
Alle öffentlichen Einrichtungen blieben geschlossen. Nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bei den Bombardements gestern mindestens 203 Menschen getötet und mehr als eintausend verletzt. Als Reaktion beschoss die vom Iran unterstützte Hisbollah erneut den Norden Israels mit Raketen.
Hintergrund sind unterschiedliche Standpunkte zur Waffenruhe im Irankrieg. Die USA und Israel vertreten die Ansicht, dass der Libanon davon ausgenommen sei.
International haben die israelischen Angriffe Kritik hervorgerufen. UNO-Menschenrechtskommissar Türk erklärte, ein solches Blutbad, nur Stunden nach der Vereinbarung des Waffenstillstands, sei kaum zu fassen. Die EU-Außenbeauftragte Kallas mahnte, Israels Recht auf Selbstverteidigung rechtfertige keine derart massive Zerstörung. Die britische Außenministerin Cooper forderte, der Libanon müsse in die Waffenruhe mit einbezogen werden. Ähnlich äußerte sich Bundesentwicklungsministerin Alabali Radovan.
Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
