Bundeswehr
Verteidigungsminister Pistorius will Rüstungsbeschaffung neu organisieren

Bundesverteidigungsminister Pistorius hat Umbaupläne für den Kauf von Rüstungsgütern vorgestellt. Es brauche die Voraussetzungen für schnellere Entscheidungen und für einen weiter steigenden Umfang bei der Beschaffung, sagte Pistorius im Verteidigungsausschuss des Bundestags. Der SPD-Politiker betonte, die Abläufe beim zuständigen Amt müssten angepasst werden.

    Zu sehen ist ein olivgrüner Panzer vom Typ Leopard 2A8 auf einer Teststrecke.
    Die Bundeswehr hat diese 123 neuen Panzer bereits bestellt. Der Leopard 2A8 soll ab 2027 ausgeliefert werden. (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)
    Die künftige, flexiblere Struktur der Behörde soll sich den Angaben zufolge an den Truppenbereichen Land, Luft, See, Cyber- und Informationstechnik sowie Weltraum orientieren. Dabei sind auch neue Außenstellen des Beschaffungsamtes etwa in Bremen und Brüssel geplant. Außerdem sollten verfügbare Rüstungsprodukte künftig einfacher beschafft werden. Ein neuer wissenschaftlicher Beirat werde die Kosten kontrollieren, hieß es weiter. Die Umsetzung der Umbaupläne ist ab Juli vorgesehen.
    Der Haushaltsausschuss und der Bundesrechnungshof hatten immer wieder kritisiert, dass die Kosten für die Aufrüstung zu hoch seien. Der große Verteidigungsetat verleite die Industrie zu überhöhten Forderungen.
    Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.