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StartseiteBüchermarktDie Sprache, ein Wrack, das klingt13.12.2020

Thomas Kling: Werke in vier BändenDie Sprache, ein Wrack, das klingt

Klingonen werden sie genannt, die Nacheiferer, die sich am Werk des Lyrikers und Essayisten Thomas Kling abarbeiteten. Bei "Suhrkamp" erscheint jetzt eine Werkausgabe, die die Sprachartistik und profunde historische Kenntnis des 2005 verstorbenen Dichters in vier Bänden präsentiert und feiert.

Von Samuel Hamen

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Der Schriftsteller Thomas Kling 2003 in Leipzig.  (imago stock&people/gezett)
Der Schriftsteller Thomas Kling 2003 im Rahmen der Leipziger Buchmesse (imago stock&people/gezett)
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Als Thomas Kling 2005 im Alter von 47 Jahren stirbt, ist die Bestürzung groß. Mit ihm sei ein "Bild- und Sprachspeicher" gestorben, schreibt der befreundete Schriftsteller Marcel Beyer, "ein Historiker, ein Medienbewanderter und Menschenkenner wie nur wenige". Der Kritiker Michael Braun erinnert daran, dass Kling "der Sprache wieder ihren Körper, ihre sinnliche Materialität" zurückgegeben habe. Ina Hartwig spricht von einem Werk, "das längst groß, aber noch lange nicht vollendet war". Es ist ein Werk, das den Lesern und Zuhörern folgendermaßen in Erinnerung geblieben ist:

"aus wespenhälsen schwappts stich
wort aufs stichwort, schwappts
gestichel, stechn »SCHLAFN« das
gestochne:

lass die satzstanze stanzn/
direkt das chinesische horoskop/schick
mir dein Hopi telgramm/ich geb dir
die wortgarotte dass du sie anmir
ausprobieren kannz/"gänsefüsschen"/ich
kann ohne das wort prrshng nicht lehm/
ladi sattschtnze tnzn"

Bei "Suhrkamp" ist Thomas Klings Schaffen nun in seiner ganzen Lautstärke, Bandbreite und Belesenheit erschienen; in vier Bänden, auf knapp 2000 Textseiten lässt sich der Lyriker und Essayist so facettenreich wie noch nie entdecken. Gedichte wie das gerade auszugsweise gehörte und von Kling vorgetragene "ratinger hof, zb 1" stehen neben unveröffentlichter Lyrik aus dem Nachlass, in entlegenen Katalogbänden erschienene Essays neben Radiokritiken.

Keine Lesungen, sondern Sprachinstallationen

Wer sich mit Kling beschäftigt, beschäftigt sich mit Mythen. Es beginnt mit seinem Erscheinen in der Kölner Literatur- und Kunstszene. Ein Energieschub, ein Störfall – in den Erinnerungen der Weggefährten ebenso wie in den Literaturgeschichten ist Klings Name längst mit einer ästhetischen Disruption verbunden. 1984 tritt er als Neuling im Rahmen des Wettbewerbs "Lyrik in NRW" in Lüdenscheid gemeinsam mit neun Dichtern an – und der Unterschied hätte größer nicht sein können: Während viele ihre Naturbeobachtungen und Seelenbeschreibungen bedächtig vortragen, zischt, flüstert und raunt Kling seine Gedichte dem Publikum entgegen. Es geht um den Suff in Punkkneipen, den Tod in Altersheimen und die Gewalt historischer Erfahrung, die selbst im Schrebergarten durchscheint:

"da draußn weiter horrorvideo; g
gröhltes faßbier undundund, wildschwäne-rausch
aus allermund, dem schwulenwitzchen folgn
(glas ex) kräcker wer hat den schärfsten
gartngrill? wer hat di schönsten schäfchn? wer
hat das ghetto bombardiert?, vor schluß die
stachelbeeren vollgereihert; »irgenzwie
nach haus geeiert . .«)

"Sprachinstallationen" nennt er seine Lesungen in Anlehnung an die Installationen und Performances der bildenden Künstler, mit denen er in der Umgebung der Düsseldorfer Kunstakademie zusammentrifft. Es ist just die Kontrastwirkung zur von Kling regelmäßig diffamierten Wasserglas-Lesung, die ihn binnen weniger Jahre zum Kraftfeld einer zuerst regionalen, dann nationalen Lyrikszene macht. Als er 1988 von Düsseldorf nach Köln zieht, schreibt die "Düsseldorfer Illustrierte", der "wildeste Lyriker vom Rhein" verlasse die Stadt. "Komm zurück, Tiger! ", trauert sie ihm hinterher.

Frühe Veröffentlichungen

Zwei Jahre zuvor erscheint in der Kölner "Eremiten-Presse" der Band "erprobung herzstärkender mittel", der Kling zum Durchbruch verhilft. Wie alle zu Lebzeiten veröffentlichten Bücher ist er Teil der Ausgabe, die von Marcel Beyer in Zusammenarbeit mit den Germanisten Frieder von Ammon, Peer Trilcke und Gabriele Wix besorgt wurde. Die Edition erlaubt es erstmals, die so oft vorgebrachte Story vom Furor poeticus, vom explosionsartigen Erscheinen des Lyrik-Querulanten zu differenzieren.

So sind Beiträge einsehbar, die Kling zwischen 1977 und 1981 für den "Zwiebelzwerg" schreibt, eine "Zeitung für Kunst und Soziales", die von Schulfreunden Klings herausgegeben wird. Darunter sind Kritiken, Porträts und Überblicksessays zum Dadaismus. In der Besprechung von Klaus Kinskis Autobiographie "Erdbeermund" schimmert 1978 bereits jener stilisiert freche, eigenwillige Ton durch, mit dem Kling sich – ohne Scheu vor der plakativen Aburteilung – durch die Literatur- und Kulturgeschichte bewegen wird.

Geschult am Expressionismus

Kinski präsentiere sich in seinem Buch, schreibt der 21-Jährige, "mit dem verhaltenen Charme einer abgewrackten Nutte, die sich auf St. Pauli im Schaufenster" anpreise. Später wird Kling, auch das ist hier nachzulesen, Hans Magnus Enzensberger als "Museumswärter" bezeichnen, Ingeborg Bachmann eine "artifizielle Schneewittchenhaftigkeit" zuweisen und Peter Rühmkorf die "Eleganz eines Kartoffelsacks" attestieren.

Erhellender noch als die Beiträge für den "Zwiebelzwerg" ist der Abdruck von Klings Debüt. 1977 erscheint im "Kunstverlag Gregor Schell und Thomas Scheerenberg" der Gedichtband mit dem Titel "der zustand vor dem untergang". Schell und Scheerenberg sind besagte Schulfreunde, mit denen Kling sich Ende der 70er Jahre publizistisch betätigt. In den 35 Gedichten tastet sich der Autor an den Expressionismus heran; da wohnt "das brüllen versteinernder fische" in einem Du, da legt sich Schnee "wie schimmel über die blasse wintersaat". Ein Jungdichter entdeckt schreibend eine Epoche für sich, die ihn zeitlebens beschäftigen wird, und läuft dabei Gefahr, als Epigone zu enden. Auch die später so vehement verunglimpfte Neue Subjektivität – Kling spricht vom "Alltagsgedicht in seiner ganzen, nur zu bekannten Schlechtdraufität" – ist dem Erstling hier und da eingeschrieben.

Sich einen Namen machen

Wenn diese fundiert erarbeitete Werkausgabe etwas verdeutlicht, dann wie stark und strategisch Thomas Klings Autonomie- und Profilierungswille von Anfang an ist. Er betreibe mit seinen Texten "fast immer, wenn auch manchmal nur versteckt, Werk- und Literaturpolitik", schreibt der in Leipzig lehrende Germanist Frieder von Ammon in seinem Nachwort zum vierten Band, der auf mehr als 800 Seiten Klings Essays und journalistische Beiträge versammelt. Das zeigt sich nicht zuletzt in der Art, wie er mit seinem Debüt verfährt. Kling zerschneidet die Restauflage, verpackt sie in Tüten und verkauft sie bei der Gegen-Buchmesse 1979. Marcel Beyer skizziert die Episode erstmals in seinem Nachwort zum dritten Band, der u. a. bisher unveröffentlichte Lyrik nach Werkphasen gliedert:

"500 Gramm Büchergulasch kosten 1,57 Mark. Eine 'Hausmitteilung' in der nächsten Ausgabe des 'Zwiebelzwerg' vermeldet: 'bei Ladenschluß war dieser Warenposten fast total ausverkauft'. Ein Erfolg also, 'fast total'. Aber kein literarischer."

Der Flop wird als Coup verwertet. Ein starkes Medienbewusstsein und ein Know-How, wie sich literarische Aufmerksamkeit verwalten lässt, legt Kling zeitlebens an den Tag. In einem bisher unbekannten Beitrag für den "Südwestfunk Baden-Baden" stellt er denn auch die "perfekten Selbstinszenierungen" des Dadaisten Walter Serner heraus und lobt dessen Prosa samt ihrer "schwindelerregenden, schnellen und zeitgemäßen Schnittechnik".

Am Rand des Unverständlichen

Auch wenn Kling im Laufe der 90er-Jahre gesetzter wird und mehr und mehr als historisch versierter Spracharchäologe auftritt, kommt ihm die inszenatorische Energie nicht abhanden. Peer Trilcke spricht völlig zu Recht davon, dass es Kling wie keinem anderen Dichter der 80er und 90er-Jahre gelungen sei, sich als Marke zu etablieren. Als ihm 1997 der Peter-Huchel-Preis verliehen wird, sagt Kling in seiner Dankesrede:

"Was, und wie, der Dichter liest – sekundär; die große Mehrzahl des Publikums will den Prominenten vor sich sehen, wird zum Saugnapf, den es nach dem Andocken an die öffentliche Person verlangt. Das sind die Spielregeln, und kein Künstler hat sich da zu beschweren."

Mit "brennstabm" erscheint 1992 bei "Suhrkamp" ein Gedichtband, der einen Umbruch markiert. Gabriele Wix spricht in ihrem Nachwort davon, dass das "Zerlegen des Sprach- und Sprechflusses in Einzelsegmente", das den typischen Kling'schen Sound garantierte, in diesem Buch an ein Ende gelange. "Das System" sei "am Rand der Unverständlichkeit kollabiert". Nach einer mehr als einjährigen Schaffenspause finde, so Wix, der in Bingen geborene Kling anschließend zu "ruhigeren und gemäßigteren Textpartituren". Gleichwohl gibt er seine Neugierde für Etymologien, Lexika und verschüttgegangene Wissensbestände nicht auf. In dem 1999 erschienenen Band "Fernhandel" spielt erneut der Erste Weltkrieg eine tragende Rolle:

"zur frühjahrssaison natürlich
von marne gar noch nicht
die rede. ab herbst war dann
das kleine schwarz natürlich
angesagt.
kleines schwarz.
schwarztöne, die allgemeiner wurden;
besagte zunahmen, zunahmen in dem maße wie die herzgruben und
-töne schwächer, dann weg- und abgeschaltet wurden. und
die listen (»ciel«) sprachüberlagert von namen und
abersprachn. noch war die grippe
nicht in sicht"

Bei der Erstveröffentlichung im DuMont Buchverlag war dieses Gedicht mit dem Titel "Die Modefarben 1914" nicht nur les-, sondern auch hörbar. "Fernhandel" war ebenso wie dem 2002 erschienenen Band "Sondagen" eine Audio-CD beigegeben, für die Kling einzelne Gedichte eingelesen hatte.

"wo. im.
wo im anderswo die
herztöne kenntlich wern. blin-
kende kennung. kennungen der landschaft.
der landschaftn, die flußnamen abhorchen.
sumpfgebiete. gebirge. oder andere
auffaltungen von fleisch: von fleisch
ein verplombtes jahrhundert"

Auf die Bedeutung der auditiven Komponente weist der Dichter selbst wiederholt hin:

"Die 90er (genauer: ab Mitte der 90er) haben bekanntlich ein neues Bewußtsein für den gut gelesenen (und besser geschriebenen) dichterischen Text gebracht – auf Leser/Hörer- wie auf Autoren- und Verlegerseite. Sonnenklar, das Hörbuch ist eine positive Erweiterung."

Die von Suhrkamp betreute Ausgabe verzichtet auf dieses mündliche Standbein. Thomas Kling tritt den Lesern grundsätzlich schriftlich entgegen und schreibt dabei doch ständig über das intrikate Verhältnis von Schriftlichkeit und Mündlichkeit:

"Dichtung? Recherche. Dann Atem, Rhythmus(gefühl), Klangzonen-Querung, Klimatechnik. Gedicht-Präsentation, Dichterauftritt ist seit den 80ern endlich wieder Theaterform geworden. Ich spreche nicht von, ich frage nicht nach diesen Hauruck-Performances, Performances, in denen schlechter Text mies rübergebracht wird, allerorten […]. Ich spreche von Dichtung, die, Zeit-Räume querend, schriftlich und – dann wieder, live – mündlich funktioniert."

Mit seinem expansiven Werkverständnis, zu dem mündliche Interpretationen ebenso gehören wie besondere Cover-Gestaltungen und intermediale Arbeiten stellt Kling die Editionsphilologie ganz grundsätzlich vor Probleme. Die Duo-Auftritte mit dem 2012 verstorbenen Schlagzeuger Frank Köllges sind ebenso zu berücksichtigen wie die Gemeinschaftsprojekte mit seiner Lebensgefährtin, der bildenden Künstlerin und Fotografin Ute Langanky. Vor diesem Hintergrund verweist das Herausgeber-Team denn auch auf den Mehrwert und die Notwendigkeit einer historisch-kritischen Ausgabe. Wenn sie denn lanciert würde, müsste sie sich mit dringlichen Fragen rund um Werkumfang und Quellenlage befassen.

Wer Thomas Kling in seiner mündlichen Pracht erleben will, lege sich die CD-Box "Die gebrannte Performance" zu, die Ulrike Janssen und Norbert Wehr 2015 für den Lilienfeld Verlag zusammengestellt haben. Denn die bei DuMont erschienenen Bücher sind seit kurzem ebenso wenig erhältlich wie die binnen Wochen nach Veröffentlichung vergriffene DVD "Kling ungelöscht", auf der ein Kölner Atelier-Auftritt Klings in Ton und Bild festgehalten ist.

Den Lebenslinien folgen

1994 zieht Kling mit Ute Langanky von Köln auf die Raketenstation Hombroich bei Neuss. Auf der ehemaligen NATO-Basis, die zum Kunstareal umfunktioniert wird, beziehen sie den Hauptbunker samt Wachturm. Schelmisch distanziert, den Blick auf die kulturelle, landschaftliche und geschichtsträchtige Umgebung gerichtet, lebt und arbeitet Thomas Kling dort, ein "melancholischer Spracharchäologe", wie Peer Trilcke ihn in seinem Nachwort nennt. Die Natur ist nicht mehr nur Schlachtgrabenterrain, sondern ein Ort kontemplativer Erkenntnis:

"und geräusche eingebaute endlos-
schleifen dub-zikade in den nächten gegenlichter ausgeschlafene
insekten die ein tänzchen wagen tanzbein schwingen so der wind-
und wolkenstand es zuläßt. früh im diesigen koordinaten
einflugschneise abgetanzte vollgetankte dinge-dinge macht ja was
aus die autobahn-hornisse regt sich überträgt sich"

Das Summen der Hornisse als Sound der Autobahn begegnet einem bereits zwanzig Jahre zuvor im Debütband. Tatsächlich erlaubt es die Edition, mit der Kling posthum zu Suhrkamp zurückkehrt, jene Lebenslinien in den Blick zu nehmen, die sein Schaffen von Beginn an durchziehen: Die Wespe als dichterisches Wappentier hat ihren wiederholten Auftritt ebenso wie die körperlichen, technischen und infrastrukturellen Wracks, aus denen letzte Signale austreten. Der Sprache, die Gefahr läuft, vergessen, verschandelt oder verdreht zu werden, muss dabei immer wieder eine prekäre Bedeutung abgerungen werden. So codiert und manieriert Klings Poetik mitunter sein mag, apolitisch, raunend und ästhetizistisch ist sie nie. "Kommunikabel und inkommunikabel zugleich" seien Gedichte, schreibt Kling in einem Essay zu Hermetik und Verstehen:

"In den 90er-Jahren kehrt es wieder und wird genauso ungern gesehen wie in den 50er-Jahren: das Hermetische. Und, selbstverständlich: das sogenannte Experimentelle, wiedergängerisches Etikett aus den 60er-Jahren. Weil eine der Bequemlichkeit zuneigende Leser- und Rezensentenschaft die Finger besser von solchen Büchern läßt – und lassen soll. Und weil das beschämende Schlagworte sind; von hilf- und verständnislosen, überdies größtenteils grotesk uninformierten […] Kritikern und Literaturgeschichtlern werden diese Handelsmarken so gedankenfrei wie notorisch gestreut, benutzt wie Abschlagwerkzeug aus den fröhlichen Zeiten der Feuersteinindustrien."

Aufrichtig 'Ich' sagen

Fulminant ist ohne Frage der von Marcel Beyer betreute dritte Band, der in einem Unterteil unveröffentlichte Gedichte aus dem Nachlass nach Arbeitszeiträumen gruppiert. Nebenschauplätze tun sich auf, ausgelagerte Motive werden einsichtig und zentrale Punkte der Kling'schen Poetik ausdifferenziert. Insbesondere die späten Gedichte nach der Jahrtausendwende sind eine Entdeckung. Sie entstehen zu der Zeit, als Kling, der unheilbar an Lungenkrebs erkrankt ist, an seinem letzten Band arbeitet, der "Auswertung der Flugdaten".

Wohlgemerkt, es sind Verse eines Dichters, der auf die Frage, vor was er zurückschrecke, zehn Jahre zuvor antwortet: "Ein Tabu für mich wäre, 'ich' zu sagen, weil das Subjekt schon lange als obsolet erkannt worden ist". Nun, den nahen Tod vor Augen, findet er zu einer neuen Artikulationsform, die Innerlichkeit bejaht und Subjektivität als legitime Sprechhaltung anerkennt.

"vielgebrachte (-gebrauchte) frage: die endet auf, echot auf ich
weiß es doch auch nicht, auch nicht.
so blitzt der lehm, lehm, abgesetzt
im abendschein. gegn das gesetz.
gegen mixgeblitze – weiß."

"Wir haben jetzt die Flugdaten auszuwerten", sagte Christian Döring, Klings Lektor bei DuMont, 2005 in seiner Grabrede für den Verstorbenen. Mit der nun vorliegenden Ausgabe der Werke in vier Bänden ist es wie nie zuvor möglich, das säulengleich aufragende Œuvre Thomas Klings zu entdecken, seine außerordentliche historische Tiefenschärfe wertzuschätzen und seiner Prägekraft für die deutschsprachige Literatur der letzten Jahrzehnte nachzuspüren.

Thomas Kling: Werke in vier Bänden
Herausgegeben von Marcel Beyer in Zusammenarbeit mit Frieder von Ammon, Peer Trilcke und Gabriele Wix
4 Bände im Schuber
Suhrkamp Verlag, Berlin. 2692 Seiten, 148 Euro.

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