
Sonntag, 1. März
+++ Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran sind drei US-Soldaten getötet und fünf weitere schwer verletzt worden.
"Einige andere erlitten leichte Splitterverletzungen und Gehirnerschütterungen – und befinden sich auf dem Weg zurück in den Dienst", teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten auf X mit. Umfangreiche Kampfhandlungen dauerten an. Wo und wodurch die Soldaten genau getötet wurden, teilte das Kommando nicht mit. Am Vortag hatte das US-Militär erklärt, dass bei Gegenangriffen des Irans keine Toten und Verletzten auf amerikanischer Seite verzeichnet worden seien. Zudem sei der Schaden an US-Einrichtungen minimal gewesen. Der Iran hatte bei seinen Gegenangriffen unter anderem US-Militärstützpunkte in der Golfregion ins Visier genommen, nachdem Israel und die USA das Land attackiert hatten.
+++ Bundeswirtschaftsministerin Reiche betrachtet die Versorgung Deutschlands mit Öl und Gas als gesichert.
Die CDU-Politikerin sagte im ARD-Fernsehen mit Blick auf die Sperrung der Straße von Hormus, es würden "keine signifikanten Mengen an Gas" über diesen Seeweg nach Deutschland importiert. Gas beziehe Deutschland vor allem über Pipelines aus Norwegen und Belgien, Flüssiggas überwiegend aus den USA und Kanada. In Bezug auf Öl betont Reiche, Hauptlieferanten für Deutschland seien Kasachstan, Norwegen und die USA. Es könne zu Preissteigerungen kommen, sie wolle aber darüber nicht spekulieren.
+++ In mehreren deutschen Städten hat es heute wieder Demonstrationen zu den Militärschlägen gegen den Iran gegeben.
In Berlin nahmen etwa 1.800 Menschen an einer Kundgebung teil, wie die Polizei mitteilte. Die Stimmung sei friedlich und ausgelassen, hieß es. Die Teilnehmer riefen unter anderem "Danke USA" und "Danke Trump". In Düsseldorf gingen etwa 6.000 Menschen unter dem Motto "Freiheit für den Iran" auf die Straßen. Viele Teilnehmer reagierten mit Jubel auf die Nachricht vom Tod des iranischen Staatsoberhaupts Chamenei. Einige trugen Bilder des Schah-Sohns Pahlavi, der sich als Übergangsführer ins Spiel gebracht hat. Auch in Köln, Frankfurt und weiteren Städten gab es Demonstrationen.
+++ Bei den Angriffen auf den Iran sind nach den Worten von US-Präsident Trump Dutzende Führungspersonen getötet worden.
"Es geht schnell voran. Niemand kann den Erfolg glauben, den wir haben, 48 Anführer sind auf einen Schlag weg", sagte Trump dem Sender Fox News. Außerdem kündigte der Präsident gegenüber der Zeitschrift "Atlantic" Gespräche mit der iranischen Führung an. Sie wollten reden und er habe zugestimmt, betonte Trump.
+++ Israels Ministerpräsident Netanjahu hat eine weitere Intensivierung der militärischen Angriffe auf Teheran angekündigt.
Die israelische Armee greife bereits mit "zunehmender Stärke" im Herzen der iranischen Hauptstadt an, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Dies werde sich in den kommenden Tagen noch weiter verstärken. Nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Katz, dem Generalstabschef Zamir und dem Leiter des Auslandsgeheimdienstes Mossad, Barnea, habe er die Anweisung gegeben, die Offensive fortzusetzen. In dieser setze Israel "wie nie zuvor" die gesamte Kraft der Armee ein, sagte Netanjahu.
Lesen Sie hier auch einen Hintergrundartikel zum Thema: Wie geht es nach dem Tod Chameneis im Iran weiter?
+++ Bundeskanzler Merz hat die Angriffe Israels und der USA auf den Iran verteidigt.
Die Bundesregierung teile die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass das Mullah-Regime jetzt an sein Ende komme, sagte er in Berlin. Mit den Vereinigten Staaten und Israel habe man zudem das gemeinsame Interesse, dass der Terror dieses Regimes aufhöre. Man werde die Partner nicht belehren, sagte Merz. Denn offensichtlich hätten bisher alle Maßnahmen den Iran nicht von dem Atom- und Raketenprogramm abhalten können.
+++ Bei den israelischen Angriffen auf den Iran ist auch der ehemalige Präsident Ahmadinedschad getötet worden.
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ilna befand sich der 69-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit Leibwächtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt. Ahmadinedschad führte den Iran von 2005 bis 2013. Zu Beginn galt er als Favorit des herrschenden schiitischen Klerus sowie der Hardliner und Konservativen im Parlament. Gegen Ende seiner Amtszeit wuchs die Kritik an seinem Kurs. Seine harte Linie in der Atompolitik löste internationale Sanktionen aus, die das Land in eine schwere Wirtschaftskrise führten.
+++ Nach dem Tod von Ayatollah Chamenei hat eine Übergangsführung die Arbeit aufgenommen.
Dies gab Präsident Peseschkian im iranischen Fernsehen bekannt. Dem neugebildeten sogenannten "Führungsrat" gehören neben ihm der iranische Justizminister Edschei und der Ayatollah Arafi an. Der iranische Außenminister Araghtschi sagte dem arabischen Nachrichtensender Al-Jezeera, ein neuer Oberster Führer werde bereits in ein bis zwei Tagen gewählt.
+++ Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein iranisches Kriegsschiff im Golf von Oman versenkt.
Eine Korvette der Jamaran-Klasse sei an einem Pier in Tschahbahar versenkt worden, teilte das zuständige US-Zentralkommando mit. In einem Beitrag auf der Plattform X rief das Kommando die iranischen Streitkräfte auf, ihre Waffen niederzulegen und ihre Posten zu verlassen.
+++ Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen US-Flugzeugträger im Persischen Golf angegriffen.
"Der US-Flugzeugträger 'USS Abraham Lincoln' wurde von vier ballistischen Raketen getroffen", teilten die Revolutionsgarden laut örtlichen Medien mit. "Land und Meer werden mehr und mehr zum Friedhof der terroristischen Aggressoren", warnten sie demnach. Das US-Militär dementierte die Aussagen und sprach von einer "Lüge".
+++ Acht Tote in Israel nach Raketenangriffen
In der israelischen Stadt Beit Schemesch ist eine Rakete in einem Gebäude eingeschlagen. Dabei kamen nach Angaben von Ärzten acht Menschen ums Leben. Weitere Personen wurden verletzt. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem. Gestern war bereits eine Frau in der Region Tel Aviv bei iranischen Angriffen getötet worden.
+++ Beim Angriff auf eine Mädchenschule im Iran sollen mehr als 100 Menschen getötet worden sein.
Rettungskräfte des Iranischen Roten Halbmondes sprachen von mindestens 108 Opfern. Auch die Justizbehörden gaben die Zahl der Toten mit 108 Toten an. Lokale Behörden machten Israel für den Angriff in Minab verantwortlich. Die israelische Armee erklärte, sie wisse nichts über einen israelischen oder US-Angriff in Minab.
+++ Lufthansa streicht zahlreiche Flüge bis zum 8. März
Alle Airlines der Lufthansa Group setzen ihre Flüge in den Nahen Osten zunächst bis zum 08. März aus. Betroffen sind die Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Im gleichen Zeitraum werden die Lufträume über Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar, Kuwait, Bahrain, Dammam und Iran nicht genutzt. Flüge von und nach Dubai sowie Abu Dhabi werden demnach bis einschließlich 4. März ausgesetzt.
+++ EU-Außenminister beraten in digitaler Konferenz
Die EU-Außenbeauftragte Kallas hat den Tod von Chamenei als einen "entscheidenden Moment" in der Geschichte Irans bezeichnet. Zwar sei die Zukunft ungewiss, doch sei nun der Weg frei für ein "anderes Iran", das die Menschen mit größerer Freiheit gestalten könnten, schrieb Kallas auf der Plattform X. Die Außenminister der EU kommen heute zu einer virtuellen Sondersitzung zusammen.
+++ Papst Leo XIV. ruft zu Frieden im Nahen Osten auf
Stabilität und Frieden bringe man nicht mit Armeen, sagte das katholische Kirchenoberhaupt in Rom in seiner Ansprache nach dem traditionellen Angelus-Gebet. Der Papst rief dazu auf, die „Spirale der Gewalt“ zu stoppen. Er appellierte an die politischen Entscheider, der Diplomatie wieder Raum zu geben. Zum Wohl der Völker brauche es einen Frieden, der auf Gerechtigkeit aufbaue.
+++ In der Straße von Hormus ist ein Öltanker angegriffen worden.
Nach Angaben der Behörden des Sultanats Oman wurden vier Menschen verletzt. Die 20-köpfige Besatzung des unter der Flagge von Palau fahrenden Öltankers wurde in Sicherheit gebracht. Es ist bisher nicht klar, wer den Angriff verübt hat.
Nach den israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran haben mehrere Reedereien, Ölkonzerne und Handelshäuser die Fahrten ihrer Schiffe durch die Straße von Hormus eingestellt.
+++ China fordert Rückkehr zu Verhandlungen
Chinas Außenminister Wang hat die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als inakzeptabel bezeichnet. Die "unverhohlene Tötung" eines souveränen Staatsoberhaupts und die Anstiftung zum Regimewechsel seien nicht hinnehmbar. Peking fordere ein sofortiges Ende der Militäraktionen und eine Rückkehr zum Dialog, sagte er laut der Nachrichtenagentur Xinhua in einem Telefonat mit dem russischen Außenminister Lawrow.
+++ Weitere Iran-Demo in Berlin
In Berlin sind auch heute Demonstrationen rund um die Lage im Iran geplant. Für den Nachmittag sei eine Kundgebung am Brandenburger Tor mit 5.000 Teilnehmern angemeldet, sagte ein Polizeisprecher. Zudem soll den Angaben zufolge eine Versammlung an der iranischen Botschaft in Dahlem im Bezirk Steglitz-Zehlendorf stattfinden. Bereits gestern hatten in Berlin und in weiteren deutschen Städten tausende Menschen gegen das Regime in Teheran und für Freiheit in dem Land demonstriert.
+++ Russlands Präsident Putin prangert "zynischen Mord" an
Putin kondolierte seinem iranischen Kollegen Peseschkian zum Tod von Ajatollah Chamenei. Er bezeichnete dessen Tötung bei den Luftangriffen durch die USA und Israel als "zynischen Mord". Damit seien alle Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts verletzt worden. Auch Nordkorea verurteilte die Angriffe auf den Iran.
+++ Radikal-islamische Hamas verurteilt Tötung von Chamenei
In einer Erklärung der Hamas heißt es, die USA und Israel trügen die volle Verantwortung für das gegen die Souveränität des Iran gerichtete "abscheuliche Verbrechen" sowie die Auswirkungen für die Sicherheit und Stabilität der Region. Die Palästinenserorganisation fügte hinzu, man trauere um Chamenei, der "unseren Widerstand politisch, diplomatisch und militärisch" unterstützt habe.
+++ Irans Präsident spricht von "Kriegserklärung an Muslime"
Peseschkian sagte in einer Fernsehansprache, die "Ermordung" Chameneis werde als "offene Kriegserklärung an die Muslime und insbesondere an die Schiiten überall auf der Welt wahrgenommen". Zugleich kündigte er Vergeltung an. Der Iran betrachte es als "seine legitime Pflicht und sein Recht, sich an den Tätern und Drahtziehern dieses historischen Verbrechens zu rächen".
+++ Israelisches Militär kündigt neue Angriffswelle auf Teheran an
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Welle von Luftangriffen auf den Iran gestartet. Man ziele "auf das Herz von Teheran", hieß es. AFP-Korrespondenten berichten bereits von mehreren Explosionen in der iranischen Hauptstadt. Die Nachrichtenagentur AP schreibt, über der Stadt steige eine riesige Rauchwolke auf, der Boden bebe.
Laut Agenturberichten ereigneten sich die Explosionen in einem Viertel, in dem sich die Zentralen der iranischen Polizei sowie des Staatsfernsehens befinden.
+++ Politikwissenschaftlerin: Haltung der EU fatal
Die Politikwissenschaftlerin Bente Scheller kritisiert die Haltung der Europäischen Union. Es sei fatal, dass sich die EU bezüglich des neuen Militäreinsatzes der USA und Israels völkerrechtlich nicht klarer geäußert habe, sagte Scheller im Deutschlandfunk. "Wir werden noch sehen, was das für Konsequenzen für Europa hat." Die Expertin der Böll Stiftung sieht die 27 Mitgliedstaaten nicht in der Position, um bei den weiteren Entwicklungen im Iran mitreden zu können.
Hören Sie hier das ganze Interview mit Bente Scheller.
+++ Mehrere Tote bei Sturm aus US-Konsulat in Karachi
In der pakistanischen Stadt Karachi haben hunderte Demonstranten versucht, das US-Konsulat zu stürmen. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen wurden nach Angaben der Polizei mindestens acht Menschen getötet.
+++ Ausschreitungen im Irak
In der irakischen Hauptstadt Bagdad haben Demonstranten versucht, in das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft vorzudringen. Sicherheitskräfte lösten die Menge gewaltsam auf. Sie setzten nach Angaben von Augenzeugen scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein.
+++ Staatsfernsehen: Generalstabschef Mussawi getötet
Der Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, Mussawi, ist dem iranischen Fernsehen zufolge bei Angriffen auf den Iran ums Leben gekommen. Außerdem wurde der Tod von Verteidigungsminister Nasizadeh bestätigt.
+++Katz nennt Tod Chameneis Frage der Gerechtigkeit
Chamenei sei "zusammen mit hochrangigen Mitgliedern der iranischen Terrorfestung" eliminiert worden, erklärte der israelische Verteidigungsminister in Onlinediensten. "Gerechtigkeit ist geschehen, und die Achse des Bösen hat einen schweren Schlag erlitten", betonte Katz.
+++ Tausende trauern in Teheran um Chamenei
Nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts des Iran, Chamenei, haben sich tausende Menschen in der Hauptstadt Teheran zu einer Kundgebung versammelt. Die größtenteils schwarz gekleideten Teilnehmer skandierten auf dem zentralen Enghelab-Platz "Tod den Vereinigten Staaten" und "Tod Israel", wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten. Viele von ihnen schwenkten iranische Flaggen und hielten Fotos von Chamenei hoch.
+++ Im Iran soll nach der Tötung von Religionsführer Chamenei vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen
Das erklärte ein Berater Chameneis, wie staatliche iranische Medien berichten. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen demnach Präsident Peseschkian, der Justizchef sowie ein Mitglied des Wächterrats übernehmen. Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der iranischen Verfassung müsse der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen und vorstellen.
+++ In Israel haben am frühen Morgen erneut die Sirenen geheult
Es seien Raketen aus dem Iran in Richtung Israel abgefeuert worden, gab die israelische Armee bekannt. Die Luftwaffe sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, den Anweisungen des Heimatschutzkommandos zu folgen. Zuvor hatten israelische Kampfflugzeuge ihre Angriffswellen gegen militärische Ziele im Iran fortgesetzt.
+++ Irans Revolutionsgarden kündigen Rache für den Tod Chameneis an
"Die Mörder des Imams der Nation werden einer harten, entschiedenen und abschreckenden Strafe nicht entgehen", zitiert die Deutsche Presse-Agentur aus einer Erklärung.
+++ Iranische Staatsmedien bestätigen Tod Chameneis
Entsprechend berichteten unter anderem die iranischen Nachrichtenagenturen Irna und Fars. Chamenei sei in den frühen Morgenstunden des Samstags als "Märtyrer" getötet worden, hieß es. Es wurde eine 40-tägige Staatstrauer ausgerufen.
Als geistliches Oberhaupt Irans führte Chamenei mehr als drei Jahrzehnte lang die Islamische Republik. Den Posten hatte er 1989 nach dem Tod von Republikgründer Ajatollah Ruhollah Khomeini übernommen.
Bereits zuvor war nach Berichten über Chameneis Tod in Teheran spontan Jubel ausgebrochen, wie die Deutsche Presse-Agentur schreibt. Die Nachricht sei unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können.
+++ Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach eigenen Angaben mehr als 30 weitere Ziele angegriffen.
Dutzende Kampfflugzeuge hätten eine weitere Angriffswelle gegen ballistische Raketenstellungen und die Luftabwehrsysteme im Westen und im Zentrum des Iran abgeschlossen, hieß es. Man werde die Angriffe zur Schwächung der iranischen Militärkapazitäten fortsetzen.
+++ Samstag, 28. Februar
+++ Der UNO-Sicherheitsrat ist wegen der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran und die iranischen Gegenschläge zu einer Sondersitzung zusammengekommen.
Generalsekretär Guterres sprach zur Sitzungseröffnung von einer unkontrollierbaren Situation am Golf und im Nahen Osten. Er rief alle beteiligten Staaten auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Der iranische Vertreter im Sicherheitsrat bezeichnete die Angriffe auf sein Land als ungesetzlichen Vorgang. Israel und die USA hätten mit dem Beschuss von Zivilisten Kriegsverbrechen begangen.
Die USA sehen den Angriff auf den Iran dagegen von internationalem Recht gedeckt. Die Vereinigten Staaten hätten in enger Abstimmung mit Israel rechtmäßige Maßnahmen gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen ergriffen, sagte der amerikanische UNO-Botschafter Waltz bei einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats in New York. Artikel 51 der UNO-Charta verankert das Recht eines Landes auf Selbstverteidigung.
+++ Netanjahu: Viele "Anzeichen" für Tod von Irans geistlichem Oberhaupt Chamenei, Trump spricht von Tod
"Heute Morgen haben wir in einem gewaltigen Überraschungsschlag die Anlage von Chamenei im Herzen Teherans zerstört und es gibt viele Anzeichen, dass dieser Tyrann nicht mehr am Leben ist", sagte Netanjahu in einer Fernsehansprache. Israelischen Berichten zufolge wurde Chameneis Leiche gefunden. Aus Teheran gab es keine Bestätigung. Das Büro des Ajatollahs wurde lediglich in iranischen Staatsmedien mit folgenden Worten zitiert: "Der Feind greift zur psychologischen Kriegsführung, das sollte allen bewusst sein." US-Präsident Donald Trump erklärte Chamenei dagegen auf seiner Plattform Truth Social für tot. Aus dem Iran liegt dafür keine Bestätigung vor.
+++ Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel ist am Abend eine Person in Tel Aviv getötet worden.
Wie mehrere Medien berichten, wurden zudem mehr als 20 Menschen verletzt.
+++ Israel: Mehrere Vertreter der iranischen Militärführung getötet
Israelischen Angaben zufolge sind bei den Angriffen mehrere führende Vertreter der iranischen Militärführung getötet worden. Unter den Toten seien unter anderem der Kommandeur der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, sowie Irans Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh, wie die israelischen Streitkräfte mitteilten. Aus dem Iran gab es zunächst keine Bestätigung dafür.
+++ Iran: "Zahl der bei einem Raketenangriff getöteten Schülerinnen auf 108 gestiegen"
Bei einem Raketenangriff im Süden des Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 108 Schülerinnen getötet worden. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Dutzende weitere Schülerinnen seien verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte.
Diese Nachricht wurde am 01.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
