
Einer Analyse der amerikanischen Denkfabrik Critical Threats Project zufolge wurden zuletzt nur noch sieben Kundgebungen in sechs Provinzen registriert. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass aufgrund der Internetsperre nur wenige Informationen nach außen gelangen. Eine ZDF-Korrespondentin in Teheran erklärte, die Sorge sei groß, dass das Regime nun anfange, Verhaftete hinzurichten - so wie bei früheren Protestwellen.
Urteile im Schnellverfahren angekündigt
Iranische Nachrichtenagenturen zitierten Justizchef Edschei mit der Äußerung, die Verfahren sollten als öffentliche Schauprozesse abgehalten werden. Menschenrechtsaktivisten gehen von tausenden Festnahmen im Zusammenhang mit den Protesten aus. Erste Hinrichtungen könnte es bereits heute geben.
Mindestens 2.600 Tote bei Protesten
Die Zahl der bei Protesten getöteten Personen ist nach Angaben von Menschenrechtlern weiter gestiegen. Wie die in den USA ansässige Menschenrechtsgruppe HRANA mitteilte, kamen bislang rund 2.600 Menschen ums Leben. Darunter befänden sich hauptsächlich Demonstranten und weitaus weniger regierungsnahe Personen. Ein iranischer Regierungsvertreter hatte gestern von etwa 2.000 Getöteten gesprochen. Der regimekritische Exilsender Iran International mit Sitz in London spricht sogar von mindestens 12.000 Toten.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



