
Baumann bekräftigte zugleich, nach der jetzigen Gesetzeslage seien alle Beschäftigungsverhältnisse innerhalb seiner Fraktion legal.
Zuvor hatten sich bereits Union und SPD für Änderungen am Abgeordnetengesetz ausgesprochen. Die AfD steht in der Kritik, weil einige ihrer Parlamentarier in Bund und Ländern Familienangehörige von anderen Politikern der Partei als Mitarbeiter beschäftigen.
Korrespondentin Lindner: Fraktion hat nur Übersicht über die direkt dort Angestellten
Unsere Hauptstadt-Korrespondentin Nadine Lindner wies im Deutschlandfunk darauf hin, die Bundestagsfraktion habe nur eine Übersicht über die direkten Anstellungsverhältnisse bei der Fraktion selbst - beispielsweise bei der Pressestelle und den Referenten. Da gehe es um etwa 200 Personen. Wer aber genau in den Abgeordnetenbüros arbeite - darüber gebe es noch keine Klarheit, obwohl es dort um die Vorwürfe der Vetternwirtschaft gehe. Von einer Liste oder einer Selbstverpflichtung der Abgeordneten sei heute noch keine Rede gewesen.
AfD Sachsen-Anhalt richtet Kommission ein
Die AfD Sachsen-Anhalt will eine interne Kommission eingesetzt, die sich mit den Anstellungsverhältnissen bei Abgeordneten beschäftigen soll. Das Gremium soll nach Angaben des Landesvorstandes Empfehlungen vorlegen und über gesetzliche Änderungen beraten, die einen möglichen Missbrauch bei der Anstellungspraxis verhindern sollen. Zugleich sprach der Vorsitzende Reichardt von einer "politisch-medialen" Kampagne gegen seine Partei.
In den vergangenen Wochen waren in mehreren Landesverbänden Fälle bekannt geworden, in denen Angehörige von AfD-Politikern bei anderen Abgeordneten beschäftigt wurden. Vor allem der Landesverband Sachsen-Anhalt geriet in die Kritik. Die AfD-Bundes-Kovorsitzende Weidel soll nach Informationen der "Bild"-Zeitung inzwischen auch personelle Konsequenzen gefordert haben.
AfD unter Druck – immer neue Vorwürfe wegen Vetternwirtschaft
Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




