Seele in der Vorhölle
Warum Kirchen ungetaufte Kinder nicht beerdigt haben

Bis weit ins 19. Jahrhundert erlaubten Kirchen nicht, dass ungetauft verstorbene Kinder auf dem Friedhof beerdigt werden. Man dachte, dass ihre Seele in der Vorhölle verharrt. Heute gibt es vielerorts Grabstätten für sogenannte Sternenkinder.

Hollenbach, Michael |
Mit bunten Windspielen und Figuren dekorierte Kindergräber.
Kinder, die ungetauft versterben, bezeichnet man oft als Sternenkinder. Der Begriff umfasst nicht nur Kinder, die während der Schwangerschaft oder im Säuglingsalter versterben, sondern Kinder bis zum Beginn der Pubertät. (picture alliance / Geisler-Fotopress / Christoph Hardt / Geisler-Fotopres)