Ungarn
Orban spricht vor der Wahl von Komplott

Zwei Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn hat Ministerpräsident Orban seinen politischen Gegnern ein Komplott vorgeworfen. Die Opposition konspiriere und versuche, Chaos und eine "internationale Dämonisierung" zu nutzen, um die Entscheidung des ungarischen Volkes infrage zu stellen, erklärte der Regierungschef im Onlinedienst Facebook.

    Viktor Orban steht in Ocsa während einer Wahlkampfveranstaltung auf der Bühne, um ihn herum Anhänger mit Fahnen.
    Viktor Orban auf einer Wahlkampfveranstaltung in Ocsa (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Daniel Alfoldi)
    Seine Gegner schreckten vor nichts zurück, die Macht an sich zu reißen, fügte der Regierungschef hinzu. Orban ist seit 16 Jahren in Ungarn an der Macht, könnte die Parlamentswahl am Sonntag aber verlieren. Seine Fidesz-Partei liegt Umfragen zufolge deutlich hinter der Partei Tisza von Oppositionspolitiker Magyar.
    Der Europaabgeordnete der Grünen, Freund, sagte im Deutschlandfunk, er hoffe, dass das Sytem Orban am Sonntag beseitigt werde. Die Menschen dort hätten die Chance, nach 16 Jahren für die Wiederherstellung der Demokratie und des Rechtsstaates zu stimmen. Auch wenn Herausforderer Magyar kein progressiver Kandidat sei, könne die Zusammenarbeit mit Ungarn in der Europäischen Union deutlich einfacher werden als unter Orban.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Ungarn wählt – Wie blickt die queere Community auf die Parlamentswahl? (Audio)
    Ungarn: Orban und die Medien (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 10.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.