Neue Enzyklika
Papst Leo will strengere Regeln für KI - besonders bei autonomen Waffen

Papst Leo XIV. verlangt in einem Lehrschreiben strengere Regeln für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

    Das Bild zeigt Papst Leo XIV in weißer Soutane
    Papst Leo XIV. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Evandro Inetti)
    In seiner ersten Enzyklika betont Leo, der Einsatz von KI müsse von klaren Kriterien und wirksamen Kontrollen begleitet werden. Das gelte insbesondere, wenn es um öffentliche Güter und Grundrechte gehe. KI-Systeme müssten auf Moral und menschliche Werte ausgerichtet werden, heißt es. Besonders kritisch sieht der Papst KI-gestützte autonome Waffensysteme. Es sei nicht zulässig, tödliche oder irreversible Entscheidungen künstlichen Systemen anzuvertrauen.
    Außerdem entschuldigte sich Leo für den Umgang des Heiligen Stuhls mit der Sklaverei in der Vergangenheit. Auch kritisiert er neue Formen der Sklaverei und des Kolonialismus. Diese sieht er etwa bei der Förderung von Rohstoffen, die für KI-Systeme benötigt werden.
    Leo war als erster Papst bei der Präsentation seiner Enzyklika selbst anwesend. Die Lehrschreiben gelten als Regierungserklärung und prägen die Haltung der römisch-katholischen Kirche zu einem Thema.
    Diese Nachricht wurde am 25.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.