Nach Bürgerkrieg
SOS-Kinderdörfer verzeichnen Erfolge bei Suche nach vermissten Kindern in Syrien - Assad-Regime hatte sie Oppositionellen weggenommen

Auf der Suche nach vermissten Kindern in Syrien verzeichnen die SOS-Kinderdörfer nach eigenen Angaben erste Erfolge. 32 Kinder hätten ausfindig gemacht werden können, teilte die Organisation in München mit. Sie seien inzwischen mit ihren Familien wiedervereint worden.

    Das Logo von SOS-Kinderdörfer weltweit, des Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.
    Das Logo von SOS-Kinderdörfer weltweit. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene )
    Dies sei auch der Kooperation mit der syrischen Übergangsregierung zu verdanken. Man sei im engen und konstruktiven Austausch mit der Regierung und auch im Gespräch mit der UNO-Untersuchungskommission zu Syrien. Weiter hieß es, 35 Kinder hätten bereits zu Zeiten des Bürgerkriegs wieder mit ihren Angehörigen zusammengeführt werden können. Bei 73 Kindern ist das Schicksal den Angaben zufolge bislang noch unklar.
    Während des Bürgerkriegs waren Kinder Oppositioneller gewaltsam von ihren Familien getrennt worden. Das damalige Assad-Regime brachte einige auch zwangsweise in syrischen Einrichtungen der SOS-Kinderdörfer unter. Man habe erst 2023 davon erfahren und vollständige Aufklärung durch den Länderverein Syrien gefordert, erklärt die Organisation. Die Praxis sei zu keiner Zeit mit den Standards und Statuten der SOS-Kinderdörfer vereinbar gewesen.
    Diese Nachricht wurde am 29.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.