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StartseiteNachrichten vertieftSieger Johannis will "neues Rumänien"17.11.2014

PräsidentschaftswahlSieger Johannis will "neues Rumänien"

Vor der Stichwahl um das Amt des Präsidenten war der sozialdemokratische Regierungschef Victor Ponta als Favorit gehandelt worden. Doch bei der Präsidentschaftswahl setzte sich der Konservative Klaus Johannis durch. Ponta räumte in Bukarest seine Niederlage ein.

Klaus Johannis wird in den Straßen von Bukarest als neuer Präsident gefeiert. (picture alliance / dpa - Alexandru Dobre)
Klaus Johannis wird in den Straßen von Bukarest als neuer Präsident gefeiert. (picture alliance / dpa - Alexandru Dobre)
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Wie das nationale Wahlbüro nach Auszählung von etwa einem Drittel der Stimmen in Bukarest mitteilte, kommt der deutschstämmige Politiker und Bürgermeister von Hermannstadt Johannis auf knapp 56 Prozent der Stimmen, Ponta demnach auf 44 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 61 Prozent.

Den ersten Wahlgang am 2. November hatte der Sozialdemokrat Ponta noch mit zehn Prozentpunkten Vorsprung für sich entschieden. Ponta wandte sich am Sonntagabend vor seinem Bukarester Büro an rund 15.000 Menschen. Er habe Johannis persönlich zu dessen Wahlsieg gratuliert. "Das Volk hat immer recht", erklärte er zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale.

Nach der Stichwahl warb Johannis für einen Neuanfang und für Versöhnung. Auf Facebook postete er: "Dank Euch beginnt ein neues Rumänien." Er wolle kein Land der Zwietracht und der Rache. Am späten Abend ließ sich Johannis dann auf einem zentralen Platz in Bukarest feiern.

Er tritt nun die Nachfolge von Traian Basescu an, der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidieren durfte. Als Präsident bestimmt er nun die Außen- und Verteidigungspolitik des Landes, ernennt die wichtigsten Staatsanwälte und die Vorsitzenden der Geheimdienste. Johannis hatte im Wahlkampf versprochen, die Korruption zu bekämpfen und die Unabhängigkeit der Justiz zu verbessern.

Nach dem ersten Wahlgang hatten Tausende Bürger protestiert, weil ihre im Ausland lebenden Landsleute geklagt hatten, sie hätten nicht wählen können.

(vic/tzi)

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