Montag, 08.03.2021
 
Seit 17:35 Uhr Kultur heute
StartseiteSport AktuellIOC-Präsident wehrt sich gegen Spekulationen27.01.2021

Olympische Spiele 2021IOC-Präsident wehrt sich gegen Spekulationen

Tokio 2021 soll stattfinden: "Unsere Aufgabe ist es, Olympische Spiele zu organisieren und nicht abzusagen", sagte IOC-Präsident Thomas Bach. Eine Impfpflicht noch eine Vorzugsbehandlung von Athleten angesichts von Corona schloss er aber aus.

Von Marcus Tepper

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Thomas Bach trägt eine Maske mit den olympischen Ringen (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Behrouz Mehri)
IOC-Präsident Thomas Bach will die olympischen Träume der Athleten in Tokio wahr werden lassen (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Behrouz Mehri)
Mehr zum Thema

Olympische Spiele in Tokio Projektmanager Grewe: "Das ist nicht organisierbar"

Olympia in Tokio Vorfreude in der Minderheit

Olympische Spiele in Tokio Medien werden kritischer – ein bisschen

Tokio 1940 Die Spiele, die es nie gab

Der Tag Olympische Coronaspiele von Tokio

Olympische Spiele in Tokio Projektmanager Grewe: "Das ist nicht organisierbar"

Seit Monaten wiederholt IOC-Präsident Thomas Bach gebetsmühlenartig: Die Olympischen Spiele von Tokio werden im Sommer 2021 stattfinden. "We all will be able to celebrate the Olympic Games Tokyo 2021." "Überall große Entschlossenheit, diese Olympischen Spiele wirklich zu einem großartigen Erfolge zu machen."

Angespannte Corona-Situation in Tokio

Und so oft Bach dies wiederholt, erreichen das IOC genauso oft schlechte Nachrichten aus Japan: "Zuletzt haben auch in Tokio die Neuinfektionen rasant zugenommen. Der Impfstart in weiter Ferne die Corona-Stationen voll."

Trotzdem, der deutsche IOC-Präsident und sein Komitee halten an Tokio als Ausrichter fest. Ihre Aufgabe sei es, Olympische Spiele zu organisieren, statt sie abzusagen. An Spekulationen wolle man sich nicht beteiligen: "Our task is to organize Olympic Games and not to cancel Olympic Games". Bach wies Kritik zurück, in Pandemiezeiten an Olympia festzuhalten. Dies sei ganz sicher nicht unverantwortlich, so der IOC-Präsident.

Laut Umfragen sollen 80 Prozent der Japaner gegen eine Austragung der Spiele im Sommer sein. Nur eine Momentaufnahme, sagt Japans Olympia-Chef Toshiro Muto: "Wir hoffen, dass sich die Situation verbessern wird. Dann wird sich auch die Stimmung im Land verbessern."

Zuviel steht auf dem Spiel für das IOC und auch für die japanischen Gastgeber. Die Verschiebung der Spiele hat die Kosten noch einmal um knapp 2,3 Milliarden Euro auf insgesamt 13 Milliarden ansteigen lassen. Vor allem, so Bach, arbeite man daran, die olympischen Träume der Athleten wahr werden zu lassen.

Coronavirus von den Spielen fernhalten

Hilfe und Hoffnung soll neben dem Impfstoff ein ganzes Paket an Hygiene-, Quarantäne-, Test- und Schutzmaßnahmen bringen, um das Coronavirus von den Spielen fernzuhalten. Anfang Februar wird dazu ein erstes Handbuch veröffentlicht, in dem genau beschrieben wird, wie die Spiele sicher organisiert werden können.

Keine bevorzugte Impfung für Sportler

Eine bevorzugte Impfung für Sportler schließt das IOC aus. Kein Athlet habe das Recht, sich vorzudrängeln, so Bach. Allerdings sollen sich die Nationalen Olympischen Komitees mit ihren jeweiligen Regierungen darüber austauschen, ob und wann Vorfeld der Spiele Sportler geimpft werden können.

Frage der Zuschauer noch völlig offen

Völlig offen ist derzeit, ob Zuschauer in den Arenen die Wettkämpfer verfolgen dürfen. Auch wenn sich alle volle Stadien und jubelnde Fans wünschten, so IOC-Präsident Thomas Bach. Im Moment müsse man sich in Fleiß und Geduld üben.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk