Seit 04:05 Uhr Radionacht Information

Mittwoch, 24.04.2019
 
Seit 04:05 Uhr Radionacht Information
StartseiteGesichter EuropasTradition vor Hindernissen06.04.2019

Pferderennsport in FrankreichTradition vor Hindernissen

Frankreich gilt in Europa als das Zentrum des Pferderennsports. Dort gibt es mehr als 200 Trab- und Galopprennbahnen, auf denen im Jahr jeweils zahlreiche Wettbewerbe veranstaltet werden. Darunter sind auch die international bedeutendsten Rennen. Und diese Tradition ist nicht den Reichen vorbehalten.

Von Suzanne Krause

Ein Trabrennen auf der Pferderennbahn Clairfontaine im französischen Seebad Deauville am 14.08.2007. (dpa/ Stephane Geufroi)
Pferderennen haben eine lange Tradition in Frankreich (dpa/ Stephane Geufroi)
Mehr zum Thema

Vor 150 Jahren Das erste Pferderennen auf der Galopprennbahn Hoppegarten

Pferderennen Sattel, Sulky, Sieg

Pferderennen Kick und Quälerei

Die Franzosen wetten gern, der Umsatz liegt pro Jahr bei etwa zehn Milliarden Euro. Landestypisch sind die Wett-Cafés, in denen Pferderennen auf Großbildschirmen übertragen werden. Hier treffen sich meist die weniger betuchten Menschen. Diese sogenannten PMU sind Orte zwischen Hoffnung und Enttäuschung.

Die französische Pferde-Expertise wird weltweit geschätzt und lockt Investoren an. Das betrifft vor allem die Gestüte. Das Rennpferd ist ein Investitionsobjekt. Internationales Renommée genießt auch das Traber-Trainingszentrum Grosbois nahe Paris.

Und doch locken die Hippodrome, die Rennbahnen, immer weniger Besucher an. Die Erlöse aus den Wetteinnahmen, die die Branche großenteils finanzieren, sinken. Die Branche kämpft ums Überleben.

 Im Pferderennsport wird bei Trabrennen häufig ein Sulky einsetzt (Imago sportfotodienst) (Imago sportfotodienst)Pferderennbahn im Dauerbetrieb
In Frankreich gibt es mehr Pferderennbahnen als anderswo in Europa. Von ihrem früheren gesellschaftlichen Glanz haben die Derbys viel eingebüßt, dennoch ziehen etwa die täglichen Trabrennen in Argentan das ganze Jahr hindurch Pferde-Fans an.

Spieler verfolgen ein Pferderennen in einem Wettbüro des französischen Anbieters PMU (AFP/ Jean-Philippe Ksiazek) (AFP/ Jean-Philippe Ksiazek)Mittags schnell ins Wettcafé
PMU - in Frankreich kennt jeder das Kürzel für den traditionsreichen Anbieter von Pferdewetten. In den Wettcafés werden Pferderennen auf Großbildschirmen übertragen. Hier treffen sich die einfachen Leute, um auf ihre Favoriten zu setzen. Doch der Online-Markt zieht Kunden ab.

Jockeys beim Prix D'Argentan in Deauville (Imago sportfotodienst/ FedericoPestellini) (Imago sportfotodienst/ FedericoPestellini)Kaderschmiede für Jockeys
Frankreich gilt in Europa als das Zentrum des Pferderennsports. Eine Jockey-Ausbildung dort ist der Fahrschein für eine internationale Karriere. Die Fachschule in Gouvieux ist auf Galopper spezialisiert, die jungen Reiter reizt der Adrenalinrausch auf den lospreschenden Pferden.

Ein Händler präsentiert ein Pferd auf der Pferdeauktion in Deauvillein Frankreich (AFP/ Charly Triballeau) (AFP/ Charly Triballeau)Wie man Träume ersteigert
Ein Rennpferd ist ein Investitionsobjekt. Die Aussicht auf Prestige und hohe Gewinne schwingt mit, wenn Käufer auf einer Pferdeauktion um einen Hoffnungsträger bieten. Experten aus aller Welt erliegen regelmäßig dem Zauber der Versteigerungen in Deauville.

Ein Pferd und sein Reiter im Sulky (AFP/Martin Bureau) (AFP/Martin Bureau)Hommage an den Trabrennsport
Die französische Pferde-Expertise wird weltweit geschätzt. Internationales Renommée genießt etwa das Trainingszentrum für Trabrennpferde in Grosbois. Ein Museum zeigt dort die Ursprünge der Rennen. Heute sind sie auf dem Land ein Wirtschaftsfaktor.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk