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Startseite@mediasresMilliardenforderung gegen Google24.04.2019

VG MediaMilliardenforderung gegen Google

Google News soll einen schnellen Überblick über die Nachrichtenlage liefern. Dafür werden kleine Text-Ausschnitte mit Links zu Nachrichtenseiten zusammengefasst. Doch die Verlage wollen für die Bereitstellung ihrer Inhalte bezahlt werden - und fordern Milliarden.

Christoph Sterz im Gespräch mit Antje Allroggen

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Screenshot zeigt Nachrichten-Schnipsel, so genannte Snippets, bei Google News.  (Deutschlandradio / Screenshot )
Screenshot des Nachrichten-Angebots von Google News (Deutschlandradio / Screenshot )
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Zu den Angeboten der Suchmaschine Google gehört auch, dass per Google News Nachrichtenangebote von unzähligen Seiten zusammengefasst werden. Sortiert nach Themen gibt es Links zu den Seiten von Zeitungen, Online-Portalen und Rundfunksendern.

Doch für dieses News-Angebot soll Google jetzt bezahlen, so fordern es mehrere private Medienunternehmen, die in der VG Media zusammengeschlossen sind. Es geht auch für den Internetriesen Google nicht gerade um eine kleine Summe: Die Forderung beläuft sich auf 1,24 Milliarden Euro.

Die privaten Medienunternehmen verweisen darauf, dass Google mithilfe ihrer Inhalte Werbe-Geld verdiene, erklärte der Medienjournalist Christoph Sterz im Deutschlandfunk.

Umsatzbeteiligung von Google verlangt

Die Verlage verlangen nun eine Beteiligung von fünf Prozent rückwirkend für die Jahre 2013 bis Ende 2018. Daraus ergebe sich die nun geforderte Summe. Die VG Media, so Sterz, berufe sich auf das deutsche Leistungsschutzrecht, das seit dem 1. August 2013 gilt.

Der Streit zwischen den Verlagen und Google schwelt inzwischen seit Jahren. Mit der neuen Forderung versuche die VG Media offenbar neuen Schwung in die Debatte zu bringen, so die Einschätzung von Christoph Sterz.

Bisher sei überhaupt kein Geld geflossen von Google an die privaten Medienunternehmen.

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