Mittwoch, 19.12.2018
 
Seit 09:00 Uhr Nachrichten
StartseiteInterview"Ein ungemein begünstigtes Land"09.02.2014

Schweiz"Ein ungemein begünstigtes Land"

Die Schweizerische Volkspartei nütze die Ressentiments aus, die viele Menschen gegenüber den Ausländern im Land hegten, sagte der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg im Deutschlandfunk. Dabei gehe es der Schweiz gut. In einem Referendum stimmen die Schweizer heute über eine Anti-Einwanderungs-Initiative der SVP ab.

Adolf Muschg, Präsident der Akademie der Künste (Deutschlandradio)
Adolf Muschg, Präsident der Akademie der Künste (Deutschlandradio)
  • E-Mail
  • Teilen
  • Tweet
  • Drucken
  • Podcast
Weiterführende Information

Schweizer stimmen über Zuwanderung ab
(Deutschlandfunk, Europa heute, 07.02.2014)

Die Initiative "Masseneinwanderung stoppen" in der Schweiz 
(Deutschlandfunk, Hintergrund, 08.02.2014)

Abstimmung | "Da werden Ängste bewirtschaftet" 
(Deutschlandfunk, Interview, 07.02.2014)

Die Migration in die Schweiz sei lächerlich, wenn man sich Katastrophen in anderen Weltregionen anschaue, sagte Muschg. Doch das Bauchgefühl der Menschen bestimme das, was sie unmittelbar vor der Nase hätten: "Wir sind ein Tier, das auf den Nahbereich beschränkt ist mit unseren Emotionen." Die Menschen wollten den Frieden, das Recht und die Freiheit auf die eigenen Grenzen beschränken. Das könne man ihnen mit Worten kaum ausreden.

Muschg hält es für möglich, dass die SVP eine Mehrheit für ihren Vorstoß gegen die Masseneinwanderung bekommt, über den die Schweizer heute in einem Referendum abstimmen. "Es könnte sich durchaus wie bei der Minarett-Initiative eine unangenehme Überraschung ergeben."

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk