Grönland-Konflikt
Wirtschaft fordert angesichts US-Politik neue Freihandelsabkommen

Die Rufe aus der deutschen Wirtschaft nach weiteren Freihandelsabkommen als Reaktion auf die aktuelle US-Politik werden lauter.

    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sitzt neben den Präsidenten aus Bolivien, Panama, Uruguay, Paraguay und Argentinien und mit dem brasilianischen Außenminister an einem Konferenztisch. Im Hintergrund die Flaggen der verschiedenen Länder und der EU.
    Vergangenes Wochenende wurde nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen das Mercosur-Abkommen in Paraguays Hauptstadt Asunción unterzeichnet. (AFP / LUIS ROBAYO)
    Der Grönland-Konflikt zeige, dass sich Europa neue Märkte erschließen müsse, hieß es vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft. Der für Volkswirtschaft zuständige Bundesgeschäftsleiter Völz führte im MDR aus, je mehr Absatzmärkte Europa habe, desto unabhängiger seien deutsche Unternehmen von überraschenden Entscheidungen eines US-Präsidenten. Ähnlich äußerte sich die Handelskammer Hamburg.
    Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte EU Kommissionspräsidentin von der Leyen den Abschluss weiterer Freihandelsabkommen an, unter anderem mit Indien. Vertreter der EU-Staaten sowie der südamerikanischen Länder Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay hatten am Wochenende das Mercosur Abkommen unterzeichnet; nach mehr als 25 Jahren Verhandlung.
    Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.