Nach Rücktritt
Union berät über Nachfolge des Fraktionsvorsitzenden Spahn - Wahl am 29. Juli geplant

Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Spahn ist die CDU-Spitze in Berlin zusammengekommen. Neben dem Präsidium berät der Vorstand der Bundestagsfraktion. Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Merz kündigte nach übereinstimmenden Medienberichten an, dass die Fraktion am 29. Juli über Spahns Nachfolge entscheiden soll.

    Jens Spahn von den Schultern an aufwärts. Er trägt dunkles Sakko, weißes Hemd und eine Krawatte.
    Jens Spahn ist vom Fraktionsvorsitz der Union zurückgetreten (picture alliance / Metodi Popow)
    Zusammen mit dem CSU-Vorsitzenden Söder hat Merz das Vorschlagsrecht für das Amt. In Medien werden mehrere mögliche Kandidaten genannt, darunter Kanzleramtschef Frei, Bundesinnenminister Dobrindt, Fraktionsvize Krings und CDU-Generalsekretär Linnemann.
    Der Kanzler hatte gestern im ZDF die Möglichkeit angedeutet, weitere Posten neu zu besetzen. Grünen-Chefin Brandner ermutigte Merz in der ARD zu einer Kabinettsumbildung. Der Kanzler habe die Chance, sich von allen Ministern zu befreien, die handwerkliche Schwächen hätten oder ideologisch verbohrt seien. Beobachter rechnen für heute nicht mit Entscheidungen.
    Der CDU-Vorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Peters, forderte eine schnelle Entscheidung. Peters sagte im Deutschlandfunk , die Union könne den Sommer nicht mit Personalfragen verbringen. Die Entscheidung dürfe sich nicht über mehrere Tage oder Wochen ziehen. Er betonte, eine Rückkehr zu Sachthemen würde der CDU in Mecklenburg-Vorpommern im Wahlkampf helfen. Dort wird in zwei Monaten ein neuer Landtag gewählt

    Mehr zu diesem Thema:

    Spahns Nachfolge: Diese Namen werden genannt
    "Der Spagat wurde größer als ich erwartet hatte": Das Rücktrittsschreiben von Unionsfraktionschef Spahn im Wortlaut
    Liminski (CDU): Spahn hat die Glaubwürdigkeitsfrage selbst beantwortet
    Spahns Fehltritt: Kann die CDU den Schaden begrenzen?
    Diese Nachricht wurde am 20.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.