
Die Entscheidung hätten natürlich die Kolleginnen und Kollegen im Europaparlament zu treffen, fügte der CDU-Politiker hinzu. Er sei aber sehr skeptisch, dass das jetzt gelingen könne.
Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Weber, hatte bereits zuvor erklärt, Trumps Drohungen stellten das im vergangenen Jahr geschlossene Handelsabkommen der EU mit den USA in Frage. Die EVP befürworte das Abkommen, aber angesichts von Donald Trumps Drohungen in Bezug auf Grönland sei eine Zustimmung derzeit nicht möglich, erklärte der CSU-Politiker. Die 0‑ Prozent‑ Zölle auf US‑ Produkte müssten ausgesetzt werden.
Trump hatte am Samstag erklärt, bis zu einem Verkauf der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland an die USA sollen Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland zunächst zehn und später 25 Prozent zusätzliche Zölle zahlen.
Gelegenheit zum Krisengespräch könnte ein EU-Sondergipfel, aber auch das Weltwirtschaftsforum in Davos sein. Trump wird dort am Mittwoch erwartet, ebenso wie Bundeskanzler Merz.
Wadephul: Keine Gefahr für Zusammenhalt der NATO
Den militärischen Zusammenhalt der NATO sieht der Bundesaußenminister durch den aktuellen Zollstreit nicht gefährdet. Es gebe keinen Zweifel, dass die Vereinigten Staaten voll und ganz zum Bündnis stünden, wie auch zur Verteidigung Europas, meinte Wadephul. Deshalb sollte man auch nicht über solche Fragen diskutieren, sondern gemeinsam an einem starken Bündnis arbeiten.
Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.







