
Kein Staat habe das Recht, in internationalen Gewässern die freie Fahrt ordnungsgemäß registrierter Schiffe zu behindern, erklärte ein Sprecher. US-Behörden zählen das Schiff zur sogenannten Schattenflotte, die unter Verstoß gegen Sanktionen Öl für Länder wie Venezuela, Russland und den Iran transportiert. Militärs hatten den Tanker wochenlang verfolgt und im Nordatlantik vor der Küste Schottlands aufgebracht. Die Grundlage dafür sei eine richterliche Anordnung gewesen, erklärte das US-Militärkommando für Europa. Das Verteidigungsministerium in London erklärte, britische Truppen hätten die Aktion unterstützt.
Die Regierung in Washington teilte zudem mit, auch einen Öltanker in der Karibik übernommen zu haben. Dieser habe ebenfallls Verbindungen zu Venezuela, erklärte Heimatschutzministerin Noem in sozialen Medien. Nach der Übernahme der Schiffe kündigte die US-Regierung an, ihre Sanktionen gegen Venezuela zu lockern. Dies solle den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt ermöglichen, wie das US-Energieministerium mitteilte. Um welche Sanktionen genau es sich handelt, ist noch nicht klar.
Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



