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Über Helfer und Retter zur Zeit der NS-Diktatur

Auf welche Weise Menschen während des Zweiten Weltkrieges Juden halfen und damit Leben retteten, blieb lange Zeit unerforscht. An sie erinnert seit 2008 unter anderem die Gedenkstätte "Stille Helden" in Berlin.

Von Dörte Hinrichs | 03.02.2011

Sie versteckt geflohene Juden, um sie vor der Deportation zu schützen. Gemeinsam mit ehemaligen Schülerinnen, Freunden und ihrer Schwester versorgt sie die Verfolgten mit Essen und falschen Papieren. Elisabeth Abegg, eine entschiedene Regimegegnerin und Quäkerin, schafft es mit ihrem Netzwerk 80 Menschen zu retten. Die Berliner Lehrerin ist eine von schätzungsweise mehreren 10.000 Menschen, die jüdischen Verfolgten im Dritten Reich geholfen haben.

Etwa 5000 Untergetauchte überleben dank des mutigen Einsatzes dieser Helferinnen und Helfer. An sie erinnert seit 2008 die Gedenkstätte "Stille Helden" in Berlin. Dass sie der Vergessenheit entrissen wurden, ist ein Ergebnis der jüngeren historischen Forschung. Fast ein halbes Jahrhundert lang wurden die Helfer und ihre Taten ignoriert. Prof. Johannes Tuchel, Leiter der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin:

"Zum einen war es so, dass die Deutschen als Verursacher und Urheber des Holocaust überhaupt kein Interesse daran hatten, dass man sie auch mit einer alternativen Handlungsstrategie konfrontierte. Also dass nicht nur das Zuschauen bei der Deportation möglich gewesen war, sondern auch die Hilfe für einen Verfolgten. Zum Zweiten kommt hinzu, dass alle Formen des Widerstands gegen den NS in der Nachkriegszeit, und dazu gehört auch die Hilfe für Verfolgte, immer noch als Verrat an Deutschland angesehen worden sind und diejenigen, die Widerstand geleistet haben, als Verräter angesehen wurden."

Das galt auch für solche, die selbst in der Wehrmacht Möglichkeiten gesehen und genutzt haben, um Juden oder Kriegsgefangenen zu helfen. Der Freiburger Historiker Prof. Wolfram Wette beleuchtete auf der Internationalen Konferenz für Holocaustforschung die Handlungsspielräume für Retter in der Wehrmacht.

"Der Erste, von dem die deutsche Öffentlichkeit erfahren hat, war in den 60er-Jahren ein Feldwebel namens Anton Schmidt, der aus Wien stammte und der in der litauischen Hauptstadt Wilna Hunderte von Juden zumindest temporär das Leben gerettet hatte. Das war bekannt geworden, weil ein jüdischer Partisanenführer aus Wilna im Eichmann-Prozess in Jerusalem das dem erstaunten Publikum mitgeteilt hat, dass es solche Menschen unter den Deutschen auch gegeben hat. Und unter diesen Überraschten war auch Hannah Arendt, die das in ihrem Buch "Eichmann in Jerusalem" dann niedergeschrieben hat und so einer gewissen kleinen intellektuellen Öffentlichkeit mitgeteilt hat. Insgesamt gilt, dass bis 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges für Helfer und Retter keinerlei Interesse war. Ja, nicht nur das, es war eine regelrechte Abwehrhaltung da, man wollte nicht zur Kenntnis nehmen, dass es solche Menschen gegeben hat. Denn sie haben ja die Frage aufgeworfen: Und was hast du getan? Sie haben die Behauptung, man habe doch in der Diktatur kein abweichendes Verhalten zeigen können, Lügen gestraft. Und haben damit eine ganz neue Sicht der NS-Zeit aufgemacht."

In der Wehrmacht hatte man widerständiges Verhalten am wenigsten erwartet. Denn lange Zeit hielt sich die Behauptung, dass Menschen, die ihre Teilnahme an Juden-Erschießungen verweigerten, selber um ihr Leben fürchten mussten. Eine Schutzbehauptung, wie man heute weiß.

"Unter anderem haben die Staatsanwälte der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen in Ludwigsburg das sehr genau überprüft, ob diese Behauptung stimmt oder ob sie eine Schutzbehauptung ist. Mit dem Ergebnis: Es hat sich nicht ein einziger finden lassen, der dafür erschossen worden ist, dass er sich selbst an Erschießungen nicht beteiligt hat. Stattdessen war es so, dass die Sanktionen wesentlich geringer waren: Ansehensverlust bei der eigenen Truppe, eine Ermahnung, ein Bekunden des Unverständnisses eines Vorgesetzten, dass man die Nerven nicht hat, so was nicht auszuhalten oder auch mal eine Versetzung. Aber sehr viel mehr ist den sog. Exekutionsverweigerern nicht passiert."

Doch das wussten die Wehrmachtsangehörigen nicht, als sie den Mut aufbrachten, sich solchen Exekutionsbefehlen zu widersetzen oder Juden und Kriegsgefangenen auf andere Weise zu helfen. An der Front und in den von der deutschen Wehrmacht besetzten Ländern herrschte völlige Unklarheit darüber, was Soldaten, die Juden retteten, passieren würde.
Anders als bei den Zivilisten im Deutschen Reich. Hier gab es den Straftatbestand der Judenbegünstigung. Hier riskierten Helfer, die entdeckt wurden, ins KZ geschickt zu werden.

Auf welche Weise Menschen Juden halfen und was ihre Motive waren, das blieb lange Zeit unerforscht. Einer der Ersten, der die Geschichten der Helfer und Retter öffentlich machte, war der Journalist Kurt Grossmann. 1957 schilderte er die Widerstandshandlungen einzelner Deutscher in dem Buch "Die unbesungenen Helden". Es war der Auslöser für eine erste und lange Zeit einsame Gedenkinitiative des Berliner Innensenators Joachim Lipschitz:

"Joachim Lippschitz hat in den späten 50er-Jahren angeregt, nach dem Buch von Kurt Grossman hier in Berlin unbesungene Helden zu ehren. Diese Ehrungsversuche von Lipschitz waren rein auf Berlin beschränkt. Er hat mal einen Vorstoß gemacht, dass die anderen Bundesländer das doch bitte übernehmen sollten. Und dieses ist kläglich gescheitert, die anderen Bundesländer waren dazu nicht bereit. Das heißt, sie finden Ehrungen stiller Helden dann erst ganz vereinzelt wieder in den 70er-Jahren mit Bundesverdienstkreuzen."

Einer der heute bekanntesten Judenretter, Oskar Schindler, wurde erst nach seinem Tod geehrt. Mit dem Film "Schindlers Liste" 1993 erfuhr eine breite Öffentlichkeit von seiner Aktion zur Judenrettung. Dieser Film markiert einen Umbruch in der Landschaft der Erinnerung, so Prof. Johannes Tuchel, und hat seitdem das Wissen über Helferinnen und Helfer in der Zeit des Nationalsozialismus erheblich erweitert. Ungefähr 3800 Personen sind heute namentlich bekannt. Das Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin hat seit 1997 eine umfassende Datenbank aufgebaut und die Rettung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland erforscht.

Auch bei der Gedenkstätte Deutscher Widerstand rekonstruieren Wissenschaftler die Geschichten der Retter und der Geretteten. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Helferinnen und Helfer aus allen Bevölkerungsschichten kamen, mit ganz verschiedenen politischen und religiösen Einstellungen. Sowohl auf dem Land wie in der Großstadt haben sie Handlungsspielräume wahrgenommen und genutzt.
"Hier in Berlin haben wir Geschichten, dass zum Beispiel am Alexanderplatz Prostituierte Menschen versteckt haben. Das liegt daran, dass auch schon sie immer schon gewohnt waren, sich in einer gewissen Grauzone zu bewegen, da waren andere Voraussetzungen geschaffen. Otto Waidt, einer der wichtigsten Judenretter in Berlin, hat eng mit der Prostituierten Hedwig Porschitz zusammengearbeitet. Inge Deutschkron wurde dadurch gerettet, dass ihr Hedwig Porschitz ein Arbeitsbuch einer anderen Berliner Prostituierten vermittelt hat. Das flog dann auch irgendwann auf, als die Prostituierte in Ungarn gefunden wurde. Aber wir haben immer in der Tat die Möglichkeiten die Handlungsspielräume neu zu definieren von den Personen aus, die bereit sind zu helfen, die bereit sind, mitzumachen."

Doch warum sehen die einen Handlungsspielräume und die anderen nicht? Was bringt eine Person dazu, sich für andere in Gefahr zu begeben - auch in Extremsituationen angesichts von Völkermorden oder Bürgerkriegen? Wie wird man überhaupt zum Helfer? Damit beschäftigt sich u. a. der Sozialpsychologe Prof. Harald Welzer vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen.

Auf der Berliner Konferenz zur Holocaustforschung stellte er Befunde der interdisziplinären Helferforschung vor. Er erinnerte dabei an ein Experiment aus den 60er-Jahren in den USA, bei dem Theologiestudenten gebeten wurden, eine Predigt über das Gleichnis vom barmherzigen Samariter zu verfassen. Diese sollte aufgezeichnet und über das Campus-Radio gesendet werden. Kurz vor Ablauf der Zeit wurde den Studenten mitgeteilt, dass sie sich beeilen müssten, man würde im Studio schon auf sie warten. Vor dem Eingang hatte man eine Person platziert, die offensichtlich Hilfe benötigte.

"Das Ergebnis des Experiments war, dass von 40 Theologiestudenten, die zum Gleichnis vom Heiligen Samariter sprechen sollten, nun lediglich 16 Personen Hilfe geleistet haben. Die anderen 24 sind über diese Person rübergestiegen, haben sich ins Studio gesetzt und haben über Hilfe gesprochen, Altruismus usw. Und dies Experiment ist natürlich hübsch, weil es darauf hinweist, dass die Annahmen, die diese Personen, aber auch wir generell über uns selber hegen, über das, was wir tun würden, wie gut wir sind, natürlich falsch sind."

Wir halten uns oft für hilfsbereiter oder besser als wir tatsächlich sind. Das gilt sowohl für Helfer wie für Täter haben Forschungen ergeben haben. Und genauso wenig wie es eine Täterpersönlichkeit gibt, gibt es eine Helferpersönlichkeit. Viele Faktoren beeinflussen unser Verhalten.

Weniger die religiöse Überzeugung oder die Erziehung zu prosozialem Verhalten als vielmehr der situative Kontext ist laut Welzer Auslöser dafür verantwortlich, ob wir in konkreten Situationen anderen Menschen helfen oder nicht.

"Wir handeln innerhalb von Situationen, in denen wir auf Aufgaben focussiert sind, in denen etwas vor uns steht, was wir bewältigen wollen, wenn man das hat, blendet man in der Regel alle Randbereiche aus und versucht die Aufgabe zu bewältigen. Übertragen auf die Hilfeproblematik und auch auf das Experiment ist das Interessante, dass die meisten derjenigen, die nicht geholfen haben von den Theologiestudenten, gar nicht wahrgenommen haben, dass da eine hilfebedürftige Person gewesen ist. Das heißt, die entscheiden sich nicht gegen das Helfen, sondern das sehen sie gar nicht. Und daraus würde man für unsere größere Fragestellung zunächst mal ableiten, dass bevor man Hilfe leistet, muss man zunächst mal eine Situation identifizieren, wo Hilfe gefordert ist. Punkt 1. Punkt 2: Man muss dann auch noch das auf sich beziehen und fragen: Kann ich helfen, soll ich helfen, wenn ja, wie kann ich helfen? Und dann kommt Teil 3: Diese Frage muss auch insofern positiv beantwortet werden: Wie kann ich helfen? Habe ich eine Wohnung, in der ich jemanden unterbringen kann, habe ich Geld, was ich jemandem geben kann, kenn ich jemanden, der auch noch weiterhelfen kann? Und da merkt man schon, das ganze Thema ist schon viel komplexer, als dass es sich in der Dichotomie gute Menschen, schlechte Menschen auflösen ließe."

Es gab während des Nationalsozialismus in Deutschland durchaus Menschen, die bewusst aus ihrer christlichen oder politischen Überzeugung heraus Juden geholfen haben. Als Teil eines Netzwerkes oder auch ganz allein. Der Historiker Prof. Wolfram Wette:

"In den deutsch besetzten Teilen der Sowjetunion gab es einen Major Krüll, der war im Schifffahrtsdienst beschäftigt, und der hat gesehen, dass ringsherum die Juden ermordet wurden. Und dann hat er sich überlegt, was kann ich dagegen tun? Und dann hat er die Entscheidung getroffen, ich suche mir einen Einzigen aus, um wenigstens einen zu retten. Dann hat er sich diesen Mann, Ratzewitsch mit Namen, ausgesucht, hat ihm eine neue Identität verpasst, hat ihn geschult, damit er die schwierige Zeit dort überleben konnte. Und hat ihn über den Krieg hin gerettet. Ratzewitsch reist die letzten Jahre durch die Republik und schildert von dieser Rettungsgeschichte. Also hier haben wir das Phänomen, dass jemand für sich einen Handlungsspielraum definiert, indem er erfolgreich, zielgerichtet agiert, und die Rettung gelingt."

Andere Menschen wurden zufällig und ganz spontan zu Helfern. Denn oft ging die Initiative zur Rettung von den Juden selber aus, die in ihrer Not andere um Hilfe baten oder die sich gezielt Helfer suchten. Einen solchen Fall schilderte Ladislaus Löb auf der Berliner Tagung. Der emeritierte Germanistik-Professor von der britischen Universität Sussex hat selbst den Holocaust überlebt. Im Frühjahr 1944 kam er gemeinsam mit seinem Vater in Ungarn ins Ghetto. Von dort fuhren die Züge kurze Zeit später weiter in die Vernichtungslager.

"Die meisten Leute haben sich in diese Güterzüge hineinstopfen lassen, die nach Auschwitz abfuhren. Mein Vater war anders, der hat sich immer gewehrt und er hat gesagt, das geht so nicht, ich mach das nicht mit. Und er ist aus diesem Ghetto in Klausenburg in Siebenbürgen entflohen mit mir auf eine ganz abenteuerliche Art nach Budapest, in die Hauptstadt gefahren. Er hat immer Ohren und Augen offen gehabt und da hat er gehört, dass dieser Kasztner da einen Transport zusammenstellen will, der freigekauft werden soll usw. Und da ist es ihm gelungen ihn und mich in diese Gruppe hineinzuschmuggeln, die dann in Richtung Palästina abgefahren, aber in Bergen-Belsen angekommen ist."

Elf Jahre alt ist Ladislaus Löb damals. Es ist nicht das versprochene gelobte Land, wo er und sein Vater ankommen. Doch nach Wochen im KZ Bergen-Belsen, geht der Transport schließlich weiter in die Schweiz. Viele der Juden, die auf diese Weise überlebt haben, gehen später tatsächlich nach Palästina. Auch ihr Retter Rezsö Kasztner. Kasztner war unter den Helfern eine schillernde Figur. Ähnlich wie Oskar Schindler verhandelte er mit den Nazis. Kasztner machte einen Deal mit Adolf Eichmann. Wenn er mehrere Tausend Lastwagen, Schmuck und Geld besorgen würde, so schreibt Ladislaus Löb in seinem Buch "Geschäfte mit dem Teufel. Die Tragödie des Judenretters Rezsö Kasztner", dann könnten rund 1700 Juden nach Palästina ausreisen. Mit dem Geld von einigen reichen Juden konnten die Plätze in dem Sondertransport finanziert werden.

Trotz der Rettung so vieler Juden ist Reszö Kasztner bis heute umstritten. Er wurde in Israel von Extremisten getötet. Kurz zuvor war er angeklagt worden. Es hieß, er habe durch seine Kollaboration mit Eichmann seine Seele dem Satan verkauft. Ladislaus Löb sieht das anders:

"Das haben wir auch heute wieder gesehen, die Idee vom guten Menschen, das geht heute nicht mehr, die Leute sind alle gemischt und Kasztner war nicht ein Engel, er war alles andere. Wenn man das moralisch mit absoluten Wertmaßstäben rangeht, kann man schon sagen, Kasztner hat sich die Hände beschmutzt, weil er ganz einfach mit Eichmann verhandelt hat und mit den absolut Bösen verhandelt man nicht. Moralisch geht das nicht. Aber kann man moralisch alle dem Tod überlassen? Und da ist meine Antwort eben, es ist doch besser, in Grenzen zu machen, was man machen kann und zu retten, was man retten kann, statt alle dem Tod zu überlassen."

Gerade die Netzwerker des Widerstands wie Reszö Kasztner oder Oskar Schindler nutzten auch ihre soziale Kompetenz, um Verbündete zu finden, um auszuloten, wer sich für ihre Zwecke instrumentalisieren ließ, und wie sie erfolgreich agieren konnten. Ein zentrales Ergebnis der Helferforschung ist, dass ein Bündel von Eigenschaften, Motiven und Situationen bei einigen wenigen dazu geführt hat, dass sie während des Nationalsozialismus Verfolgten geholfen haben. Prof. Harald Welzer:

"Wir wissen inzwischen, dass monokausale Erklärungen nichts taugen. Niemand wird als Held geboren, niemand ist in jeder Situation in der Lage, sich heldenhaft zu verhalten. Das heißt, wir haben zum Beispiel, wenn es so was gäbe, wie eine besondere Ich-Stärke bei besonderen Personen noch nicht die Gewähr dafür, dass die dann zum Helfer wird. Oder wir haben bei bestimmten situativen Konstellationen, die nun eigentlich dazu angetan sind, dass man helfen sollte, trotzdem niemand hilft innerhalb dieser Konstellation. Es ist eben zu einfach, wenn man einem mitteilt, dass es hilfreich sei, wenn man gut ist. Oder man sollte zivilcouragiert sein. All dieses ist vielleicht als Norm ganz hübsch, aber es ist für das konkrete Handeln, für die Identifizierung von eigenen Handlungsspielräumen überhaupt nicht zielführend."

Doch wie wird der Blick für Handlungsspielräume geschärft und wie schafft man sich selber welche? Welche Erkenntnisse lassen sich aus den Helferforschung zu prosozialem Verhalten unter totalitären Bedingungen ableiten? Was sagen uns heute die stillen Helden von damals? Prof. Johannes Tuchel, Leiter der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand:

"Ich denke aber, dass es eines zeigt, dass wir nämlich dort, wo wir in Gesellschaften, die stark mit fremdenfeindlichen oder stark rassistischen Strömungen zu tun haben, sich die Frage stellt, wo ist der Punkt gekommen, wo ich als Einzelner in einem Mainstream mitschwimme oder wo bin ich auch selber bereit, etwas gegen dieses System zu tun und mich von der Mehrheitsgesellschaft abzusondern. Und ich denke, diese Bereitschaft zur Eigenverantwortung, die eine Grundvoraussetzung aus meiner Sicht für Zivilcourage ist, das ist etwas, was man am Beispiel dieser 'stillen Helden' erläutern kann."
Zuhörer bei einem Vortrag während der 3. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung in Berlin (2011)
Zuhörer bei einem Vortrag während der 3. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung in Berlin (Deutschlandradio - Janine Wergin)
Ladislaus Löb, Universität Sussex/Autor des Buches "Geschäfte mit dem Teufel", bei seiner Rede während der 3. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung
Ladislaus Löb, Autor des Buches "Geschäfte mit dem Teufel", bei seiner Rede während der 3. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung (Deutschlandradio - Janine Wergin)