
Autofahrer müssten Berechnungen zufolge pro Jahr Umwege von 50 Millionen Kilometern in Kauf nehmen, teilte der ADAC mit. Viele würden in den Kölner Raum ausweichen und dort das ohnehin schon am Limit laufende Verkehrssystem belasten. Auch die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg sprach von einer Katastrophenmeldung. Die Handwerkskammer zu Köln warnte, Rheinbrücken seien das Rückgrat der Region. Ohne sie werde der wirtschaftliche Schaden immens sein. NRW-Verkehrsminister Krischer, Grüne, betonte, für die Region sei es eine einschneidende Maßnahme. Sicherheit gehe aber immer vor. Bonns Oberbürgermeister Déus (CDU) berief umgehend einen Krisenstab.
Die Brücke ist ab sofort bis auf Weiteres für den Verkehr voll gesperrt. Aktuelle Prüfungen hätten strukturelle Schäden am Tragwerk ergeben, hieß es. Es gebe nun weitere Untersuchungen. Die Brücke ist Teil der Autobahn 565 und die wichtigste Ost-West-Verbindung für die Region. Über sie rollt normalerweise deutlich mehr Verkehr als über die lange gesperrte Rahmede-Talbrücke der Sauerland-Linie A45.
Diese Nachricht wurde am 04.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
