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Sipri-BerichtDeutlich höhere Rüstungsausgaben in Osteuropa

Ein ukrainischer Panzer an einem Checkpoint in der Region Donezk. (AFP / Anatolii Stepanov)
Ein ukrainischer Panzer - das Land hat seine Rüstungsausgaben deutlich erhöht. (AFP / Anatolii Stepanov)

Wegen des Ukraine-Konflikts sind die Rüstungsausgaben in Osteuropa deutlich gestiegen. Das Friedensforschungsinstitut Sipri teilte mit, sowohl Russland als auch die Ukraine selbst hätten im vergangenen Jahr deutlich stärker in Militärgüter investiert. Weltweit betrachtet sanken die Rüstungsausgaben dagegen das dritte Jahr in Folge.

Nach Angaben von Sipri gaben nicht nur Russland und die Ukraine, sondern auch Polen und die baltischen Staaten mehr aus. Wie hoch die Zuwächse in der Ukraine sind, ist nach Angaben des Instituts schwer zu ermitteln. Es rechnet nach eigenen Angaben mit einem Anstieg von mindestens 23 Prozent. Zuwächse verzeichneten die Friedensforscher zudem im Nahen Osten sowie in Afrika und Asien.

Das ist gegen den weltweiten Trend: Insgesamt sanken die Ausgaben das dritte Jahr in Folge. Die Stockholmer Forscher beziffern sie auf 1,8 Billionen Dollar (knapp 1,7 Billionen Euro), ein Minus von 0,4 Prozent. Grund seien vor allem Kürzungen in Westeuropa sowie in Nord- und Südamerika, heißt es.

Deutschland auf Platz acht

Die USA führen weiter die globale Rangliste an, obwohl auch sie ihre Militärausgaben um 6,5 Prozent auf 610 Milliarden Dollar zurückgefahren haben. Auf den Plätzen folgen China, Russland und Saudi-Arabien. Demnach gab China 9,7 Prozent mehr für Rüstung aus, Russland 8,1 Prozent und Saudi-Arabien 17 Prozent. Deutschland ist auf Platz acht und liegt mit 1,2 Prozent des Brutto-Inlandsproduktes bei den Ausgaben sowohl unter dem weltweiten Schnitt als auch unter der Zielmarke der NATO von zwei Prozent.

Während die Rüstungsausgaben sinken, steigt der weltweite Handel mit Waffen. Das hatte Sipri bereits Mitte März mitgeteilt

(hba/dk)

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