Waffenruhe im Iran-Krieg
Politologe Masala sieht strategische Niederlage der USA

Der Politikwissenschaftler Masala von der Universität der Bundeswehr in München sieht in der Einigung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg eine strategische Niederlage der USA. Dass der Iran allen Forderungen von Präsident Trump nachgekommen sei, sei "definitiv nicht richtig".

    Carlo Masala in der ARD-Talkshow maischberger im Studio Berlin Adlershof.
    Carlo Masala (Archivbild) (IMAGO / Future Image / Thomas Bartilla)
    Das sagte Masala im Deutschlandfunk. Nun seien harte Verhandlungen zu erwarten. Die zentrale Frage sei, was mit dem angereicherten Uran des Irans geschehe, erklärte Masala. Ein geschwächtes Regime könne in Zukunft erst recht versuchen, Nuklearwaffen zu entwickeln.
    Im Iran-Krieg hat US-Präsident Trump kurz vor Ablauf seines Ultimatums einem Vorschlag Pakistans für eine zweiwöchige Waffenruhe zugestimmt. Dafür müsse der Iran die Straße von Hormus wieder öffnen, teilte Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social mit. Der Iran erklärte anschließend seine Bereitschaft zur Öffnung der Meerenge. Die Zustimmung der Staatsspitze zur Feuerpause wurde im Fernsehen verkündet. Israel stimmte der Vereinbarung ebenfalls zu, laut Premier Netanjahu soll dies aber anders als zunächst berichtet nicht für den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon gelten.

    Weiterführende Informationen

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    Diese Nachricht wurde am 08.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.