Nach Protesten
Regime im Iran lockert offenbar Internetblockade - Zugang bislang nur stark eingeschränkt möglich

Das iranische Regime hat Berichten zufolge damit begonnen, die seit anderhalb Wochen verhängte Internetblockade zu lockern.

    Menschen im Iran protestieren auf der Straße
    Die Internetblockade war wegen der regimekritischen Proteste verhängt worden. (picture alliance / SIPA | MAHSA/MEI)
    Die Organisation Netblocks erklärte, Dienste wie Google seien teilweise erreichbar gewesen. Der Datenverkehr habe inzwischen aber wieder abgenommen. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete, auch Messengerdienste wie Whatsapp seien eingeschränkt nutzbar gewesen. Wann der Internetzugang wieder durchgängig ermöglicht wird, ist offen. Der iranische Präsident Peseschkian erklärte, er habe dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat empfohlen, die Beschränkungen so schnell wie möglich aufzuheben.
    Die Kommunikationssperre war am 8. Januar wegen der tagelangen Demonstrationen gegen das Regime verhängt worden. Die Revolutionsgarden hatten die Proteste blutig niedergeschlagen. Die US-Organisation HRANA teilte mit, sie habe Bestätigungen für mehr als 3.000 Todesfälle.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.