegeben, berichteten das Portal "Axios" und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf ungenannte Quellen. Grund dafür seien unterschiedliche Vorstellungen, wie mit einem neuen Vorschlag zur Beendigung des Iran-Kriegs umzugehen sei. Katar und Pakistan hatten demnach zusammen mit anderen Partnern einen überarbeiteten Friedensvorschlag vorgelegt.
Mittwoch, 20. Mai
+++ Der Iran und die USA setzen nach Angaben des iranischen Außenministeriums ihren Austausch von Botschaften fort.
Grundlage sei ein 14-Punkte-Vorschlag Teherans, teilt das Ministerium iranischen Medien zufolge mit. Zur Vermittlung halte sich der pakistanische Innenminister im Iran auf. Teheran fordere von den USA einen Beweis für deren "guten Willen" und ein Ende der "Piraterie" gegen iranische Schiffe. Zudem verlange der Iran eine Einstellung aller Kämpfe - unter anderem auch im Libanon zwischen Israel und der von Teheran unterstützten Hisbollah-Miliz - sowie die Freigabe iranischer Vermögenswerte. Die Regierung in Teheran setze ernsthaft auf Verhandlungen, hege aber weiterhin große Zweifel an den USA.
+++ Das US-Militär hat nach eigenen Angaben im Golf von Oman einen unter iranischer Flagge fahrenden Öltanker durchsucht.
Das Schiff "M/T Celestial Sea" habe unter dem Verdacht gestanden, die US-Blockade verletzen zu wollen, teilt das US-Zentralkommando mit. Nach der Durchsuchung und der Anweisung an die Besatzung, den Kurs zu ändern, sei der Tanker wieder freigegeben worden.
+++ US-Präsident Donald Trump sieht nach eigener Darstellung die Verhandlungen mit dem Iran auf der Zielgeraden, droht jedoch für den Fall eines Scheiterns mit neuen Angriffen.
"Wir sind in der Endphase mit dem Iran", sagte Trump vor Journalisten. Entweder gebe es ein Abkommen, oder die USA würden "einige Dinge tun, die ein bisschen unschön sind". Er habe es nicht eilig. Die Regierung in Teheran warf Trump vor, eine Wiederaufnahme des Krieges zu planen. Die Revolutionsgarden erklärten, sollte sich die Aggression gegen den Iran wiederholen, werde sich der Krieg diesmal über den Nahen Osten hinaus ausweiten. Auch der iranische Chefunterhändler, Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, sprach von Hinweisen auf weitere US-Militärschläge.
+++ Großbritannien lockert die Sanktionen auf russisches Öl.
Hintergrund ist der durch den Iran-Krieg entstandene Energiepreisdruck. Die britische Regierung erlaubt auf unbestimmte Zeit den Import von Flugzeugtreibstoff und Diesel, der in Drittländern aus russischem Öl raffiniert wurde, wie die Nachrichtenagentur PA mitteilte. In Großbritannien kostet der Liter Benzin laut Automobilclub RAC an den Tankstellen aktuell so viel wie seit Dezember 2022 nicht mehr. Im Einklang mit der Europäischen Union hatte die britische Regierung in den vergangenen Monaten immer wieder neue Sanktionen gegen Russland verhängt.
+++ Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit einer Ausweitung des Krieges, falls Israel und die USA wieder Angriffe durchführen.
Man werde den Krieg über Region hinaus ausweiten, hieß es in einer Stellungnahme. US-Präsident Trump hatte nach eigenen Angaben neue Angriffe auf den Iran Anfang der Woche gestoppt. Derzeit gilt eine Waffenruhe, die Verhandlungen über ein dauerhaftes Kriegsende kommen aber nicht voran.

+++ Der weltweit steigende Absatz von Elektroautos könnte durch die anhaltende Blockade der Straße von Hormus einen zusätzlichen Schub erhalten.
Das geht aus einer Studie der Internationalen Energieagentur in Paris hervor. Erwartbar sei, dass Länder Kaufprämien und Vergünstigungen für E-Autos einführten, um die Bevölkerung zu entlasten und die Abhängigkeit von Ölimporten zu verringern. In Deutschland kann seit gestern eine Förderung beantragt werden. Die Verkaufszahlen von Elektroautos haben nach Angaben der IEA im vergangenen Jahr in fast 100 Ländern neue Rekorde erreicht. Dies sorge für eine gewisse Entlastung inmitten der größten Ölversorgungskrise der Geschichte.

+++ Zwei chinesische Schiffe mit vier Millionen Barrel Rohöl an Bord haben in der Nacht die Straße von Hormus verlassen, nachdem sie zuvor monatelang festsaßen.
Die Tanker der Konzerne Sinopec und Sinochem haben das irakische und katarische Öl den Daten zufolge Ende Februar geladen, kurz vor Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran. Sie sind nun auf dem Weg nach China.
+++ Der US-Senat hat eine Resolution auf den Weg gebracht, die eine stärkere Kontrolle der Regierung bei ihrer Kriegsführung im Iran zum Ziel hat.
Wie der Senat mitteilte, ging die Abstimmung 50 zu 47 aus. Dabei stimmten vier Republikaner mit den oppositionellen Demokraten, während ein demokratischer Senator dagegen votierte. Zuvor hatten die Republikaner mehrfach entsprechende Vorstöße der Demokratischen Partei blockiert. Diese will Präsident Trump verpflichten, entweder die Zustimmung des Kongresses für den Krieg einzuholen oder die Truppen abzuziehen. Die Abstimmung gilt als symbolischer Erfolg für die Demokraten. Der Antrag kann nun im Senat debattiert und zur Abstimmung gebracht werden. Doch selbst wenn beide Parlamentskammern der Resolution zustimmen sollten, könnte Präsident Trump noch ein Veto einlegen.
+++ Im Libanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei israelischen Luftangriffen 19 Menschen getötet worden.
Laut dem Ministerium fanden die Angriffe im Süden des Landes statt. Israel meldete den Tod eines israelischen Soldaten. Mitte April wurde erstmals eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon geschlossen, die am Freitag um 45 Tage verlängert wurde. Die Hisbollah fühlt sich daran nicht gebunden. Trotz der vereinbarten Feuerpause greifen sich die israelische Armee und die vom Iran unterstützte Hisbollah-Milliz immer wieder gegenseitig an.
Dienstag, 19. Mai
+++ US-Vizepräsident Vance betont, der Kern der Verhandlungen mit dem Iran bestehe für die USA darin, dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen dürfe.
Wenn das geschehe, würden die Länder am Golf ihre eigene Kernwaffe wollen - und dann würden auch andere Länder auf der ganzen Welt folgen. "Wir wollen die Zahl der Länder, die über Atomwaffen verfügen, gering halten, und deshalb darf der Iran keine Atomwaffe besitzen", sagte Vance vor Reportern. Die Vereinigten Staaten wollten deshalb, dass der Iran mit Washington an einem Prozess zusammenarbeite, der sicherstelle, dass die Islamische Republik ihre Atomwaffenkapazitäten in den kommenden Jahren nicht wieder aufbaue. "Das ist es, was wir in den Verhandlungen erreichen wollen", erklärte Vance weiter. Er wiederholte in diesem Zusammenhang eine bereits mehrfach getätigte Äußerung von Präsident Trump: "Wir glauben, dass wir große Fortschritte gemacht haben. Wir glauben, dass die Iraner eine Einigung erzielen wollen."
+++ Die Finanzminister der führenden Industriestaaten haben die Öffnung der Straße von Hormus gefordert.
Nach einem Treffen der G7-Finanzminister in Paris hieß es in einer Erklärung, der anhaltende Konflikt im Nahen Osten bremse Wachstum, schüre Inflation und setze die Lieferketten für Energie, Nahrungsmittel und Düngemittel unter Druck. Der französische Ressortchef Lescure warnte davor, dass 50 Millionen Menschen in besonders betroffenen Ländern sehr bald unter einer Nahrungsmittelkrise leiden könnten.
Deshalb habe man den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank gebeten, ihre Unterstützung für die von der Krise betroffenen Länder auszuweiten.
+++ Katar hat vor einer erneuten Eskalation im Iran-Krieg gewarnt.
Die Staaten der Region wollten nicht erneut in einen Krieg hineingezogen werden, sagte der katarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari bei seinem wöchentlichen Presse-Briefing. Katar unterstütze gemeinsam mit anderen Ländern die Vermittlungsbemühungen Pakistans sowie die bestehende Waffenruhe und setze auf diplomatische Lösungen. Bei einer weiteren Eskalation seien die Bevölkerungen die Hauptleidtragenden.
+++ Bundeskanzler Merz hat die Führung in Teheran aufgefordert, sich in den Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Krieges zu bewegen.
Der Iran müsse "aufhören, auf Zeit zu spielen", sagte Merz bei einer Pressekonferenz mit dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin in Berlin. "Teheran darf nicht länger die Region und die ganze Welt zur Geisel nehmen. Und vor allem das militärische Nuklearprogramm muss beendet werden."
+++ Der Iran hat Bundeskanzler Merz als Reaktion auf dessen Kritik an einem Angriff auf Atomanlagen in den Vereinten Arabischen Emiraten "Heuchelei" vorgeworfen.
In einem auf deutsch verfassten Post auf der Plattform X kritisierte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai, dass amerikanisch-israelische Angriffe auf iranische Atomanlagen nicht auf Verurteilung stießen, ein vor kurzem erfolgter Drohnenangriff auf die Emirate dagegen schon. Baghai kritisierte auch, dass Merz dem Iran die Schuld für den Angriff zugewiesen hatte. Er nannte die Attacken eine "mutmaßliche False-Flag-Operation".
+++ Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Mehr berichtet von Explosionen auf der iranischen Insel Gheschm.
Es sei aber sowohl unklar, wer dafür verantwortlich sei noch ob Ziele getroffen worden seien, hieß es. Die iranische Tasnim-Agentur schrieb, es seien feindliche Geschosse, die nicht explodiert seien, kontrolliert gesprengt worden. Gheschm ist mit einer Fläche von knapp 1500 Quadratkilometern und etwa 136 Kilometern Länge sowohl die größte Insel des Persischen Golfs als auch des Iran. Sie stellt eine Freihandelszone dar.

+++ Russische Atomexperten und Arbeiter sollen in Kürze in die iranische Nuklearanlage in Buschehr zurückkehren.
Dies gab die russische Atombehörde Rosatom bekannt, die zwei neue Einheiten in Buschehr baut. Sie hatte Ende Februar wegen der israelisch-amerikanischen Luftangriffe mehrere hundert Mitarbeiter von dort zurückgezogen.
+++ US-Präsident Trump hat nach eigener Darstellung einen für heute geplanten Angriff auf den Iran auf Bitten der Golfstaaten hin abgesagt.
Trump erklärte auf seiner Plattform "Truth Social", die Verbündeten aus Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien hätten ihn gebeten, abzuwarten, damit ernsthafte Verhandlungen stattfinden könnten. Das US-Militär sei aber angewiesen, in voller Kampfbereitschaft zu bleiben. Trump drohte Teheran erneut mit Angriffen, sollte kein - aus seiner Sicht - akzeptables Abkommen erzielt werden können.
Montag, 18. Mai
+++ Im Iran-Konflikt hat der Vermittler Pakistan einen überarbeiteten Friedensvorschlag der Führung in Teheran an die USA übermittelt.
Das bestätigte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums. Zu den Inhalten des Vorschlags wurde nichts mitgeteilt. Die Gespräche sind derzeit festgefahren. Gestern hatte US-Präsident Trump dem Iran wieder mit militärischen Konsequenzen gedroht, sollte es nicht bald eine Einigung geben. Zu den Streitpunkten gehören die nuklearen Ambitionen des Iran sowie die Kontrolle über die Straße von Hormus.

+++ Bei den israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon sind nach Behördenangaben seit Anfang März mehr als 3.000 Menschen getötet worden.
Zudem habe es fast 9.300 Verletzte gegeben, meldete das Gesundheitsministerium in Beirut. Das Ministerium unterscheidet bei seiner Zählung nicht zwischen Zivilisten und Mitgliedern der proiranischen Hisbollah-Miliz. Mitte April wurde erstmals eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon geschlossen, die am Freitag um 45 Tage verlängert wurde. Trotz der vereinbarten Feuerpause greifen sich die israelische Armee und die Hisbollah immer wieder gegenseitig an.
+++ Die Bundeswehr verlegt vorübergehend ein Luftabwehr-Raketensystem vom Typ Patriot und 150 Soldatinnen und Soldaten in die Türkei.
Die Einheit diene der NATO-Luftverteidigung an der Südostflanke, teilte das Verteidigungsministerium mit. Minister Pistorius erklärte, Deutschland übernehme mehr Verantwortung innerhalb des Bündnisses. Dieses hatte im Zuge des Iran-Konflikts seine Luftverteidigung in der Türkei kürzlich unter anderem durch zusätzliche US-Kräfte verstärkt. Eine Einheit der US-Armee soll nun durch die Bundeswehr abgelöst werden.
+++ Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran gibt es weiterhin keine Annäherung.
Das Außenministerium in Teheran teilte am Vormittag mit, man habe eine Antwort auf die jüngsten US-Friedensvorschläge übermittelt. Die Verhandlungen laufen über den Vermittler Pakistan. Was in dem iranischen Vorschlag steht, wurde nicht bekannt. Die indirekten Gespräche stocken seit Wochen. US-Präsident Trump drohte der iranischen Führung gestern erneut mit völliger Zerstörung. Bundesaußenminister Wadephul forderte in Berlin, die Regierung in Teheran müsse glaubwürdig auf jede Option verzichten, Atomwaffen zu besitzen. Seit April gilt in der Region eine fragile Waffenruhe.
+++ Bundeskanzler Merz hat die jüngsten iranischen Luftangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate und andere Länder der Region scharf verurteilt.
"Angriffe auf Nuklearanlagen sind eine Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in der gesamten Region", schrieb Merz im Onlinedienst X. "Es darf zu keiner weiteren Gewalteskalation kommen." Nach einem Drohnenangriff war in den Emiraten Behördenangaben zufolge am Wochenende ein Feuer im Bereich eines Atomkraftwerks ausgebrochen. Merz mahnte zudem Schritte zur Beendigung des Krieges und zur Entspannung der Lage in der Golfregion an. Der Iran müsse in ernsthafte Verhandlungen mit den USA einsteigen, verlangte der Kanzler.

+++ Der Iran hat offiziell bestätigt, dass er eine eigene Behörde zur Kontrolle der Schifffahrt in der Straße von Hormus gegründet hat.
Die "Behörde für die Straße des Persischen Golfs" (PGSA) verfüge über einen offiziellen Account, über den sie "Echtzeit-Updates zu den Operationen" in der Meerenge bereitstellen werde, erklärten der Nationale Sicherheitsrat und die Marine der iranischen Revolutionsgarden. Details wurden nicht genannt. Das Fachblatt "Lloyd's List" hatte berichtet, die Behörde werde dafür zuständig sein, Durchfahrtsgenehmigungen zu erteilten und Mautgebühren zu erheben. Schiffe, welche die Straße von Hormus befahren wollen, müssten "detaillierte Aufzeichnungen über Eigentümer, Versicherung, Besatzung und die geplante Transitroute" machen.
+++ Bundesfinanzminister Klingbeil hat vor den globalen wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges und der Blockade der Straße von Hormus gewarnt.
"Dieser Krieg schadet der wirtschaftlichen Entwicklung massiv", sagte der Politiker vor seinem Abflug zu einem G7-Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure an diesem Montag in Paris. Es müsse alles getan werden, um den Konflikt dauerhaft zu beenden und freie Seewege zu gewährleisten. Die G7 seien der richtige Rahmen, um mit den USA und anderen Staaten über diese drängenden Fragen zu sprechen. Europa setze dabei auf Kooperation statt Konfrontation sowie auf offenen Handel. Die aktuellen Krisen zeigten zudem, dass Deutschland und Europa bei Rohstoffen, Energie und Lieferketten unabhängiger und krisenfester werden müssten.
+++ Die lange Zeit inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi ist nach Angaben ihrer Stiftung aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Mohammadi sei am Sonntag nach Hause geschickt worden, so die Stiftung. In den kommenden Wochen solle sie weitere medizinische Verfahren durchlaufen. Zum weiteren Verlauf ihrer Haftstrafe war zunächst nichts bekannt. Die Nobelpreisträgerin war vor einer Woche aus der Stadt Sandschan, wo sie inhaftiert war, in ein Krankenhaus in Teheran verlegt worden. Dort sei ein Fortschreiten ihrer Gefäßerkrankung festgestellt worden, hieß es in der vergangenen Woche.
+++ Israels Regierungschef Netanjahu sieht das Ziel, alle Verantwortlichen für den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 zu töten, nach eigenen Angaben nahezu erreicht.
"Ich habe versprochen, dass jeder einzelne Architekt des Massakers und der Geiselnahme bis zum letzten ausgeschaltet wird, und wir sind sehr nah daran, diese Mission abzuschließen", sagte Netanjahu am Rande der wöchentlichen Kabinettssitzung. Am Freitag hatte die israelische Armee mitgeteilt, der Kommandeur des bewaffneten Arms der Hamas, al-Haddad, sei bei einem Luftangriff im Gazastreifen getötet worden. Netanjahu bezeichnete al-Haddad nun als "verabscheuungswürdigen Terroristen".
+++ Nach dem Drohnenangriff auf ein Atomkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben die Ölpreise am frühen Morgen angezogen.
Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,32 Prozent auf 110,70 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI stieg um 1,75 Prozent auf 107,26 Dollar. Zuvor hatten Behörden der VAE mitgeteilt, sie untersuchten die Herkunft des Angriffs auf das Kernkraftwerk Barakah und behielten sich das Recht vor, auf derartige "terroristische Angriffe" zu reagieren. Der Vorfall schürte Sorgen vor einer erneuten Eskalation im Nahen Osten.

+++ Europas größter Billigflieger Ryanair rechnet wegen des Iran-Kriegs mit deutlich steigenden Kosten im laufenden Geschäftsjahr.
Kerosin, Personal und Flugzeugwartung dürften teurer zu Buche schlagen, teilte die irische Fluggesellschaft in Dublin mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März flog Ryanair zwar einen überraschend hohen Milliardengewinn ein. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr wollte Konzernchef O'Leary jedoch nicht nennen - obwohl die Gesellschaft ihre Treibstoffkosten schon zu 80 Prozent abgesichert hat.
+++ Der Tanker "Agios Fanourios I" hat nach einem fünftägigen Stopp durch die US-Marine im Golf von Oman seine Fahrt nach Vietnam fortgesetzt.
Das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff hat irakisches Rohöl an Bord und wird voraussichtlich Ende Mai an der vietnamesischen Raffinerie Nghi Son eintreffen, wie aus Schifffahrtsdaten hervorgeht. Der Tanker hatte die Straße von Hormus am 10. Mai verlassen, bevor er am 11. Mai im Golf von Oman wendete und am 16. Mai seine Reise wieder aufnahm.
Das US-Zentralkommando hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, das Schiff sei im Rahmen der Durchsetzung der Blockade gegen den Iran umgeleitet worden.
+++ Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben drei aus dem irakischen Luftraum eingedrungene Drohnen abgefangen und zerstört.
Die Drohnen seien am Sonntagmorgen in den saudischen Luftraum eingedrungen, erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, al-Maliki. Saudi-Arabien behalte sich das Recht vor, "zur angemessenen Zeit und am angemessenen Ort zu reagieren", erklärte al-Maliki weiter. Die Regierung werde "alle nötigen Maßnahmen" ergreifen, um auf gegen die Souveränität und die Sicherheit des Königreichs gerichtete Angriffsversuche zu reagieren.
Im Iran-Krieg haben pro-iranische Gruppen im Irak und die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz im Jemen zahlreiche Angriffe in der Region verübt.
Sonntag, 17. Mai
+++ US-Präsident Trump hat den Iran ultimativ zum Abschluss eines Abkommens aufgerufen.
Die Uhr ticke, und der Iran solle sich besser schnell bewegen, sonst werde von dem Land nichts mehr übrig bleiben, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Derzeit gilt eine Waffenruhe, eine dauerhafte Lösung für den Konflikt und seine wirtschaftlichen Folgen gibt es noch nicht. Die iranische Antwort auf einen US-Vorschlag zur Beendigung des Kriegs hatte Trump zuletzt als "Müll" bezeichnet. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen hat Trump mit dem israelischen Regierungschef Netanjahu telefoniert.
+++ Israel stellt sich nach Medienberichten angesichts stockender diplomatischer Bemühungen auf eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe im Iran ein.
"Unsere Augen sind weit geöffnet in Bezug auf den Iran", sagte der israelische Ministerpräsident Netanjahu bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem. Er werde in Kürze mit US-Präsident Donald Trump sprechen. "Es gibt gewiss viele Möglichkeiten, wir sind auf jedes Szenario vorbereitet." Die israelische Armee sei in Erwartung einer möglichen Wiederaufnahme der Angriffe in höchster Bereitschaft, schrieb die Zeitung "Jediot Achronot" unter Berufung auf israelische Regierungsvertreter. Israel warte auf eine Entscheidung Trumps, hieß es.
+++ Bei einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist ein Feuer im Bereich eines Atomkraftwerks ausgebrochen.
Ein Stromgenerator des AKW Barakah westlich von Abu Dhabi sei in Brand geraten, teilte das Medienbüro der Hauptstadt mit. Der Brand habe die Sicherheit der Anlage aber nicht gefährdet und der Betrieb laufe normal, hieß es. Auch die Strahlungswerte seien auf einem normalen Niveau. Das Atomkraftwerk liegt in einer Wüstenregion und ist die wichtigste Stromquelle der Emirate. Es soll mit seinen vier Reaktoren etwa ein Viertel des landesweiten Strombedarfs decken. Die Internationale Atomenergiebehörde äußerte sich besorgt über den Vorfall. Die Regierung der Emirate sprach von einem terroristischen Angriff, machte aber zunächst niemanden konkret verantwortlich.
+++ Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sollen sich Medienberichten zufolge heimlich an Angriffen auf den Iran beteiligt haben.
Wochenlang waren die Golfstaaten im Iran-Krieg Ziel zahlreicher Angriffe aus dem Iran. Nun kommt ans Licht, dass einige der Golfländer, wie schon länger vermutet, im Geheimen teils zurückgeschlagen und selbst Ziele im Iran bombardiert haben. Westliche Diplomaten und arabische Sicherheitskreise bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass die Emirate und Saudi-Arabien sich "aktiv" an den Angriffen beteiligt haben. Auch das "Wall Street Journal" und die "New York Times" berichteten, dass die Länder solche Angriffe durchführten. Offiziell haben die Regierungen die Aktionen bisher nicht bestätigt. Sie betonen weiterhin lediglich ihr Recht auf Selbstverteidigung.
+++ Der aus dem Iran-Krieg abgezogene US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" ist in die USA zurückgekehrt.
Wie die US-Armee im Onlinedienst X mitteilte, nahm Verteidigungsminister Hegseth den größten Flugzeugträger der Welt am Samstag in dessen Heimathafen in Norfolk im US-Bundesstaat Virgina in Empfang. Das Schiff hatte die Golfregion vor rund zwei Wochen verlassen, nachdem es zuvor an Militäreinsätzen gegen den Iran beteiligt war. Nach US-Angaben von vergangener Woche sind mit der "USS Abraham Lincoln" und der "USS George Bush" noch zwei US-Flugzeugträger in der Golfregion stationiert, sowie etwa 20 weitere Schiffe der US-Marine.
+++ Großbritannien bringt kostengünstigere Drohnenabwehr in den Nahen Osten.
Vom Iran angegriffene Golfstaaten und deren Verbündete schießen mit teilweise sehr teuren Abfangraketen vergleichsweise günstige Drohnen ab. Dieses Problem geht Großbritannien nun an. Das Verteidigungsministerium in London erklärte, seine Kampfflugzeuge im Nahen Osten vom Typ Typhoon würden mit neuen und kostengünstigen Raketen speziell zur Drohnenabwehr ausgerüstet. Damit sei die präzise Zerstörung von Zielen möglich - und das "zu einem Bruchteil der Kosten der Raketen, die aktuell dafür genutzt werden". Das Waffensystem sei innerhalb weniger Monate von ersten Tests zur Auslieferung in den Nahen Osten gegangen, hieß es weiter.
+++ Die Hisbollah-Miliz greift trotz Waffenruhe Kasernen im Norden Israels an.
Kurz nach der Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon hat die pro-iranische Hisbollah-Miliz eigenen Angaben zufolge erneut Angriffe auf Israel geflogen. Ihre Kämpfer hätten im Norden Israels "die Ja'ara-Kasernen mit einem Schwarm von Angriffsdrohnen" attackiert, erklärte die Miliz am Samstag (Ortszeit). Zuvor hatte die Miliz mehrere Kampfeinsätze gegen Truppen der israelischen Streitkräfte im Süden des Libanons angekündigt. Am Samstag hatte Israel erneut Hisbollah-Ziele im Nachbarland angegriffen. Israel und der Libanon hatten sich am Freitag unter US-Vermittlung auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe um 45 Tage geeinigt.
+++ An der iranischen Börse soll ab Dienstag wieder gehandelt werden.
Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf einen hochrangigen Börsenvertreter. Der Handel war während des Krieges mit den USA und Israel ausgesetzt worden. "Die Aussetzung der Börsenaktivitäten seit Kriegsbeginn diente dem Schutz der Vermögenswerte der Aktionäre, der Verhinderung von panikgetriebenen Handelsgeschäften und der Schaffung transparenterer Preisbildungsbedingungen", sagte Hamid Jari, stellvertretender Leiter der Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde.
Samstag, 16. Mai
+++ Bei einer Demonstration zum palästinensischen Gedenktag Nakba hat es 15 vorläufige Festnahmen gegeben.
Das teilte die Polizei am Abend mit. Einsatzkräfte und Journalisten seien angegriffen und verbotene Parolen skandiert worden. Die Zahl der Demonstranten wurde mit etwa 2.000 angegeben. Die Kundgebung richtete sich gegen Israels Militäraktionen im Gaza-Streifen sowie den Krieg im Iran. Der Gedenktag Nakba am 15. Mai erinnert an Flucht und Vertreibung Hunderttausender Palästinenser im ersten Nahostkrieg 1948 nach der Staatsgründung Israels.
+++ Der Iran plant nach eigenen Angaben einen Mechanismus zur Durchquerung der Straße von Hormus.
Es sei vorgesehen, den Schiffsverkehr entlang einer festgelegten Route durch die Meerenge zu steuern, sagte der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Asisi. Von der Regelung sollen demnach nur diejenigen profitieren, die mit dem Iran kooperieren. Die für die Weltwirtschaft wichtige Verbindung zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist seit Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran faktisch blockiert.
+++ Israel hat den Tod des Hamas-Kommandeurs Essedin al-Haddad bestätigt.
Al-Haddad war zuletzt Militärchef der Terrororganisation im Gazastreifen und galt als einer der letzten überlebenden Kommandeure des Angriffs vom 7. Oktober 2023. Damals töteten Terroristen der Hamas und andere Islamisten rund 1.200 Menschen in Israel und verschleppten mehr als 250 in den Gazastreifen. Israel hat seitdem eine Reihe politischer und militärischer Führer der Hamas gezielt getötet. Gestern Abend hatte es mindestens zwei israelische Luftangriffe in der Stadt Gaza gegeben. Einer davon galt nach israelischen Angaben al-Haddad. Nach Angaben von Krankenhäusern gab es bei den Angriffen auf ein Wohnhaus und auf ein Fahrzeug sieben Tote und zahlreiche Verletzte.
+++ In mehreren Moscheen im Norden des Gazastreifens wird der Tod von Hamas-Kommandeur al-Haddad verkündet.
Der Kommandeur des bewaffneten Teils der Hamas, der Kassam-Brigaden, sei den Märtyrertod gestorben, wird Augenzeugen zufolge in Moscheen erklärt. Die Hamas selbst gab zunächst keine Stellungnahme dazu ab. Das israelische Militär hatte gestern zunächst erklärt, es habe al-Haddad bei Luftangriffen ins Visier genommen. Ob der Kommandeur getötet wurde, ließ das Militär offen.
+++ Trotz der Verlängerung der Waffenruhe soll es bei einem israelischen Angriff im Libanon einem Medienbericht zufolge Tote und Verletzte gegeben haben.
Eigentlich gilt zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz eine Waffenruhe - gestern wurde sie verlängert. Bei einem mutmaßlich von Israels Armee geführten Angriff im Süden des Libanons sind einem Medienbericht zufolge sechs Menschen getötet worden. Drei der Todesopfer bei der Attacke auf ein Zentrum des Zivilschutzes im Bezirk Nabatieh seien Sanitäter gewesen, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Weitere 22 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu. Die USA hatten erst am Freitag die Verlängerung der aktuell geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon um 45 Tage bekanntgegeben. Allerdings war die Feuerpause bereits in den vergangenen Wochen von beiden Seiten immer wieder verletzt worden.
+++ Die Vereinigten Arabischen Emirate verteidigen ihre jüngsten militärischen Handlungen als rein defensive Maßnahmen zur Wahrung ihrer Souveränität.
Das Außenministerium der VAE teilte mit, alle ergriffenen Schritte dienten dem Schutz der Zivilbevölkerung sowie der lebenswichtigen Infrastruktur. Die Zeitung "Wall Street Journal" hatte am Montag berichtet, dass die VAE Anfang April militärische Operationen gegen den Iran vorgenommen hätten. In der Mitteilung des Ministeriums wurden diese mutmaßlichen Angriffe jedoch nicht explizit erwähnt.
Freitag, 15. Mai
+++ In Washington haben Unterhändler Israels und des Libanon eine Vereinbarung über die Verlängerung der Waffenruhe um 45 Tage erzielt.
Das teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums auf der Online-Plattform X mit. Die Feuerpause war Mitte April in Kraft getreten, wurde bereits einmal verlängert und wäre ohne Einigung am Sonntag abgelaufen. Die mittlerweile dritte Gesprächsrunde zwischen den beiden Nachbarländern hatte gestern begonnen.
+++ Palästinenserpräsident Abbas hat anlässlich des sogenannten Nakba-Tags das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser betont.
Das palästinensische Volk dürfe nicht ignoriert werden, ebenso wenig wie sein Recht auf Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Rückkehr und Souveränität, hieß es in einer Rede Abbas', die bei einer Gedenkveranstaltung der UNO verlesen wurde. Es sei ein Irrglaube, dass Frieden und Sicherheit ohne Achtung der Rechte der Palästinenser erreicht werden können. Am 15. Mai gedenken die Palästinenser jedes Jahr der "Nakba" (Katastrophe) - der Vertreibung und Flucht der palästinensisch-arabischen Bevölkerung im Zuge der Staatsgründung Israels 1948. Betroffen waren rund 760.000 Menschen.
+++ In Washington haben Unterhändler Israels und des Libanon nach übereinstimmenden Berichten ihre Friedensgespräche fortgesetzt.
Die mittlerweile dritte Runde hatte gestern begonnen. Ein Vertreter des US-Außenministeriums sprach von einem produktiven Austausch. Inhaltlich geht es auch um eine Verlängerung der noch bis Sonntag geltenden Waffenruhe. Sie war am 17. April in Kraft getreten und wurde bereits einmal verlängert.
+++ Mehr als sieben Monate nach Inkrafttreten der Waffenruhe im Gazastreifen kontrolliert Israel nach Angaben von Ministerpräsident Netanjahu rund 60 Prozent des Palästinensergebiets.
Nach dem Ende des Gazakrieges, der durch den Überfall der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden war, sei Israels Armee entgegen den Forderungen einiger nicht abgezogen, so Netanjahu. Gemäß der von den USA vermittelten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas sollten sich die israelischen Streitkräfte eigentlich hinter eine sogenannte Gelbe Linie im Gazastreifen zurückziehen - was ihnen weiterhin die Kontrolle über mehr als 50 Prozent des Küstenstreifens ermöglicht. Netanjahus Äußerungen deuten nun erstmals offiziell darauf hin, dass die Armee ihre Präsenz ausweitet.
+++ Ein Treffen der Außenminister der sogenannten Brics-Staaten in Neu-Delhi ist ohne eine gemeinsame Abschlusserklärung zu Ende gegangen.
Grund waren gravierende Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Das Gastgeberland Indien veröffentlichte lediglich eine Erklärung, in der es auf unterschiedliche Ansichten zur Lage im Nahen Osten hinwies. Die Brics-Staaten sind ein Bündnis von Ländern an der Schwelle zur Transformation in Industriestaaten. Sie wollen ein Gegengewicht zur westlich dominierten Vereinigung der G7-Staaten bilden. Mitglieder sind Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Äthiopien, Ägypten, der Iran und die VAE
+++ Der Iran hat nach den Worten von Außenminister Aragtschi kein Vertrauen in die Verhandlungsführung der USA.
Die Führung in Teheran sei nur an Friedensgesprächen interessiert, wenn diese ernst gemeint seien, sagt Aragtschi am Rande eines BRICS-Treffens in Neu-Delhi. Er fügte hinzu, widersprüchliche Signale ließen an den wahren Absichten der Amerikaner zweifeln. Um der Diplomatie eine Chance zu geben, versuche der Iran, die Waffenruhe einzuhalten. Die Lage rund um die Straße von Hormus sei sehr kompliziert. Alle Schiffe, die nicht mit den Angriffen der USA in Verbindung stünden, könnten die Meerenge passieren, behauptete der Chefdiplomat. Eine Vermittlung durch Pakistan sei nicht gescheitert, gestalte sich aber schwierig. Zudem sei jede Hilfe Chinas in der aktuellen Situation willkommen.
Die Islamische Republik betont immer wieder, die Straße von Hormus sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen nur einen Korridor nahe der Küste passieren. Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren. Völkerrechtlern zufolge verstoßen solche Forderungen gegen das Recht auf Transitpassage. Die USA verhängten Mitte April ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran, um das Land unter anderem von Öl-Einnahmen abzuschneiden.
+++ Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen ihre Abhängigkeit bei Öllieferungen durch die Straße von Hormus verringern und beschleunigen den Bau einer neuen Ölpipeline.
Der Kronprinz habe den staatlichen Ölkonzern ADNOC angewiesen, das Projekt "West-East Pipeline" voranzutreiben, teilte die Regierung in Abu Dhabi mit. Die Pipeline sei bereits im Bau und solle 2027 in Betrieb gehen. Damit solle die Exportkapazität über den Hafen Fudschaira bis 2027 verdoppelt werden.
Die VAE und Saudi-Arabien sind die einzigen Golf-Produzenten mit Pipelines, die Rohöl außerhalb der Straße von Hormus exportieren können. Andere Golfstaaten wie Kuwait, der Irak, Katar und Bahrain sind für ihre Schiffslieferungen fast vollständig auf die Meerenge angewiesen.
+++ Die israelische Armee hat die Bewohner von Ortschaften im Süden des Libanons zur sofortigen Evakuierung aufgerufen.
Ein Militärsprecher nannte dabei fünf Dörfer in der Nähe der Stadt Tyros an der Küste im Süden des Landes. Die Bewohner sollten unverzüglich ihre Häuser verlassen und sich mindestens einen Kilometer entfernt von den Dörfern und Städten aufhalten. Man werde in der Region gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vorgehen. Die israelische Armee erklärte zudem, dass einer ihrer Soldaten im Süden des Libanons getötet worden sei.
+++ Die Bundesregierung rechnet im Frühjahr infolge des Iran-Kriegs mit einem Rückschlag für die Konjunktur in Deutschland.
Aktuelle Indikatoren ließen einen deutlichen Dämpfer im zweiten Quartal erwarten, heißt es im Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. Steigende Preise, Lieferkettenprobleme und Unsicherheit belasteten die Stimmung in Unternehmen wie in privaten Haushalten. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hänge davon ab, wie lange der Konflikt im Nahen Osten andauere und Handelswege sowie Produktionskapazitäten beeinträchtigt blieben. Aber auch nach einer Entspannung der Lage dürften die Folgen bei Energie- und Rohstoffpreisen sowie Lieferketten noch länger spürbar sein.
+++ China und die USA sind sich nach den Worten von US-Präsident Trump darin einig, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen darf.
Darüber habe er mit dem chinesischen Präsidenten Xi gesprochen, erklärte Trump zum Abschluss seines Besuchs in China. Mit Blick auf die Straße von Hormus sagte er, beide Staaten wollten die derzeit blockierte Meerenge offen sehen. "Wir haben viele verschiedene Probleme gelöst, die andere nicht hätten lösen können."
Zugleich erhöhte Trump den verbalen Druck auf den Iran. "Ich werde nicht mehr lange geduldig sein", sagte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News. Die Islamische Republik solle ein Abkommen schließen. Das hochangereicherte Uran des Irans könne sicher verschlossen gelagert werden. Er hätte es lieber in den USA, aber dies sei "mehr für Public Relations" von Bedeutung, erklärte der Präsident. Die iranischen Führer, mit denen die US-Regierung verhandele, seien vernünftig.

+++ Nach US-Präsident Trumps Äußerung über ein angebliches chinesisches Hilfsangebot im Iran-Krieg hat Peking seine Forderung nach einer dauerhaften Waffenruhe erneuert.
Die Schifffahrtswege sollten so schnell wie möglich wieder geöffnet werden, erklärte das Außenministerium in Peking mit Blick auf die Straße von Hormus. Es brauche eine umfassende und dauerhafte Waffenruhe, um die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in der Golfregion voranzutreiben, so die Behörde weiter. Bald eine Lösung zu finden nütze den USA und dem Iran sowie anderen Regionen und der gesamten Welt. Trump hatte in einem Interview des Senders Fox News zuvor angedeutet, Chinas Staatschef Xi habe Hilfe im Iran-Krieg angeboten. Chinas Außenamt ging in seinem Statement nicht explizit darauf ein.
Donnerstag, 14. Mai
+++ In Washington haben neue Gespräche zwischen Israel und der libanesischen Regierung begonnen.
Ziel ist nach Angaben libanesischer Delegationsmitglieder eine Verlängerung der Waffenruhe, die in wenigen Tagen ausläuft. Außerdem geht es um den Rückzug israelischer Truppen aus dem Süden des Libanon und die Entwaffnung der militant-islamistischen Hisbollah-Miliz, die vom Iran unterstützt wird. Die Hisbollah ist an den Gesprächen nicht beteiligt und kritisiert die libanesische Regierung dafür, dass sie mit Israel verhandelt. Die Miliz fühlt sich nicht an die Waffenruhe gebunden.
+++ In der Türkei ist eine neue Hilfsflotte für den Gazastreifen gestartet.
Nach Angaben der Organisatoren stachen etwa 50 Schiffe in Marmaris im Südwesten der Türkei in See, um Hilfsgüter an der israelischen Blockade vorbei in den weitgehend zerstörten Gazastreifen zu bringen. In den kommenden Tagen würden vier oder fünf weitere Schiffe hinzustoßen, hieß es. Ende April hatten israelische Streitkräfte eine Hilfsflotte in internationalen Gewässern vor Griechenland gestoppt. 175 pro-palästinensische Aktivisten gingen auf der griechischen Insel Kreta an Land. Zwei Aktivisten wurden nach Israel gebracht und dort zehn Tage festgehalten.
+++ Das US-Regionalkommando hat Berichte über weiter intakte Raketenstellungen des Irans zurückgewiesen.
Centcom-Befehlshaber Cooper sagte in einer Anhörung im US-Kongress, die kursierenden Zahlen seien aus seiner Sicht falsch. Zudem gehe es bei der Beurteilung der iranischen Schlagkraft vielmehr um Kommando- und Kontrollstrukturen, die zerstört worden seien. Cooper räumte ein, dass die iranischen Fähigkeiten zur Blockade der Straße von Hormus zwar geschwächt, aber nicht beseitigt worden seien. Die "New York Times" hatte gemeldet, dass das iranische Raketenarsenal in deutlich besserem Zustand sei als von der US-Regierung angegeben.

+++ Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist britischen Angaben zufolge ein Schiff gekapert worden.
Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine erklärte, das Schiff habe etwa 70 Kilometer nordöstlich von Fudschaira vor Anker gelegen, sei von Unbefugten übernommen worden und in Richtung iranischer Hoheitsgewässer unterwegs. Den Namen des Schiffes nannte die Seehandelsaufsicht nicht. Wer es in seine Gewalt gebracht hat, blieb ebenfalls offen. Die britische Sicherheitsfirma Vanguard berichtet, das Schiff sei von iranischem Personal gekapert worden, während es vor Anker lag. Insidern zufolge handelt es sich um das unter der Flagge von Honduras fahrende Fischereiforschungsschiff "Hui Chuan". Seit Beginn des Krieges zwischen dem Iran sowie den USA und Israel Ende Februar hat die Regierung in Teheran bereits mindestens zwei weitere Schiffe festgesetzt.
Fudschaira ist der wichtigste Ölexporthafen der Emirate am Golf von Oman. Weil er nicht am Persischen Golf liegt, ist er von der Blockade der nahe gelegenen Meerenge von Hormus nicht beeinträchtigt. Der Iran hat Fudschaira im Krieg gegen die USA und Israel aber wiederholt attackiert.
+++ Ein unter indischer Flagge fahrendes Schiff ist vor der Küste Omans angegriffen worden.
Das indische Schifffahrtsministerium teilte mit, der Frachter "Haji Ali" sei in Brand geraten und gesunken. Er sei am Mittwoch auf dem Weg von Somalia in die Emirate gewesen. Die omanische Küstenwache habe alle 14 indischen Seeleute an Bord in Sicherheit gebracht. Wer den Frachter angegriffen hat, teilte das Ministerium nicht mit.
+++ Der chinesische Staatschef Xi hat nach Angaben von US-Präsident Trump angeboten, zur Beilegung des Konflikts mit dem Iran beizutragen.
Trump sagte dem Fernsehsender Fox News, Xi hoffe auf ein baldiges Abkommen. Dabei gehe es auch um eine Öffnung der Straße von Hormus. Weitere Details nannte Trump nicht. China ist der größte Abnehmer von iranischem Öl und pflegt eine Partnerschaft mit dem Regime in Teheran. Aus den Vermittlungen zwischen den USA und dem Iran hält sich China bislang heraus. Der Iran hält die Straße von Hormus weiter blockiert. Mehrere chinesische Schiffe haben die Meerenge aber durchfahren dürfen, wie aus iranischen Medienberichten hervorgeht.

+++ Zehntausende nationalistische Israelis sind unter massivem Polizeischutz mit israelischen Flaggen durch die Altstadt von Jerusalem gezogen.
Israels Polizei teilte mit, sie habe mehrere Teilnehmer des umstrittenen Flaggenmarschs wegen "Auseinandersetzungen und Gewalttaten" festgenommen. Mit dem Marsch wird die israelische Eroberung Ost-Jerusalems während des Sechstagekrieges 1967 gefeiert. Er verläuft jedes Jahr auch durch muslimische Viertel. Palästinenser sehen das als Provokation. Sie fordern den arabisch geprägten Ostteil Jerusalems als künftige Hauptstadt eines eigenen Staates.

+++ Der Iran ist erneut von einem Erdbeben erschüttert worden.
Nach Angaben des staatlichen Senders Irib erschütterte das Beben der Stärke 5 die Kleinstadt Bardsir in der Provinz Kerman im Südosten des Iran. Rettungskräfte des Roten Halbmonds seien in das Gebiet entsandt worden. Zunächst gab es keine Berichte über Opfer oder größere Schäden. Erst vor zwei Tagen hatte im Iran die Erde gebebt. Betroffen war die Millionenmetropole Teheran. 2003 hatte ein Erdbeben in der Provinz Kerman die Stadt Bam nahezu vollständig zerstört. Damals starben fast 30.000 Menschen.
+++ Der Iran hat Medienberichten zufolge mehreren chinesischen Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus erlaubt.
Das melden die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars übereinstimmend. Im Staatsfernsehen hieß es, mehr als 30 Schiffe hätten die Meerenge passiert. Angaben zur Herkunft der Schiffe wurden nicht gemacht. Die Straße von Hormus wird als Reaktion auf die israelischen und US-amerikanischen Angriffe seit Wochen vom Iran blockiert. Durch die Meerenge wird normalerweise ein Fünftel der weltweiten Ölexporte verschifft. Die USA haben eine Blockade der iranischen Häfen verhängt.
+++ Die israelische Armee meldet mehrere verletzte Zivilisten nach Drohnenangriffen der Hisbollah.
Eine von der Terrororganisation Hisbollah gestartete Sprengdrohne sei auf israelisches Gebiet nahe der israelisch-libanesischen Grenze gestürzt, teilte die israelische Armee mit. Dabei seien mehrere israelische Zivilisten verletzt worden. Israels Armee erklärte zudem, dass sie nach Evakuierungsaufforderungen an die Bevölkerung erneut Hisbollah-Ziele im Süden des Libanon angegriffen habe. Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA hatte zuvor von israelischen Angriffen auf 40 Ziele im Süden und Osten des Landes berichtet. Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge sind bei den jüngsten israelischen Angriffen 22 Menschen getötet worden. Darunter seien acht Kinder, teilte das Ministerium mit.
+++ Das israelische Militär hat erneut zur Evakuierung libanesischer Orte aufgerufen.
Betroffen sind acht Städte und Dörfer im Süden des Landes und in der Bekaa-Ebene. Meist erfolgen die Aufrufe kurz vor Angriffen des israelischen Militärs, die sich nach Darstellung der Armee gegen Ziele der militant-islamistischen Hisbollah richten. Dabei werden immer wieder auch Zivilisten getötet. Das libanesische Gesundheitsministerium teilte zuletzt mit, bei den jüngsten israelischen Angriffen habe es mehr als 20 Tote gegeben, darunter auch Kinder.
+++ Das Raketenarsenal des Iran ist nach Recherchen der „New York Times“ in deutlich besserem Zustand als von der US-Regierung angegeben.
Die Zeitung beruft sich auf Informationen amerikanischer Geheimdienste. Demnach hat sich der Iran nach den Angriffen der USA und Israels inzwischen wieder Zugang zu den meisten Raketenstellungen, Abschusseinrichtungen und unterirdischen Lagern verschafft. Es sei davon auszugehen, dass die Islamische Republik mehr als zwei Drittel ihres Raketenarsenals von vor dem Krieg behalten habe. Recherchen der "Washington Post" ergeben ein ähnliches Bild.
Als besonders beunruhigend wird laut "New York Times" eingestuft, dass der Iran wieder über den Zugang zu fast allen der mehr als 30 Raketenstellungen entlang der Straße von Hormus verfüge – was eine Gefahr für die Schifffahrt durch die Meerenge bedeute. US-Präsident Trump hatte im März erklärt, dass dessen Raketen fast vollständig zerstört seien. Ähnlich äußerte sich Verteidigungsminister Hegseth.

+++ Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Angaben zurückgewiesen, wonach Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu im Iran-Krieg das Land heimlich besucht haben soll.
Die "kursierenden Berichte über einen angeblichen Besuch" Netanjahus in den Emiraten seien nicht zutreffend, erklärte das Außenministerium der Emirate. Auch eine israelische Militärdelegation sei nicht empfangen worden. Die Beziehungen zu Israel seien "öffentlich" und beruhten nicht auf "intransparenten oder inoffiziellen Vereinbarungen", erklärte das Ministerium weiter.
Mittwoch, 13. Mai
+++ Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hat während des Irankriegs nach Angaben seines Büros heimlich die Vereinigten Arabischen Emirate besucht.
Wie sein Büro mitteilte, traf Netanjahu während des Besuchs den Staatschef der Emirate, Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan. Der Aufenthalt Netanjahus habe "zu einem historischen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten geführt", hieß es. Die Emirate äußerten sich zunächst nicht dazu. Am Dienstag hatte US-Botschafter Mike Huckabee mitgeteilt, dass Israel Waffen für die Luftabwehr in die Emirate geschickt habe.
+++ Der Gesundheitszustand der iranischen Nobelpreisträgerin Narges Mohammadi hat sich nach Angaben ihrer Stiftung erheblich verschlechtert.
Jüngste Befunde zeigten ein klares Fortschreiten ihrer Gefäßerkrankung, hieß es. Mohammadis Ärzteteam habe zudem bekanntgegeben, dass ein zentraler Teil ihres Nervensystems, der für die Blutdruckregulation zuständig ist, funktionell geschädigt wurde. Die 54-Jährige befinde sich derzeit in einer kardiologischen Station für weitere Behandlung. Die Stiftung gab weiter an, ihr Ärzteteam habe betont, Mohammadi sei nicht in der Lage, weiteren Belastungen im Gefängnis standzuhalten.
+++ Der iranische Außenminister Araghtschi hat die Regierung in Kuwait zur sofortigen Freilassung von vier iranischen Staatsbürgern aufgefordert.
Kuwait habe im Persischen Golf "rechtswidrig" ein iranisches Boot angegriffen, erklärte Araghtschi. Man behalte sich vor, darauf zu reagieren. Gestern hatten die Behörden in Kuwait die Festnahme von vier Angehörigen der iranischen Revolutionsgarden verkündet. Sie hätten versucht, auf dem Seeweg in den Golfstaat einzudringen, hieß es.
+++ Im Bemühen um eine Friedenslösung kommen Vertreter aus Israel und dem Libanon am Donnerstag erneut in Washington zusammen.
Es ist die dritte Gesprächsrunde seit Verkündung der Feuerpause vor fast einem Monat. Bei der jüngsten Runde am 23. April hatte US-Präsident Trump die Unterhändler persönlich im Weißen Haus empfangen. Israel und der Libanon unterhalten offiziell keine diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand. Der Iran-Krieg hatte die Spannungen noch verschärft. Ungeachtet der seit dem 17. April geltenden Feuerpause setzten Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon ihre gegenseitigen Angriffe fort. Die Hisbollah lehnt die Gespräche ab, die ohne ihre Beteiligung stattfinden.

+++ Teherans Kontrolle über die Straße von Hormus könnte dem Iran nach den Worten eines Armeesprechers "erhebliche" wirtschaftliche Einnahmen verschaffen.
Mit der Aufsicht über die Meerenge könne der Iran seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft "potenziell sogar verdoppeln", sagte Militärsprecher Mohammed Akraminia laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Zudem werde so "unser Einfluss auf der internationalen Bühne" gestärkt. Der westliche Teil der Straße von Hormus werde von den Seestreitkräften der Revolutionsgarden kontrolliert, der östliche Teil von der iranischen Marine, fügte er hinzu.
+++ Die weltweiten Ölreserven nehmen wegen der Blockade der Straße von Hormus stark ab.
Wie die Internationale Energieagentur - IEA - mitteilte, gingen die Lagerbestände seit Beginn des Iran-Krieges um etwa 250 Millionen Barrel zurück. Das entspricht dem weltweiten Bedarf von etwa zwei Tagen. Die IEA geht davon aus, dass die Energiepreise in den kommenden Monaten hoch bleiben, selbst dann, wenn sich die USA und der Iran zeitnah auf eine Verhandlungslösung einigen sollten.

+++ Bei israelischen Drohnenangriffen sind nach libanesischen Regierungsangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden.
Unter den Toten seien eine Frau und ihre zwei Kinder, teilte das Gesundheitsministerium mit. Zwei Drohnen hätten auf der Hauptverkehrsstraße südlich von Beirut drei Fahrzeuge getroffen. Weitere Tote gab es demnach in Tyros und Sidon im Süden. Nach israelischen Angaben richteten sich die Luftangriffe gegen Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz.
+++ Der Iran-Krieg bremst die Weltwirtschaft und damit auch den Bedarf an Öl.
Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hat deshalb ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage gesenkt. Die globale Nachfrage dürfte im laufenden zweiten Quartal bei durchschnittlich 104,57 Millionen Barrel pro Tag (159 Liter je Barrel) liegen, teilte die OPEC in ihrem Monatsbericht mit. Im Vormonat hatte sie noch mit 105,07 Millionen Barrel gerechnet.
+++ China hat Pakistan zu stärkerer Vermittlertätigkeit im Iran-Krieg aufgefordert.
Zu dem Thema telefonierte nach Angaben der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua der chinesische Außenminister Wang Yi mit seinem pakistanischen Kollegen Dar. Islamabad solle die Vermittlungsbemühungen zwischen den USA und dem Iran intensivieren. Dabei solle auch eine Öffnung der weitgehend blockierten Straße von Hormus thematisiert werden.
Die Meldung wurde kurz vor der Ankunft von US-Präsident Trump zu einem Besuch in Peking veröffentlicht.

+++ Australien will sich an einer möglichen multinationalen Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligen.
Zur Unterstützung einer "unabhängigen und strikt defensiven" Mission werde Australien ein Aufklärungsflugzeug vom Typ Wedgetail E-7A beisteuern. Diese sei bereits in der Region stationiert, um die Vereinigten Arabischen Emirate vor Drohnenangriffen des Iran zu schützen, teilte Verteidigungsminister Marles mit. Eine solche Mission unter Führung Frankreichs und Großbritanniens soll erst nach einem Kriegsende aktiv werden.
+++ Der Iran verfügt Medienberichten zufolge immer noch über den Großteil seiner Bestände an mobilen Abschussrampen und Raketen.
Die "New York Times" berichtet über Erkenntnisse von US-Geheimdiensten, wonach der Iran noch etwa 70 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie rund 70 Prozent des Raketenarsenals habe, das er vor dem Krieg hatte. Die Zeitung beruft sich dabei auf Personen, die mit den Geheimdiensterkenntnissen von Anfang dieses Monats vertraut sind. Demnach habe der Iran auch wieder Zugang zum Großteil seiner unterirdischen Raketenlager.
Weiter hießt es in dem NYT-Bericht, einige hochrangige Beamte seien besonders wegen Hinweisen alarmiert, dass der Iran den Zugang zu den meisten seiner Raketenstellungen wiederhergestellt habe, die er entlang der Straße von Hormus unterhalte.
+++ Die USA verfügen nach Angaben von Verteidigungsminister Hegseth weiterhin über ausreichend Munition und Raketen.
Er sagte in einem Ausschuss des Repräsentantenhauses in Washington, die Debatte um Vorräte des Militärs sei "törichterweise und wenig hilfreich übertrieben" worden. Vielmehr habe man reichlich von dem, was man brauche. Generalstabschef Caine teilte mit, die Regionalkommandos der US-Armee hätten ausreichend Munition für die laufenden Missionen gemeldet.
Am Wochenende hatte der demokratische Senator Kelly erklärt, die Vorräte der amerikanischen Streitkräfte seien im Zuge des Iran-Kriegs stark aufgezehrt worden, darunter auch Raketen und Marschflugkörper. Es werde Jahre dauern, um diese Bestände wieder aufzubauen. Kelly warnte, die USA könnten im Falle eines längeren Angriffs nicht in der Lage sein, ihr Land zu verteidigen.
+++ Der Iran hat die Verhandlungsstrategie der Vereinigten Staaten kritisiert.
Die USA strebten keine echten Verhandlungen an, sondern die "vollständige Kapitulation" Irans, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Isna Außenamtssprecher Baghai. Statt einer "Geben- und Nehmen-Diplomatie" verfolgten die USA mit ihren Forderungen die "Unterordnung" seines Landes.
Der iranische Vizeaußenminister Kasem schrieb derweil auf der Online-Plattform X, der Standpunkt Teherans sei eindeutig: Man wolle eine Beendigung der Kampfhandlungen, keine Wiederaufnahme des Konflikts, Entschädigungen, ein Ende der Blockade, Aufhebung von Sanktionen sowie die Achtung internationaler Rechte des Iran.
Ältere Beiträge finden Sie im Archiv des Newsblogs.


