"Artemis 2"
US-Astronauten verlieren wie erwartet zwischenzeitlich Kontakt zur Erde - Rekordentfernung

Die Astronauten der Mondmission "Artemis 2" haben wie erwartet zwischenzeitlich den Kontakt zur Erde verloren. Grund war der Überflug der von der Erde abgewandten Seite des Mondes.

    Der Mond, aufgenommen von einer Kamera außerhalb des Orion-Raumschiffs. Vor dem schwarzen Weltraum ragt ein Teil des Raumschiffs ins Bild.
    Der Mond, aufgenommen von einer Kamera außerhalb des Orion-Raumschiffs (Uncredited / NASA / AP / dpa / Uncredited)
    Der US-Astronaut Glover sagte kurz vor dem Abbruch der Verbindung wörtlich: "Wir sehen euch auf der anderen Seite". Nach etwa 40 Minuten wurde der Kontakt wieder hergestellt.
    Die Crew des Raumschiffs - zwei Männer und eine Frau aus den USA sowie ein Kanadier - hatte sich zuvor bereits so weit von der Erde entfernt wie noch niemals Menschen zuvor. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa übertrafen sie den bisherigen Rekord von 400.171 Kilometern zur Erde. Dieser war 1970 von der "Apollo 13"-Mission aufgestellt worden. Während des Flugs sollte sich der Abstand noch vergrößern. Nach der Mondumrundung soll die Kapsel den etwa viertägigen Rückflug antreten. Sie wird allein durch die Schwerkraft des Mondes und ohne zusätzlichen Antrieb wieder auf Kurs Richtung Erde gebracht. - Das Raumschiff war in der Nacht zum Donnerstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. "Artemis 2" ist die erste bemannte Mission Richtung Mond seit mehr als 50 Jahren. Eine erneute Mondlandung strebt die Nasa für das Jahr 2028 an.
    Diese Nachricht wurde am 07.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.