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US-Präsident Trump ruft Menschen im Iran auf, Proteste fortzusetzen

US-Präsident Trump hat die Bevölkerung im Iran aufgerufen, die Proteste gegen das Regime fortzusetzen. Er schrieb in seinem sozialen Netzwerk, die Menschen sollten die Institutionen in ihrem Land übernehmen. Er erklärte, Hilfe sei unterwegs. Die Menschen sollten sich die Namen der Täter merken - diese würden einen hohen Preis zahlen.

    US-Präsident Donald Trump steht vor einem blauen Hintergund und schaut starr nach vorne.
    US-Präsident Donald Trump (picture alliance / Sipa USA / Nicole Combeau)
    Die Präsidentin der EU-Kommission, von der Leyen, kündigte neue Sanktionen der Europäischen Union gegen den Iran an. Sie erklärte, man wolle den Mitgliedsstaaten schnell neue Strafmaßnahmen vorschlagen. Die EU-Außenbeauftragte Kallas sagte in Berlin, sie bewundere den Mut des iranischen Volkes. In Teheran herrsche ein Regime, das Angst vor den eigenen Menschen habe.

    Wadephul spricht Regime die Legitimität ab

    Bundesaußenminister Wadephul sprach sich bei seinem Besuch in den USA dafür aus, dass die EU die iranischen Revolutionsgarden auf die Terrorliste setzt. Zahlreiche Menschen seien getötet worden, sagte Wadephul nach einem Treffen mit US-Außenminister Rubio in Washington. Dies zeige aus seiner Sicht, dass die Führung in Teheran offensichtlich keine Unterstützung mehr im ‌iranischen Volk habe.
    Bundeskanzler Merz rechnet angesichts der Massenproteste im Iran mit einem baldigen Ende der dortigen Staatsführung. Er sagte während eines Besuchs in der indischen Stadt Bangalore, wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten könne, dann sei es faktisch am Ende. Er gehe davon aus, dass dies die letzten Tage und Wochen dieses Regimes seien. Die iranische Führung habe ohnehin keine Legitimation in der Bevölkerung durch Wahlen. 

    Brutales Vorgehen gegen Demonstranten

    Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren Iraner gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik; die Proteste werden brutal unterdrückt. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf iranische Behördenvertreter rund 2.000 Todesopfer; der regimekritische Exilsender Iran International mit Sitz in London spricht sogar von mindestens 12.000 Toten. Das Medium beruft sich unter anderem auf Quellen mit Verbindungen zu den Revolutionsgarden, dem Nationalen Sicherheitsrat sowie dem Büro des Präsidenten im Iran.

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    Diese Nachricht wurde am 13.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.