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StartseiteAus Kultur- und SozialwissenschaftenWas sich aus früheren Sprachdebatten lernen lässt29.07.2021

Streit ums GendernWas sich aus früheren Sprachdebatten lernen lässt

Zwei Drittel der Deutschen lehnen eine gendergerechte Sprache ab. „Zuhörende“ statt „Zuhörer“? „Wähler*innen“? Lieber nicht! So hitzig die Diskussion auch geführt wird, neu sind solche Debatten nicht. Ob und wie sich Neuerungen am Ende durchsetzen, ist eine langwierige Abstimmung mit den Mündern.

Von Mirko Smiljanic

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Ein Verkehrsschild mit der Aufschrift "Bewohner mit Parkausweis frei" wurde mit einem Aufkleber gegendert. (imago / Ralph Peters)
Ein Verkehrsschild mit der Aufschrift "Bewohner mit Parkausweis frei" wurde mit einem Aufkleber gegendert. (imago / Ralph Peters)
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Manche Schlachten um die Deutsche Sprache haben sich so gründlich erledigt, dass man kaum noch sagen kann, wann sie am heftigsten getobt hatten. Spätestens seit den 80er-Jahren schwappten Anglizismen, Lehnwörter aus dem englischsprachigen Raum, gefühlt zu Tausenden ins Deutsche - das sie ebenfalls gefühlt ohne jeden Widerstand aufnahm.

Facelift, Just in Time, Infotainment, Learning by doing, Native speaker, Safer Sex, Top News, Action, Performance, Midlife-Crisis, Corporate Identity und Workaholics sorgten einst für Aufregung. 

Mitte der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts steuerte das gerade durchstartende Internet viele Hundert weitere Anglizismen bei: booten, Download, Monitor, Scanner, Slash, Account, chatten - die Liste ließe sich beliebig verlängern. Und dann die Werbesprache!

Anglizismen: sprachliche Pest oder Lifestyle?

"Das lassen wir uns gefallen! Da heißt es dann ‚Mom und Dad gehen mit den Kids shoppen.' Das ist doch, ich nenn das mal Schmutz, nicht wahr." Echauffierte sich 2001 – um mal einen Gallizismus zu benutzen, ein französisches Lehnwort – der mittlerweile verstorbenen Germanist Peter Wapnewski.

Und eine Hörerin des Deutschlandfunks stellte in einer Call-in-Sendung fassungslos fest: "Ich bin in der letzten Zeit entsetzt, in den letzten, zwei, drei Jahren, in denen ich das mitkriege, wie das Deutsche mehr und mehr aus der Öffentlichkeit verschwindet. Das finde ich echt schlimm, dass das mehr und mehr das Gesicht verliert auch durch die Globalisierung, die dabei in den Sprachen mitwirkt."

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Anglizismen – für die einen eine sprachliche Pest, für andere Ausdruck modernen Lifestyles. Wirklich neu - so Annette Klosa-Kückelhaus, Leiterin des Programmbereichs Sprachdokumentation und Lexikographie am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Mannheim – sind englische Lehnwörter allerdings nicht. "Wir haben welche, die sind schon im 19. Jahrhundert ins Deutsche gekommen, sowas wie Streik oder alle möglichen anderen Box- und andere Sporttermini. Also, es ist nicht ein aktuelles Phänomen."

Kreidetafel vor einem Lokal in Aachen mit der Aufschrift "Alle Speisen auch zum to go" (IMAGO / Rudolf Gigler)Kauderwelsch oder zeitgemäß kreativer Umgang mit Sprache? (IMAGO / Rudolf Gigler)

Die Sprachgemeinschaft entscheidet über Lehnwörter

Und es ist auch keine Kulturinvasion böser Mächte, die das Deutsche unterwandern, aushöhlen und feindlich übernehmen wollen. Ob ein englisches Wort es in den Deutschen Wortschatz schafft, entscheidet die Sprachgemeinschaft – also wir alle. Es ist eine Abstimmung mit den Mündern.

"Zunächst mal ist es oft ein Phänomen des kulturellen Einflusses, und die angloamerikanische Kultur ist ja im Grunde momentan unsere Leitkultur. Das war ja in früheren Jahrhunderten anders, da hat man sich stark an Frankreich orientiert und damit viele französische Wörter ins Deutsche übernommen."

Zweierlei zeichnen Sprachdebatten aus. Sie werden erstens emotional geführt und sie sind zweitens nicht neu – so Professor Henning Lobin, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim:

"Schon am Beginn der Entwicklung der neuhochdeutschen Sprache stand eine Sprachdebatte, das war die Bibelübersetzung in die deutsche Sprache von Martin Luther, auch darüber wurde ja sehr gestritten. Es ging damals um grundlegende Fragen der Theologie, der Macht im deutschen Sprachraum, das ist etwas, was diese Sprachdebatten immer auch geprägt hat. Später die Auseinandersetzungen um die Fremdwörter in der deutschen Sprache. Das ging schon im 17. Jahrhundert los mit den Sprachgesellschaften, barocken Sprachgesellschaften, die nicht nur eine Kampf gegen Fremdwörter geführt haben, sondern es ging eigentlich darum, die deutsche Sprache als eine Sprache auszubauen und sie so zu gestalten, wie man das vom Vorbild des Französischen und des Lateinischen damals kannte."

"Fräulein xy... bitte zum Diktat!" Es dauerte bis zum 16. Februar 1971, bis das Unwort im Amtsverkehr endgültig getilgt wurde - nach mehr als hundert Jahren Unmut. (Mary Evans Picture Library/SPR) (Mary Evans Picture Library/SPR)16. Februar 1971: Die Anrede "Fräulein" wurde abgeschafft
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Jungfernzwinger und Nasenerker

1617 gründete sich in Weimar zum Beispiel "Die Fruchtbringende Gesellschaft", mit knapp 900 Mitgliedern, die damals größte deutsche Sprachakademie. Ihre Ideen waren ebenso radikal wie heute kaum nachvollziehbar – so Professorin Carolin Müller-Spitzer, Leiterin des Projektes Empirische Genderlinguistik am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache. "Die Fruchtbringende Gesellschaft" schlug zum Beispiel vor,…

"…sowas wie Nonnenkloster zu vermeiden und dazu Jungfernzwinger zu sagen, um germanische Wortstämme zu verwenden, oder eben Nase nicht zu sagen, weil das ein Lehnwort ist, sondern Gesichtserker. Das sind natürlich Sachen, die klingen für uns heute total absurd, weil wir eben Wörter, die aus dem Lateinischen entlehnt wurden oder latinische Wurzeln haben oder griechische Wurzeln zum Teil gar nicht mehr so wahrnehmen. Oder auch Bonbon zu Beispiel, das wird ja nicht als Lehnwort wahrgenommen, aber natürlich kommt es aus dem Französischen, also unsere Sprache ist ja voll von solchen Einflüssen, die über die Jahrhunderte gewachsen sind."

Es gibt neben der Frage nach den Wurzeln sprachlicher Veränderung aber noch eine zweite Beobachtung rund um Sprachdebatten: Gleichgültig ob Gallizismen, Anglizismen, Fremdwörter oder das Gendern im Fokus stehen, Sprachdebatten wurden und werden hochemotional geführt.

"Ich glaube, alle spüren, dass es um etwas geht, dass es um eine Aushandlung in der Gesellschaft geht, vielleicht auch wirklich grundlegende Interessen, und das auf der Grundlage eines sehr persönlichen und intimen Verhältnisses zu Sprache, das jeder von uns hat. Wir sind aufgewachsen in der Sprache, haben die Sprache von unseren Eltern gelernt, haben Freundschaften, Liebesbeziehungen in der Sprache entwickelt, haben uns beruflich orientiert in der Sprache, eine Fachsprache gelernt. Und das ist natürlich etwas, was sehr tief in uns drinsteckt. Wenn man dann das Gefühl hat, dass hier ein Kampf ausgetragen wird auf dem Schlachtfeld der Sprache, der dazu führen soll, dass ich vielleicht bestimmte Dinge nicht mehr sagen soll oder in einer ganz bestimmten Art sagen soll, dann ist das etwas, was zu starken Emotionen führen kann, und ich glaube, das ist das, was wir derzeit beobachten können."

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Das generische Maskulinum schließt Frauen aus

Die aktuelle Debatte um eine geschlechterneutrale Sprache wird in der Tat emotional geführt. Da macht es zur Abkühlung Sinn, sich zunächst einmal die Grundideen des Genderns anzuschauen. Im Mittelpunkt steht eine grammatische Konstruktion, die bisher kritiklos genutzt wurde: das generisches Maskulinum. Gemeint ist, dass Personen und Berufe grammatisch männlich bezeichnet werden, obwohl es auch eine weibliche Wortform gibt.

Schon in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts konnte die Linguistin Luise F. Pusch in ihrer wissenschaftlichen Arbeit belegen, dass das generische Maskulinum Frauen sprachlich ausschließt. Pusch zählt gemeinsam mit Senta Trömel-Plötz und Marlis Hellinger zur Mitbegründerin der feministischen Linguistik. 

"Wir gehen aus von der These, dass wir mit der Sprache Wirklichkeit schaffen. Die Soziologie sagt, Gesellschaft schafft Wirklichkeit, und wir transponieren das in die Sprache und sagen, Wirklichkeit wird sprachlich geschaffen." Frauen werden sprachlich wie real ausgegrenzt – so Heidrun Deborah Kämper, Professorin für Germanistik am Institut für Deutsche Sprache.

Wie aber sieht eine geschlechtergerechte Sprache konkret aus? Immerzu von Lehrerinnen und Lehrern zu sprechen, von Wählerinnen und Wählern, ist unpraktisch. Politisch nicht ganz korrekt sind das Binnen-I und der Unterstrich, da nur weibliche und männliche Leser angesprochen werden. Als politisch korrekt hatte sich zunächst das Gendersternchen etabliert, also "Leser – Sternchen – Innen" – diese Variante spricht nicht nur Männer und Frauen an, sondern auch Menschen mit einer anderen Geschlechtsidentität. Inzwischen ist es oft auch der Doppelpunkt. Womit die Debatte ums Gendern aber noch nicht beendet ist.

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Sprache schafft Wirklichkeit

Sprache schafft ja nicht nur in Geschlechterfragen Wirklichkeit, so Heidrun Deborah Kämper. "Das kann man sich ganz einfach vorstellen. Es gibt ja Beispiele im Zusammenhang mit der Flüchtlingsthematik, es ist ein großer Unterschied, ob ich Flüchtlingszuwanderung oder Flüchtlingswelle oder Flüchtlingsflut sage."

Worte lösen beim Lesen und Hören Assoziationen aus – eine wichtige Funktion, um Informationen in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Und das Wort "Flut" – wir erleben das aktuell in aller Dramatik – ist zutiefst negativ besetzt. "Je nach dem, wie ich mich auf die Wirklichkeit beziehe, lenke ich die Wahrnehmung, so wie ich die Wirklichkeit sehe, meiner Kommunikationspartner."

Die Befunde sind eindeutig: Sprache schafft Wirklichkeit, wer sprachlich unterrepräsentiert ist – diesem Fall Frauen – verliert an Bedeutung. Eindeutig ist aber auch der vehemente Kampf gegen das Gendern. Warum ist das so? Weil Sprachdebatten immer weit über die Sprache hinausweisen, sagt die Mannheimer Germanistin Carolin Müller-Spitzer:

"Das ist natürlich eine sprachpolitische Debatte, die im Moment für andere politische Fragen ja sehr stark instrumentalisiert wird. Ansonsten wäre sie ja nicht Gegenstand der Tagespolitik geworden. Da werden ja Identitätsdebatten auf diesem Schauplatz geführt, die damit unmittelbar nichts zu tun haben."

Sprachdebatten sind immer auch politische Debatten

Phänomene, die sich bei vielen historischen Sprachdebatten beobachten lassen: Bei Martin Luthers Forderung nach einem verständlichen Deutsch etwa, beim Kampf gegen die Vorherrschaft des Italienischen und des Französischen, bei den ersten zaghaften Versuchen einer geschlechtergerechten Sprache Mitte des vergangenen Jahrhunderts, und natürlich beim Streit um Anglizismen und das korrekte Gendern. Es geht immer auch um kulturelle Dominanz und Macht, um Abgrenzung und individuelle wie nationale Identität. So gesehen unterscheiden sich historische Sprachdebatten und die Debatten um Anglizismen und Gendern kaum.

Und da historische Debatten mit zeitlichem Abstand betrachtet ihre Spitzen verlieren, stellt Damaris Nübling, Professorin für Historische Sprachwissenschaft des Deutschen an der Universität Mainz, zunächst einmal fest, "…dass es nie so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird, also es sind natürlich immer sehr viel vehementer und polarisierter die Debatten als das, was sich dann langfristig durchsetzt."

Die Fachzeitschrift journalist dekliniert auf dem Titelblatt das Wort in allen Varianten durch. (imago images / Arnulf Hettrich)Bei den möglichen Gender-Variationen gibt es Feinheiten - die allerdings für die meisten Menschen keine Rolle spielen (imago images / Arnulf Hettrich)

Streit ums Gendern ist auch ein Streit um männliche Privilegien

Langfristig ist das wahrscheinlich immer der Fall, trotzdem unterscheiden sich die Sprachdebatten früherer Zeit deutlich von den aktuellen Auseinandersetzungen. Zunächst einmal ist Gendern keine stilistische Petitesse, die besser in den Zeitgeist passt. Gendern bedeutet für Männer letztlich auch den Verlust von Privilegien und gesellschaftlicher Vorherrschaft. Die heftigen Reaktionen lassen sich auch so erklären. Ein weiterer Unterschied zu historischen Auseinandersetzungen bezieht sich auf die Zahl der Debattenteilnehmer:innen – um mal den Gender-Doppelpunkt zu benutzen. Früher diskutierten Enthusiasten und Literaten in kleinen Zirkeln – die übrigens weitgehend mit Männern besetzt waren - heute kann jeder mitmischen. Henning Lobin vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache.

"Über digitale Medien haben nun sehr viel mehr Menschen die Möglichkeit, ihr sprachliches Verhalten auch anderen gegenüber großräumig zu zeigen und bekannt zu machen und auf diese Art und Weise auch einen sprachlichen Einfluss auszuüben. Wir wissen eigentlich noch gar nicht so ganz genau, wie sich diese Effekte langfristig auswirken werden."

Viele Fragen rund ums Gendern sind noch unbeantwortet, aber schon jetzt lassen sich erste Auswirkungen beobachten. "Was auch der Fall sein wird, das ist ja schon jetzt Faktum, ist, dass es sogenannte sozialstilistische Aufladungen gibt, also, dass man einer gewissen Gruppe zugeordnet wird. Wenn ich jetzt zum Beispiel noch das große I verwende, dann oute ich mich als alte Feministin in den Augen vieler anderer, nehme ich Sternchen, bin ich binaritätskritisch, nehme ich den Gendergap, verortet man mich noch tiefer im Diskurs."

Ausgang der Debatte noch nicht vorhersehbar

Für die allermeisten Menschen spielen solche Feinheiten keine Rolle, selbst das Gendern können sie problemlos ignorieren. Doch das wird sich ändern, prognostiziert die Mainzer Germanistin Damaris Nübling. "Ich kenne sehr viele, die erst, als sie erfahren haben, was die Genderlinguistik erforscht und welche Schieflagen tatsächlich im Deutschen bestehen, die dann zu einem geschlechterbewussteren Sprachgebrauch übergegangen sind."

In der Diskussion steht auch der Umgang öffentlich-rechtlicher Medien mit dem Thema. Einige Sender oder Formate verzichten bereits auf das generische Maskulinum oder stellen es ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern frei. Und das hat durchaus eine Wirkung auf die Alltagssprache, sagt Leibniz-Direktor Hening Lobin. Ob die Sprachgemeinschaft, dieses ebenso imaginäre wie basisdemokratische Gebilde, gegen solche Vorbilder bestehen kann, weiß niemand. Selbst für Fachleute wie Henning Lobin ist der Ausgang des Genderstreits nicht vorhersehbar.

"Wir können beispielsweise nicht sagen, in welcher Weise diese Debatte, die gegenwärtig zur Thematik der gendergerechten Sprache geführt wird, einfach nur eine Polarisierung hervorruft, aus der wir uns dann irgendwann wieder mühsam hervorarbeiten müssen, oder ob sie tatsächlich die deutsche Sprache weiterentwickelt und in ein, sagen wir mal, neues Stadium überführt, ich bin mir da selber nicht ganz sicher, muss ich sagen."

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