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NigeriaBoko Haram benutzt kleines Mädchen für weiteren Selbstmordanschlag

Der Busbahnhof in Maiduguri im Nordosten Nigerias nach einem Selbstmordattentat, das die Handschrift von Boko Haram trägt. (AFP / Stringer)
Der Busbahnhof in Maiduguri im Nordosten Nigerias wurde im Juni Ziel eines Selbstmordattentats, das die Handschrift von Boko Haram trägt. (AFP / Stringer)

Aus Nigeria wird ein neues Selbstmordattentat gemeldet. Nach Angaben der Polizei sprengten sich zwei Personen, darunter ein etwa 11-jähriges Kind, in der Stadt Kano im Norden des Landes in die Luft. Sie töteten dabei zahlreiche Passanten. Die Sicherheitskräfte sprachen von fünf Opfern; in Berichten von Augenzeugen war dagegen von mehr als 25 Toten die Rede.

Zwei junge Selbstmordattentäterinnen haben am Mittwoch auf einem belebten Markt im Nordosten Nigerias vermutlich bis zu 25 Menschen mit in den Tod gerissen. Aus einem Kleinbus seien an einem Markt für Mobiltelefone in Kano ein etwa elf Jahre altes Mädchen und eine etwa 18-jährige Frau ausgestiegen, sagte Polizeisprecher Musa Magaji Majia der Nachrichtenagentur AFP. "Eine ging in den Markt, die andere blieb draußen, dann explodierten sie", fügte er hinzu. Dabei seien die beiden Attentäterinnen und umstehende Menschen gestorben.

Später wurde dem Sprecher zufolge von Rettungskräften mitgeteilt, dass abgesehen von den beiden Täterinnen 15 Menschen getötet worden seien. Die meisten der etwa 50 Verletzten seien nach ihrer Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Polizei riegelte die Zufahrtsstraßen nach Kano ab, um den Kleinbus, aus dem die Attentäterinnen gestiegen waren, aufzuspüren. In dem Fahrzeug hatten laut Majia vier weitere Frauen gesessen.

Im Juli vergangenen Jahres war Kano vier Mal von Anschlägen junger Selbstmordattentäterinnen erschüttert worden. Die nigerianische Islamistengruppe Boko Haram verübt regelmäßig Selbstmordattentate auf Märkte und andere belebte Orte. Sie setzt dabei immer wieder auch Frauen und Mädchen ein. Es bleibt dabei vielfach ungewiss, ob diese wussten, dass sie als Selbstmordattentäterinnen eingesetzt werden. Boko Haram kämpft seit 2009 mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias.

Gestern starben mehr als 30 Menschen bei einem Bombenanschlag im Nordosten Nigerias.

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