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StartseiteGesichter EuropasNach „Ibizagate“ und vor der Neuwahl21.09.2019

ÖsterreichNach „Ibizagate“ und vor der Neuwahl

Die Affäre um das sogenannte Ibiza-Video mit dem damaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache führte im Mai zum Ende der Koalition zwischen ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ in Österreich. Ende September wird in Österreich neu gewählt - wo steht das Land?

Von Antonia Kreppel

Wahlplakate zur Nationalratswahl am 29. September 2019 in Österreich (picture alliance/APA/Barbara Gindl)
Am 29. September 2019 ist Parlamentswahl in Österreich (picture alliance/APA/Barbara Gindl)
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Heinz-Christian Strache, damals noch Vizekanzler und FPÖ-Chef,  versprach in dem Video einer vermeintlichen russischen Oligarchin staatliche Aufträge gegen Parteispenden. War Österreich bisher schon durch die Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen FPÖ gespalten, könnte der Riss durch die Gesellschaft noch tiefer werden. Driftet Österreich weiter nach rechts oder hat die Ibiza-Affäre vielen die Augen geöffnet? Wir fragen nach: Bei Politikwissenschaftlern und Experten der Rechtsextremismus-Szene, bei Juristen, die rechte Umtriebe im Netz aufspüren und bei Wählern im Stammland der FPÖ, in Kärnten.

Eine Demonstration am Samstag, 18. Mai 2019, nach dem Veröffentlichen des "Ibiza - Videos" in der Causa Strache am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt in Wien.  (dpa / APA/ Roland Schlager) (dpa / APA/ Roland Schlager)Stück für Stück nach rechts
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