Ukraine-Krieg
Trump bittet Putin wegen extremer Kälte um einwöchige Feuerpause

US-Präsident Trump hat den russischen Präsidenten Putin nach eigenen Angaben um eine einwöchige Feuerpause in der Ukraine gebeten. Als Grund nannte Trump die extreme Kälte in dem Land. Putin habe zugestimmt. Eine Stellungnahme aus Russland gibt es aber noch nicht.

    Zwei Männer gehen in ein großes, weißes Heizzelt, das von Schnee und Wohnhäusern umgeben ist.
    Ein Heizzelt in der ukrainischen Stadt Tschernihiw nordöstlich der Hauptstadt Kiew (picture alliance / Anadolu / Maksym Kishka)
    Trump sagte bei einer Kabinettssitzung in Washington, er habe den russischen Präsidenten persönlich gebeten, die Angriffe auf die Hauptstadt Kiew und weitere Städte wegen der extremen Kälte auszusetzen. Der ukrainische Präsident Selenskyj bedankte sich bei Trump. Er gehe davon aus, dass die Vereinbarung zustande komme, schrieb Selenskyj im Onlinedienst X.

    Temperaturen bis minus 30 Grad erwartet

    Russland hatte seine Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine zu Jahresbeginn noch einmal verstärkt. Bundeskanzler Merz bezeichnete dies bei seiner Regierungserklärung als "tägliche Kriegsverbrechen" Russlands gegen die Zivilbevölkerung in der Ukraine. Nach dem jüngsten Beschuss der Heizkraftwerke in der Hauptstadt Kiew war gut die Hälfte der Millionenstadt bei teils zweistelligen Minusgraden tagelang ohne Fernheizung. Deutschland hat deshalb zwei mobile Blockheizkraftwerke an die Ukraine übergeben. So erhalten etwa 86.000 Menschen wieder Strom und Wärme.
    Trotzdem besteht durch die Wintertemperaturen für viele Menschen in der Ukraine Lebensgefahr. Nach Angaben von Hilfswerken sind besonders ältere Menschen und Kinder gefährdet. Anfang kommender Woche werden in manchen Regionen zwischen minus 20 und minus 30 Grad Celsius erwartet.
    Diese Nachricht wurde am 29.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.