
Wie das Fachjournal "Sleep" berichtet, wollen die Forschenden der University of Massachusetts Amherst die Untersuchungsergebnisse am 15. Juni bei einem Fachkongress in Baltimore vorstellen. Demnach beeinflussen Schwankungen im Schlafmuster den sogenannten Verstehenswortschatz - alle Wörter, die eine Person beim Hören oder Lesen verstehen kann. Bei Dreijährigen wird er auf 500 Wörter oder mehr geschätzt, bei Fünfjährigen bereits auf bis zu 14.000 Wörter. Auch litten Kinder mit unregelmäßigen Schlafenszeiten eher unter einem "sozialen Jetlag": Ihre innere Uhr passte also schlechter zu Vorgaben des Alltags, was wiederum zu Belastungen führen könne.
Wie lange sollten Kleinkinder schlafen?
"Kinder mit unregelmäßigeren Schlafgewohnheiten schnitten bei Sprach- und Gedächtnisaufgaben tendenziell schlechter ab", sagte Hauptautorin Karolina Rusin von der University of Massachusetts Amherst. Schon lange gebe es Hinweise darauf, dass nicht nur die Schlafdauer, sondern auch die Regelmäßigkeit eine wichtige Rolle für die gesunde Entwicklung von Kindern spiele - dies bestätige sich nun. Die Amerikanische Akademie für Schlafmedizin empfiehlt demnach für Kinder im Alter zwischen 3 und 5 Jahren eine Schlafdauer von 10 bis 13 Stunden.
An der Studie teilgenommen haben laut Angaben 379 Kinder im Vorschulalter; das Durchschnittsalter lag bei 4,3 Jahren. Im Durchschnitt schwankte die Schlafdauer der Kinder während des Untersuchungszeitraums um etwa eine Stunde, wie es hieß, der exakte Mittelpunkt ihrer jeweiligen Schlafphasen um eine gute halbe Stunde.
Diese Nachricht wurde am 04.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
