
Binnen zehn Minuten seien mehr als 100 Kommandostellungen und Stützpunkte der schiitischen Miliz getroffen worden, betonte Katz. Es handele sich um den schwersten konzentrierten Schlag gegen die Hisbollah seit dem Pager-Angriff von September 2024, als tausende Funkempfänger gleichzeitig explodiert seien.
Libanesische Regierung: "Dicht besiedelte Wohngebiete getroffen"
Das libanesische Gesundheitsministerium sprach von landesweit mindestens 112 Todesopfern. Zudem seien mehr als 800 Menschen verletzt worden. Zahlreiche Personen seien unter Trümmern verschüttet. Ministerpräsident Salam erklärte, Israels Angriffe hätten dicht besiedelte Wohngebiete getroffen. Medien berichten von überfüllten Krankenhäusern. Aus den dicht bebauten Vororten der Hauptstadt Beirut werden chaotische Zustände gemeldet.
Iran erwägt offenbar neue Angriffe auf Israel
Der iranische Außenminister Araghtschi forderte ein Ende der israelischen Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Rahmen der vereinbarten Waffenruhe. Araghtschi sagte, Israel sei Teil der Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten, auch wenn Israel das Gegenteil behaupte. Als Vergeltung für die Angriffswelle erwägt der Iran offenbar neue Angriffe auf Israel. Wie die staatliche Agentur Tasnim berichtete, will die Armee des Landes dafür Ziele festlegen.
Netanjahu: "Waffenruhe ist nicht das Ende des Kampfes"
Israels Regierungschef Netanjahu betonte, die Feuerpause gelte nur für den Konflikt zwischen den USA und dem Iran, nicht aber für den Libanon. Die Waffenruhe sei nicht das Ende des Kampfes, sagte er in einer Ansprache. Israel sei bereit, jederzeit den Krieg gegen den Iran wieder aufzunehmen.
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Diese Nachricht wurde am 08.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




