Altersvorsorge
Ökonom Fratzscher gehen Vorschläge zur Rentenreform nicht weit genug

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Fratzscher, hat Änderungen an den Empfehlungen der Rentenkommission gefordert. Die am Wochenende bekannt gewordenen Vorschläge würden nicht ausreichen, um die gesetzliche Alterssicherung zu stabilisieren, sagte Fratzscher der "Rheinischen Post".

    Prof. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Porträt
    Prof. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) (picture alliance / Metodi Popow / M. Popow)
    Auf absehbare Zeit würde nichts Grundlegendes an den drei größten Problemen geändert: der hohen Altersarmut, der starken Belastung der jungen Generation und der Schieflage bei der Gerechtigkeit, so Fratzscher. So sei die empfohlene schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters zu langsam.
    Die rentenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Vollath, kritisierte dagegen, die Vorschläge seien nichts anderes als massive Rentenkürzungen.
    Die Empfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Kommission sehen zum Beispiel vor, die abschlagsfreie Rente mit 63 abzuschaffen. Ein weiterer Baustein ist eine Kapitalrente.
    Diese Nachricht wurde am 21.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.